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Nachrichten aus Deutschland: Kein Geld für Sprit: Ferrari-Fahrer kann Tankrechnung nicht bezahlen

Berg: Edel-Sportwagen - aber kein Geld fürs Tanken +++ Hohe Börde: Lastwagen-Fahrerin mit 2,5 Promille auf der Autobahn unterwegs +++ Schopp: Unfall mit Schulbus - vier Verletzte  +++ Nachrichten aus Deutschland.

Ferrari

Ferrari488Pista (Archivbild/Symbolbild)

Picture Alliance

Bielefeld: 79-Jähriger rund 60 Kilometer als Geisterfahrer auf der A 2 unterwegs

Ein 79-Jähriger ist am frühen Sonntagmorgen rund 60 Kilometer auf der Autobahn 2 als Geisterfahrer unterwegs gewesen. Mehrere Autofahrer hatten den Falschfahrer um 06.15 Uhr bei den Leitstellen in Herford und Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen gemeldet, wie die Polizei in Bielefeld mitteilte. Der Senior fuhr demnach mit seinem Wagen Richtung Hannover - allerdings auf der Fahrspur Richtung Dortmund.    

Erstmals aufgefallen war der Mann in Höhe der Anschlussstelle Vlotho-West in Ostwestfalen. Anschließend fuhr er etwa 60 Kilometer in verkehrter Fahrtrichtung bis zur Anschlussstelle Bad Nenndorf in Niedersachsen, wo Polizisten ihn stoppen konnten. "Der besonnenen Fahrweise der übrigen Verkehrsteilnehmer ist es zu verdanken, dass niemand zu Schaden gekommen ist", hieß es im Polizeibericht.

Berg: Kein Geld für Sprit - Ferrari-Fahrer kann Tankrechnung nicht bezahlen

Rund 250.000 Euro ist sein italienischer Sportwagen aus dem hause Ferrari wert - eine Tankrechnung über 130 Euro wollte der 65-jährige Fahrer in Bayern aber nicht bezahlen. In der Nacht zum Sonntag tankte er an einer Rastanlage nahe Berg in Oberfranken sein Auto auf und brauste davon, wie die Polizei mitteilte. Die alarmierten Beamten positionierten sich mit mehreren Streifen entlang der Autobahn 9 und hielten Ausschau nach dem "sündhaft teuren Fahrzeug". Nahe Bayreuth zogen Polizisten den 65-Jährigen dann aus dem Verkehr.

Bei der Kontrolle stellte sich nach Angaben der Ermittler heraus, dass der rote Sportwagen nicht versichert war und gegen den Fahrer Haftbefehl bestand. Den Mann aus Winnenden in Baden-Württemberg nahmen die Polizisten mit auf die Wache - gesucht wurde er, weil er die Strafe für eine nicht gezahlte Ordnungswidrigkeit in Höhe von zehn Euro nicht bezahlt hatte.

Auf dem Revier stellte sich heraus, dass der Ferrari-Fahrer die zehn Euro nicht bezahlen konnte. Der 65-Jährige rief eine Bekannte in Niedersachsen an, die auf einer Polizeiwache in Rinteln den Betrag beglich. Der Sportwagen wurde abgeschleppt. Der Mann muss sich nun wegen Betrugs und Fahrens ohne Versicherungsschutz verantworten.

Kalbe: Lauter Fernseher: Mann hört weder Nachbarn noch Rettungskräfte

Weil er wegen eines lauten Fernsehers nicht auf Klingeln und Klopfen an seiner Wohnungstür reagierte, hat ein Mann in Sachsen-Anhalt einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Nachbarn in dem Ort Kalbe riefen am Samstag die Beamten, weil sie sich Sorgen um den Gesundheitszustand des Mittfünfzigers machten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Nachbarn hatten den Mann seit Tagen nicht gesehen und hörten nur den lauten Fernseher in seiner Wohnung. 

Feuerwehrleute setzten ein Fahrzeug mit Drehleiter ein, um durch das Küchenfenster in die Wohnung zu gelangen. Der Bewohner habe so gebannt das Fernsehprogramm verfolgt, dass er alles Klingeln und Klopfen von Nachbarn und Rettungskräften überhörte. Die Beamten legten dem Mann nahe, "seine Fernseh-Gewohnheiten im Sinne einer friedlichen und sorgenfreien Nachbarschaft zu überdenken".


