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Nachrichten aus Deutschland: Erstmals seit 70 Jahren: SPD verliert Oberbürgermeister-Amt in Hannover

Krefeld: Mann sitzt nach Stoß vor einfahrenden Zug in Untersuchungshaft +++ Nürnberg: Nachbarschaftsstreit eskaliert +++ Mannheim: Frau tot in Hausflur entdeckt +++ Pirmasens: Sohn randaliert - Mutter ruft die Polizei +++  Nachrichten aus Deutschland.

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70 Jahre lang hat die SPD in Hannover den Oberbürgermeister gestellt, damit ist seit der Wahl am Sonntag vorerst Schluss

DPA

Hannover: SPD verliert Oberbürgermeister-Amt – nach 70 jahren

Die SPD stellt erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister von Hannover. Im ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag setzten sich die Bewerber von CDU und Grünen für die Stichwahl in zwei Wochen durch, wie nach der Auszählung des Großteils aller Stimmbezirke feststand.

Quelle: DPA

Krefeld: Mann sitzt nach Stoß vor einfahrenden Zug in Untersuchungshaft 

Weil er einen Radfahrer im Krefelder Hauptbahnhof vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben soll, sitzt ein 34 Jahre alter Mann nun in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht habe Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Der Tatverdächtige soll in der Nacht zu Samstag einen 37-Jährigen samt Fahrrad vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Der Mann konnte sich aus dem Gleisbett retten und blieb unverletzt. Während der einfahrende Zug eine Vollbremsung hinlegte, rollte sich der Mann von den Gleisen und rannte davon. Das Opfer konnte erst in den Mittagsstunden ermittelt und vernommen werden. Dank couragierter Zeugen, die den Angreifer festhielten, konnten Polizeibeamte den mutmaßlichen Täter am Tatort festnehmen. Sowohl der 34-Jährige als auch das Opfer sind polizeibekannt. 

Quelle: Polizei Krefeld

Nürnberg: Nachbarschaftsstreit eskaliert

In Nürnberg ist am späten Samstagabend ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Wie die Beamten am Sonntag berichteten, hatte sich ein 55-Jähriger Hausbewohner an der Treppenhausbeleuchtung im Obergeschoss des Gebäudes gestört. Als er gegen 21.45 Uhr die Glühbirne aus der Fassung schrauben wollte, kam es zum Streit mit dem 31-jährigen Bewohner des Dachgeschosses. Im Verlauf der Auseinandersetzung griff dieser dann zu einem Messer und verletzte den älteren Mann damit am Oberkörper. Dem 55-Jährigen gelang es schließlich, ihm das Messer zu entreißen. Er wurde mit einer Schnittwunde am Oberkörper in ein Krankenhaus eingeliefert. Gegen den 31-Jährigen leiteten die alarmierten Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Quelle: Polizei Mittelfranken

Mannheim: Frau tot in Hausflur entdeckt

In Mannheim hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag eine Frau tot im Hausflur eines Wohnhauses gefunden. Wie die Beamten und die Staatsanwaltschaft Mannheim berichten, starb die 33-Jährige vermutlich in Folge scharfer und stumpfer Gewalt. Eine weitere, schwer verletzte Frau wurde mit einer Stichverletzung in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, heißt es. Als dringend tatverdächtig gilt der Ex-Freund der Verstorbenen. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten sich die beiden zuvor im Hausflur gestritten. Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) konnten den Mann kurz nach der Tat festnehmen. Er soll dem Haftrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und dem Tatablauf dauern an.

Quelle: Polizei Mannheim

Pirmasens: Sohn randaliert - Mutter ruft die Polizei

Im rheinland-pfälzischen Pirmasens hat eine Mutter die Polizei gerufen, weil ihr Sohn randaliert hat. Wie die Polizei am Sonntagmorgen berichtete, wählte die 51-Jährige den Notruf, weil der 16-jährige Sohn zunächst in der Wohnung in Rage mehrere Haushaltsgegenstände demolierte. Anschließend trat er an einem vor dem Haus geparkten Auto gegen den Außenspiegel. 

Quelle: Polizei Pirmasens

Lünen: Mutter und Sohn sterben bei Autounfall - Vater rast gegen Baum

Bei einem schweren Autounfall in Nordrhein-Westfalen sind eine 20-jährige Mutter und ihr vier Jahre alter Sohn getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 20 Jahre alte Vater am Samstagabend bei einem gefährlichen Überholmanöver die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto kam in Lünen von der Straße ab und krachte mit voller Wucht gegen einen Baum. Die Mutter und der Sohn überlebten den Unfall nicht. Der Vater und die zweijährige Tochter erlitten schwere Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

