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Rückzahlungen in Millionenhöhe: Frau bestellt teure Marken-Handtaschen - und schickt Fälschungen zurück

Chanel, Burberry, Gucci: Eine 41-Jährige in den USA kaufte über die Jahre hinweg bei Online-Versandhändlern Marken-Handtaschen in Millionenhöhe. Und griff bei den Retouren zu einem einfachen, aber effektiven Trick.

Chanel-Handtasche im Laden

Über die Jahre häufte die 41-Jährige mit ihren Handtaschen ein kleines Vermögen an

Eigentlich war Praepitcha Smatsorabudh eine Kundin, wie sie sich jeder Online-Versandhandel wünscht. Die 41-Jährige konsumierte brav und vor allem regelmäßig, und sie schien - wie viele Frauen - eine ganz besondere Schwäche zu haben: teure Taschen. Gucci, Burberry, Chanel, im Durchschnitt rund 2000 Dollar Euro wert. Über die Jahre bestellte sich Smatsorabudh so viele Markenprodukte, dass sie vor allem für ein Online-Kaufhaus zu einer der besten Kundinnen der Welt wurde.

Das Problem: Allzu lange schien die Freude nicht zu währen, denn Smatsorabudh gab die Taschen oft schon nach wenigen Tagen zurück. Mehr als eine Million Dollar an Rückzahlungen kam so über die Zeit zusammen. Das noch viel größere Problem: Smatsorabudh retournierte gar nicht die echten Taschen, sondern Billig-Kopien.

Es war ein ebenso einfacher wie effektiver Trick. Die Retoure erledigte die Frau persönlich und reist dafür durch mehrere US-Bundesstaaten. Günstig aus China oder Hongkong erworbene Plagiate fanden so ihren Weg zurück in den Online-Handel, während Smatsorabudh die teuren Markenprodukte auf E-Bay und anderen Portalen verkaufte. Sie kassierte also gleich zweifach: Das Geld vom Händler und von ihren Käufern.

572 Handtaschen gefunden

Nun wurde die gebürtige Thailänderin wegen Betrugs angeklagt. Wird sie verurteilt, drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft. Wie die "Washington Post" schreibt, fiel im Jahr 2015 einem Kaufhaus die hohe Zahl der retournierten Taschen auf. Rund 200 Produkte wurden inspiziert; sie stellten sich als Fälschungen heraus.

Laut "ABC News" gelang es den Behörden mit Hilfe eines verdeckten Ermittlers, die Frau zu überführen. Der Mann gab sich im Internet bei ihr als Kunde aus. Im März führten die Behörden eine Razzia in Smatsorabudhs Haus in Arlington durch. Sie fanden 572 Taschen, viele davon gefälscht.

car