Nachrichten von Samstag, den 16. Februar

Hohe Börde: Lastwagen-Fahrerin mit 2,5 Promille auf der Autobahn unterwegs

Mit 2,5 Promille ist eine Lkw-Fahrerin in Schlangenlinien auf der Autobahn 2 gefahren. Die 46-Jährige sei am Abend wegen ihrer auffälligen Fahrweise in der Nähe von Hohe Börde (Sachsen-Anhalt) von Polizeibeamten angehalten worden, teilte die Polizei mit. Ein Alkoholtest ergab 2,5 Promille im Blut. Der Frau wurde ihr Führerschein abgenommen. Gegen sie werde nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

Schopp: Unfall mit Schulbus - vier Verletzte

Beim Zusammenprall von einem Schulbus und einem Auto sind nahe Schopp bei Kaiserslautern vier Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, blieben die neun Kinder im Bus unverletzt. Die Fahrzeuge waren am Freitag auf einer Kreuzung zusammengestoßen. Der Busfahrer, seine Begleiterin und die Beifahrerin im Auto erlitten schwere Verletzungen. Der Autofahrer kam mit leichten Blessuren davon. Die Bundesstraße 270 war vorübergehend gesperrt.

Dunningen: Kleinbusfahrer nickt ein - Zusammenstoß mit Lastwagen

Unglück auf dem Heimweg von der Nachtschicht: Ein Kleinbusfahrer ist auf der Bundesstraße 462 bei Dunningen (Baden-Württemberg) am Steuer eingenickt und mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Dabei wurden der 24-Jährige und zwei seiner sechs Mitfahrer verletzt, wie die Polizei  mitteilte. 

Aus Übermüdung fiel der Mann in einen Sekundenschlaf, geriet mit seinem Fahrzeug immer weiter nach links und schrammte an der Seite des entgegenkommenden Lastzugs entlang. Die drei Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Herumfliegende Trümmerteile beschädigten ein vorbeifahrendes Auto. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 50 000 Euro. 


 Nachrichten von Freitag, den 15. Februar

Oberkich: Mann fotografiert ungefragt fremde Frauen

In Oberkirch (Baden-Württemberg) hat ein Mann am Donnerstagabend mehrere Frauen ohne deren Einwilligung fotografiert, darunter eine Jugendliche, die ihn Begleitung ihres Freundes unterwegs war. Als dieser den Hobbyfotograf ansprach und aufforderte, sein Tun zu unterlassen, schlug der Mann ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht.

Eine zwischenzeitlich informierte Streife sollte den Streit daraufhin schlichten, hatte jedoch große Mühe den Angreifer zu bändigen. Letztlich habe man den Mittfünfziger zu einer nahe gelegenen Dienststelle bringen müssen, teilten die Beamten mit. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt, seine Kamera wurde beschlagnahmt.

Frankfurt/Main: Gestohlene Medizingeräte im Millionenwert an Flughafen entdeckt

Knapp zwei Wochen nach einem Diebstahl hochwertiger Geräte aus Kliniken in Hannover und Bielefeld ist die Beute vom Zoll am Flughafen Frankfurt sichergestellt worden. In Paketen entdeckten Fahnder 40 in Hannover gestohlene Endoskope im Wert von rund 1,2 Millionen Euro sowie weitere in Bielefeld gestohlene Geräte, wie das niedersächsische Landeskriminalamt am Freitag in Hannover mitteilte. Die Fahnder gehen von einer vernetzten Tätergruppe aus, die ihre Beute ins Ausland schaffen wollte. Deshalb hatte das Landeskriminalamt Behörden und Unternehmen sensibilisiert. Laut Bundeskriminalamt häufen sich seit 2015 Diebstähle hochwertiger medizinischer Geräte. Der Schaden summiert sich auf mehr als 28 Millionen Euro.

Gefrees: Streit um Toilettenpausen eskaliert

Ein Streit über die Anzahl von Toilettenpausen während einer Busfahrt ist derart eskaliert, dass die Polizei anrücken und zwischen den Kontrahenten vermitteln musste. Wie die Beamten berichten, hatte eine Reisegruppe auf der Heimfahrt von Prag nach Mittelfranken auf stündliche Pausen gepocht, die Fahrer jedoch wollten ihren Zeitplan einhalten. Weil die Bordtoilette aufgrund der niedrigen Temperaturen zudem außer Betrieb war, schaukelte sich die Diskussion zwischen den Streithähnen immer weiter hoch, es wurde laut und emotional.

Auf einem Parkplatz an der A9 bei Gefrees wurde dann die Polizei per Handy um Hilfe gebeten. "Es rückten daher zwei Streifenfahrzeuge an und die Beamten warfen ihr gesamtes Wissen zum Thema Deeskalation in die Waagschale", heißt es in der Pressemitteilung. Offensichtlich mit Erfolg. Nachdem sich die Fahrgäste in der Zwischenzeit hätten erleichtern können, sei die Stimmung schon wesentlich entspannter gewesen. Die Fahrer sicherten weitere Pausen zu und so konnte die Reise schließlich friedlich weitergehen.

Duisburg: Zwei Hochhäuser wegen Brandschutzmängeln geräumt

Wegen Brandschutzmängeln sollten in Duisburg noch am Donnerstag mehr als 200 Bewohner von zwei Hochhäusern ihre Wohnungen verlassen. Die Stadtverwaltung untersagte die Nutzung der zwölfgeschossigen Häuser nach einer Begehung mit sofortiger Wirkung. Wegen gravierender Mängel könnten die beiden Häuser ab sofort nicht mehr genutzt werden, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden, teilte die Stadt mit. Die Bewohner könnten noch Sachen herausholen, sagte ein Stadtsprecher. Die Häuser sollten aber noch am Donnerstag leergezogen werden. Viele Bewohner seien älter und pflegebedürftig. Wie lange sie nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist offen.

