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Nachrichten aus Deutschland: Überholmanöver auf Bundesstraße endet in Katastrophe

Nienburg: Überholmanöver auf Bundesstraße missglückt - zwei Tote +++ Homburg: Frau gewaltsam in Auto gezerrt und entführt +++ Nachrichten aus Deutschland.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen nach der Kollision eine Transporters und eines Pkw neben den Wracks

Rettungs- und Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen nach der Kollision eine Transporters und eines Pkw neben den Wracks. Der Versuch, einen Linienbus mit einem Transporter zu überholen, verursachte bei Nienburg in Niedersachsen den Tod zweier Menschen.

DPA

Nienburg: Überholmanöver auf Bundesstraße missglückt - zwei Tote

Der Versuch eines Transporterfahrers, einen Bus zu überholen, hat in Niedersachsen ein schreckliches Ende genommen: Zwei Insassen eines Kleinwagens kamen ums Leben. Ein 42-Jähriger wollte am Samstag mit seinem Transporter einen Linienbus überholen und übersah dabei das entgegenkommende Auto, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Bei dem Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 214 zwischen Steimbke und Nienburg starben die 63 Jahre alte Fahrerin des Kleinwagens sowie ihr 73 Jahre alter Beifahrer noch am Unfallort.

Der Unfallfahrer kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Zwei weitere Unfallbeteiligte, die mit ihrem Fahrzeug in den verunglückten Kleinwagen prallten, erlitten leichte Verletzungen.

Frankfurt am Main: Dreharbeiten für Musikvideo rufen Polizei-Spezialkräfte auf den Plan

Maskierte Männer mit Maschinenpistolen in einer Tiefgarage - das Szenario hat ein Mann in Frankfurt beobachtet und umgehend die Polizei verständigt. Die Leitstelle zog speziell ausgebildete Interventionskräfte und Spezialeinsatzkräfte aus der ganzen Stadt zusammen und schickte sie zum Einsatzort, wie das Polizeipräsidium am Sonntag mitteilte. Allerdings vergebens, denn es handelte sich um Dreharbeiten für ein Musikvideo. Das habe sich bei der Kontrolle der insgesamt 20 Personen aus der Tiefgarage herausgestellt, hieß es.

Die Dreharbeiten für das Rap-Video mussten beendet werden, wie die Beamten weiter berichteten. Nun werde geprüft, ob der Polizei-Einsatz den Verantwortlichen in Rechnung gestellt werden könne. Sie hätten zwar eine Genehmigung des Ordnungsamtes gehabt, doch darin sei von ihnen verlangt worden, die Polizei rechtzeitig zu benachrichtigen. Zu Beginn des Einsatzes am Freitag habe eine solche Information nicht vorgelegen, sagte der Sprecher.

Hamburg: Containerschiff kracht in Hafenfähre

Bei der Kollision mit einem Containerschiff ist eine Hafenfähre auf der Elbe in Hamburg massiv beschädigt worden.  Die "Finkenwerder" sei ein "wirtschaftlicher Totalschaden", sagte ein Polizeisprecher. Menschen wurden bei der Kollision am Anleger Blankenese am Samstag nicht verletzt.

Warum die 400 Meter lange "Ever Given" vom Kurs abgekommen und gegen die 25 Meter lange "Finkenwerder" gekracht war, blieb zunächst unklar. Der Containerriese werde derzeit im niederländischen Rotterdam auf Defekte untersucht, hieß es. Eine mögliche Ursache für den Unfall könnte ein Ausfall der Ruderanlage gewesen sein.

Berlin: Drei fremdenfeindliche Übergriffe auf Kinder

Am Wochenende haben sich in Berlin drei Fälle fremdenfeindlicher Übergriffe auf Kinder und Jugendliche zugetragen. Am Freitag wurden zwei syrische Mädchen im Stadtteil Marzahn attackiert, am Abend soll eine Frau eine Zwölfjährige im Bezirk Neukölln angegriffen haben. Am Samstag beleidigten und verletzten Jugendliche einen zwölfjährigen Jungen im Stadtteil Hellersdorf. In allen drei Fällen sind die Täter flüchtig, der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

In Marzahn schlug der Täter nach Polizeiangaben am späten Freitagnachmittag die beiden syrischen Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Sie mussten in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Zuvor hatte der Mann die Jugendlichen fremdenfeindlich beleidigt.

Homburg: Frau gewaltsam in Auto gezerrt und entführt - keine Spur

Zwei Tage nach der Entführung einer Frau auf einem Baumarkt-Parkplatz im saarländischen Homburg fehlt von ihr und den Tätern noch immer jede Spur. Die Identität der Frau sei noch immer unklar, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Saarbrücken. Sie sei am Freitagnachmittag von mindestens zwei Männern abgepasst und gewaltsam in ein Auto gezerrt worden. Es hätten sich inzwischen mehrere Zeugen gemeldet, die die Tat auf dem Parkplatz beobachtet haben, sagte der Sprecher.

Die Täter hätten den Parkplatz mit dem dunkelfarbigen Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen verlassen. Es gebe bislang keine Hinweise, die eine Identifizierung von Tätern und Opfern ermöglichten. Die Polizei bittet um Hinweise. Die Polizei im benachbarten Ausland sei über den Fall informiert worden.

Bad Oeynhausen: Betrunkene fährt 27 Kilometer als Geisterfahrerin auf A2

Geschätzte 27 Kilometer ist eine betrunkene Falschfahrerin auf der Autobahn 2 in Nordrhein-Westfalen entgegen der Fahrtrichtung unterwegs gewesen. "Mehrere Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld und der angrenzenden Polizeibehörden waren im Einsatz, um das Fahrzeug zu stoppen", teilte die Polizei mit. Glücklicherweise konnte der Wagen der 40-Jährigen in der Nacht zu Sonntag am Autobahnkreuz Bad Oeynhausen unfallfrei gestoppt werden.

Erst am Freitagabend war es in Bayern zu einem ähnlichen Fall gekommen: Dort fuhr ein betrunkener 71-Jähriger laut Polizei mit seinem Wagen auf der Autobahn 7 rund 30 Kilometer in die falsche Richtung. Mindestens 20 Verkehrsteilnehmer mussten zum Teil riskant ausweichen. Verletzt wurde auch in diesem Fall niemand.


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 9. Februar:

Werder: 60-Jähriger erschießt Nachbarn mit Schrotflinte

Nach einem Streit hat ein 60-Jähriger in Werder in Brandburg seinen zwei Jahre jüngeren Nachbarn mit einer Schrotflinte erschossen. In seiner Vernehmung habe er persönliche Differenzen als Tatmotiv genannt, berichtete die Polizei am Samstag. Der Mann sei bei der Bluttat am Freitagabend in einem Hinterhof erheblich betrunken gewesen und habe mindestens zwei Mal auf den 58-Jährigen geschossen. Das Gewehr hatte der Schütze nach eigenen Angaben in den 1990er Jahren illegal erworben. Der 60-Jährige wurde in Haft genommen. Wie die Polizei berichtete, hatten Anwohner am Freitag gegen 18 Uhr die Beamten alarmiert. In dem Hof fanden die Einsatzkräfte das schwer verletzte Opfer. Der Mann starb am Tatort. Der mutmaßliche Täter war nach einer Großfahndung etwa eineinhalb Stunden nach den tödlichen Schüssen wenige Straßen vom Tatort entfernt festgenommen worden. Nach einer ersten Befragung des Mannes konnte auch die Tatwaffe gefunden und sichergestellt werden.

