HOME

Bergung des Kreuzfahrtschiffes: "Costa Concordia" erhebt sich aus dem Meer

Der Abtransport des vor der italienischen Insel Giglio gesunkenen Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" steht kurz bevor. Das Wrack hat sich bereits beinahe sieben Meter aus dem Wasser gehoben.

Der Bug der "Costa Concordia" ragte am Sonntag bereits aus dem Wasser

Der Bug der "Costa Concordia" ragte am Sonntag bereits aus dem Wasser

Der Abtransport des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" steht kurz bevor, die Bergungsarbeiten sind fast abgeschlossen: Bis zum Sonntagnachmittag hat sich das Wrack vor der Mittelmeerinsel Giglio um etwa 6,5 Meter aus dem Wasser gehoben. Im Lauf des Nachmittags sollten auch die Decks 3 und 4 auftauchen, wie die Behörden mitteilten. "Wir haben es wirklich fast geschafft", sagte Chefingenieur Franco Porcellacchia bei einer Pressekonferenz vor Ort.

Am Samstagabend kurz vor Mitternacht hatten Helfer allerdings ausgetretenes Öl am Wrack erspäht. Daraufhin wurde das Areal sofort gereinigt. Zurzeit gebe es keine Hinweise auf ein Leck oder strukturelle Schäden am Schiff, hieß es weiter. Trotz schwimmender Barrieren um das Wrack wurden am Sonntag an einem Strand der Insel Gegenstände angetrieben, die vermutlich von der "Costa Concordia" stammen, darunter eine Hose und eine Rettungsweste.

Schiff wird nach Genua geschleppt

Gemeindebürgermeister Sergio Ortelli sagte der Nachrichtenagentur Adnkronos, er sei bezüglich der Umwelt unbesorgt: "Ich fühle mich völlig sicher, denn die Situation und die Meeresbedingungen werden seit der Rotationsphase stetig überwacht. Alles ist unter Kontrolle."

Die "Costa Concordia" soll am Dienstagmorgen von Giglio entlang der französischen Insel Korsika ins 350 Kilometer entfernte Genua geschleppt werden. Dort wird das Wrack verschrottet. Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffs waren im Januar 2012 insgesamt 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter 12 Deutsche.

tkr/DPA / DPA