Frankenthal: Auto stürzt von Brücke - Fahrer stirbt

Ein Autofahrer ist in Rheinland-Pfalz mit seinem Wagen von einer Brücke gestürzt und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am Donnerstagabend auf dem Weg von Oggersheim nach Frankenthal, als sein Fahrzeug von der Straße abkam. Das Auto überfuhr mehrere Schilder, raste über eine Grünfläche, durchbrach ein Brückengeländer und stürzte mehrere Meter tief auf eine Straße. Der 30-jährige Mann am Steuer starb an der Unfallstelle.

nachrichten deutschland - unfall brücke

Der 30-jährige Fahrer starb noch an der Unfallstelle

DPA

Berlin: Mehrstündiger Warnstreik bei Verkehsrbetrieben

In Berlin haben am frühen Freitagmorgen Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) begonnen. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, begannen die Arbeitsniederlegungen gegen 3 Uhr und sollten bis zum Mittag andauern. Bestreikt werden demnach der Busbetrieb, die Straßenbahnen und U-Bahnen sowie die Werkstätten und die Verwaltung.  

S-Bahnen und der Regionalverkehr sind hingegen nicht betroffen, auch einige Buslinien, die von Subunternehmen betrieben werden, sollten fahren. Die BVG warnt, dass der Verkehr auch nach dem Warnstreik noch einige Stunden unregelmäßig sein werde. 

Duisburg: Zwei komplette Hochhäuser wegen Mängeln beim Brandschutz geräumt

Wegen Brandschutzmängeln sollten in Duisburg noch am Donnerstag mehr als 200 Bewohner von zwei Hochhäusern ihre Wohnungen verlassen. Die Stadtverwaltung untersagte die Nutzung der zwölfgeschossigen Häuser nach einer Begehung mit sofortiger Wirkung. Wegen gravierender Mängel könnten die beiden Häuser ab sofort nicht mehr genutzt werden, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden, teilte die Stadt mit. Die Bewohner könnten noch Sachen herausholen, sagte ein Stadtsprecher. Die Häuser sollten aber noch am Donnerstag leergezogen werden. Viele Bewohner seien älter und pflegebedürftig. Wie lange sie nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist offen.

Ein Augenzeuge berichtete am späten Nachmittag von Menschen, die mit Koffern, Haustieren und Tiefkühlware das Haus verließen. Einige hätten noch mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes diskutiert, doch ohne Erfolg. Ein Bewohner habe gesagt, dass ihnen zwei bis drei Stunden gegeben wurden, um Sachen zusammenzupacken. Beobachtet wurde auch, wie ein Schlüsseldienst das Schloss des Haupteingangs auswechselte.

Erste Mängel waren laut Stadt bereits vergangene Woche festgestellt worden. Bei einer erneuten Begehung am Donnerstag stellten Fachleute dann fest, dass sich bei einem Brand Rauch ungehindert über offene Schächte vom Keller über das Treppenhaus bis in die Wohnungen ausbreiten könnte. "Die Rettungswege würden umgehend verrauchen, so dass eine Rettung der Bewohner durch die Feuerwehr nicht mehr sichergestellt wäre", hieß es.

Mitte Juni 2017 waren bei einem katastrophalen Brand in einem Londoner Hochhaus 71 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem werden in vielen Städten Brandschutzbestimmungen in Mietshäusern schärfer kontrolliert.


 Nachrichten von Donnerstag, den 14. Februar

Hannover: Unbekannter wollte Mutter Kind wegnehmen

Ein Unbekannter soll in Hannover versucht haben, einen Dreijährigen in seine Gewalt zu bringen. Nach Darstellung der Polizei vom Donnerstag hatte die 24 Jahre alte Mutter gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter zunächst ihren Sohn aus der Kita abgeholt. Nach wenigen Metern habe sich der Mann genähert, die Oma des Kindes beiseite gedrängt und dann versucht, den Kinderwagen an sich zu reißen. Weil beide Frauen den Kinderwagen festgehalten hätten, sei der Unbekannte gescheitert. Er sei in ein Auto geflüchtet, das just in dem Moment am Tatort gehalten habe.

Kind, Mutter und Großmutter blieben unverletzt. Die Beamten hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung zu der Tat, die sich vergangene Woche Donnerstag im Stadtteil Linden-Nord ereignet habe.

Kassel: 24 Tonnen Schokolade stürzen nach Unfall Böschung hinab

Bei einem Lastwagenunfall sind am Valentinstag nahe dem hessischen Kassel 24 Tonnen Schokolade eine Böschung hinabgestürzt. Der Fahrer eines Sattelschleppers überfuhr am Donnerstag eine Leitplanke an der Autobahn 44 und stürzte mit seinem voll beladenen Laster die Böschung hinunter, wie die Polizei mitteilte. Der 53-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt.    