Montabaur: 91-Jährige verletzt sich beim Feuerzeug-Auffüllen schwer

Eine 91 Jahre alte Frau hat sich im Westerwald schwere Verbrennungen beim Befüllen eines Feuerzeugs zugezogen. Die Rentnerin hatte in ihrer Küche  versucht, Benzin in das Feuerzeug zu füllen. Dabei kam es nach Angaben der Polizei in Montabaur aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung. Die 91-Jährige wurde mit schwersten Brandwunden am Rücken in eine Spezialklinik geflogen.

Minden: 71-jähriger Kino-Mitarbeiter schlägt Räuber mit Backblech in die Flucht

Mit einem Backblech hat ein 71-jähriger Kino-Angestellter einen bewaffneten Räuber in die Flucht geschlagen. Der Mitarbeiter des Kinos im nordrhein-westfälischen Minden habe bei einem Überfall am späten Freitagabend "reflexartig" ein auf dem Tresen liegendes Backblech gegriffen und damit auf die Schusswaffe des Täters geschlagen, teilte die Polizei mit. Der maskierte Täter sei daraufhin ohne Beute geflohen.

Der Überfall ereignete sich demnach während einer laufenden Vorstellung. Der Kino-Mitarbeiter war deshalb allein hinter dem Verkaufstresen im Foyer. Er erlitt lediglich einen "kleinen Schock", wie die Polizei weiter mitteilte.

Münster: Lotto-Spieler aus Rheinland-Pfalz knackt Eurojackpot von mehr als 63 Millionen Euro

Ein Lotto-Spieler aus Rheinland-Pfalz hat den mit mehr als 63 Millionen Euro gefüllten Eurojackpot geknackt. Die Ziehung am Freitagabend im finnischen Helsinki bescherte ihm genau 63.248.942,30 Euro, wie Westlotto mitteilte. In der zweiten Gewinnklasse konnte sich unter anderem ein Spieler aus Bayern über knapp 590.260 Euro freuen. In der dritten Gewinnklasse mit jeweils 138.884 Euro waren zwei Gewinner aus Nordrhein-Westfalen und Thüringen dabei.

Der Eurojackpot, an dem sich 18 europäische Länder beteiligen, ist bei 90 Millionen Euro gedeckelt. Bei der nächsten Ziehung am kommenden Freitag steht er wieder bei der Startsumme von zehn Millionen Euro.



Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 8. Februar:

Guldental: Bürgermeisterin soll Handy geklaut haben

Im rheinland-pfälzischen Guldental steht Ortsbürgermeisterin Elke Demele unter Diebstahlverdacht. Vorsätzlich soll die SPD-Politikerin im Dezember in einem Supermarkt das Handy einer Kollegin mitgehen lassen haben. Demele bestreitet die Vorwürfe. Ihre Version der Geschichte klingt ein bisschen anders. Sie habe das Handy versehentlich mit nach Hause genommen - wohl weil es zwischen ihren Einkäufen gelegen habe. Und es wird noch kurioser. Denn das Telefon war, so erklärte es Demele am Freitag im Gemeinderat Guldental, plötzlich nicht mehr auffindbar. Und dafür hatte die Beschuldigte eine einfach Erklärung: "Unser Hund ist Kleptomane." In einem unbeobachteten Moment habe er sich das Handy geschnappt und in den Büschen im Garten verschwinden lassen, so Demele. Mittlerweile ist es wieder aufgetaucht und die Ortsbürgermeisterin hat das Handy der Besitzerin übergeben. Nach Informationen der "Allgemeinen Zeitung" wurde dennoch Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt wegen Diebstahls. Allerdings nicht gegen den Hund.      

Grevenbrück: Pärchen türmt mit randvollem Einkaufswagen aus Supermarkt

Mit einem randvoll beladenen Einkaufswagen hat sich ein Pärchen am Donnerstagabend ohne zu bezahlen an der Kasse eines Supermarkts in Grevenbrück (Nordrhein-Westfalen) vorbei gemogelt. Danach lud das dreiste Duo die Ware in ein Auto und flüchtete mit dem Pkw in unbekannte Richtung. Aufmerksame Zeugen notierten sich das Kennzeichen, sodass die Polizei das Paar in Finnentrop ermitteln konnte. Angetroffen wurden die beiden laut Kreispolizeibehörde Olpe bisher aber noch nicht. Ihnen droht eine Anzeige.

A1 bei Unna: Polizei filmt rund 50 Gaffer nach Lkw-Crash

Die Polizei Dortmund hat rund 50 Gaffer fotografisch festgehalten, die am Donnerstag nach einem Lkw-Unfall auf der A1 bei Unna ihr Handy gezückt und den Unfallort gefilmt hatten. "Es wurde versucht, die schwer verletzten Unfallbeteiligten in ihrer hilflosen Lage unmittelbar abzulichten und das aus möglichst optimaler Position", teilten die Beamten mit. Dafür hätten die Gaffer, insbesondere mehrere Lkw-Fahrer, auf der Gegenfahrbahn ihre Geschwindigkeit reduziert und so "Beinahe-Unfälle" provoziert, heißt es weiter.

Demnach trug erst das Aufstellen eines Sichtschutzes dazu bei, dass die Situation entschärft wurde. Die Gaffer selbst werden wegen ihres Verhaltens bald Post von der Polizei bekommen – auch, weil sie durch das Filmen und Fotografieren "selbst im Blindflug über die Autobahn fuhren". Laut Polizei könnten einigen von ihnen ein Bußgeld von bis zu 150 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg drohen.

Wiesbaden: Prozess zu Mordfall Susanna beginnt am 12. März 

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der 14-jährigen Susanna aus Mainz beginnt am 12. März vor dem Landgericht Wiesbaden. Das Gericht eröffnete das Hauptverfahren gegen den 21-jährigen Verdächtigen Ali B., wie am Freitag mitgeteilt wurde. Die Anklage wurde demnach ohne Einschränkungen zugelassen. Das Landgericht setzte Verhandlungstermine bis Anfang Mai an. Jedoch dürften noch weitere Termine folgen.    

Die Staatsanwaltschaft wirft B. vor, Susanna am 23. Mai 2018 vergewaltigt zu haben. Nachdem sie mit einer Anzeige bei der Polizei gedroht habe, habe B. sie erwürgt. Die Anklage wirft ihm Mord aus Heimtücke und zur Verdeckung einer Straftat vor. Susannas erst zwei Wochen später gefundene Leiche habe B. mit Hilfe von mindestens einem noch unbekannten Helfer verscharrt.

Geisenhausen: Entlaufene Kuh "Büxi" nach drei Monaten eingefangen

Gut drei Monate lang hat eine entlaufene Kuh ihr Leben in der freien niederbayerischen Natur verbracht - jetzt ist "Büxi" gefasst. "Sie wurde am Donnerstagabend festgenommen", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein pensionierter Polizeibeamter und Hobby-Jäger habe das Tier nahe Landshut mit einem Pfeil betäubt. Anschließend sei die Kuh von Tierschützern abgeholt und versorgt worden.

