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Chile-Liveticker +++ Jubel für José +++


José Henriquez Gonzalez ist der 24. Kumpel, der wieder ans Tageslicht kommt. Er umarmt und küsst seine Frau vor den Augen der Welt. Die Rettung im Live-Ticker.

22:59 Uhr MESZ

Als Kumpel Nummer 24 der insgesamt 33 verschütteten Bergleute ist José Henríquez González am Mittwoch wieder sicher aus der Mine aufgefahren. Die Retter zogen den Mittfünfziger Henríquez um 17.59 Uhr Ortszeit (22.59 Uhr MESZ) aus der schmalen Rettungskapsel. Er ist 33 Jahre verheiratet, arbeitet 33 Jahre in der Mine und ist einer von 33 Eingeschlossenen. Auch er wurde am Ausgang des über 600 Meter langen Rettungsschachtes von Angehörigen und Chiles Präsident Sebastián Piñera erwartet.

22:33 Uhr MESZ

Bei der Rettungsaktion sind jetzt 23 der insgesamt 33 verschütteten Bergleute wieder sicher auf der Erdoberfläche. Als Kumpel Nummer 23 zogen die Rettungskräfte am Mittwoch um 17.33 Uhr Ortszeit (22.33 Uhr MESZ) Carlos Bugueño Alfaro aus der schmalen Stahlkapsel. Bevor er Minenarbeiter wurde, war er Wachmann gewesen. Es wird damit gerechnet, dass die spektakuläre Aktion in der Atacama-Wüste möglicherweise noch vor Mitternacht (Ortszeit) erfolgreich beendet werden kann.

22:04 Uhr MESZ

Als Kumpel Nummer 22 ist Samuel Ávalos Acuña sicher an die Oberfläche zurückgekehrt. Damit sind zwei Drittel der Kumpel wieder frei. Die Retter zogen ihn am Mittwoch um 17.04 Uhr Ortszeit (22.04 Uhr MESZ) aus der Rettungskapsel. Der Anfang-40-Jährige war zuvor Straßenverkäufer gewesen und hatte durch die Arbeit in der Mine auf ein besseres Leben gehofft.

21:33 Uhr MESZ

Die Fahrten der Rettungskapsel "Phönix" werden immer schneller. Johnny Barrios Rojas stieg als 21. Kumpel aus der Rettungskapsel. Für den etwa 50-Jährigen waren die Qualen um 16.32 Uhr Ortszeit (21.32 Uhr MESZ) vorbei. Er galt als der "Krankenpfleger" unter Tage, weil er sich schon als Kind grundlegendes medizinisches Wissen angeeignet hatte. Seine Mutter war nämlich Diabetikerin.

21:01 Uhr MESZ

Als Kumpel Nummer 20 ist Darío Segovia Rojo aus dem chilenischen Unglücksbergwerk sicher nach oben geholt worden. Die Retter zogen den Ende-40-Jährigen 15.59 Uhr Ortszeit (20.59 Uhr MESZ) an die Oberfläche. Er hatte schon im Alter von acht Jahren mit der Arbeit im Bergbau begonnen. Oben empfing ihn seine Familie.

20:30 Uhr MESZ

Pablo Rojas Villacorta ist als Kumpel Nummer 19 der in Chile verschütteten Bergleute gerettet worden. Die Einsatzkräfte zogen den Mittvierziger um 15.29 Uhr Ortszeit (20.29 Uhr MESZ) aus der Rettungskapsel. Der Bergmann arbeitete erst seit kurzem in der Mine. Er ist sehr stolz auf seinen Sohn, der Medizin studiert.

19:50 Uhr MESZ

Als Kumpel Nummer 18 ist Esteban Rojas Carrizo wieder an die Oberfläche zurückgekehrt. Die Retter zogen den Mittvierziger Rojas um 14.49 Uhr Ortszeit (19.49 Uhr MESZ) nach oben. Der Bergmann hatte seiner Frau noch unter der Erde per Botschaft eine kirchliche Trauung versprochen. Nach Rojas harrten noch 15 Kumpel in der Tiefe aus.

