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Nach Warnschüssen: Argentinische Küstenwache versenkt chinesischen Fischtrawler

Auch nach mehreren Aufforderungen wollte der Fischtrawler nicht beidrehen: Ein Boot der argentinischen Küstenwache hat vor der eigenen Küste einen chinesisches Schiff versenkt. Es hatte versucht die Grenzschützer zu rammen.

Chinesischer Fischtrawler

Chinesische Trawler (Archivbild) dringen auf der Suche nach Fischgründen in immer entferntere Gebiete vor

Die argentinische Küstenwache hat nach eigenen Angaben ein chinesisches Fischfangschiff im Südatlantik innerhalb der 200-Meilen-Grenze versenkt. Die Besatzung sei gerettet worden, teilte die Küstenwache am Dienstag mit. Das 66 Meter lange Schiff "Lu Yan Yuan Yu 10" sei am Sonntag von einem Schiff der argentinischen Küstenwache beim illegalen Fischfang vor der Küste Patagoniens erwischt worden und habe mehreren Anweisungen zum Beidrehen nicht Folge geleistet.

Statt dessen habe das chinesische Schiff versucht, das Küstenschutzboot zu rammen und in internationale Gewässer zu entkommen. Daraufhin sei am Montag zunächst vor den Bug geschossen worden. Als sich das Fischfangschiff auch dadurch nicht stoppen ließ, sei das Schiff beschossen und versenkt worden.

Besatzung von Fischtrawler gerettet

Die meisten Besatzungsmitglieder des chinesischen Schiffes seien von einem anderen chinesischen Fischfangschiff übernommen worden. Nur der Kapitän und vier weitere Besatzungsmitglieder wurden nach diesen Angaben von den Argentiniern aus dem Meer gerettet. Sie sollten auf Anweisung eines Bundesrichters in den argentinischen Hafen Puerto Madryn etwa 1300 Kilometer südlich von Buenos Aires gebracht werden. Dem Kapitän droht ein Strafverfahren in Argentinien. Argentinien beansprucht eine 200-Meilen-Zone als seine exklusive Wirtschaftszone.

amt / DPA
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