Nach Angaben einer Sprecherin hatte sich "Büxi" regelmäßig abends am Futtersilo eines Bauernhofes bedient. Dort habe ihr der Polizist mit dem Betäubungsgewehr aufgelauert. Nach dem Treffer mit dem Pfeil sei sie noch etwa 150 Meter davongelaufen. Jedoch habe man ihre Spuren im Schnee gut verfolgen können. "Büxi" war im Oktober von einem Bauernhof in Geisenhausen ausgebüxt. In Zukunft soll sie in der Obhut von Tierschützern leben.

Rüsselsheim: Mann springt wegen Brand aus Fenster und stirbt

Ein 39-Jähriger ist in Rüsselsheim laut Polizei mutmaßlich aus Angst vor einem Brand aus dem dritten Stock eines Hauses gesprungen und gestorben. Ein neun Jahre altes Mädchen kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Im ersten Stock des Mehrfamilienhauses in Hessen war nach den Angaben der Polizei am Abend ein Feuer ausgebrochen. Zunächst hatte es geheißen, der Brand sei im zweiten Stock ausgebrochen. 

Beim Eintreffen der Rettungskräfte wurde der 39-Jährige leblos am Wohnhaus gefunden. Trotz Reanimationsversuchen starb er. Nach ersten Ermittlungen ist er wohl aus Panik vor der Rauchentwicklung in die Tiefe gesprungen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Ursache für den Brand war noch unklar.

nachrichten deutschland - sprung aus fenster

Beim Eintreffen der Rettungskräfte wurde der 39-Jährige leblos am Wohnhaus gefunden

DPA

Püttlingen: Mann auf offener Straße erschossen

Im saarländischen Püttlingen ist ein 46-jähriger Mann auf offener Straße erschossen worden. Eine 57-jährige Verdächtige wurde nach der Tat vom Donnerstagabend noch am Tatort festgenommen, wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte. Derzeit gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Die mutmaßliche Täterin war demnach Sportschützin und soll ihren Ex-Partner gegen 19.30 Uhr vor dessen Massagesalon abgepasst haben. Nach den Schüssen soll sie die Tatwaffe, eine Pistole, abgelegt und einen Passanten gebeten haben, die Polizei zu informieren. Die Tatwaffe war ersten Ermittlungen zufolge legal im Besitz der 57-Jährigen aus dem Landkreis Homburg. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden.

Eschweiler: Polizei weckt betrunkenen Autoknacker am Tatort

Ein völlig betrunkener Autoknacker ist in Eschweiler nahe Aachen in einem aufgebrochenen Wagen eingeschlafen. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Frau am Donnerstagabend den schlafenden Mann in ihrem geparkten Fahrzeug. Die Seitenscheibe war eingeschlagen. Nur mit Mühe konnten die Polizisten den 48-Jährigen wecken. Dabei fanden sie in seiner Hosentasche einen Nothammer. Auch an fünf anderen Autos, die in der Nähe standen, waren die Seitenscheiben zerstört. Der Betrunkene bepöbelte die Polizisten und leistete erheblichen Widerstand. Die Beamten legten ihm Handschellen an und nahmen ihn in Gewahrsam.

Lambrecht: Fünf Tote bei Brand in Mehrfamilienhaus

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rheinland-Pfalz sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer sei in der Nacht auf Freitag gegen 23.30 Uhr im Dachgeschoss des Hauses in Lambrecht ausgebrochen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Morgen mit. Fünf Menschen seien ihren Verletzungen erlegen.    

Die Brandursache war zunächst unklar. "Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern noch an", erklärten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz. Lambrecht liegt im Pfälzerwald zwischen Kaiserslautern und Speyer.


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 7. Februar:

Essen: 13-Jähriger von U-Bahn mitgeschleift

Ein 13-jähriger Junge ist in Essen von einem U-Bahnzug mitgeschleift und lebensgefährlich verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hielt das Opfer am Donnerstagmorgen gegen 7.40 Uhr an einer Haltestelle seine Hand in die U-Bahntür, wie die Polizei mitteilte. Als sich die Tür schloss, wurde das Kind demnach mitgerissen.    

Die Bahn fuhr anschließend vom oberirdischen Bahnsteig in einen U-Bahntunnel ein, obwohl Fahrgäste die Notbremse betätigt haben sollen. Den Jungen fanden die herbeigerufenen Polizisten im Gleisbett des Tunnels. Er wurde unverzüglich medizinisch behandelt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Essener Krankenhaus gebracht.    

Der U-Bahnzug wird nun auf mögliche Spuren untersucht. Weiteren Aufschluss über den genauen Hergang des Unfalls sollen Aussagen von Augenzeugen geben. Seelsorger betreuten am Unglücksort Menschen, die das tragische Geschehen miterlebt hatten.

Gelsenkirchen: Drei Familienmitglieder angetrunken am Steuer erwischt

Mit einem alkoholisierten Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel am Steuer hat sich eine Familie in Gelsenkirchen mächtig Ärger eingehandelt. Wie die Polizei mitteilte, saßen Vater, Mutter und Sohn am späten Mittwochabend nacheinander angetrunken am Lenkrad desselben Wagens - und zwar an der Schalker Arena nach dem DFB-Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen Fortuna Düsseldorf (4:1).    

Auf dem Weg zu einer Parkplatzausfahrt an der Arena steuerte demnach zunächst der 49-jährige Vater aus Castrop-Rauxel den Wagen und überließ dann seinem 19-jährigen Sohn den Fahrerplatz, bevor dieser das Steuer der 48-jährigen Mutter übergab. Als Polizisten den Wagen der Fußball-Fan-Familie stoppten, bemerkten sie starken Alkoholgeruch.    

Atemtests ergaben beim Vater 1,42 Promille, bei der Mutter 0,74 Promille und beim Sohn, der als Fahranfänger den Führerschein noch zur Probe hat, immerhin noch 0,42 Promille. Den drei Familienmitgliedern dürften nun empfindliche Strafen drohen.

Hamm: Mann droht, Tankstelle abzufackeln

Dass es für ihn kein weiteres Bier geben sollte, hat einen angetrunkenen 33 Jahren alten Mann im westfälischen Hamm derart auf die Palme gebracht, dass er letztlich in Polizeigewahrsam musste. Laut Polizei hatte eine Mitarbeiterin einer Tankstelle dem Mann kein Bier verkaufen wollen, daraufhin habe dieser ein Feuerzeug vor einen Zapfhahn gehalten. Dabei drohte der Beschuldigte, die Menschen an der Tankstelle abzufackeln, wie die Beamten mitteilten. Die 28-jährige Tankstellenbedienstete hatte demnach allerdings rechtzeitig die Pumpen aller Zapfsäulen ausgeschaltet, so dass kein Kraftstoff aus den Zapfpistolen fließen konnte.    