19:00 Uhr MESZ

Die Rettung der 33 Bergleute in Chile könnte nach Regierungsangaben deutlich früher als ursprünglich angenommen abgeschlossen sein. Er rechne mit einer Rettung noch am Mittwoch (Ortszeit), sagte der chilenische Bergbauminister Laurence Golborne an der Mine San José im Norden Chiles. "Wir sind sehr schnell vorangekommen, schneller als gedacht." Zuvor war Golborne davon ausgegangen, dass die Rettung aller Kumpel 36 bis 48 Stunden und damit bis Freitag dauern könnte. Es war damit gerechnet worden, dass die Auffahrt jedes Einzelnen in einer Rettungskapsel rund eine Stunde dauern würde. Dies ging jedoch deutlich schneller. 17 der 33 Bergleute waren schon um 14.20 Uhr Ortszeit in Freiheit und damit gut 14 Stunden, nachdem der erste der verschütteten Kumpel das Tageslicht erblickt hatte.

18:48 Uhr MESZ

Als 17. Mann zogen die Helfer am Mittwoch den 56-jährigen Omar Reygada mit der Rettungskapsel ans Tageslicht. Der Elektriker arbeitet seit drei Jahrzehnten unter Tage und war jetzt zum dritten Mal verschüttet. Er ist Witwer, hat sechs Kinder, 14 Enkel und vier Urenkel. Über die Hälfte der 33 verschütteten Bergleute in Chile sind jetzt gerettet.

18:14 Uhr MESZ

Omar Reygadas Rojas befindet sich jetzt in der Rettungskapsel. Der 56-Jährige arbeitet seit drei Jahrzehnten im Bergbau und wurde bereits dreimal verschüttet. In wenigen Minuten wird er zum dritten Mal gerettet

17:55 Uhr MESZ

In gut 600 Metern Tiefe harrten nun noch 17 Kumpel aus. Der nächste Bergarbeiter der nach oben befördert wird ist ein 56-jähriger Witwer, Omar Reygadas Rojas

17:44 Uhr MESZ

Daniel Herrera Campos erblickt das Tageslicht. Er ist der 16. gerettete Kumpel. Der 27-Jährige ist eigentlich Taxifahrer

17:18 Uhr MESZ

Die Rettung der eingeschlossenen Bergleute in Chile kommt so schnell voran, dass der letzte Kumpel noch am Mittwoch (Ortszeit) die Oberfläche erreichen könnte. "Wir rechnen damit, dass die Befreiung in sieben bis acht Stunden abgeschlossen sein wird", sagte Chiles Präsident Sebastián Piñera am Bergwerk San José

17:13 Uhr MESZ

Bei der Rettung der Kumpel in Chile geht es weiter Schlag auf Schlag: Jetzt kam der 15. Bergmann, Víctor Segovia, per Rettungskapsel nach oben. Der fast 50-Jährige schrieb im Stollen Tagebuch. Damit sind noch 18 Kumpel in dem Bergwerk eingeschlossen.

16:48 Uhr MESZ

Spaniens König Juan Carlos hat den erfolgreichen Verlauf der Rettungsaktion für die 33 Bergleute in Chile begrüßt. "Lassen Sie mich meine Freude über die Rettung ausdrücken", sagte der 72-jährige Monarch am Mittwoch zu Beginn eines Treffens mit dem Vorstand des Cervantes-Instituts in Madrid

16:40 Uhr MESZ

Die Kapsel ist schon wieder auf dem Weg nach unten. Als Nächstes soll der Bergarbeiter Víctor Segovia Rojas geholt werden

16:32 Uhr MESZ

Jetzt ist auch der Gruben-Poet gerettet: Víctor Zamora Bugueno hat unter Tage Gedichte geschrieben, um sich die Zeit zu vertreiben. Der 33-Jährige ist der 14. Kumpel, der gerettet wird. Minutenlang liegt er seiner Ehefrau Jessica Cortes in den Armen.

15:54 Uhr MESZ

Sein Platz auf der Rettungsliste war kein schlechtes Vorzeichen: Als Kumpel Nummer 13 hat auch Carlos Barrios Contreras sicher die Erdoberfläche an der Unglücksmine in Chile erreicht. Der knapp 30-Jährige war einer der Schichtleiter in dem Gold- und Kupferbergwerk. Nun sind noch 20 Bergleute und ihre Helfer in dem verschütteten Schacht

15:11 Uhr MESZ

Der Langläufer ist oben: Edison Peña erreicht die Oberfläche. Der Mittdreißiger legte täglich fünf bis zehn Kilometer laufend in den Gängen der Mine zurück. Ein hunderte Meter langer unzerstörter Tunnel diente als Laufstrecke. Es warten nun noch 21 Bergleute in der Tiefe auf ihre Rettung.