Die Leitplanke wurde auf hundert Metern beschädigt. Der Lastwagen stürzte rund 20 Meter tief und blieb auf der Seite liegen. Die Wasserbehörde wurde verständigt, weil die Gefahr bestand, dass Treibstoff aus dem verunfallten Fahrzeug fließt.    

Für den Einsatz wurde die A44 in Richtung Dortmund für eine Stunde voll gesperrt. Die Bergung des Sattelzugs sollte erst am Abend erfolgen, dann sollte die Autobahn erneut gesperrt werden.

Brühl: Zwei Väter prügeln sich vor Grundschule krankenhausreif

In Brühl bei Köln ist ein Streit zwischen zwei Vätern vor einer Grundschule in einer Prügelei geendet. Wie die Polizei berichtet, hatten der 22-Jährige und sein 37-jähriger Kontrahent zuvor ihre Kinder zur Schule gebracht. Vor der Grundschule hätte es dann zunächst eine verbale Auseinandersetzung gegeben, heißt es im Bericht. "Zwischen beiden Familien bestanden seit geraumer Zeit Streitigkeiten", teilen die Beamten mit. 

Der Streit eskalierte durch den Einsatz einer Eisenstange und eines Messers. Polizisten trennten die Männer, die sich gegenseitig beschuldigten. Die eingesetzten Waffen wurden sichergestellt, die Streithähne verletzt zur ambulanten Behandlung in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Gegen beide laufen nun Strafverfahren.

Dortmund: 17-Jährige muss sechs Jahre ins Gefängnis 

Nach einem tödlichen Streit in einem Dortmunder Parkhaus ist eine 17-jährige Schülerin zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Die Richter des Dortmunder Landgerichts bestraften die Angeklagte am Mittwoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. 

Vor rund einem Jahr soll die damals 16-Jährige eine ein Jahr jüngere Bekannte mit einem Messer attackiert haben, nachdem es zu einem Streit zwischen den beiden deutschen Jugendlichen gekommen war. Ein Stich hatte dabei das Opfer ins Herz getroffen. Die 15-Jährige erlag damals im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die gesamte Hauptverhandlung fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Neustadt an der Orla: Rettungshubschrauber bleibt bei Landeanflug hängen

Im thüringischen Neustadt an der Orla hat sich durch ein Missgeschick beim Landeanflug eines Hubschraubers die Rettungsaktion für einen Achtjährigen verzögert. Wie die Polizei berichtet, war der Junge zuvor bei einem Verkehrsunfall schwer am Kopf verletzt worden. Der Hubschrauber sollte ihn in die Klinik fliegen.

Der Pilot übersah jedoch bei der Landung auf einem nahegelegenen Skatepark eine Stange kurz über am Boden und landete darauf. "Dadurch kippte der Hubschrauber nach hinten und kam mit einem Schutzblech des Heckrotor auf den Boden. Dieses Blech wurde dabei leicht beschädigt", teilt die Polizei mit. Außerdem verhakte sich die Kufe an der Stange, welche daraufhin von der Feuerwehr abgeschnitten wurde.

Da nicht unmittelbar vor Ort geklärt werden konnte, ob der Hubschrauber noch flugfähig war, wurde ein zweiter angefordert, der das schwer verletzte Kind ins Krankenhaus flog. Laut Polizei schwebt das Kind nicht in Lebensgefahr.

Kassel: 24 Tonnen Schokolade stürzen nach Lkw-Unfall Böschung hinab

Bei einem Lastwagenunfall sind am Valentinstag nahe dem hessischen Kassel 24 Tonnen Schokolade eine Böschung hinabgestürzt. Der Fahrer eines Sattelschleppers überfuhr am Donnerstag eine Leitplanke an der Autobahn 44 und stürzte mit seinem voll beladenen Laster die Böschung hinunter, wie die Polizei mitteilte. Der 53-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt.    

Die Leitplanke wurde auf hundert Metern beschädigt. Der Lastwagen stürzte rund 20 Meter tief und blieb auf der Seite liegen. Die Wasserbehörde wurde verständigt, weil die Gefahr bestand, dass Treibstoff aus dem verunfallten Fahrzeug fließt. Für den Einsatz wurde die A44 in Richtung Dortmund für eine Stunde voll gesperrt. Die Bergung des Sattelzugs sollte erst am Abend erfolgen, dann sollte die Autobahn erneut gesperrt werden.

Chemnitz: 18-Jähriger tödlich angefahren - Autofahrer flüchtet

Ein 18-Jähriger ist auf einer Landstraße im sächsischen Erzgebirgskreis nachts angefahren und tödlich verletzt worden. Der Jugendliche lief in der Nacht zum Donnerstag auf einer Straße zwischen Marienberg und Zschopau am Fahrbahnrand, als er offenbar von einem Auto erfasst und in den Straßengraben geschleudert wurde, wie die Polizei in Chemnitz mitteilte. Der Fahrer flüchtete nach dem Unfall, ohne sich um den jungen Mann zu kümmern.    