Der 33-Jährige provozierte daraufhin eine Auseinandersetzung mit einem weiteren Tankstellenkunden und wurde schließlich von herbeigerufenen Polizisten festgenommen. Nachdem er auf der Wache eine Blutprobe abgegeben hatte, wurde er ins Polizeigewahrsam gebracht - wobei er den Angaben zufolge Widerstand leistete und versuchte, einen Beamten zu schlagen.

Heidelberg: Stadt untersagt Nutzung von Trinkwasser

Eine unbekannte Substanz hat am Donnerstag das Trinkwasser in Teilen Heidelbergs und der angrenzenden Gemeinde Dossenheim blau verfärbt. Die Behörden warnten aufgrund der zunächst unklaren Gefahrenlage im gesamten Stadtgebiet davor, das Wasser zu trinken oder zur Körperreinigung zu verwenden.    

Die Untersuchung zur Ursache laufe, teilte das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises in der baden-württembergischen Stadt mit. Das Wasser dürfe bis dahin nur zur Toilettenspülung genutzt werden. Die Heidelberger Stadtverwaltung ergänzte im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Warnung betreffe das gesamte Stadtgebiet. Wasser solle "vorsorglich" nicht genutzt werden.    

"Eine bisher nicht identifizierte Substanz führt zu einer Blaufärbung des Trinkwassers", erklärte das Gesundheitsamt des Kreises. Betroffen waren demnach die beiden nördlichen Heidelberger Stadtteile Neuenheim und Handschuhsheim sowie das Gebiet der Nachbargemeinde Dossenheim. Nach den Angaben der Stadtverwaltung prüften die Behörden jedoch "mit Hochdruck", ob gegebenenfalls weitere Viertel betroffen sein könnten.

Friedrichroda: Faustschläge ins Gesicht nach Streit um Parkplatz

In Friedrichsroda (Thüringen) ist der Streit um einen Parkplatz in eine handfeste Auseinandersetzung ausgeartet. Wie die Polizei berichtet, drang ein 55-Jähriger im Zuge der Streitigkeit in die Wohnung seines zwölf Jahre jüngeren Kontrahenten ein und attackierte diesen sogleich mit mehreren Faustschlägen ins Gesicht. Dem so leicht verletzten 43-Jährigen sei es dann gelungen, den Angreifer aus der Wohnung zu schieben. Man ermittle wegen Körperverletzung, teilten die Beamten mit.

Unkel: Brennender Güterzug gestoppt - Bahnstrecke gesperrt

Ein brennender Güterzug ist im rheinland-pfälzischen Unkel bei Remagen gestoppt worden. Zwei Waggons hatten aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen, wie die Bundespolizei mitteilte. Sie waren demnach mit Hygieneartikeln und Spraydosen befüllt. Der Brand konnte laut einem Sprecher der Bundespolizei unter Kontrolle gebracht werden. Die Bahnstrecke auf der rechten Rheinseite musste jedoch gesperrt werden.    

Der Zug war am Mittwochabend in Richtung Bonn unterwegs und wurde wegen des Feuers gegen 23.00 Uhr am Bahnhof Unkel gestoppt. Etwa 60 Anwohner einer nahen Straße wurden evakuiert. Der Lokführer hatte den Brand zunächst nicht bemerkt. Ein Lokführer eines entgegenkommenden Zuges alarmierte die Bundespolizei und die Feuerwehr.    

Die Oberleitung wurde bei dem Brand stark beschädigt. Wie lange die Bahnstrecke gesperrt bleibt, war unklar.

Marburg: 29-Jähriger verletzt vier Polizisten bei Verfolgungsjagd

Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei hat ein 29-Jähriger in Marburg vier Beamte verletzt. Wie die Polizei weiter mitteilte, wollte eine Zivilstreife den Wagen des Mannes am Mittwoch stoppen und kontrollieren. Der 29-Jährige gab jedoch Gas und raste mit dem gestohlenen Kleinwagen über die Stadtautobahn, wobei er versuchte, ein ihn verfolgendes Polizeiauto zu rammen. Die Flucht endete, als er in einer Straße mit seinem Wagen in zwei Polizeiautos krachte. Ein Beamter musste sich mit einem Sprung zur Seite retten. Bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand. Der polizeibekannte 29-Jährige und die vier verletzten Polizisten kamen ins Krankenhaus.

Nachrichten aus Deutschland

Bei einer Verfolgungsjagd in Marburg rammte ein Mann im gestohlenen Pkw absichtlich einen Polizeiwagen und prallte schließlich in zwei weitere Streifen.


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 6. Februar:

Essen: Lkw "ohne" Fahrer geblitzt 

Ein kurioses Blitzerbild beschäftigt zurzeit die Polizei Essen. Die Aufnahme vom 17. Januar zeigt einen Lkw, der auf der Bottroper Straße mit 21 Stundenkilometern zu viel auf dem Tacho in eine Radarfalle geraten war. So weit, so gewöhnlich. Bei genauerer Betrachtung des Bildes jedoch staunten die Beamten nicht schlecht. Der Grund: Im Fahrerhaus des Lkw ist kein Fahrer zu erkennen.

Nach ersten Ermittlungen hatte der Lenker des Gefährts versucht, sich durch sein rechtzeitiges Wegducken einer Strafe zu entziehen. Dass sich Hinweise auf seine Person auch durch das Kennzeichen allein ergeben, hatte er offensichtlich in der Hektik nicht auf dem Schirm. Sein gefährliches Versteckspiel dürfte nun Folgen haben. Schließlich war der Fahrer nicht nur zu schnell unterwegs, auch legte er aufgrund seiner Aktion und der gefahrenen Geschwindigkeit etwa 100 Meter im Blindflug zurück. "Die Ermittlungen dauern an", schreibt die Polizei.

Haldensleben: Mann will per Anhalter Güterzug fahren

Ein 38 Jahre alter Mann hat in der Börde versucht, per Anhalter auf einem Güterzug mitzufahren. "Er wollte mitfahren, aber wir wissen nicht warum", sagte eine Bundespolizei-Sprecherin. Der Mann stellte sich demnach in der Nacht zum Mittwoch auf die Gleise am Bahnhof Haldensleben und forderte den langsam heranrollenden Güterzug mit erhobenem Arm zum Anhalten auf. Als der Zug stand, versuchte der Mann aufzusteigen und wollte mitfahren. Der Lokführer schaltete die Beamten ein, die den Mann mit aufs Revier nahmen. Dort erhielt er eine Strafanzeige wegen Nötigung. Zur Motivation des Mannes wurde nichts bekannt.

Freisen: Gummipuppe löst Polizeieinsatz aus

Wegen einer lieblos entsorgten Sexpuppe auf einem Autobahnparkplatz im Saarland ist die Polizei angerückt. Die nackte Kunststoffpuppe mit verdrehten Armen und Beinen habe am Dienstagabend in der Dunkelheit auf den ersten Blick wie eine menschliche Leiche ausgesehen, teilte die Polizei am Mittwoch in St. Wendel mit. Entsprechend erschreckt habe eine Frau aus Rheinland-Pfalz reagiert und die Beamten alarmiert, als sie die Puppe auf dem Rastplatz Freisener Kreuz an der A62 entdeckte. Noch vor Eintreffen der Polizei konnte sie aber zusammen mit einem Lkw-Fahrer den vermeintlichen Kriminalfall lösen. Die Puppe wurde schließlich auf einem Wertstoffhof entsorgt. Wer sie auf dem Rastplatz abgelegt hatte, blieb unklar.