Halsbach: Zwei Motorradfahrer prallen gegen Traktor - beide sofort tot

Zwei Motorradfahrer sind im Landkreis Altötting (Oberbayern) gegen einen Traktor geprallt und an ihren schweren Verletzungen gestorben. "Die beiden Biker waren am Samstagabend mit anderen in einer Kolonne unterwegs", teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Bei Halsbach kam ein 33-Jähriger auf die Gegenspur und krachte dort gegen den Traktor. Ein 61-Jähriger, der mit seinem Mottorad dahinter fuhr, stürzte und prallte ebenfalls gegen den Traktor. Notärzte und Sanitäter konnten nichts mehr für die beiden Männer tun. Die Verunglückten starben den Angaben zufolge noch am Unfallort. Der 40 Jahre alte Traktorfahrer erlitt einen Schock.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Samstag, den 26. Oktober

Büttelborn: 46-Jähriger stirbt nach Streit

Nach einem gewalttätigen Streit auf einem Pferdehof im südhessischen Büttelborn ist ein 46 Jahre alter Mann in der Nacht zum Samstag seinen Verletzungen erlegen. Der mutmaßliche Täter, ein 40 Jahre alter Mann, wurde vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt ermittelt wegen Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten. Der Beschuldigte soll den älteren so schwer verletzt haben, dass dieser wenige Stunden später starb. Täter und Opfer stammen aus Rumänien. Worum es bei dem Streit ging und andere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Quelle: DPA

Deutschland: Bei bundesweiter Razzia kinderpornografische Videodateien beschlagnahmt

Beamten haben bei einer bundesweiten Razzia gegen 21 Verdächtige kinderpornografische Videodateien beschlagnahmt. Eine davon zeige die Aufnahme einer Vergewaltigung eines etwa zehnjährigen Kindes durch zwei Jugendliche in einem Steinbruch, mutmaßlich in Afghanistan, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Samstag mit. Eine andere Datei sei eine mutmaßlich 2014 entstandene Aufnahme, die zwei US-Kinder bei Vornahme sexueller Handlungen zeige.    

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, das BKA und die Polizei hatten am Mittwoch die Wohnungen der 21 Verdächtigen in elf Bundesländern durchsucht. Sie sollen die kinderpornografischen Videodateien über soziale Netzwerke geteilt und verbreitet haben. Die Beschuldigten sind demnach 14 bis 26 Jahre alt. Ihnen wird eine sogenannte Drittbesitzverschaffung sowie der Besitz kinderpornografischer Schriften vorgeworfen.  Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt beobachten in den vergangenen Monaten vermehrt, dass einzelne Videodateien mit eindeutigen kinderpornografischen Inhalten von jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über soziale Netzwerke im Internet geteilt werden, wie die beiden Behörden am Samstag mitteilten. Die Inhalte der Aufnahmen würden häufig bagatellisiert und zum Teil mit als lustig empfundenen Texten und Emojis versehen. Die Persönlichkeitsrechte der Opfer werden durch die vielfache Verbreitung der Aufnahmen in erheblicher Weise verletzt, wie Staatsanwaltschaft und BKA betonten.

Quelle: AFP

Schkopau: ICE bleibt liegen - 360 Gäste steigen über Steg in anderen Zug um

Über einen Steg mussten rund 360 Fahrgäste am Samstag aus einem liegengebliebenen ICE in Sachsen-Anhalt in einen fahrtauglichen Zug umsteigen. Der ICE sei am Morgen von Fulda über Erfurt und Leipzig nach Kiel unterwegs gewesen, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Wegen eines technischen Defekts blieb der Zug bei Schkopau im Saalekreis gegen 9.00 Uhr liegen. Rund zwei Stunden später wurde ein anderer Zug auf einer benachbarten Schiene angerollt, so dass die rund 360 Fahrgäste über eine kleine Metallbrücke, die zwischen zwei Zugtüren gelegt wurde, umsteigen und die Fahrt fortsetzen konnten. Andere Züge, die auf der Strecke unterwegs waren, wurden umgeleitet. Es kam zu Verspätungen.

Quelle: DPA

Hilchenbach: Betrunkener rammt fünf geparkte Autos

Im nordrhein-westfälischen Hilchenbacht hat ein Autofahrer in der Nacht zu Samstag fünf geparkte Fahrzeuge gerammt. Anschließend kam der 25-Jährige mit seinem Wagen von der Straße ab, wie die Polizei am Morgen berichtete. Die Beamten stellten den Führerschein des Mannes sicher. Der Schaden beläuft sich laut Schätzung auf rund 9000 Euro.

Quelle: Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein

Essen: Eingeschalteter Vibrator in Mülltonne löst Polizeieinsatz aus

Besorgte Bewohner wählten in der Nacht den Notruf, weil sie ein seltsames Geräusch hörten. Demnach hatten die Zeugen den Verdacht, dass die merkwürdigen Töne aus einem geparkten Auto kommen. Polizisten vor Ort konnten die Situation jedoch schnell aufklären. In einer Mülltonne fanden sie das rosafarbene, "in Betrieb befindliche Spezialgerät", wie es in der Mitteilung hieß. Ein Vibrator. Dieser habe auf höchster Stufe "seine Vibrationen lautstark über die Containerwand an die Nachbarschaft" abgegeben. Die Beamten schalteten den Vibrator aus und beendeten ihren Einsatz.

