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Vater für tot erklärt: Wie eine 19-Jährige die Katastrophe in China missbrauchte

Wie dreist ist das denn? Nach den Explosionen in China mit mehr als 100 Toten soll eine 19-Jährige vorgetäuscht haben, ihr Vater sei unter den Opfern. Mit dieser Lüge wollte sie an Spendengelder kommen.

Bei der Explosion

Bei den schweren Explosionen auf dem Hafengelände in Tianjin kamen mehr als 100 Menschen ums Leben

Nach den verheerenden Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin ist eine junge Frau in Südchina festgenommen worden, die sich durch eine falsche Meldung über den angeblichen Tod ihres Vaters bei dem Unglück Spenden ergaunert haben soll. Die 19-Jährige soll über das Internet umgerechnet rund 12.500 Euro eingesammelt haben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie kam allerdings nicht an das Geld, weil ihr Internet-Konto gesperrt wurde, nachdem andere Nutzer sie als verdächtig gemeldet hatten.

Die 19-Jährige wurde weit entfernt vom Unglücksort in Fangchenggang in Südchina festgenommen. Von dort aus hatte sie laut Polizei über die Internet-Plattform Sina Weibo zunächst vorgegeben, dass ihr Vater infolge der Explosionen vermisst würde. Dann veröffentlichte sie eine zweite Nachricht, dass ihr Vater ums Leben gekommen sei, woraufhin andere Nutzer ihr helfen wollten und Geld schickten.

Durch die verheerenden Explosionen in einem Gefahrgut-Lager in der Millionenstadt Tianjin in der Nähe von Peking kamen mindestens 112 Menschen ums Leben.

jek / AFP
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