Bundespolizisten fanden den leblosen 18-Jährigen später und verständigten die Rettungskräfte. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Manns feststellen. Die Polizei sucht nun nach dem Unfallfahrer und einem Wagen, der vorn rechts oder am rechten Außenspiegel durch den Zusammenstoß mit dem Fußgänger beschädigt wurde.

Koblenz: Raser überholt Polizei auf Bundesstraße mit Tempo 200

Mit Tempo 200 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer ist ein Autofahrer bei Koblenz erwischt worden. Pech für den 30-Jährigen: Er hatte auf der Bundesstraße 9 ausgerechnet ein Zivilfahrzeug der Polizei regelwidrig rechts überholt und dabei enorm aufs Gaspedal getreten. Die Beamten zeigten den Raser nach Polizeiangaben vom Mittwoch an - er ist wohl seinen Führerschein los.

Arnsberg: Ermittler suchen Ursache des Wohnhausbrandes mit drei Toten

Nach dem Wohnhausbrand mit drei Toten in Arnsberg wollen Ermittler die noch ungeklärte Brandursache herausfinden. Dabei soll ein Brandgutachter helfen, den die Staatsanwaltschaft Arnsberg beauftragt hat, wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an. 

Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Obergeschoss des Hauses aus und breitete sich auf das Dach aus. Drei männliche Bewohner kamen ums Leben. Feuerwehrleute fanden sie leblos in dem brennenden Haus.

Eine dichte Rauchsäule zog vom Brandort in Richtung eines Wohngebiets. Das Haus liegt in einem Industriegebiet nahe eines lokalen Bahnhofs. Rund 90 Einsatzkräfte rückten aus.


 Nachrichten von Mittwoch, den 13. Februar

Pflegerin soll Verstorbene um ihr Vermögen betrogen haben

Eine Pflegerin aus Berlin soll mit der Hilfe von zwei Komplizen eine verstorbene 95-Jährige um zwei Millionen Euro erleichtert haben. Mit Hilfe einer Vollmacht habe die 72-Jährige die Frau um ein Vermögen betrogen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, wurden wegen des Verdachts am Mittwoch neun Objekte in der Hauptstadt und in Brandenburg durchsucht. Ermittelt werde wegen bandenmäßigen Betrugs und Untreue.

Die als Haupttäterin angesehene 72-jährige Pflegerin sowie ihre 41 und 48 Jahre alten Gehilfen würden verdächtigt, eine erteilte Bankvollmacht missbraucht und die Seniorin um ihr komplettes Vermögen gebracht zu haben. Es wurden demnach umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt und Konten eingefroren.

 Ein Großteil des Vermögens sei so gesichert worden, hieß es. Auch seien Gegenstände beschlagnahmt worden, die von weiteren Opfern stammen könnten. Die Ermittlungen führen das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Berlin. An den Durchsuchungen waren auch die Brandenburger Polizei und der Zoll beteiligt.

Bochum: Tödlicher Überfall - Polizei setzt Belohnung aus

Nach dem Überfall bei dem ein Hauseigentümer erstickt wurde, hat die Polizei in Bochum eine Belohnung in Höhe von 4000 Euro ausgesetzt. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, bittet die Staatsanwaltschaft um Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen. Der Überfall ereignete sich bereits am 4. Februar. Die Bewohnerin kam mit ihrem Lebensgefährten gegen 15.30 Uhr nach Hause. Während sich ihr Lebenspartner noch im Garten aufhielt, traf die Frau im Hausflur plötzlich auf die beiden maskierten und dunkel gekleideten Einbrecher. Die gehbehinderte Frau wurde von den beiden Unbekannten zu Boden gebracht und mit Kleidungsstücken bedeckt. Zwei Stunden lang durchsuchten die Männer alle Etagen intensiv nach Beute. Als sie keine Geräusche mehr hörte, verständigte die 71-Jährige völlig verängstigt die Polizei. Die Beamten fanden den 68-jährigen Lebensgefährten vielfach gefesselt und regungslos auf dem Boden liegen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Wie die Obduktion ergab, verstarb er noch am Tatort eines nicht natürlichen Erstickungstodes. Trotz mehrerer Hinweise konnten die Täter noch nicht gefasst werden. "Die "Mordkommission Hordel", die rund um die Uhr unter der Rufnummer 0234 / 909-5036 zu erreichen ist, bittet weiterhin um Hinweise. Auch jede noch so kleine Beobachtung kann zur Aufklärung dieses brutalen Verbrechens führen!", meldet die Polizei.