Vibrator in Mülltonne sorgt für Polizei-Einsatz

Der eingeschaltete Vibrator sorgte in der Mülltonne für ein lautes Brummen

Quelle: DPA


 Nachrichten von Freitag, den 25. Oktober

Brandenburg: Mann verliert Schwiegermutter beim Pilze sammeln

Krausnick: Mann verliert Schwiegermutter beim Pilze sammeln

Ein Pilzsammler hat am Mittwoch in einem Wald in Brandenburg seine Schwiegermutter aus den Augen verloren. Die alte Dame konnte erst nach Einbruch der Dunkelheit mit Hilfe aus der Luft geortet und geborgen werden. Der Schwiegersohn hatte sich nach Angaben der Polizei zunächst keine Sorgen gemacht, als er die 79-Jährige nicht mehr sah – als die Dämmerung einsetzte, rief er die Polizei. Die schickte einen Hubschrauber in die Luft um die Seniorin in dem Waldgebiet ausfindig zu machen. "Die Beamten fanden die Frau und brachten sie wohlbehalten nach Hause", so ein Polizeisprecher.

Quelle: Polizei Brandenburg

Beziehungstat in Limburg: Ehefrau angefahren und erschlagen

Limburg: Mann soll Ehefrau mit Axt erschlagen haben

Im hessischen Limburg soll ein Mann am Freitagmorgen seine Ehefrau umgebracht haben. Nach Angaben der Polizei soll der 34-Jährige die Frau zunächst mit einem Auto angefahren haben. Zeugen berichteten später, dass er anschließend mit einer Axt auf die 31-Jährige losging. Die "Frankfurter Neue Presse" berichtete zuerst. Demnach nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter noch am Tatort fest. Er soll keinen Widerstand geleistet haben. Die Beamten gehen derzeit von einer Beziehungstat aus. Laut Polizei wurde die Tat von Passanten gefilmt und fotografiert. Ermittler mahnen, die Aufnahmen nicht im Internet zu veröffentlichen, sondern sie der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Quelle: AFP

Augsburg: 83-Jähriger in Teeküche gesperrt – Suche mit Hubschrauber

Hubschrauber und Spürhunde hat die Polizei in Augsburg mobilisiert, um einen vermissten Patienten einer Klinik zu suchen - schließlich wurde der 83-Jährige in einer Teeküche des Krankenhauses gefunden. "Er wurde dort versehentlich eingesperrt", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Pfleger hatten die Polizei am Donnerstagabend informiert. Die Beamten beschlossen, mit mehreren Einsatzkräften, einem Polizeihubschrauber und zwei Personensuchhunden nach dem Mann zu suchen - zunächst ohne Erfolg. Erst als sich die Ermittler alle Türen der Klinik öffnen ließen, entdeckten sie den 83-Jährigen. Er habe etwa fünf Stunden lang in der Teeküche gesessen und ruhig darauf gewartet, dass er gefunden wird, sagte die Sprecherin.

Quelle: DPA

Vechta: 18-Jähriger steigt aus Liebeskummer in Gefängnis ein

Um seine Verflossene zurückzugewinnen, ist ein junger Mann in Niedersachsen in eine Haftanstalt eingestiegen. Der 18-Jährige habe dort mit seiner in der JVA Vechta inhaftierten Ex-Freundin reden wollen, so eine Sprecherin der JVA am Donnerstag. Die ebenfalls 18-Jährige hatte sich erst kurz vorher per Telefon von ihm getrennt. Er kletterte erst über eine vier Meter hohe Mauer und dann über die vergitterten Fenster zur Zelle der Frau. Mitarbeiter der JVA stellten den Mann. Da er sich aber weigerte, wieder herunterzuklettern, musste die Feuerwehr ihn per Leiter herunterholen. Gegen den jungen Mann mit Liebeskummer wird nun wegen Hausfriedensbruch und der unerlaubten Kontaktaufnahme mit Gefangenen ermittelt.

Quelle: DPA

Rottweil: 53-Jähriger von Kehrfahrzeug überrollt

Auf der Autobahn 81 nahe Rottweil ist ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei tödlich verunglückt. Der 53-Jährige wurde am Donnerstag von einem Kehrfahrzeug überrollt, nachdem ein Sattelzug mit voller Wucht auf den Wagen der Autobahnmeisterei geprallt war, wie die Polizei in Tuttlingen mitteilte. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Der 40-jährige Fahrer des Sattelzugs wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Kurz vor der Anschlussstelle Rottweil sicherte das Fahrzeug der Autobahnmeisterei – ein Kehrfahrzeug und Anhänger mit einer sogenannten Blitzwand – auf der rechten Spur einen Arbeitsbereich ab. Der Sattelzug stieß frontal gegen die Blitzwand und schob durch die Wucht des Aufpralls den Anhänger nach vorn. Der davor stehende Mitarbeiter der Autobahmeisterei wurde überrollt. 