14:32 Uhr MESZ

Jetzt hat es auch Jorge Galleguillos Orellana geschafft. Der 56-Jährige ist wohlbehalten oben angekommen und von Freunden und Familie begrüßt worden. Offenbar hat der unter Bluthochdruck Leidende die Strapazen gut überstanden.

14:12 Uhr MESZ

Der elfte Kumpel bereitet sich auf seine Rettung vor. Kein leichtes Unterfangen: Der 56-jährige Jorge Galleguillos Orellana leidet unter Bluthochdruck und gilt als komplizierter medizinischer Fall

13:52 Uhr MESZ

Jetzt ist der zehnte Kumpel gerettet! Der 32-jährige Alex Vega Salazar wurde direkt von seiner Frau in Empfang genommen.

13:02 Uhr MESZ

Mario Gómez hat's geschafft: Als insgesamt neunter Bergmann wurde er gerettet. Gomez ist mit 63 Jahren der Älteste der Gruppe. Seit seinem zwölften Lebensjahr arbeitet er im Bergbau.

12:05 Uhr MESZ

Auch Claudio Yanez Lagos ist gerettet. Wie die sieben Bergleute vor ihm, macht auch der 34-Jährige einen guten Eindruck als er aus der Kapsel steigt. Jeder vierte der verschütteten 33 Bergleute ist nun gerettet

11:51 Uhr MESZ

Die Aktion läuft wie geschmiert, kaum ist der siebte Kumpel gerettet, steigt der achte schon in die Rettungskapsel. Dabei handelt es sich um Claudio Yanez Lagos. Der 34-Jährige ist auf dem Weg nach oben, worüber sich seine Freundin noch mehr freuen wird als andere Angehörige: Lagos hat ihr aus der Grube heraus versprochen, sie zu heiraten

11:35 Uhr MESZ

Der siebte Kumpel ist an der frischen Luft. José Ojeda Vidal, 46 Jahre alt, Diabetiker, ist aus der Grube gerettet worden. Die Aktion geht zunehmend schneller vonstatten.

11:06 Uhr MESZ

Das spanische Parlament gratuliert: "Wir freuen uns über den Erfolg der Operation und hoffen, dass sie bald abgeschlossen werden kann", sagte Parlamentspräsident José Bono zu Beginn einer Plenarsitzung in Madrid. Der siebte Kumpel ist in die Kapsel gestiegen.

10:35 Uhr MESZ

Jetzt ist auch Osman Araya Araya in Sicherheit. Der 30-Jährige ist bereits der sechste Bergmann, der gerettet werden konnte. Er hatte erst seit vier Monaten in der Mine gearbeitet. Jetzt wird auch er erst einmal zur ärztlichen Untersuchung gebracht und gründlich durchgecheckt.

10:19 Uhr MESZ

Als sechster Bergmann betritt Osman Araya Araya die Rettungskapsel. Der 30-Jährige hatte in der Mine einen Zusammenbruch erlitten, sein Zustand ist aber so stabil, dass er die Reise nach oben antreten kann.

10:01 Uhr MESZ

Die Wartungsarbeiten sind abgeschlossen - die Kapsel nimmt ihre Arbeit wieder auf und wird in die Tiefe hinabgelassen, wo sie den sechsten Bergmann aufnehmen soll.

9:41 Uhr MESZ

Die Rettung stockt. Der Grund sind aber offenbar nur Wartungsarbeiten. Arbeiter tauschen eines der Räder am unteren Ende der Rettungskabine aus.

9:13 Uhr MESZ

Großer Jubel: Mit Jimmy Sanchez Lagues konnte auch der jüngste Kumpel in Sicherheit gebracht werden. Sanchez ist erst 19 Jahre alt. Körperlich scheint er die lange Zeit unter Tage gut überstanden zu haben.