Walldorf: Polizei stoppt Lkw-Fahrer mit 2,3 Promille

Der hatte aber ordentlich getankt: Im baden-württembergischen Walldorf hat die Polizei auf der A6 einen betrunkenen Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Wie die Beamten am Mittwochmorgen mitteilten, fiel der Mann gegen 17.40 Uhr einem Zeugen auf, weil er ihm in deutlichen Schlangenlinien hinterher fuhr. An der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt stoppten die Beamten den 53-Jährigen und stellten starken Alkoholgeruch bei ihm fest. Ein auf der Wache durchgeführter Test ergab einen Wert von 2,3 Promille. Sein Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden einbehalten. Der 53-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr rechnen.


 Nachrichten von Dienstag, den 12. Februar

Raubling: Kindesentführung dank Kennzeichenerkennung gestoppt

Datenschützern ist die automatische Kennzeichenerkennung ein Dorn im Auge. In Raubling bei Rosenheim (Bayern) hat das System am Sonntagmorgen zur Verhaftung eines per Haftbefehl gesuchten Elternpaars geführt. Die beiden Dänen hatten ihr eigenes Kind, für das ihnen das Sorgerecht entzogen worden war, teilweise unter Anwendung von Gewalt aus einer Einrichtung in Dänemark geholt und waren in Richtung Süden geflüchtet. Dänische Behörden hatten das Paar und ihr Fahrzeug daraufhin international zur Fahndung ausgeschrieben.

Ein von der Grenzpolizei Raubling eingesetztes Kennzeichenerkennungsgerät schlug dann am Sonntag Alarm, wenig später konnten Beamte den Wagen anhalten und die 20 und 34 Jahre alten Eltern verhaften. Der sechs Monate alte Säugling der beiden sei unbeschadet in die Obhut des zuständigen Jugendamts übergeben worden, teilte die Polizei mit.

Zeil am Main: Junge erkennt mutmaßlichen Vergewaltiger wieder

Im unterfränkischen Zeil am Main hat ein neun Jahre alter Junge am vergangenen Mittwoch einen Mann wiedererkannt, der ihn im Januar zwei Mal vergewaltigt haben soll. Eine sofort alarmierte Streife nahm den 25-jährigen Tatverdächtigen noch am selben Tag (6. Februar) vorläufig fest, wie die Beamten am Montag mitteilten. Demnach führte der Mann bei seiner Festnahme unter anderem eine Luftdruckpistole sowie ein Einhandmesser mit sich. Seit vergangenem Donnerstag sitze der 2013 wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu einer Jugendhaftstrafe Verurteilte in Untersuchungshaft, heißt es.

Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, den Neunjährigen im Januar auf der Straße angesprochen und im weiteren Verlauf schwer sexuell missbraucht zu haben. Dabei soll es in zwei Fällen auch zur Vergewaltigung des Kindes gekommen sein. Das Opfer hatte sich laut Polizei nach der zweiten Tat seiner Mutter anvertraut, die daraufhin Anzeige erstattete. Seither wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt.

Am Mittwoch letzter Woche erkannte der Neunjährige seinen mutmaßlichen Peiniger dann auf offener Straße wieder, sodass es zur Festnahme kam.

Berlin: Drogenabhängiger sucht Diebesgut - in einem Büro des LKA

Auf der Suche nach Diebesgut ist ein Drogenkonsument zunächst unbemerkt in das Berliner Landeskriminalamt (LKA) marschiert. Der 45-Jährige wurde am Montag in einem kurzfristig nicht besetzten Büro entdeckt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zu dem offenbar geplanten Diebstahl kam es nicht. Gegen den Mann wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt.    

Offenbar gelangte der 45-Jährige über einen Eingang ins LKA, der in einen für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Gebäudekomplex führt. Die Sicherheitslücke wurden nach Polizeiangaben geschlossen.

Owschlag: Auto gerät auf Gleise - Behinderungen im Zugverkehr

Eine Autofahrerin ist in Schleswig-Holstein mit ihrem Auto auf eine Bahnstrecke geraten und hat eine Sperrung verursacht, von der mehr als 20 Züge betroffen waren. Nach Angaben der Bundespolizei vom Dienstag verlor die 56-Jährige in Owschlag auf einer parallel zu den Gleisen verlaufenden Straße die Kontrolle über ihren Wagen.    

Sie fuhr auf die Gleise und blieb stecken. Der Lokführer eines Zugs auf dem Gegengleis bemerkte das Malheur und schlug Alarm. Polizisten fuhren zum Ort des Geschehens, ein Abschleppwagen musste das Auto bergen. Die Fahrerin blieb unverletzt, wie die Beamten in Flensburg mitteilten. Die Bahnstrecke zwischen Neumünster und Flensburg war wegen des Vorfalls vom Montagabend eineinhalb Stunden lang gesperrt. 23 Züge waren betroffen.