Quelle: DPA

Passau: Rentner seit 23 Jahren ohne Führerschein

Unbehelligt und offenbar auch unauffällig ist ein 70-jähriger Mann aus Niederbayern mehr als zwei Jahrzehnten mit seinem Auto unterwegs gewesen – und zwar ohne gültigen Führerschein. Bei einer Routinekontrolle wollten Beamte die Fahrerlaubnis des Rentners sehen. Der gab zunächst an, diese zu Hause vergessen zu haben, teilte die Polizei mit. Ermittlungen ergaben, dass dem Mann schon 1996 der Führerschein entzogen worden war und er seitdem keinen neuen beantragt hatte. "Wir gehen davon aus, dass er in dieser Zeit regelmäßig gefahren ist", so ein Polizeisprecher. Welche Strafe den 70-Jährigen erwartet, entscheidet nun die Staatsanwaltschaft.

Quelle: "Berliner Zeitung" 


 Nachrichten von Donnerstag, den 24. Oktober

Hechingen: 80-jähriger Bankräuber muss hinter Gitter

Ein 80-jähriger Mann wird seinen Lebensabend wohl hinter Gittern verbringen. Das Landgericht Hechingen (Baden-Württemberg) verurteilte den Serienbankräuber am Donnerstag zu einer Haftstrafe von sieben Jahren. Die Überfälle hätten für die Bankangestellten zum Teil gravierende Folgen gehabt, sagte der Vorsitzende Richter Hannes Breucker. Sie hätten Todesängste erlitten, einige von ihnen kämpften mit Angstzuständen und Alpträumen. Der Angeklagte hatte die Taten zum Prozessauftakt gestanden und zugegeben, zwischen 2009 und 2019 mehrere Banken mit einer Bombenattrappe überfallen und Geld erpresst zu haben. Sowohl der Staatsanwalt als auch der Verurteilte gaben nach dem Urteil an, keine weiteren Rechtsmittel einlegen zu wollen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Quelle: DPA

Schwelm: Diebe klauen Zeiger von Kirchturmuhr

In einer Nacht- und Nebelaktion haben im nordrhein-westfälischen Schwelm Unbekannte die goldfarbenen Zeiger von zwei Kirchturmuhren geklaut. Dabei machten sich die unbekannten Kriminellen nach Polizeiangaben vom Donnerstag den Umstand zunutze, dass die Türme der betroffenen Schwelmer Christuskirche derzeit eingerüstet sind. Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen klettern sie demnach über das Gerüst zu den Zifferblättern der beiden Turmuhren hinauf. Dort montierten sie jeweils die beiden Zeiger der Uhren ab. Mit ihrer sperrigen Beute – zwei Zeiger sind zwei Meter lang, die beiden anderen etwa eineinhalb Meter - entkamen die Diebe unerkannt.

Quelle: AFP

Hof: Vater schläft neben Baby auf Parkplatz ein

Zu betrunken, um den Weg nach Hause zu finden, war in der Nacht auf Donnerstag ein Mann im oberfränkischen Hof. Zudem war der 44-Jährige offenbar hundemüde. Beamten entdeckten den schlafenden Mann nach Mitternacht neben einem Kinderwagen mit einem Baby. Warum er sich auf dem Supermarkt-Parkplatz schlafen gelegt hatte, konnte er den Polizisten nicht mehr sagen. Er sei zu betrunken gewesen, so ein Sprecher. Der Alkomat zeigte demnach 2,4 Promille. Den acht Wochen alten Säugling brachte die Polizei auf die Kinderstation eines Krankenhauses, seinen Vater in eine Ausnüchterungszelle der Polizeiinspektion Hof.

Quelle: "Frankenpost"

Bruchsal: Teenager klettert auf Güterzug – Stromschlag

Dass Güterzüge auf Abstellgleisen kein Spielplatz sind, musste am Mittwochabend ein Jugendliche in Bruchsal (Baden-Württemberg) schmerzhaft erfahren. Der junge Mann war am Abend auf einen stehenden Waggon geklettert und dabei in der Bereich der Oberleitung gekommen, wie die Polizei am berichtete. Durch einen so genannten Lichtbogen sei dabei vermutlich der Strom übergesprungen, der 16-Jährige geriet in Brand und fiel auf den Bahnsteig. Dort wurde er von weiteren Jugendlichen gelöscht. Trotz schneller Erstversorgung durch einen Arzt erlitt der Jugendliche schwerste Verletzungen. "Circa 50 Prozent der Hautoberfläche sind verbrannt", sagte der Sprecher der Polizei Karlsruhe. Es bestehe "akute Lebensgefahr". Ein Rettungshubschrauber flog ihn nach Polizeiangaben umgehend in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen. Die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Bretten war zwischenzeitig gesperrt, später von der ermittelnden Bundespolizei wieder freigegeben worden.

