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22-Jähriger verurteilt: Folgenschwere Geisterfahrt endet im Gefängnis

Dass der junge Mann von Alpträumen geplagt wird, wird einen Vater und seine beiden Kinder kaum trösten. Denn der 22-Jährige, der da vor Gericht Reue zeigt, hat als betrunkener Geisterfahrer drei weitere Familienmitglieder bei einem schlimmen Unfall getötet. Dafür muss er nun ins Gefängnis.

Er raste als Geisterfahrer betrunken über die Autobahn und löschte eine halbe Familie aus: Wegen dieses Unfalls im Juni vergangenen Jahres, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, muss ein Auszubildender für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Amtsgericht Langenfeld verurteilte den 22-Jährigen am Montag wegen dreifacher fahrlässiger Tötung und vorsätzlicher Verkehrsgefährdung auch zu vier Jahren Fahrverbot und entzog ihm den Führerschein.

Der junge Mann war im Juni 2009 stark angetrunken auf der Autobahn 59 bei Leverkusen als Geisterfahrer in den Wagen einer Düsseldorfer Familie gerast. Ein zehn Monate altes Baby, seine 32-jährige Mutter und die 79 Jahre alte Großmutter starben. Der 41-jährige Vater und und zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren überlebten.

"Tragödie einer Familie"

Das Gericht sprach von einer "Tragödie für die Familie" und folgte mit dem Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der junge Mann habe gewusst, dass er sich stark angetrunken ans Steuer setzte und sei dennoch gefahren. Bei dem Unglücksfahrer waren 2,1 Promille Alkohol im Blut festgestellt worden. Er soll bei einer Grillparty getrunken haben, bevor er ins Auto stieg.

Der angehende Automechaniker zeigte vor Gericht Reue und entschuldigte sich bei der Familie. Er sei als Folge des Unfalls selbst in psychologischer Behandlung und werde von Alpträumen geplagt, sagte er in seinem Schlusswort.

DPA / DPA