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Ursache noch unklar Furchtbarer Badeunfall in der Ostsee: Zehnjährige stirbt vor Travemünde

Wachturm der DLRG am Ostseestrand von Lübeck-Travemünde
An den Ostseestränden von Lübeck-Travemünde stehen mehrere Wachtürme der DLRG (Archivbild)
© Christian Charisius / DPA
Zum Start der Strandsaison an der deutschen Ostseeküste hat sich vor Lübeck-Travemünde ein schweres Unglück ereignet: Ein zehnjähriges Mädchen ist dort im Meer ertrunken.

Vor Lübeck-Travemünde an der Ostsee ist ein zehnjähriges Mädchen am Samstag ertrunken. Trotz einer großangelegten Rettungsaktion konnte das Kind nur noch tot geborgen werden.

Nach Angaben der Lübecker Polizei ist die Zehnjährige am späten Nachmittag beim Schwimmen in der Ostsee untergegangen, rund 50 Minuten später fanden alarmierte Rettungskräfte den leblosen Körper des Mädchens im Wasser. Die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Was führte zu dem Badeunfall in Lübeck-Travemünde?

"Wir haben mit einem Großaufgebot nach dem Kind gesucht", sagte ein Feuerwehrsprecher laut Nachrichtenagentur DPA. An der Aktion seien unter anderem Feuerwehrtaucher, ein Rettungshubschrauber sowie Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)  beteiligt gewesen.

Die Familie des gestorbenen Mädchen wurde von Seelsorgern betreut. Woher sie kommt, und ob sie das Unglück mit ansehen musste, ist nicht bekannt.

Was zu dem Badeunfall geführt hat, ist noch unklar. "Es gab sicherlich ein bisschen Wind und Welle. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, können wir aber nicht sagen", so ein Feuerwehrsprecher zum "Hamburger Abendblatt". Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

DLRG: Ostsee nicht unterschätzen!

Grundsätzlich warnt jedoch unter anderem die DLRG regelmäßig davor, die oftmals harmlos wirkende Ostsee zu unterschätzen. Denn bei bestimmten Wetterlagen entstehen in dem Meer gefährliche Strömungen, die Menschen unter Wasser ziehen und lebensgefährlich werden können. Die ausdrücklichen Ratschläge für das Baden in der Ostsee sind daher: Die eigenen Kräfte nicht überschätzen, bewachte Strände bevorzugen und Warnungen beachten. Allein in Schleswig-Holstein starben im vergangenen Jahr 25 Menschen bei Badeunfällen.

Quellen: "Hamburger Abendblatt", DLRG (Ortsgruppe Haffkrug-Scharbeutz), Nachrichtenagentur DPA


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