Quelle: DPA

Norderstapel: Unbekannte ruinieren Plantage mit 3000 Weihnachtsbäumen

Unbekannte haben in Norderstapel (Schleswig-Holstein) auf einer Plantage mit mehreren tausend jungen Weihnachtsbäumen randaliert. Wie die Polizei berichtete, kappten sie am Wochenende die Kronen von rund 3.000 Zöglingen. Weil die Täter, die von Straße aus sichtbaren Bäume verschonten, sei der Schaden nicht sofort aufgefallen. Die Beamten suchen nun Zeugen, die in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober auffällige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Plantage beobachtet haben. 

Quelle: Polizei Flensburg


 Nachrichten von Mittwoch, den 23. Oktober

Erfurt: Polizei stellt Dieb und findet Schildkröte mit Schmucksteinen

Per Zufall hat die Thüringer Polizei am Dienstagabend eine mit Schmucksteinen beklebte Schildkröte aus einem leer stehenden Haus im Erfurter Norden befreit. Wie die Polizei berichtet, hatte eine Zeugin zunächst einen Mann dabei erwischt, wie er Buntmetall aus einem Container stehlen wollte. Der mutmaßliche Dieb fühlte sich offenbar ertappt und flüchtete in ein angrenzenden Haus. Mehrere Streifenwagen umstellten mit Hilfe der Feuerwehr das Gebäude und forderten den Mann auf, sich zu stellen. Als dieser nicht reagierte, durchsuchten die Polizisten das Haus und setzten den 36-Jährigen fest. Dabei fanden sie neben einem vermutlich gestohlenen Fahrrad einen lebende Schildkröte, deren Panzer mit 13 farbigen Schmucksteinen beklebt war. Bei dem zehn Zentimeter langen Tier soll es sich um eine Griechische Landschildkröte handeln. Gegen den Mann wird nun wegen dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und versuchten Diebstahl ermittelt. Die Schildkröte soll in einem Tierheim ihr neues Zuhause finden.

Quelle: Polizei Erfurt

Stolberg: Hochzeitspaar bespuckt und beleidigt

Ein offenbar alkoholisiertes Pärchen am Dienstag einer Hochzeitsgesellschaft in Stolberg (Nordrhein-Westfalen) die Feierlaune vermiest. Wie die "Aachener Zeitung" zuerst berichtete, lästerte das Duo zunächst über die Braut und beschimpfte diese wüst. Später soll der 29-jährige Mann Gäste der Hochzeit bespuckt haben. Einer von ihnen nahm den ungebetenen Gast in den Schwitzkasten, um ihn zu beruhigen. Die Polizei rückte mit sieben Streifenwagen aus und verhinderte damit wohl eine größere Schlägerei. Im Laufe seiner Vernehmung zeigte sich der Beschuldigte den Beamten zufolge uneinsichtig und kündigte an, die Hochzeitsgesellschaft nach seiner Entlassung ein weiteres Mal aufzusuchen. Ein Richter entschied, ihn über Nacht auf der Wache zu behalten. Verantworten muss er sich nun wegen Beleidigung und Körperverletzung.

Quelle: "Aachener Zeitung"

Kassel: Angekettet – Kurden blockieren Rüstungsfabrik

Prokurdische Aktivisten haben sich im nordhessischen Kassel an das Werkstor einer Rüstungsfabrik gekettet. Der Betrieb des Werks sei blockiert, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Etwa zwölf Menschen hätten sich am Morgen an das Tor gekettet. Rund zwölf weitere Demonstranten versammelten sich demnach spontan auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. Einige Demonstranten seien auf das Werksdach geklettert. Auf Plakaten werde die aktuelle Lage in Nordsyrien thematisiert. Die Polizei habe erste Gespräche mit den Aktivisten und den Werksverantwortlichen geführt, sagte der Sprecher.

Quelle: AFP

Nachrichten aus Deutschland – etwa Kurden haben sich an dem Werkstor angekettet

Mehrere Dutzend prokurdische Aktivisten haben am Mittwoch das Werkstor einer Rüstungsfabrik in Kassel blockiert. Einige ketteten sich daran fest, andere kletterten aufs Werksdach und enthüllten Transparente.