Münster: Kind ist 70 Kilometer ohne Schuhe und in nassen Socken unterwegs

Am Hauptbahnhof Münster haben Beamte der Bundespolizei ein neunjähriges Kind in Empfang genommen. Wie die Beamten am Dienstagmorgen mitteilten, meldete sich am Montagmittag gegen 13.30 Uhr der Zugbegleiter eines Regionalexpress und erklärte, dass auf der Fahrt von Wanne-Eickel nach Münster Westfalen ein allein reisendes Kind ohne Schuhe mitfährt. Beamten nahmen den Jungen, dem aufgrund der fehlenden Schuhe und den völlig durchnässten und durchlöcherten Socken sichtlich kalt war, mit auf die Wache und gaben ihm einen heißen Kakao. Schnell fanden sie heraus, dass er aus einem Kinderheim in Herne ausgebüxt war, da er sich mit einem konsequent belegten Fernsehverbot absolut nicht einverstanden erklären konnte. Der Neunjährige entschloss sich daraufhin für einen "Protestzug" zum Bahnhof Wanne-Eickel und weiter in das mehr als 70 Kilometer entfernte Münster. Über die Bahnhofsmission Münster organisierten die Bundespolizisten warme Socken und Schuhe. Ein Erzieher holte das Kind schließlich ab.

Schwerin: 17-Jährige wird nach Instagram-Streit attackiert

Eine 17-Jährige ist in Schwerin von zwei Jugendlichen beleidigt und tätlich angegriffen worden. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, kam es zuvor zwischen den Beteiligten zu einem Streit auf der Social-Media-Plattform Instagram. Die beiden Tatverdächtigen aus dem Landkreis Ludwigslust/Parchim wurden von den Beamten am Samstagabend gegen 19.15 Uhr in der Nähe des Tatorts, der Marienplatzgalerie, aufgegriffen, sie stritten die Tat jedoch ab und erklärten, es habe keine Auseinandersetzung gegeben. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Weißwasser: Drei Kängurus aus Tierpark vermutlich gerissen

Im Landkreis Görlitz (Ostsachsen) sind in einem Tierpark drei Kängurus gerissen worden. Ein Mitarbeiter des Tierparks Weißwasser fand ein totes Tier in der Nacht zum Samstag in seinem Gehege, wie die Polizei Görlitz am Montag mitteilte. In der Nacht davor hatten Tierpfleger bereits zwei tote Kängurus entdeckt. Den Spuren an den Tieren nach wurden sie gerissen. Wie der MDR berichtet, soll Experten zufolge ein Fuchs für den Tod der Tiere verantwortlich sein. Tierparks hätten immer wieder mit wildernden Füchsen zu tun. Enten und Störche würden daher nachts in den Stall gesperrt. Bei der Känguru-Anlage schalte sich abends ein Elektrozaun an, an dem es jedoch nach Untersuchung des Vorfalls zwei fehlerhafte Stellen entdeckt worden seien.

Horb: Fußballer retten Mann aus brennendem Gebäude

Im baden-württembergischen Horb hat eine Fußballmannschaft einen Mann aus einer brennenden städtischen Unterkunft gerettet. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten die Fußballer am Montagabend das Feuer und holten den 54-Jährigen aus seiner Wohnung, die bereits in Flammen stand. Kurz darauf breitete sich der Brand im gesamten Obergeschoss aus. Der gerettete Bewohner und ein 19 Jahre alter Helfer atmeten giftigen Rauch ein und kamen ins Krankenhaus. Ein weiterer Bewohner erlitt Schürfwunden. Die Feuerwehr löschte den Brand in Horb, einer kleinen Stadt am Neckar. Der Schaden beträgt rund 50.000 Euro. Der 54-Jährige habe das Feuer möglicherweise durch fahrlässiges Handeln selbst entfacht, hieß es.


 Nachrichten von Montag, den 11. Februar

München: Schäferstündchen in fremdem Auto findet jähes Ende

Manchmal muss es halt einfach schnell gehen - auf das Ende ihres Schäferstündchens hätte in junges Paar ein München aber sicher gern verzichtet: Wie die Polizei berichtet, hatten sich ein 27-Jähriger und eine ein Jahr jüngere Frau für ihr Tête-à-Tête ein fremdes und unverschlossen geparktes Auto ausgesucht, indem sie sich dann plötzlich eingesperrt vorfanden.

Demnach hatten sich die beiden erst kurz zuvor in einer Diskothek kennengelernt, teilte die Beamten am Montag mit. Auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen am Sonntagabend in der Münchner Innenstadt hätten sie den Wagen entdeckt, der unverschlossen am Straßenrand stand. "Sie wollten einfach nur Spaß haben", meinte die Polizei und schrieb auf Twitter: #wennspressiert und #caravanoflove.

Das Vergnügen fand ein jähes Ende, als die Liebenden feststellten, dass sich die Autotüren von innen nicht mehr öffnen ließen. In ihrer Not alarmierten sie die Polizei, die sie mit Hilfe der Feuerwehr befreite. 

Was aus dem 27-Jährigen Münchner und seiner 26-jährigen Begleiterin aus dem Raum Starnberg wurde, war der Polizei nicht bekannt. "Wir wissen auch nicht, ob wir in neun Monaten nachberichten können", sagte ein Sprecher. Unklar war zunächst auch, was der Besitzer des Autos zu dem Vorfall sagt. Sein Wagen musste nämlich abgeschleppt werden, weil sich die Türen nach der Befreiungsaktion nicht mehr schließen ließen.