9:05 Uhr MESZ

Manuel Sepulveda, der Sprecher der 33 Bergleute, gibt erstmals ein längeres Statement ab. Er spricht über die schwierige Zeit unter Tage, sagt aber auch, dass er nie an der Rettung gezweifelt habe. Er sei stolz auf die Regierung und die chilenischen Arbeitnehmer.

8:37 Uhr MESZ

Jimmy Sanchez Lagues klettert in die Rettungskapsel. Er ist der fünfte Kumpel, der gerettet werden soll. Mit seinen 19 Jahren ist er der Jüngste unter den 33 Bergleuten - und sicher nicht ganz so belastbar wie einige älteren Haudegen.

8:09 Uhr MESZ

Carlos Mamani Solis ist gerettet! Er wurde oben schon sehnsüchtig von seiner Frau erwartet. Bevor er sie umarmte, kniete er sich kurz hin. Zu Ehren des 23-Jährigen schwenken viele Menschen bolivianische Fahnen. Mamani ist der einzige Nicht-Chilene unter den 33 verschütteten Bergleuten. Doch auch er wurde selbstverständlich von Chiles Präsident Piñera begrüßt.

7:53 Uhr MESZ

Der vierte Kumpel betritt die Rettungskapsel: Carlos Mamani Solis ist Bolivianer. Wenn alles gut läuft, wird er kurz nach 8 Uhr in Sicherheit sein.

7:27 Uhr MESZ

In Copiapó, dem nahe der Mine gelegenen Ort, geht es zu wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft: Die Rettung der Bergleute wird als Public Viewing übertragen. Es gibt Fahnen mit den Fotos der verschütteten Männer zu kaufen, die Zuschauer schwenken sie wie Nationalfahnen bei großen Sportevents. Jede erfolgreiche Rettungsaktion wird mit einem Autokorso gefeiert, dazu ertönen die Sirenen. In Sprechchören skandieren die Zuschauer immer wieder: "Kumpels von Chile".

7:09 Uhr MESZ

Juan Illanes Palma hat die Erdoberfläche erreicht. Unter großem Applaus und Tränen wird er oben begrüßt. Es scheint ihm gut zu gehen. Auch Präsident Sebastián Piñera nimmt ihn in den Arm.

6:40 Uhr MESZ

Der dritte Helfer erreicht die Kumpel. Juan Illanes bereitet sich auf die Fahrt vor.

6:21 Uhr MESZ

Der dritte Helfer macht sich auf den Weg in die Tiefe. Bislang läuft die Rettungsaktion ohne Probleme. Vor allem geht die Bergung schneller von statten als angenommen.

6:10 Uhr MESZ

Der zweite Bergmann ist gerettet. Es handelt sich um Mario Sepulveda. Auch seine Familienangehörigen, darunter Ehefrau Elvira, warten am Endes des Rettungsschachtes auf ihn. Präsident Piñera umarmt den überglücklichen Sepulveda gleich mehrmals, der völlig aus dem Häuschen ist.

5:40 Uhr MESZ

Der chilenische Präsident Piñera hat sich stolz über die Rettung der Kumpel gezeigt. "Das hat den chilenischen Traum erfüllt", sagte Piñera. Die Rettung werde ohne Pause weitergehen, versprach er nach der Rettung des ersten Bergarbeiters Florencio Ávalos. "Wir haben die Zärtlichkeit sehen können, mit der er von seiner Familie empfangen wurde. Aber es liegt noch viel vor uns", sagte der Präsident.

5:20 Uhr MESZ

Ein weiterer Helfer ist in die Kapsel gestiegen und wird zur Unterstützung der verbliebenen 32 Bergleute und des Bergungsspezialisten, der als Erster zu den Verschütteten geschickt worden ist, in die Tiefe fahren.

5:11 Uhr MESZ

Florencio Avalos ist angekommen und verlässt unbeschadet die Rettungskapsel. Sein Sohn bricht in Tränen aus, Avalos umarmt den Kleinen und seine Frau Monica. Die Menschen im Camp Esperanza brechen in lauten Jubel aus. Auch Präsident Piñera nimmt den Geretteten in den Arm.

Ávalos macht einen gesunden und fitten Eindruck und wird jetzt sofort mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, um sich dort einer ersten Untersuchung zu unterziehen.