DPA

Moosthenning: Kinder spielen Polizei makabren Streich

Einen makabren Scherz haben sich eine Woche vor Halloween zwei Kinder im niederbayerischen Moosthenning erlaubt und einen Großeinsatz der Polizei provoziert. Die acht und zehn Jahre alten Schüler hatten ihrem Vater erzählt, ein schwarz gekleideter Mann mit Sturmhaube habe sie in ihrer Wohnung überfallen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Als der Einbrecher den Zehnjährigen mit dem Kopf voran gegen die Glastür im Wohnzimmer gestoßen habe, sei die Tür zerbrochen, schilderten die Kinder demnach ihrem Vater. 

Der Junge wurde mit leichten Verletzungen am Kopf und an der Brust in ein Krankenhaus gebracht. Der besorgte Vater informierte die Polizei. Da die Geschwister den Beamten ihre Geschichte bestätigten, begannen am Dienstagnachmittag mehrere Polizeistreifen, nach dem Unbekannten zu fahnden. Als die Ermittler bei der Befragung des Mädchens Ungereimtheiten bemerkten, gab der Bruder zu, die Geschichte erfunden zu haben. In Wahrheit sei er beim Fangen-Spielen mit seiner Schwester durch die Glastür gestolpert.

Quelle: DPA

Fuchstal: Mann liegt nach Unfall eine Woche tot in Auto

Spaziergänger haben am Montag in einem Gebüsch im bayerischen Fuchstal ein Autowrack entdeckt. Der Fahrer lag tot in seinem Wagen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war das Auto des Toten bereits sieben Tage zuvor in einer Kurve von der Straße abgekommen, gegen mehrere Bäume geprallt und etwa zehn Meter einen Abhang hinuntergestürzt. Weil die Unfallstelle selbst von einem nahe gelegenen Feldweg schwer einsehbar ist, wurde der verunglückte Fahrer erst nach einer Woche entdeckt.

Quelle: DPA

Unterschneidheim: Busfahrer stirbt bei Frontalcrash

Bei einem schweren Unfall ist am Dienstagmorgen auf der Schwäbischen Alb der Fahrer eines Linienbusses ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stieß sein Bus mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Der 39-jährige Fahrer des mit Holzstämmen beladenen Sattelschleppers geriet demnach in einer Linkskurve zunächst auf den Grünstreifen am Fahrbahnrand, steuerte gegen und verlor dabei offenbar die Kontrolle über sein Gefährt. Der Anhänger mit den Stämmen kam ins Schleudern und krachte gegen den Bus. Dabei erlitt der 61-jährige Busfahrer derart schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der einzige Fahrgast, eine 44-jährige Frau, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Lkw-Lenker erlitt einen Schock.

Quelle: Polizei Aalen

Nachrichten aus Deutschland - der völlig demolierte Linienbus auf der L2223 in Baden-Württemberg

Der Fahrer des Linienbusses starb noch an der Unfallstelle. Nach ersten Ermittlungen hatte Fahrer des mit Holz beladenen Lkw die Kontrolle über sein Gefährt verloren. 

Weil am Rhein: Kirschkernkissen brennt, Pflegeheim geräumt

Ein brennendes Kirschkernkissen hat in der Nacht auf Mittwoch in einem Pflegeheim im baden-württembergischen Weil am Rhein für nächtliche Aufregung gesorgt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe es eine starke Rauchentwicklung gegeben – offenbar, weil ein Kirschkernkissen in einer Mikrowelle Feuer gefangen hatte. Rettungskräfte räumten das Pflegeheim. Das Feuer konnte demnach schnell gelöscht werden, sodass auch die Bewohner rasch in ihre Wohnungen zurück konnten. Laut Polizei lag das Kissen etwas zu lang in der Mikrowelle.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Dienstag, den 22. Oktober

Brunsbüttel/Dithmarschen: Verschwundene Mutter meldet sich bei Nichte

Die seit dem 13. Oktober gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn verschwundene Mutter aus Dithmarschen hat sich am Dienstagmittag telefonisch bei einem Familienmitglied gemeldet. Wie die Polizei in Itzehoe mitteilte, habe die 41-Jährige mit ihrer 18-jährigen Nichte ein neunminütiges Telefonat geführt und sich darin über den Stand der polizeilichen Maßnahmen informiert. 

Demnach rief die Frau mit einer unbekannten Nummer an und machte keinerlei Angaben zu ihrem Aufenthaltsort oder den Hintergründen ihres Verschwindens. Die Polizei ermittelt unterdessen weiter und konnte feststellen, dass die 41-Jährige in Spanien zumindest keine Verwandten hat. Es war zwischenzeitlich spekuliert worden, dass sich die Frau samt Sohn dorthin abgesetzt haben könnte. Der Aufenthaltsort der Mutter bleibe damit "weiter relativ offen", hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei. Sie wird inzwischen auch von Interpol gesucht.

