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Hochwasser an der Oder: Noch halten alle Dämme

Zentimeter um Zentimeter steigt der Wasserpegel an der Oder. Am Abend soll das Hochwasser in Brandenburg den Scheitelpunkt erreichen. Bislang scheint die Lage unter Kontrolle.

Das Hochwasser an der Oder in Brandenburg nähert sich seinem Höhepunkt. In der Nacht zum Donnerstag stieg der Pegel pro Stunde um zwei bis fünf Zentimeter. Der Flutscheitel werde für den Abend erwartet, sagte der stellvertretende Sprecher des Potsdamer Innenministeriums, Wolfgang Brandt. "Wir sind aber gut vorbereitet", erklärte er. Seit Mittwochabend gilt - früher als erwartet - für den südlichen Abschnitt des Flusses die höchste Alarmstufe 4, bei der Deiche und Dämme überflutet werden können.

Die Pegelstände klettern derweil weiter. Am frühen Morgen wurde im besonders gefährdeten Ratzdorf eine Höhe von 6,15 Meter erreicht, in Eisenhüttenstadt waren es 6,27 Meter. Beim Jahrhunderthochwasser 1997 wurden in Ratzdorf 6,91 Meter gemessen.

Frankfurt/Oder, 35 Kilometer nördlich, liegt noch weit darunter, am Morgen waren es hier 5,20 Meter. Um 6.30 Uhr wurde hier die Alarmstufe 3 ausgerufen. Ab sofort sind regelmäßige Beobachtungen der Schutzanlagen Pflicht. Bereits am Mittwoch hatte die Stadtverwaltung Sandsäcke verteilt.

Flut steigt langsamer als erwartet

Das Wasser steige mittlerweile langsamer als im Laufe des Mittwochs, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker. Derzeit seien es zwei Zentimeter pro Stunde. Bisher hielten alle Deiche dem Druck stand. Für Donnerstag kündigten mehrere prominente Landespolitiker ihren Besuch am Fluss an, darunter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der seinen Urlaub wegen des Hochwassers abgebrochen hat. Auch Umweltministerin Anita Tack (Linke) will sich am Pegel Ratzdorf über die Lage informieren.

Der Landkreis Oder-Spree teilte mit, mehr als 100 Deichläufer kontrollierten rund um die Uhr die Deiche. Sie sollen beschädigte Stellen melden, um sie umgehend zu reparieren. Außerdem stünden etwa 150 Mann der Brandschutzeinheiten bereit. Sie füllten bereits Sandsäcke und verstärkten am Mittwochabend den Deich an der Neuzeller Niederung. Zwei je fünf Kilometer lange Deichabschnitte in der Neuzeller Niederung sowie zwischen Gartz und Friedrichsthal gelten als Schwachstellen.

Kürzeres Hochwasser als bei der Jahrhundertflut

Inzwischen koordiniert Innenminister Rainer Speer (SPD) die Arbeit der Hochwasser-Einsatzkräfte von Frankfurt/Oder aus. Es bestehe die Hoffnung, dass die Flutwelle auch in Ratzdorf unterhalb der Oberkante der Deiche bleibe, sagte Speer. Wie lange das Hochwasser an Oder und Neiße anhalten könne, sei aber noch nicht abzusehen. Da es aber in Polen nicht mehr regne, werde es deutlich kürzer sein als bei der Jahrhundertflut 1997, so Speer.

Besonders schwierig ist die Lage in Frankfurts polnischer Nachbarstadt Slubice mit zahlreichen tief liegenden Stadtteilen. Dort musste das örtliche Krankenhaus geräumt werden.

In den nördlichen Landkreisen Märkisch-Oderland und in der Uckermark bereiten sich die Verantwortlichen derweil ebenfalls auf das Hochwasser vor. Einbezogen wurden auch Polizei und Bundeswehr. Hier wird am Wochenende mit der höchsten Alarmstufe gerechnet.

Lage in Polen entspannt sich

In Polen geht das Wasser weiter zurück. Nach Angaben der Regierung besteht nirgends mehr die Gefahr, dass der Fluss über die Ufer trete. Wachsamkeit sei aber nach wie vor gefragt, weil die extrem lange Flutwelle die Dämme geschwächt habe. In Warschau gab Stadtpräsidentin Hanna Gronkiewicz-Waltz gesperrte Straßen und geschlossene Schulen und Kindergärten wieder frei. Wegen Seuchengefahr gilt für den Fluss allerdings ein Badeverbot.

Mittlerweile geht es aber auch um die Folgen und die Hilfe für Betroffene - Regierungschef Donald Tusk hatte am Mittwoch in Lanckorona, wo nach Erdrutschen rund 70 Häuser einsturzgefährdet sind, versprochen, "ganze Siedlungen" wieder aufzubauen. Die Regierung will Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Zloty (500 Millionen Euro) für die Flutopfer auszahlen. Menschen, die ihre Häuser verloren haben, werden mit 20.000 bis 100.000 Zloty unterstützt.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.