5:05 Uhr MESZ

Florencio Ávalos befindet sich in der 53 breiten Rettungskapsel auf dem Weg an die Erdoberfläche. Oben am Rettungsschacht spielen sich rührende Szenen ab. Seine Frau und sein Sohn warten offensichtlich unter höchster Anspannung auf seine Ankunft. Präsident Piñera steht bei ihnen, die ganze Welt schaut in diesem Moment nach San José in Chile.

4:55 Uhr MESZ

Entgegen der ursprünglichen Planung fährt der Bergungsspezialist Manuel Gonzales nicht schnell zurück an die Oberfläche. Stattdessen besteigt der erste Bergmann, Florencio Ávalos, die Kapsel und beginnt seine Fahrt zurück an die Oberfläche.

Ausgestattet mit Sauerstoffmaske und einer Spezialbrille befindet sich der 30-Jährige und Vater zweier Kinder auf dem Weg durch die über 600 Meter lange Röhre.

4:36 Uhr MESZ

Die ersten TV-Bilder aus der Tiefe: Der Bergungsspezialist hat die Kumpel unter Tage erreicht. Die Kumpel jubeln, es gibt herzliche Umarmungen zur Begrüßung. Die Rettung nach 69 Tagen in Dunkelheit ist ganz nah. Manuel Gonzales gibt jetzt offensichtlich Anweisungen, wie die Evakuierung verlaufen soll.

Oben am Rettungsschacht brechen die Rettugnskräfte und die Angehörigen in lauten Jubel aus.

4:32 Uhr MESZ

In wenigen Augenblick wird der Bergungsspezialist Manuel Gonzalez die verschütteten Kumpel in über 600 Metern Tiefe erreichen. Das Rettungsteam und Präsident Piñera haben die chilenische Nationalhymne angestimmt. Die Spannung steigt, aber auch die Hoffnung auf die baldige Rettung der Kumpel.

Die Angehörigen sitzen zusammen und versuchen die Zeit mit dem gemeinsamen Singen zu überbrücken.

4:19 Uhr MESZ

Die heiße Phase der dramatischen Rettung beginnt: Das Rettungsteam hat damit begonnen, einen Helfer in der Kapsel zu den Kumpeln hinunter zu lassen. Es handelt sich um einen Bergungsspezialisten der Marine.

Präsident Sebastian Piñera schüttelt dem Mann vor dem Einsatz noch die Hand und wünscht ihm alles Gute.

4:00 Uhr MESZ

Chiles Präsident Sebastian Piñera hat sich zu den Angehörigen begeben und wartet gemeinsam mit ihnen auf gute Nachrichten. Aktuell läuft aber immer noch die Testphase mit der Rettungskapsel, die ein zweites Mal in den Rettungsschacht gefahren wurde.

Eine offizielle Erklärung für die Verzögerung gibt es bislang nicht.

Die Kapsel soll bei der ersten Fahrt leicht beschädigt worden sein. Das chilenische Fernsehen zeigte, wie Arbeiter die vergitterte Einstiegstür der Kapsel, die die seit gut zwei Monaten verschütteten Bergleute nacheinander aus 622 Meter Tiefe an die Erdoberfläche bringen soll, mit einem Hammer bearbeiteten. Chefingenieur Andres Sougarret sagte dem Sender TVN, der Schaden sei bei der Durchfahrt durch den Teil des Schachts aufgetreten, der nicht mit Metall verkleidet wurde. Bei einem Zusammenstoß mit der Innenwand des Schachts sei die Tür der vier Meter langen Kapsel verbeult worden. Nach der ersten Testfahrt ohne Insasse wurde daher eine zweite Leerfahrt angesetzt.

3:25 Uhr MESZ

Auch die Testfahrt der Rettungskapsel wird zu einem Geduldsspiel: Nachdem sie kurz wieder an der Oberfläche war, ist sie zu einem erneuten Versuch in die Tiefe hinab gelassen worden.

Hier ein paar technische Details: Die Kapsel Fénix 1 (Phoenix 1) ist 3,95 Meter hoch, 51 Zentimeter Durchmesser breit und 400 Kilo schwer. Das Gefährt wird an einer Seilwinde von einem österreichischen Motor mit 240 PS durch den Notschacht gelassen, der in 33 Tagen 624 Meter tief in den Stollen des Kupferbergwerkes getrieben wurde.