Rettungskräfte hatten direkt nach dem Verschwinden eine große Suchaktion nach der 41-Jährigen und ihrem Sohn gestartet, nachdem die 19-jährige Tochter die Behörden zuvor darüber informiert hatte, dass ihre Mutter samt Bruder mit der Ankündigung einer Selbsttötung über den Elbdeich in Richtung Wasser gegangen seien. Der Fall bekam dann jedoch schnell eine Wende. So gingen die Ermittler bereits wenige Tage später von einem gezielten Verschwinden der Frau aus ihrem Lebensfeld aus. Die 41-Jährige habe zuvor ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt, wie die Polizei in der vergangenen Woche mitteilte. Zudem habe sie beim Verschwinden ihre kompletten Ausweispapiere dabei gehabt. Ihren Wagen hatte sie bereits einige Tage zuvor verkauft.

Zudem hätte die Frau einen Tag nach ihrem Abtauchen eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten antreten müssen. Grund waren nach Polizeiangaben mehrere Betrugsdelikte. Außerdem meldete sich am Donnerstag ein Zeuge bei der Polizei. Er gab an, die Frau habe ihm vor einigen Tagen Sachen verkaufen wollen und dabei erwähnt, dass sie sich absetzen wolle.

Quelle: Polizei Itzehoe / DPA

Hamburg: Mann überfällt Bezirksamt und entkommt unerkannt

In Hamburg hat ein noch unbekannter Täter am frühen Dienstagmorgen die Zahlstelle eines Bezirksamtes überfallen und dabei einen Betrag von etwa 950 Euro erbeutet. Laut Polizeiangaben bedrohte der Mann einen 24-jährigen Angestellten mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. 

Nachdem er das Geld erhalten hatte, flüchtete er in unbekannte Richtung. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, an denen mehr als ein Dutzend Streifenwagen sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, konnte der Täter bislang nicht gefasst werden.

Quelle: Polizei Hamburg

Mönchengladbach: "Schießbild" fällt in Museum von Wand – beschädigt

Ein sogenanntes "Schießbild" von Niki de Saint Phalle ist im städtischen Museum Abteiberg in Mönchengladbach aus unbekannter Ursache von einer Glaswand gefallen und beschädigt worden. Wie ein Stadtsprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde das Kunstwerk zunächst aus der Ausstellung genommen: "Das ist jetzt ein Fall für den Restaurator."

Das Gipsrelief mit dem Namen "Tir", das die französisch-schweizerische Künstlerin 1961 mit Farbbeuteln gefüllt und dann mit einem Gewehr beschossen hatte, ist laut dem Sprecher einen "niedrigen sechsstelligen Betrag" wert. Es gehört dem Museum und war für eine aktuelle Ausstellung an der Glaswand befestigt worden. Am vergangenen Freitag sei das 15 Kilo-Kunstwerk dann runter gefallen und "an der Oberfläche beschädigt worden", so der Stadtsprecher. Beziffern könne man den Schaden nicht.

Quelle: DPA

Nordhausen: Abgebrannter AfD-Lastwagen: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Nach dem Brand eines Wahlkampf-Lastwagens der AfD in Thüringen schließt die Polizei einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer aus. "Es gibt Spuren, die darauf schließen lassen, dass kein technischer Defekt für den Brand verantwortlich ist", sagte eine Sprecherin der Polizei. Bei der Kriminalpolizei Nordhausen ermittelt die Staatsschutz-Abteilung wegen Brandstiftung. Nach Angaben der Sprecherin geht die Polizei derzeit zwar von einer politisch motivierten Straftat aus, ermittelt aber dennoch in alle Richtungen. Einen Tatverdächtigen gebe es bislang noch nicht. 

In der Nacht zu Sonntag war in Reinsdorf ein Lastwagen der AfD in Flammen aufgegangen und abgebrannt. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 80.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. In dem Lastwagen sollen sich unter anderem Tontechnik und Material für AfD-Veranstaltungen befunden haben. Laut AfD-Landesverband war das Fahrzeug auf dem Grundstück eines Parteimitglieds abgestellt. In Thüringen wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt.

Quelle: DPA

Boppard: Pilzsammler fliegt nach Autopanne auf

Etwas zu übereifrig war ein Pilzsammler am Sonntagnachmittag in Rheinland-Pfalz. Die Polizei fand im Kofferraum seines Wagens fast 20 Kilogramm Pilze – größtenteils Steinpilze. Der Mann hatte seine "Beute" unter einer Decke versteckt und gab laut Polizei an, dass er für den Eigenverzehr und die nähere Verwandtschaft gesammelt habe. Weil er die in Deutschland erlaubte Freimenge von zwei Kilogramm deutlich überschritt, nahmen die Beamten ihm 17 Kilogramm Pilze ab. Aufgefallen war der fleißige Sammler, weil er auf dem Heimweg mit seinem Auto liegengeblieben war. Zeugen hatten eine fast zwei Kilometer lange Ölspur gemeldet, die die Polizei verfolgte und so auf den Mann traf. Der verstrickte sich bei der Frage nach seiner Fahrtstrecke in Widersprüche, sodass die Beamten misstrauisch wurden und die Pilze fanden. Auf den Mann kommt nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu.