Gadebusch: Radmuttern an Rettungswagen gelockert

Unbekannte sollen in Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) die Radmuttern eines Krankenwagens gelockert und so einen möglichen Unfall in Kauf genommen haben. Die Muttern an einem Hinterrad seien vermutlich am Wochenende gelockert worden, angezeigt worden sei der Vorfall aber erst am Dienstag, teilte die Polizei mit.

Am Sonntagmorgen sei den Rettern während einer Leerfahrt ein lautes Geräusch aufgefallen. Das Rad habe sich stark gelockert und sei bereits beschädigt gewesen. Zuvor war der Wagen in Dörfern nahe Gadebusch und der Notaufnahme in Schwerin eingesetzt. Ein eigenständiges Lösen der Muttern hält die Polizei nach eigenen Angaben für sehr unwahrscheinlich. Sie ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Lambrecht: Hund will Lasagne fressen und löst Feueralarm aus

Ein hungriger Hund hat in Lambrecht (Landkreis Bad Dürkheim) einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das Tier hatte am Dienstagvormittag versucht, sich über eine Lasagne herzumachen, die auf dem Herd stand, während sein Herrchen nicht zu Hause war, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Dabei berührte er wohl mit seinen Pfoten den Regler am Herd, so dass sich dieser einschaltete. Die Lasagne habe zu kokeln und zu qualmen begonnen und der Rauchmelder habe Alarm geschlagen. Eine Anwohnerin hörte dies und verständigte die Polizei.

Rettungskräfte mussten laut Polizei die Tür aufbrechen, um in die Wohnung zu gelangen. Dort fanden sie einen unversehrten Hund vor - nur das Essen sei in Mitleidenschaft gezogen gewesen. Alle Anwohner hatten kurzfristig das Haus verlassen müssen, konnten aber in ihre Wohnungen zurückkehren.

München: Autofahrer will Parkgebühren sparen und fliegt auf

"Dreist gewinnt", das dachte sich offensichtlich ein 65 Jahre alter Autofahrer in München. Dumm für ihn: Er wurde bei seiner Aktion beobachtet und hat jetzt eine Anzeige am Hals. Was war geschehen? Wie die Polizei berichtet, hatte der Mann sein Auto am Samstagnachmittag vor einem Anwesen am Promenandeplatz abgestellt. Die dort fällige Parkgebühr wollte er sich jedoch sparen - und montierte daher kurzerhand ein Blaulicht auf dem Dach seines Wagens.

Diesen Moment bekam ein Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung mit. Weil er das Verhalten ungewöhnlich fand und er die Rechtmäßigkeit des Blaulichts anzweifelte, informierte er die Polizei. Wenig später eintreffende Beamte konnten den Mann aus Aachen noch vor Ort antreffen und stellten ihn zur Rede. Daraufhin räumte der 65-Jährige ein, dass er sich die Parkgebühren habe sparen wollen. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Betrugs gestellt, das Blaulicht eingesackt.

Angaben der "tz" zufolge, hätte den Mann ein Tagesticket am Luxushotel Bayerischer Hof für seinen rund 80.000 Euro teuren Geländewagens 37 Euro gekostet. Nun muss er wohl deutlich mehr berappen.

Berlin: Zwei Tote bei Hochhausbrand

Bei einem Brand in einem Hochhaus im Märkischen Viertel sind am Mittwochmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr am Mittag mitteilte, brannte es in einer Wohnung im siebten Stockwerk eines Hauses am Senftenberger Ring. Die Feuerwehr rückte gegen 12 Uhr mit 56 Einsatzkräften zu dem Brand aus. Nähere Informationen waren zunächst nicht bekannt.

Nürnberg: Tödlicher Stoß vor S-Bahn - Tatverdächtige schweigen

Nach der tödlichen Auseinandersetzung unter Jugendlichen an einem Nürnberger S-Bahnhof schweigen die beiden Tatverdächtigen. Die 17-Jährigen würden keine Angaben machen, teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Mittwoch auf Nachfrage mit. Zuvor hatten die "Nürnberger Nachrichten" darüber berichtet.

Die beiden Jugendlichen sollen Ende Januar am Nürnberger S-Bahnhof Frankenstadion mit drei 16-Jährigen in Streit geraten sein. Dabei stürzten die drei ins Bahngleis. Ein kurz darauf einfahrender Zug überrollte zwei der Jugendlichen, der dritte konnte sich noch rechtzeitig retten.

Die beiden Tatverdächtigen wurden festgenommen. Sie sitzen wegen zweifachen Totschlags in Untersuchungshaft. Wieso es zu dem Streit kam, ist der Anklagebehörde zufolge weiter unklar. Ein Bluttest soll klären, ob die beiden alkoholisiert waren. Das Ergebnis liege noch nicht vor, sagte die Sprecherin.

Waldshut-Tiengen: Zug erfasst und tötet 79-Jährige

Beim Überqueren einer Bahnstrecke ist eine 79 Jahre alte Frau in Waldshut-Tiengen am Hochrhein von einem Zug erfasst und getötet worden. Die Rentnerin betrat am Dienstag an einem Bahnübergang bei sich schließenden Schranken die Schienen und wollte auf die andere Seite, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sie stolperte, stürzte auf die Schienen und wurde von einem durchfahrenden Zug erfasst. Dieser konnte laut Polizei trotz einer Notbremsung nicht mehr rechtzeitig stoppen. Die Frau starb am Unglücksort. Der Zug war den Angaben zufolge nicht mit Fahrgästen besetzt. Die Bahnstrecke musste zeitweise gesperrt werden.

Weißwasser: Mann liegt tot in seiner Wohnung

Ein 69-jähriger Mann ist tot in seiner Wohnung in Weißwasser (Landkreis Görlitz) gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich am Dienstagabend ein 27-Jähriger bei den Beamten gemeldet und einen Hinweis gegeben. Da der Mann auch angab, etwas mit dem Geschehen in der Wohnung zu tun zu haben, wurde er festgenommen. Wie der 69-Jährige ums Leben kam, war noch unklar. Auch die Hintergründe konnten von der Polizei noch nicht geklärt werden.

Aalen: Waschbär nach Tagen aus Baum gerettet

In 15 Metern Höhe auf einem Baum hat ein kleiner Waschbär drei Tage lang ausharren müssen, bevor ihn die Feuerwehr retten konnte. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein aufmerksamer Beobachter in Aalen im Ostalbkreis bemerkt, dass der Waschbär nach mehreren Tagen immer noch auf dem Baum saß und verständigte die Rettungskräfte. Mit einer Drehleiter befreiten die Helfer das Tier am Dienstag aus seiner misslichen Lage. Sicher unten angekommen, rannte der Waschbär sofort weg. Warum der Kleinbär nicht mehr selbst von dem Baum herunterklettern konnte, war unbekannt. "Womöglich hat er sich nicht getraut", sagte ein Polizeisprecher.

