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Pakistan Petition und Cher sei dank: Einsamer Elefant Kaavan darf aus Zoo in Naturschutzgebiet ziehen

Der Elefant Kaavan zeigt sich Besuchern im Marghazar-Zoo
Besucher stehen vor dem Elefantengehege des Marghazar-Zoos in Islamabad. Weil er dort in schlechten Bedingungen gehalten wurde, erlangte Kaavan vor Jahren internationale Aufmerksamkeit.
© Anjum Naveed / DPA
Wegen seiner schlechten Haltungsbedingungen in einem Zoo der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erlangte ein Elefant namens Kaavan vor Jahren internationale Aufmerksamkeit. Jetzt soll das über 30 Jahre alte Tier in ein Schutzgebiet in Kambodscha gebracht werden.

Mehr als drei Jahrzehnte lebte er unter schlechten Bedingungen, oft in Ketten, in einem kleinen Gehege im Marghazar-Zoo in Islamabad. 2015 wurde dies öffentlich bekannt. Jetzt hat das Leiden für den durch sein Schicksal international berühmt gewordenen Elefanten Kaavan ein Ende. Ein pakistanisches Gericht hat dem Umzug des einsamen und offenbar psychisch kranken Tieres in ein Naturschutzgebiet nach Kambodscha zugestimmt.

Elefant Kaavan: Popstar Cher verdankt er seine künftige Freiheit

Vorbereitungen würden getroffen, damit Kaavan in etwa vier Wochen überführt wird, teilte ein Beamter der Wildtierbehörde mit. Bereits im Mai hatte das Gericht sein Urteil gefällt. Seine Freiheit verdankt Kaavan auch einer vierjährigen Kampagne der US-amerikanischen Pop-Ikone Cher. Sie hatte für die Freilassung gekämpft, nachdem sie Bilder des Elefanten gesehen hatte, die das rund 35-jährige Tier allein und elendig in Ketten zeigten.

Wegen seines zunehmend aggressiven Verhaltens wurde er 2015 tagsüber stundenlang angekettet. Tierschützer zeigten sich besorgt, in Petitionen mit bis zu 400.000 Unterschriften forderten sie immer wieder Kaavans Verlegung. Nach Angaben der Pakistan Wildlife Foundation zeigte der Elefant wachsende Anzeichen von Kummer - ähnlich dem Hospitalismus bei kleinen Kindern: Unter anderem bewegte er unablässig den Kopf.

Kaavan kam als einjähriger Elefant nach Pakistan. Er war ein Geschenk der Regierung Sri Lankas an den ehemaligen Diktator und General Zia ul-Haq.

jek DPA AFP

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