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DNA-Datenbank: So kämpft eine spanische Stadt gegen Hundehaufen

Wer hinter seinem Fiffi nicht sauber macht, dem rückt die spanische Stadt Tarragona demnächst mit Gentechnik zu Leibe. Eine Datenbank soll den DNA-Abgleich zwischen registrierten Hunden und entdeckten Häufchen möglich machen.

Eine Hundebesitzer sammelt die Hinterlassenschaft ihres neben ihr stehenden Hundes auf

Vorbildlich: So hätte es auch die Stadt Tarragona in Spanien gerne. Dort soll eine Hundehaufen-Datenbank zu nachlässigen Tierbesitzern führen

Mit DNA-Proben registrierter Hunde will die Stadt Tarragona Besitzer finden, die nicht hinter ihrem Tierchen herräumen. Die Spanier folgen damit dem Beispiel eines Londoner Stadtteils, der ein ähnliches Verfahren plant.

Die Stadtbeauftragte für den öffentlichen Raum, Ivana Martínez, sagte dem Radiosender "Cadena Ser", gemeinsam mit einer örtlichen Universität solle eine Datenbank erstellt werden, die einen Abgleich der Häufchen erlaubt und so zum Besitzer führt. Diesem drohe dann nicht nur eine Geldstrafe wegen der Hundehaufen sondern er müsse auch die Kosten für den DNA-Test übernehmen.

"So schnell wie möglich"

Wenn nicht gerade zufällig die Polizei zur richtigen Zeit am richtigen Ort sei, sei es bislang "sehr schwierig, herauszufinden, wer gegen die Regeln verstößt", sagte die Stadtvertreterin. Die Datenbank solle nun "so schnell wie möglich" erstellt und benutzt werden. Ein genaues Datum nannte Martínez aber nicht. In Tarragona im Nordosten Spaniens leben rund 135.000 Menschen - und über 2800 registrierte Hunde.

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