Saarbrücken: Mit Messerstichen verletzter Mann in Auto entdeckt

Ein von Messerstichen verletzter Mann ist in Saarbrücken in einem Auto gefunden worden. Ein Gewaltverbrechen könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Der 34-jährige Syrer sei am späten Dienstagabend sitzend in seinem eigenen Fahrzeug im Stadtteil Dudweiler entdeckt worden. Er wurde den Angaben zufolge ärztlich behandelt und in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Auskünfte wollte ein Sprecher am Mittwochmorgen nicht machen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Stiche dauerten an. Die Polizei sucht nach Zeugen, die zur Aufklärung beitragen können.

Cloppenburg: Autofahrer schläft an Drive-in-Schalter ein

Ein betrunkener Autofahrer ist nachts beim Warten am Drive-in-Schalter eines Schnellrestaurants in Cloppenburg (Niedersachsen) eingeschlafen. Ein Zeuge habe die Polizei verständigt, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Beamten weckten den 49 Jahre alten Fahrer und führten eine Verkehrskontrolle durch. Ein Alkoholtest in der Nacht zu Mittwoch habe 1,77 Promille ergeben. Die Polizisten verboten dem Mann, weiterzufahren.

Uttenweiler: Feuer zerstört Neubau - 600.000 Euro Schaden

Ein Feuer hat in Uttenweiler (Baden-Württemberg) das neue Eigenheim einer Familie zerstört und einen Schaden von mehr als 600.000 Euro angerichtet. Da die Familie erst in den kommenden Wochen in den Neubau einziehen wollte, war niemand im Gebäude, als das Feuer ausbrach, wie die Polizei in Ulm am Mittwoch mitteilte. Nachbarn hatten den Brand in der Nacht zum Mittwoch bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass das Haus ausbrannte. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Feuer kam

Essen: Lebenslange Haft nach Mord an Mutter

Nach einem tödlichen Angriff auf seine Mutter ist ein 23-Jähriger aus Essen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte seine Mutter laut Urteil von Dienstag mit einer Hantel niedergestreckt und ihren Kopf anschließend mehrfach auf den Fußboden geschlagen. Zudem knebelte der Deutsche die 58-Jährige mit Plastikhandschuhen. Hintergrund der tödlichen Bluttat vom 26. Juni 2018 waren demnach familiäre Probleme. Der Angeklagte soll sich von seiner Mutter unter Druck gesetzt gefühlt haben. Er hatte ihr den Abbruch seines Studiums verschwiegen. In dem Prozess am Essener Landgericht hatte der 23-Jährige die Tat gestanden, sich aber auf Erinnerungslücken berufen.


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 5. Februar:

Essen: Hund bei Unfall mit Aufzug stranguliert

Vor den Augen seiner Besitzer ist ein kleiner Hund in Essen bei einem Fahrstuhlunfall stranguliert worden. Nach Angaben der Feuerwehr hatten eine Mutter und ihre Tochter den Aufzug in einem Mehrfamilienhaus am Montag gerade betreten. Hinter ihnen her trottete ihr kleiner Mischlingshund, dabei schleifte die Leine über den Boden und verfing sich in der sich schließenden Tür. Als der Aufzug nach unten fuhr, wurde der Hund nach oben gezogen und dabei stranguliert. Das Onlineportal "Der Westen" hatte zuerst über den Tod des Tieres berichtet.

Simonsberg: Autofahrer mit Tempo 120 vor Kita erwischt

Mit rekordverdächtigen 120 Stundenkilometern ist ein Autofahrer am Dienstag vor einer Kindertagesstätte in Simonsberg bei Husum in eine Radarfalle gerast. Auf der schmalen Landstraße gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern, wie die Polizeidirektion Flensburg mitteilte. Jetzt muss der 42 Jahre alte Mann 440 Euro Bußgeld bezahlen, seinen Führerschein für zwei Monate abgeben und bekommt zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Hagen: Metallteil erschlägt 52-jährigen Arbeiter

Ein tonnenschweres Metallteil ist am Dienstag auf einen 52-jährigen Arbeiter gestürzt und hat ihn tödlich verletzt. Die genauen Umstände des Arbeitsunfalls in einer Logistikfirma in Hagen seien zunächst noch unklar, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz nahmen die Ermittlungen auf.

Wathlingen: 16-Jährige womöglich vor Vergewaltigung beschützt - Polizei sucht Helfer

Die Polizei Celle sucht nach einem jungen Mann, der bereits am 17. Dezember einer 16-Jährigen zu Hilfe eilte und so womöglich vor einer Vergewaltigung bewahrte. Der Helfer werde dringend als wichtiger Zeuge gesucht und daher gebeten, sich mit den Beamten (Rufnummer: 05144/98660) in Verbindung zu setzen.

Laut Polizei war das Mädchen am Tag der Tat an einer Bahntrasse in Wathlingen (Landkreis Celle) unterwegs, als sie plötzlich von mehreren männlichen Jugendlichen angegriffen wurde. Einer der Tatverdächtigen hielt der jungen Frau in der Folge den Mund zu und fasste sie sowohl im Schambereich als auch an der Brust an. Das Opfer selbst schützte sich, indem es sich zu Boden fallen ließ. Daraufhin soll die Gruppe sie mit Tritten traktiert und beleidigt haben. In diesem Moment sei glücklicherweise der junge Mann vorbeigekommen und konnte die Jugendlichen vertreiben. 

Magdeburg: Verdächtige Chemikalie löst Straßensperrung aus

Eine bei einer Hausdurchsuchung gefundene Chemikalie hat in Magdeburg zur vorübergehenden Sperrung einer wichtigen Verkehrsachse geführt. Da eine Gefährdung durch die Substanz nicht ausgeschlossen werden konnte, habe man Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Das betroffene Wohnhaus wurde geräumt. Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchten die Substanz und konnten sie unschädlich machen. Nach mehreren Stunden gaben die Beamten am Nachmittag Entwarnung. Eine Evakuierung im Umkreis von 250 Metern war vorbereitet worden, sei aber doch nicht nötig gewesen, sagte der Sprecher.

Worum es sich bei der Substanz genau handelte, blieb zunächst unklar. Bei der durchsuchten Wohnung handelte es sich dem Polizeisprecher zufolge um die Bleibe eines Verdächtigen, der an der Sprengung mehrerer Fahrkartenautomaten beteiligt gewesen sein soll. Der Mann sei flüchtig. Es werde weiter ermittelt.

Münster: Taucher bergen Leiche von seit Mitte Januar Vermisstem

In Münster (NRW) haben Taucher der Feuerwehr am Dienstagmittag den leblosen Körper eines Mannes aus dem Stadthafen 1 des Dortmund-Ems-Kanals geborgen. Laut Polizei handelt es sich bei dem Toten um einen seit Mitte Januar vermissten 20-Jährigen. Demnach hatte ein Zeuge die Leiche entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert.

Hinweise auf eine Gewalttat haben sich den Beamten zufolge bislang nicht ergeben, eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären.

