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Wirbelstürme "Hudhud" und "Vongfong": Tote in Indien - Verletzte in Japan

Zwei Wirbelstürme halten die Menschen in Asien in Atem: In Japan seien mindestens 45 Menschen verletzt. "Hudhud" forderte bisher acht Menschenleben in Indien. Hundertausende mussten in Notunterkünfte.

Bevor der Taifun aus die japanische Insel Kyushu traf, wütete er über Okinawa

Bevor der Taifun aus die japanische Insel Kyushu traf, wütete er über Okinawa

Am Sonntag ist der Zyklon "Hudhud" auf die indische Küste getroffen, am Montag der Taifun "Vongfong" auf die japanische Insel Kyushu. Beide Wirbelstürme haben erhebliche Schäden angerichtet. Die Zahl der Toten in Indien stieg nach offiziellen Angaben vom Montag auf acht. In Japan wurden bisher 45 Verletzte verzeichnet.

Viele Menschen an der indischen Küste bleiben ohne Strom. Auch einen Tag nach der Ankunft von "Hudhud" waren die meisten Einwohner der Millionenstadt Vishakapatnam für längere Zeit von der Stromversorgung abgeschnitten. Das Dach des Flughafens der Küstenstadt sei beschädigt worden, die Landebahn überflutet und nicht benutzbar, berichtete die indische Agentur IANS. "Hudhud" war am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde auf die Küste im Südosten Indiens getroffen. Nach Angaben des Senders NDTV lagen in Vishakapatnam überall Bäume und Schilder auf den Straßen, außerdem seien Statuen von Politikern von den Sockeln gefallen.

Ein Bewohner sagte dem Sender, wegen der Zerstörung könne er nicht einmal zum nächsten Laden laufen: "Es gibt kein Wasser, nicht einmal ein Päckchen Milch." Die Tankstellen blieben demnach geschlossen; Telefonleitungen funktionierten nicht. Fast 400.000 Menschen waren vor dem Sturm in Notunterkünfte gebracht worden.

Mindestens 45 Verletzte in Japan

Taifun "Vongfong" ist am Montag auf die südjapanische Hauptinsel Kyushu getroffen. Auf seinem Weg von der südlichen Inselprovinz Okinawa kommend verletzte der Wirbelsturm bislang mindestens 45 Menschen, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Rund 400.000 Menschen im Süden des Landes war geraten worden, sich in Sicherheit zu bringen. Hunderte Flüge in und aus der Region wurden gestrichen. Die Behörden warnten vor weiteren heftigen Regenfällen, Sturmböen und hohem Wellengang. In der Nacht zum Dienstag wurde der Taifun im Raum Tokio erwartet, bevor er nach Nordosten abzieht. Da der Sturm aber an Tempo zugelegt hat, könnte es laut Experten sein, dass der Berufsverkehr in Tokio am Dienstagmorgen verschont bleibt.

awö/DPA / DPA
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