Bergheim: Frau gesteht nach zehn Jahren Mord an Ehemann

In einem zehn Jahre alten Mordfall hat eine Kölner Mordkommission die Ehefrau des Opfers festgenommen. Wie die Polizei am Montagvormittag mitteilte, soll die 37-Jährige im Jahr 2008 ihren Ehemann umgebracht haben. Peter J. aus dem nordrhein-westfälischem Bergheim war damals im Alter von 46 Jahren spurlos aus seinem Lebensumfeld verschwunden und wurde nie als vermisst gemeldet. Am 19. Juni 2008 fand ein Spaziergänger damals am Ufer der Maas in der Nähe der belgischen Stadt Amay einen Toten, der in einen Plastiksack eingepackt war. Der Leichnam wies Stichverletzungen auf, Arme und Beine fehlten. An der rechten Schulter befand sich eine Tätowierung mit den deutschen Vornamen Sabine und Peter. Erst Ende 2018, nach einer wiederholten Ausstrahlung des Falls in der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ungelöst", gelang belgischen Ermittlern der Nachweis, dass es sich bei dem gefundenen Torso um Körperteile von J. handelte. Da davon auszugehen war, dass die Leiche nur in Belgien abgelegt worden war, nahm die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen im Lebensumfeld des Getöteten auf. Nach einer mehrstündigen Vernehmung hat die 37-jährige Ehefrau des Opfers die Tat gestanden. Ein Haftrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Schönwald: Mädchen wird von Dachlawine verschüttet

Im Schönwald im Schwarzwald ist ein Mädchen von einer Dachlawine verschüttet und lebensgefährlich verletzt worden. Die Achtjährige wurde unter den Schneemassen vollständig begraben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Eltern und hinzugerufene Ersthelfer befreiten das Kind mit Schaufeln und versuchten es wiederzubeleben. Nach einer weiteren Versorgung durch Rettungskräfte wurde das Kind mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren auf dem Dach des Privathauses in der Gemeinde Schönwald im Schwarzwald keine Schneefanggitter angebracht. Ob die Fläche unterhalb des Hausdachs gesichert war, war zunächst unklar. Dies sei nun Gegenstand von Ermittlungen.

Freren: Hütte auf Campingplatz explodiert, weil Mann sich Zigarette anzündete?

Im niedersächsischen Freren ist es am Sonntagnachmittag auf einem Campingplatz zu einer Explosion gekommen. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, wurde ein 46-Jähriger dabei schwer verletzt. Die Schwester des Mannes bemerkte vor der Detonation Gasgeruch in der Holzhütte und öffnete gemeinsam mit ihrem Bruder die Fenster, damit das Gas, welches vermutlich aus einem Katalytofen ausströmte. Dann verließ sie die Hütte. Wenig später explodierte die Hütte und wurde dabei vollständig zerstört. Der 46-jährige Bewohner wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Er musste in ein Krankenhaus nach Lingen gebracht werden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte er sich unmittelbar vor der Detonation eine Zigarette angezündet. Ob die Explosion dadurch ausgelöst wurde, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt. 

Niedersachsen, Freren: Eine Holzhütte auf einem Campingplatz liegt nach einer Gasexplosion in Trümmern

Die Holzhütte liegt nach der Gasexplosion in Trümmern

dpa

Edewecht: Navi lotst Audi-Fahrer in Küstenkanal

In Edewecht-Husbäke bei Oldenburg endete die Fahrt für einen Audi-Fahrer in einem Kanal. Wie die Polizei mitteilte, erhielten die Beamten am Sonntag gegen 18 Uhr einen Notruf, dass in Höhe eines Torfwerkes ein PKW in den Küstenkanal gefahren sein soll. Der Fahrer habe sich eigenständig aus dem Fahrzeug befreien können. Vor Ort erfuhren die Polizisten von dem 69-Jährigen, dass er von seinem Navigationssystem bei Dunkelheit und leichtem Regen im Kurvenbereich auf das Gelände eines Torfwerkes und dort neben einer Verladestation geradeaus über eine Hafenkante in den Küstenkanal gelotst wurde. Noch bevor der Wagen gesunken sei, habe er sich durch ein geöffnetes Seitenfenster befreien können. An Land hielt er ein vorbeifahrendes Auto an, dessen Fahrer schließlich den Notruf abgesetzt habe. Da der Audi mittlerweile vollständig gesunken und in dem trüben Wasser vom Ufer aus nicht mehr zu sehen war, wurden für die Such- und Bergungsarbeiten Einsatztaucher der DLRG angefordert. Zudem wurde der Schiffsverkehr gesperrt. Erst gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet.


Quellen: Presseportal Polizei / Polizei Bayern

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jek / mod / DPA / AFP