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Genua: Der Fahrer dieses Lkw hatte unfassbares Glück - nun sprach er über die Tragödie

Er brachte seinen Lkw auf der der zum Teil eingestürzten Autobahnbrücke in Genua nur wenige Meter vor der Kante zum Stehen: Ein Lkw-Fahrer hatte beim Kollaps des Bauwerks riesiges Glück. Jetzt sprach er über den schicksalhaften Moment.

Der grün-blaue Lkw kam nur wenige Meter vor der Abbruchkante der Autobahnbrücke in Genua zum Stehen

Der grün-blaue Lkw kam nur wenige Meter vor der Abbruchkante der Autobahnbrücke in Genua zum Stehen

DPA

Es ist ein Foto, das um die Welt ging. Und das deutlich macht, welch unfassbares Glück ein italienischer Lkw-Fahrer hatte. Sein grün-blauer Lastwagen steht nur wenige Meter vor dem Abgrund, an der Kante der zerstörten Morandi-Brücke in Genua. Nur wenige Meter trennten ihn davon, mit der einstürzenden Autobahnbrücke herabgerissen zu werden.

Der Fahrer des Lkw sah die Tragödie aus nächster Nähe aus seiner Fahrerkabine. Das italienische Nachrichtenportal Secolo d'Italia berichtet, wie der 37-jährige zweifache Familienvater seinem Vorgesetzten die Szene beschrieben habe: "Ich sah ein Auto, das mich links überholte, ich hatte ein anderes Auto vor mir. Und ich sah, dass die Autos, die vor mir fuhren, nach unten fielen." Wenige Meter vor der Abbruchkante hat er sein Fahrzeug stoppen können, äußerlich unverletzt.

+++ Lesen Sie hier, wie sich die Lkw-Fahrer hinter dem grünen Lkw verhielten - und was sie über das Unglück sagten +++

Lkw-Fahrer war für Handelsfirma in Genua unterwegs

Der Trucker sei medizinisch untersucht worden, berichtet Giovanni D'Allessandro, der Generaldirektor des Handelsunternehmens "Basko", für das der Lkw unterwegs war, dem Portal "Il sole 24 ore". "Dem Fahrer geht es einigermaßen gut, aber er ist noch geschockt." Gegenüber der Polizei habe der Fahrer ausgesagt, öffentlich wolle er zurzeit aber nicht über das Unglück reden. Ihm sei psychologische Hilfe angeboten worden, heißt es weiter.

"Unsere Fahrer fuhren die Strecke jeden Tag, es ist immer sehr viel los dort. Daher fahren sie auch nicht mit hoher Geschwindigkeit durch die Stadt. Vielleicht war das das Glück des Fahrers", sagt D'Allessandro. 

Bei dem Einsturz von Teilen der Autobahnbrücke in Genua sind am Dienstag nach jüngsten Meldungen mindestens 42 Menschen gestorben. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Die italienische Regierung fordert indes den Rücktritt der Führungsspitze des nationalen Autobahnbetreibers.

Sehen Sie hier ein Augenzeugenvideo vom Einsturz der Morandi-Brücke:

Italien: Autobahnbrücke in Genua: Augenzeuge filmt Moment des Einsturzes
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