Medwedew ruft Notstand aus Inzwischen über 40 Tote bei Waldbränden


Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat wegen der verheerenden Waldbrände über sieben Provinzen den Notstand verhängt. "Es ist eine Tragödie", sagte Medwedew in einer Fernsehansprache am Montag. Bislang kamen mindestens 40 Menschen in den Flammen um. Tausende wurden obdachlos.

Die russische Regierung hat wegen der wütenden Waldbrände den Notstand über sieben Regionen verhängt. Bislang kamen bei den durch extreme Hitze ausgelösten Bränden mindestens 34 Menschen ums Leben, wie das Katastrophenschutzministerium am Montag mitteilte. Tausende Menschen wurden obdachlos. Insgesamt brennen auf einer Fläche von rund 1200 Quadratkilometern 700 Feuer. Mehr als 180.000 Brandhelfer kämpfen gegen die Flammen, 18 Löschflugzeug sind im Einsatz. Die Einwohner Moskaus leiden seit Tagen unter dichtem Smog. Die Zahl der Brandhelfer am Atomforschungszentrum in Sarow in der Region Nischni Nowgorod wurde nach offiziellen Angaben verzehnfacht.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, Russland "offensiver als bisher" technische Hilfe zur Bekämpfung der Waldbrände anzubieten. "Wir erleben dort eine menschliche und ökologische Katastrophe - ähnlich wie vor Jahren in Griechenland". Deshalb müsse Deutschland jede nur erdenkliche technische Hilfe anbieten, sagte Gabriel der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin.

Die Brände gelten als die schwerste Naturkatastrophe in Russland seit Jahrzehnten. Hunderttausende Einsatzkräfte kämpfen gegen die verheerenden Wald- und Torfbrände in weiten Teilen des Landes. Gegenwärtig gibt es nach Angaben des nationalen russischen Krisenzentrums rund 7000 Brände unterschiedlicher Größe.

Reuters/DPA DPA Reuters

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