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Mordversuch von Hameln: Hinter Auto hergeschleift: Opfer Kader K. versteigert das Tatfahrzeug für guten Zweck

Im November 2016 schleifte ihr Ex-Mann Kader K. an einem Seil gebunden hinter seinem Auto durch Hameln. Die Frau überlebte schwer verletzt. Das damalige Tatfahrzeug soll verkauft werden und der Erlös syrischen Kindern zugutekommen.

Hameln - Opfer - Tatauto - Verkauf

Die bei der Gewalttat von Hameln schwer verletzte Kader K. wirbt für die Versteigerung des Tatfahrzeugs

DPA

Es war eine Tat, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte: Im November 2016 schleifte ihr Ex-Mann die 29-jährige Kader K. mit einem um ihren Hals gebundenen Seil hinter seinem Auto durch Hameln. Die junge Frau überlebte damals schwer verletzt. Nun will sie das Tatfahrzeug für einen guten Zweck verkaufen. Mit der Aktion solle möglichst viel Geld für den Bau eines Waisenhauses im nordsyrischen Kobane gesammelt werden, sagte die 29-jährige Kader K. der Deutschen Presse-Agentur. Am frühen Dienstagmorgen lag das Höchstgebot für den VW Passat laut ihrer Facebook-Seite bei 8250 Euro. 

Kader K.s Ex-Mann, der den Wagen steuerte, war Ende Mai wegen versuchten Mordes zu einer 14-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Zudem legte das Landgericht Hannover fest, dass er seiner Ex-Frau ein Schmerzensgeld zahlen und sein Auto überlassen muss. 

"Das Tatfahrzeug sehe ich nicht als Killer"

"Das Tatfahrzeug sehe ich nicht als Killer", sagte die 29-Jährige, die psychisch und physisch immer noch stark unter den Folgen des Verbrechens leidet. "Ich möchte das Auto nicht zerstören, ich möchte damit etwas Gutes tun." Die "Deister- und Weserzeitung" hatte zuvor über den ungewöhnlichen Schritt der jungen Frau berichtet. Kader K.s Rechtsanwalt Roman von Alvensleben sagte: "Ich finde es toll, dass sie ein Zeichen setzen möchte."

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mod / DPA
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