3:10 Uhr MESZ

Die Rettungskapsel ist wieder an der Oberfläche und wird von den Helfern genau in Augenschein genommen. Es gab während der Testfahrt eine Rauchentwicklung, die aufgrund der großen Temperaturunterschiede entstanden sein soll.

Die Angehörigen der verschütteten Kumpel sind mittlerweile vor den zahlreichen Medienvertretern abgeschirmt worden.

2:35 Uhr MESZ

Die Stimmung am Rettungsschacht scheint optimistisch zu sein: Während die Kapsel zu einer Testfahrt in die Tiefe gelassen wird, stimmen die Mitglieder des Rettungsteams ein Lied an. Die ersten Angehörigen treffen mit einem Bus vor Ort ein. Sie halten Luftballons in chilenischen Landesfarben in den Händen.

2:30 Uhr MESZ

Der Ablaufplan der Rettungsaktion sieht vor, dass nach der Testfahrt ein Mitglied des Rettungsteams in der Rettungskapsel in die Tiefe gelassen und danach sofort wieder an die Oberfläche befördert wird. Danach soll ein Arzt zu den Kumpeln fahren, um sie auf den Transport durch die 600 Meter lange Röhre vorzubereiten.

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera bestätigte, dass als erster der 31 Jahre alte Schichtführer Florencio Ávalos an die Oberfläche geholt werden soll. Anschließend sollten Mario Sepúlveda, der zu den Medien sprechen werde, Juan Illanes und dann der einzige Bolivianer, Carlos Mamani, nach oben geholt werden. Boliviens Präsident Evo Morales wird wegen seines Landsmannes auch bei der Mine erwartet.

Das Grubendrama wird auch vom US-Präsidenten verfolgt: Barack Obama wünschte den Männern vor dem geplanten Beginn der Aktion viel Glück. "Unsere Gedanken sind mit den mutigen Bergleuten, ihren Familien und den Männern und Frauen, die so hart für eine Rettung gearbeitet haben", sagte Obama in einer Erklärung.

1:45 Uhr MESZ

In den nächsten ca. zwei Stunden wird die Rettungskapsel mit dem Namen Phoenix eine Testfahrt unternehmen. Noch steht sie aufgerichtet direkt am Eingang zum Rettungsschacht. Im Moment werden Kameras und Kommunikationskabel installiert, um die Aktion zu überwachen. Nichts soll dem Zufall überlassen werden.

Nach der Testfahrt werden zunächst Helfer zu den Bergleuten fahren, um sie auf die 20-minütige Fahrt durch den über 600 Meter langen Rettungsschacht vorzubereiten.

Als erster Kumpel soll voraussichtlich der 31-jährige Florencio Avalos mit der Kapsel an die Oberfläche gezogen werden.

+++1 Uhr MESZ: Die letzten Vorbereitungen laufen+++

Ingenieure und Techniker bereiten die Rettungskapsel im nordchilenischen San José, wo 33 Bergarbeiter in über 600 Meter Tiefe auf ihre Rettung warten, auf ihren Einsatz vor. Noch aber liegt die Kapsel oben am Eingang zum Rettungsschacht. Über den Start der Rettungsaktion gibt es widersprüchliche Angaben. Demnach soll die Kapsel jetzt zwischen 3.00 und 4:00 Uhr MESZ in einem ersten Versuch in die Tiefe hinab gelassen werden.

Die Reihenfolge, in der die Kumpel an die Oberfläche befördert werden, soll ebenfalls feststehen. Demnach soll der Schichtleiter Luis Urzúa Irribarren (54) als Letzter die Rettungsfahrt antreten.

Chiles Präsident Sebastián Piñera ist bereits mit dem Hubschrauber vor Ort eingetroffen. Auch der bolivianische Staatschef Evo Morales wird in San José erwartet. Einer der verschütteten Kumpel ist Bolivianer.

+++20 Uhr MESZ: Wann wird es los gehen?+++

Im Lager bei der Mine beteten die Angehörigen für einen glücklichen Ausgang des längsten Grubendramas der Geschichte. Die Männer fristeten seit fast 70 Tagen ein Dasein in dunkler Tiefe.

stern.de

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