Gössenheim: Mann pinkelt Polizisten ans Bein

Ein betrunkener Mann hat in einem Vereinsheim in Unterfranken randaliert und einen Polizisten angepinkelt. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 62-Jährige das Heim in Gössenheim (Landkreis Main-Spessart) in der Nacht zum Sonntag nicht freiwillig verlassen, weswegen die Polizei gerufen wurde. Während die Beamten den Sachverhalt klären wollten, öffnete der Mann seine Hose und urinierte einem der Polizisten ans Bein. Er wurde daraufhin gefesselt und zu seiner Wohnung gebracht. Da er körperlich und geistig in der Lage war alleine klar zu kommen, nahmen ihn die Polizisten nicht zur Ausnüchterung mit aufs Revier.

In seiner Wohnung leistete er erneut Widerstand und beleidigte die Beamten. Ein Polizist wurde leicht an der Hand verletzt. Der 62-Jährige muss sich wegen des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten. Im drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Germersheim: Unbekannte prügeln 20-Jährigen krankenhausreif

Unbekannte haben im pfälzischen Germersheim einen jungen Mann krankenhausreif geprügelt. Außerdem sprühten sie dem 20-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Den Ermittlungen zufolge griffen mehrere Täter das Opfer am Montagabend in einem Park nahe der Innenstadt an und flüchteten anschließend. Die Hintergründe der Tat waren unklar. Der 20 Jahre alte Mann wurde mit Blutergüssen und Schürfwunden in eine Klinik gebracht.

Lichtenfels: Frau läuft nach Unfall mehrfach auf Straße

Eine betrunkene Frau hat in Oberfranken einen Unfall verursacht und ist danach mehrmals auf die stark befahrene Straße gelaufen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte die 61-Jährige am Vortag auf der B 173 bei Lichtenfels (Bayern) einen Unfall gebaut. Verletzt wurde niemand. Es entstand jedoch ein Schaden von 5000 Euro. Die Frau hatte mehr als 1,8 Promille Alkohol im Blut - bereits im vergangenen Jahr war ihr der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen worden.

Gegenüber den Beamten verhielt sich die Frau sehr aggressiv und lief mehrmals auf die Straße, so dass ihr schließlich mit Fesselung gedroht werden musste. Sie wurde in Gewahrsam genommen und versuchte im Polizeiauto einen Beamten anzugreifen, um fliehen zu können. Sie musste erneut überwältigt werden, damit in einem Krankenhaus die Blutentnahme erfolgen konnte. Der 61-Jährigen droht ein Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Gefährdung des Straßenverkehrs

Bochum: Einbrecher fesseln Opfer - Herzinfarkt

Zwei mutmaßliche Einbrecher sollen am späten Montagabend in Bochum den Bewohner eines Einfamilienhauses überwältigt und gefesselt haben. Das Diebes-Duo soll zunächst geklingelt haben, als niemand öffnete, verschafften sich die beiden Männer offenbar mit Gewalt Zugang zur Wohnung des 62-jährigen Bewohners, wo sich zum Tatzeitpunkt auch eine 71-jährige Bekannte des Opfers befand. Das erlitt bei der Fesselaktion nach ersten Erkenntnissen einen Herzinfarkt und verstarb. Wie zunächst die "Bild" berichtete, sollen die Einbrecher geflüchtet sein, als sie bemerkten, dass ihr Opfer tot ist. Sie entkamen demnach mit einer Beute in unbekannter Höhe. 

Die 71-Jährige habe im Anschluss die Polizei gerufen. Ein Notarzt konnte trotz Reanimationsversuchen nur noch den Tod des Mannes feststellen, dessen Bekannte mit einem Schock in ein Krankenhaus gebracht wurde. Man ermittle nun wegen Mordverdachts, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit.

+++ In der ursprünglichen Meldung hatten wir geschrieben, das Opfer sei an einen Stuhl gefesselt worden. Dies wurde von der Polizei nicht bestätigt. Dass gegen die Tatverdächtigen wegen Mordverdachts ermittelt wird, wurde erst am Mittag bekannt. Auch diese Passage haben wir den neuesten Entwicklungen angepasst, Anm. d. Red. +++

Berlin: Pärchen will Paketboten ausrauben

Bei einem versuchten Raub in Berlin-Mitte ist ein Paketbote leicht verletzt worden. Der 26-Jährige wollte am Montagmittag ein Paket in der Gerichtstraße ausliefern, vermutete aber einen Warenkreditbetrug, weshalb er das Päckchen nicht zustellte. Darüber wurden ein 29-jähriger Mann und eine gleichaltrige Frau informiert, die das Paket bestellt hatten. Auf der Straße trafen sie auf den Boten und versuchten, ihm das Paket zu rauben. Dabei wurde der Zusteller leicht verletzt. Die alarmierte Polizei stellte später in der Wohnung des Paares noch eine kleine Cannabisplantage sicher. Auch der Warenkreditbetrug bestätigte sich. Das Paar wurde festgenommen.

Großlittgen: 20-jähriger Radfahrer stirbt nach Auffahrunfall

Ein Auto ist am Dienstagmorgen bei Großlittgen (Kreis Bernkastel-Wittlich) auf einen vorausfahrenden Radfahrer geprallt. Der 20-jährige Radfahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Wie die Polizei weiter mitteilte, war er auf der Landesstraße 34 unterwegs. Ein nachfolgender 53-jähriger Autofahrer fuhr ihm aus zunächst ungeklärter Ursache auf, wodurch der Zweiradfahrer stürzte. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Echzell: Auto kracht gegen Baum - Fahrer verbrennt im Wrack

Ein 56-jähriger Autofahrer ist bei Echzell in der Wetterau (Hessen)gegen einen Baum gefahren und an der Unfallstelle gestorben. Wie die Polizei in Friedberg am Dienstag mitteilte, war der Mann am Montagabend von der Kreisstraße 181 abgekommen. Sein Fahrzeug prallte frontal gegen einen Baum, überschlug sich und ging in Flammen auf. Das Auto brannte komplett aus. Der Fahrer konnte sich nicht mehr aus dem Fahrzeug retten. Ob er im Auto verbrannte oder schon vor dem Feuer tot war, sei noch nicht bekannt, sagte eine Polizeisprecherin.

Esslingen: Ehefrau und deren Bekanten mit Messer attackiert

Ein Mann soll in Esslingen seine von ihm getrennt lebende Frau und deren Bekannten mit einem Messer attackiert haben. Der 23 Jahre alte Bekannte erlitt eine mehrere Zentimeter lange Schnittwunde am Bein. Die 22-jährige Frau blieb unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach drang der 35 Jahre alte Angreifer am Samstagabend über ein geöffnetes Fenster in die Wohnung seiner Frau ein. Als er sie dort mit dem anderen Mann vorfand, soll er sofort mit dem Messer angegriffen haben. Die beiden Opfer konnten sich in Sicherheit bringen.

