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"Gaffen ist gefährlich" Schicksalsschläge und harte Strafen – diese Anti-Gaffer-Kampagne geht unter die Haut

"Das ist Rosie. Sie war auf dem Weg zu ihrem Sohn, als sie an einem Unfall vorbeifuhr. Sie hielt an und stieg aus, um mehr zu sehen. Dabei wurde sie von einem anderen Auto erfasst und 30 Meter mitgeschleift."


Mit der Kampagne "Gaffen ist gefährlich" will das saarländische Verkehrsministerium wachrütteln.


Die Message ist deutlich: Ein falscher Schnappschuss kann dein Leben zerstören.


"Das ist Nadine. Vor zwei Jahren fuhr sie auf dem Weg zur Arbeit an einem Unfall vorbei, schoss ein Foto davon und teilte es auf Instagram. Dabei verursachte sie einen Auffahrunfall."


Die Kampagne zeigt drei fiktive Schicksale von Gaffern.




"Das ist Martin. Vor vier Jahren fuhr er an einem Autounfall vorbei und fotografierte die Toten. Dabei verlor er die Kontrolle über seinen Wagen. Bei dem Unfall, den er selbst dadurch verursachte, starben zwei weitere Menschen."


Für ihre Sensationsgier zahlen die fiktiven Personen einen hohen Preis.


"Kurz darauf begann Martin zu trinken. Seine Frau hat ihn verlassen, das Sorgerecht für die Kinder wurde ihr zugesprochen."


"Rosie sieht ihre Enkel kaum noch. Den Kontakt zu ihren Freunden hat sie abgebrochen. Sie schaut viel fern. Die Wohnung ist verwahrlost. Rosie ist 59 Jahre alt. Menschen um sich herum kann sie kaum noch ertragen."


"Fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt. Auch Nadine selbst. Sie hat zwei Kinder und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Sie würde gern wegziehen, irgendwohin, wo keiner sie kennt. Aber das Geld reicht nicht."


In Großbuchstaben prangt das Wort "Gaffer" auf der Stirn der Schaulustigen.


(Das Logo der Kampagne ist das sogenannte "Gaffer-G".)


Die Pistole im Logo soll deutlich machen, welche Gefahr Gaffer für sich selbst und andere darstellen.


Dass Menschen immer wieder versuchen, Fotos oder Videos von Unfallopfern zu machen, ist traurige Realität.


Dieses Fehlverhalten behindert Rettungseinsätze und erschwert den Einsatzkräften ihre Arbeit.


Wer seiner Sensationslust freien Lauf lässt, verhält sich jedoch nicht nur rücksichtslos, sondern auch unverantwortlich.


"Beim Versuch, neugierige Blicke auf eine Unfallstelle zu erhaschen, bremsen Gaffer oft plötzlich ab und gefährden dadurch sich und andere." – Bernd Althusmann | Verkehrsminister Niedersachsen (Quelle: "mdr.de")


Auch die Strafen für Gaffer machen deutlich, dass es sich dabei um kein Kavaliersdelikt handelt.


Gaffen als Ordnungswidrigkeit kann ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro nach sich ziehen. Wer Fotos oder Videos von einem Unfall macht, begeht eine Straftat und muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. (Quelle: bussgeldkatalog.org)
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Diese Kampagne hat ein klares Ziel – der Betrachter soll begreifen, dass ein Foto, Video oder neugieriger Blick im falschen Moment viele Leben zerstören kann. Doch nicht nur die Kampagne geht hart mit Gaffern ins Gericht.

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