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Erdbebenserie in Neuseeland Mindestens zehn Verletzte


Knapp vier Monate nach dem verheerenden Beben in Christchurch ist die neuseeländische Stadt erneut von schweren Erdstößen erschüttert worden. Die Serie von fünf größeren Beben erreichte am Montag eine Stärke bis zu 6,0.

Die neuseeländische Stadt Christchurch ist erneut von einer Serie starker Erdbeben erschüttert worden. Im Stadtzentrum stürzten nach Behördenangaben am Montag mehr als 50 Gebäude ein, mindestens zehn Menschen wurden verletzt. 54.000 Haushalte waren ohne Strom, auch bei der Wasserversorgung gab es Probleme.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte wurde die zweitgrößte Stadt Neuseelands von mehreren Erdstößen erschüttert, der schwerste hatte die Stärke 6,0. Am schwersten betroffen war das Stadtzentrum von Christchurch, das seit einem schweren Erdbeben der Stärke 6,3 im Februar gesperrt ist. Dort stürzten mehr als 50 bereits im Februar beschädigte Gebäude ein, wie der Leiter der Abrissbehörde, Warwick Isaacs, berichtete: "Die Häuser stürzten in die Straße, fielen buchstäblich um uns zusammen", sagte er auf Radio New Zealand. Bauarbeiter brachten sich in Sicherheit. Der Flughafen und die zentrale Polizeiwache der Stadt wurden zeitweise gesperrt.

Bei dem schweren Beben im Februar waren 181 Menschen in Christchurch und Umgebung ums Leben gekommen und zahlreiche Gebäude zerstört wurden. Premierminister John Key betonte am Montag, die Regierung halte trotz der Millionenschäden am Wiederaufbau der Stadt fest.

Die neue Erdbebenserie ereignete sich nur Stunden nach der Eröffnung einer gerichtlichen Untersuchung zu der Frage, warum bei dem Erdbeben im Februar ein Gebäude einstürzte, in dem mehr als einhundert Menschen zu Tode kamen, darunter 65 ausländische Studenten. Angehörige der Opfer und Anwälte flohen aus dem Gerichtsgebäude, als die neuerlichen Erdstöße die Fensterscheiben klirren ließen.

AFP/Reuters Reuters

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