Gegen den Angreifer war ein Annäherungsverbot verhängt worden. Er wurde am frühen Sonntagmorgen festgenommen und kam am Montag wieder auf freien Fuß. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bad Cannstatt: Mann entsorgt Kokain auf der Flucht vor der Polizei

Wegen des Verdachts auf den Handel mit Rauschgift wurden Polizeibeamte am Wochenende in Bad Cannstatt auf einen Mann aufmerksam. Als sie den 25-Jährigen kontrollieren wollten, flüchtete er zu Fuß. Ein Zeuge nahm mit seinem Pkw die Verfolgung auf und stoppte den mutmaßlichen Dealer. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest. Auf seiner Flucht entledigte sich der Mann zweier so genannter Klemmtütchen mit zehn Verkaufsportionen. Außerdem fanden die Polizisten rund 300 Euro Bargeld. Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, erließ der zuständige Haftrichter Haftbefehl.

Ovelgönne: 20-Jähriger stirbt nach Frontalcrash mit Lkw

Tödlicher Frontalcrash am Montagabend auf der Bundesstraße 211 bei Ovelgönne. Zwischen Barghorn und Altendorf  geriet der 20-jährige Fahrer eines Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und stieß dabei frontal mit einem 40-Tonner aus Litauen zusammen. Der Pkw wurde in einen wasserführenden Graben geschleudert, für den Fahre kam jede Hilfe zu spät. Der 40-jährige ukrainische Brummifahrer Ukraine erlitt einen Schock und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die einbrechende Dunkelheit und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt erschwerten die Unfallaufnahme und Bergung des völlig zerstörten Kleinwagens. 

Werder: Mann fährt zwei Stunden mit toter Beifahrerin 

Ohne es zu bemerken, ist ein Mann zwei Stunden lang mit seiner toten Ehefrau auf dem Beifahrersitz Auto gefahren. Erst an einer Raststätte auf der A10 alarmierte er den Notarzt, weil die Frau nicht mehr reagierte. Zu diesem Zeitpunkt war die 50-Jährige offenbar schon tot. Vermutlich ist die Frau im Schlaf gestorben. Das Paar war auf der Rückreise aus Polen ins nordrhein-westfälische Bad Salzuflen. Woran die Frau gestorben ist, wird derzeit noch ermittelt. Krebsmedikamente im Auto deuteten jedoch darauf hin, dass sie schwer krank war. 


 Nachrichten von Montag, den 4. Februar

Nürnberg: Betrunkener Rolli-Fahrer droht Polizisten Prügel an

Ein stark alkoholisierter Rollstuhlfahrer hat am Wochenende in Nürnberg Rettungskräfte attackiert. Zuvor hatten Passanten den Rettungsdienst informiert, weil der Mann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aus seinem Rollstuhl gefallen war. Die Sanitäter konnten dem 58-Jährigen laut Polizeibericht aber nicht helfen, weil dieser wild um sich schlug. Auch die alarmierte Polizeistreife wurde beleidigt und beim Versuch den aufgebrachten Mann in den Krankenwagen zu hieven mit Schlägen bedroht. Letztlich habe der Mann nur gefesselt ins Krankenhaus gefahren werden können, so die Polizei. Dort ermittelten die Ärzte nicht nur eine Körperkerntemperatur von knapp über 32 Grad -  der Mann hatte zudem einen Atemalkoholwert von knapp fünf Promille. Außerdem gab er an, Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Der Rolli-Fahrer muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte verantworten.

Weißensberg: Autofahrer nach Unfall eingeschlafen

Nicht schlecht staunte die Autobahnpolizei am Wochenende im Landkreis Lindau. Die Beamten mussten auf der A96 einen Mann wecken, der auf dem Standstreifen in seinem völlig demolierten Wagen eingeschlafen war. Der 53-Jährige war laut Polizei offensichtlich übermüdet von der Fahrbahn abgekommen und hatte die Leitplanke auf einer Länge von 50 Metern beschädigt. Bis auf Schlaf fehlte ihm und seinem Beifahrer nichts, heißt es in der Polizeimeldung weiter. Der Schaden an Auto und Leitplanke wurde auf ca. 60.000 Euro geschätzt.

Wiesbaden: 20-Jähriger schießt an US-Air-Field in die Luft 

Großeinsatz der Polizei am Sonntagabend rund um den US-Militärflugplatz in Wiesbaden-Erbenheim. Anwohner hatten beobachtet, wie aus einem weißen Transporter Schüsse in Richtung des US-Air-Fields abgefeuert wurden und die Polizei informiert. In einem nahe gelegenen Gewerbegebiet fanden Beamte schließlich den Wagen und die beiden Insassen, die dort ein Zimmer angemietet hatten. Laut Polizeibericht hatte der 20-jährige Beifahrer, ein Handwerker aus Thüringen, die Schüsse mit einer Schreckschusspistole abgefeuert. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. Der der groß angelegten Suche nach ihnen kam laut Polizei auch ein Hubschrauber zum Einsatz.

Berlin-Kreuzberg: Säugling offenbar nicht getötet

Der Säugling, den Spaziergänger in der Nacht auf Sonntag in einem Gebüsch im Elise-Tilse-Park in Berlin-Kreuzberg entdeckt hatten, wurde offenbar nicht getötet. Es käme sowohl eine Totgeburt als auch ein natürlicher Tod nach der Geburt infrage, so ein Polizeisprecher nach der Obduktion des kleinen Mädchens am Sonntag. Beamte hatten den Fundort auf dem Gelände des früheren Anhalter Bahnhofs am Sonntag weiträumig abgesperrt - und zunächst ein mögliches Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen. Die Mordkommission hatte bereits entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei sucht nun weiter nach den Eltern des Babys.

Leutkirch: Ehepaar rettet Sechsjährigem im Spaßbad das Leben

Ein sechsjähriger Junge ist am Wochenende in einem Freizeitpark in Leukirch auf einer Wasserrutsche verunglückt. Wie die Polizei berichtet, war der Junge in einem unbeaufsichtigten Moment auf die Rutsche des erst im Herbst 2018 eröffneten Parks geklettert. Ein Ärzte-Ehepaar entdeckte ihn demnach kurze Zeit später leblos auf dem Boden des Rutschbeckens. Die beiden Mediziner konnten den Jungen wiederbeleben und den kurz darauf eintreffenden Rettungssanitätern übergeben. Er hatte offenbar schon mehrere Minuten in dem Becken gelegen. Mittlerweile wurde der Sechsjährige aus dem Krankenhaus in Kempten entlassen.

Tegelberg: Spaziergänger vom Lawine überrascht

Glück im Unglück hatten zwei Spaziergänger am Sonntag am Tegelberg im Schwangau. Wie die "Bild" berichtet, war das Ehepaar aus Kempten am Nachmittag auf einem bei Tourengehern beliebten Weg unterwegs als sich eine Lawine löste und einen 52-Jährigen unter sich begrub. Auch die Frau wurde zum Teil verschüttet, konnte aber offenbar noch um Hilfe rufen. Auf einer Breite von 30 Metern soll das Schneebrett auf den Weg gekracht sein. Die Helfer der Bergrettung sollen dem Bericht zufolge in der Nähe gewesen sein. Sie befreiten das Ehepaar aus den Schneemassen.

Quellen: Presseportal / "Bild"-Zeitung / "tz"

Kindesmisshandlung in Deutschland: Ohrfeigen und Prügel sind seit 2000 verboten: Gewalt gegen Kinder in Zahlen
js/mod/anb / DPA / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.