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Auch deutlich weniger Todesurteile: Zahl der Hinrichtungen sinkt weltweit

In zwei Drittel aller Staaten ist die Todesstrafe abgeschafft. Die Zahl der Todesurteile und Hinrichtungen ist nach Angaben von Amnesty International rückläufig. Dennoch sitzen weltweit zwanzigtausend Menschen in Todestrakten.

Hinrichtungsraum in Ohio

Hinrichtungen wurden vor allem im Iran, Saudi-Arabien, Irak und Pakistan verzeichnet

DPA

2017 sind weltweit mindestens 993 Menschen hingerichtet worden. Das geht aus dem Jahresbericht von Amnesty International hervor. Laut der Menschenrechtsorganisation ist die Zahl der Hinrichtungen damit leicht zurückgegangen. Ein Rückgang ist auch bei den Todesurteilen zu verzeichnen. 

Im vergangenen Jahr wurden 39 Hinrichtungen weniger dokumentiert als noch in 2016. Allerdings enthält der Bericht keine Angaben zu China, das keine offiziellen Zahlen herausgibt. In der Volksrepublik werden Schätzungen zufolge mehr Menschen als im Rest der Welt zusammengenommen hingerichtet. Es sei davon auszugehen, dass in China die Todesstrafe weiterhin "tausendfach verhängt und vollstreckt wird", erklärte Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation setzt sich für die vollständige Abschaffung der Todesstrafe ein.

Für 84 Prozent der gezählten Hinrichtungen sind vier Länder verantwortlich: Iran (mindestens 507), Saudi-Arabien (146), Irak mindestens 125) und Pakistan (mindestens 60). 

Mehr als 20.000 Menschen zum Tod verurteilt

Die Zahl der Todesurteile sank um 17 Prozent von 3117 auf 2591. Allerdings fehlt auch hier wie in den Vorjahren China in der Statistik. Die meisten Todesurteile wurden laut Amnesty-Statistik in Nigeria gefällt (621), gefolgt von Ägypten (mehr als 402) und Bangladesch (mehr als 273).Weltweit lebten Ende vergangenen Jahres 21.919 Menschen mit einem Todesurteil und damit 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mit 18.848. Die meisten Verurteilten sitzen in den Todestrakten von Sri Lanka (2717), den USA (2724) und Pakistan (mindestens 7000).

Mit Guinea und der Mongolei haben 2017 zwei weitere Staaten die Todesstrafe vollständig abgeschafft. Damit gibt es sie in 142 Ländern nicht mehr. Das sind zwei Drittel aller Staaten weltweit. Vor 30 Jahren waren es noch halb so viele Staaten.

Todesstrafe bei Drogendelikten

"Das ist ein wichtiger Erfolg", sagte Amnesty-Expertin Andrea Berg.
Dennoch sitzen 2017 weltweit mehr als zwanzigtausend Menschen in Todestrakten, weil Regierungen immer noch auf diese menschenverachtende und menschenrechtswidrige Form der Bestrafung setzen, anstatt die Ursachen von Kriminalität zu bekämpfen und wirksame Maßnahmen gegen Drogenmissbrauch, Korruption oder Terrorismus zu ergreifen."

Nach Amnesty-Erkenntnissen wird die Todesstrafe vermehrt zur Ahndung von Drogendelikten angewendet. In 15 Ländern wurden solche Urteile verzeichnet - vor allem in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Die USA blieben 2017 das einzige Land in ganz Amerika, das die Todesstrafe vollstreckt: 23 Menschen wurden dort voriges Jahr hingerichtet und 41 neue Todesurteile verhängt. Im Iran wurden laut Amnesty auch fünf Menschen hingerichtet, die zum Tatzeitpunkt noch minderjährig waren. 


fri / AFP / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?