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Video Wegen Migranten aus Polen - Bundespolizei führt Grenzkontrollen durch

Deutschland schickt zunehmend aus Belarus über Polen einreisende Migranten nach Polen zurück. An der deutsch-polnischen Grenze in Frankfurt (Oder) sind nach Angaben der Bundespolizei am vergangenen Wochenende 251 unerlaubte Grenzübertritte festgestellt worden. Auf der Brücke zwischen Deutschland und Polen in der brandenburgischen Stadt waren am Dienstag Beamte der Bundespolizei zu sehen, die verstärkt Grenzkontrollen durchführten. Hintergrund ist, dass Polen das erste Schengen-Land ist, das die Menschen betreten haben, und sie daher ihre Asylanträge laut EU-Recht dort stellen müssen. Die Route über Belarus in die EU ist für Menschen aus dem Nahen Osten derzeit mit die beliebteste, sagt Thomas Klähn vom Verein "Vielfalt statt Einfalt in Frankfurt (Oder)": "Es ist schwer zu beschreiben. Die kommen aus einer Situation, von der sie gehört haben, dass sie funktioniert, das heißt, die Route Türkei-Minsk. Und dann erwartet sie halt das, was wir geschildert bekommen, dass sie tatsächlich aus Belarus vertrieben werden, in Polen entweder in Empfang genommen werden oder zurückgedrängt werden und dann quasi durch Polen durchgetrieben werden. Und dann landen sie hier. So, das ist die Situation, wie sie sich uns darstellt." Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko als Reaktion auf EU-Sanktionen, über die Türkei massiv Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Irak und anderen Ländern einzufliegen. In Belarus sollen sie dann den Weg in die EU antreten, um die Lage dort zu destabilisieren. Polen hat angesichts anhaltend steigender Flüchtlingszahlen seinen Grenzschutz zum Nachbarland Belarus massiv ausgeweitet und setzt zunehmend auch das Militär ein.
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Es soll sich hauptsächlich um Flüchtlinge handeln, die vom belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko aus Krisengebieten in die EU eingeschleust wurden.

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