Quelle: Polizei Koblenz

Fast 20 Kilogramm, größtenteils Steinpilze, entdeckten Polizisten bei einem Sammler in Rheinland-Pfalz

Mit fast 20 Kilo Pilzen im Kofferraum hat die Polizei in Boppard (Rheinland-Pfalz) einen Sammler erwischt. Der war aufgefallen, weil sein Auto auf dem Heimweg ein Ölspur hinter sich hergezogen hatte.

Berlin: Senat beschließt umstrittenen Mietendeckel

Der Berliner Senat hat am Dienstag den umstrittenen Mietendeckel für die Hauptstadt beschlossen. Die rot-rot-grüne Landesregierung setzte damit nach Angaben aus Senatskreisen einen am Freitag von den Regierungsparteien formulierten Kompromiss um. Die Koalition unter dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) will die stark steigenden Mieten für fünf Jahre einfrieren, zudem sollen besonders hohe Mieten unter Berücksichtigung der Lage abgesenkt werden dürfen.

Quelle: AFP

Westerholt: Großbrand in Supermarkt richtet Millionenschaden an

Ein Brand in einem Supermarkt in Ostfriesland hat einen Millionenschaden angerichtet. Das Feuer in Westerholt führte zu einem Großeinsatz und hinterließ ersten Schätzungen zufolge einen Schaden im siebenstelligen Bereich, wie eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen sagte. Verletzte habe es nicht gegeben, da der Supermarkt umgehend evakuiert worden sei. Der Brand war am Montag um kurz nach 13 Uhr im Lager des Geschäfts ausgebrochen. Die Ursache war am Morgen danach noch unklar. Die Ermittler könnten den Brandort erst in den nächsten Tagen untersuchen. "Es wird noch dauern, bis wir Näheres wissen", sagte die Polizeisprecherin.

Quelle: DPA

Rommerskirchen: Leiche auf abgestelltem Zug entdeckt

Die Polizei hat an einem Bahnhof in Nordrhein-Westfalen einen Mann tot von einem abgestellten Zug geborgen. Vermutlich starb er durch einen Stromschlag aus der Oberleitung. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte, dauern die Ermittlungen dazu aber noch an. Augenzeugen gebe es nicht. Der junge Mann, dessen genaues Alter die Polizei noch nicht nannte, wurde den Ermittlern zufolge am Montagmittag in Rommerskirchen zwischen Düsseldorf und Köln gefunden. Wann er starb, blieb zunächst unklar. Die Polizei warnte, auf abgestellte Züge oder Waggons zu klettern. "Um einen tödlichen Stromschlag zu erleiden, müssen die dortigen Oberleitungen nicht einmal berührt werden. Sogenannte Spannungsbögen können eine gewisse Distanz bis zu einem leitenden Körper überwinden und so zu schwersten Verletzungen führen."

Quelle: DPA

Herne: Türken und Kurden liefern sich Massenschlägerei

Nach Ausschreitungen bei einer Demonstration im nordrhein-westfälischen Herne ist es am gleichen Ort erneut zu einer Schlägerei zwischen Türken und Kurden mit rund 60 Beteiligten gekommen. "Man hatte Knüppel dabei, Latten", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Außerdem soll bei der Schlägerei am Montagabend ein Messer gezeigt worden sein, das aber nicht benutzt wurde. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde eine Person leicht verletzt.

Die Beamten waren nach eigenen Angaben mit "starken Kräften" unter anderem von der Bereitschaftspolizei vor Ort, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt, sagte der Sprecher. Außerdem hätten nach der Auflösung der Schlägerei die Kollegen noch lange Präsenz gezeigt. Schlagwerkzeuge und Schreckschusspistolen wurden sichergestellt.

In den vergangenen Tagen hatte es in Nordrhein-Westfalen mehrmals Ausschreitungen bei Kurden-Demonstrationen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien gegeben - wie etwa Montag vor einer Woche in Herne. Demonstranten hatten dabei einen Kiosk und ein türkisches Café angegriffen. 

Eine Demonstration hatte es am vergangenen Montag in Herne nicht gegeben. Der Polizei zufolge hatten sich vor dem türkischen Café und vor einem nahe gelegenen Café, das vor allem von Kurden besucht wird, Gruppen versammelt. Die Einsatzkräfte versuchten, ein Aufeinandertreffen zu verhindern. Ein Teil der kurdischen Gruppe sei jedoch bis zu dem türkischen Café gelangt und dort sei es dann zu der Schlägerei gekommen. Die Polizei stellte vier Anzeigen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung. Mehrere Platzverweise seien ausgesprochen worden. Der Staatsschutz der Bochumer Polizei ermittelt.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Montag, den 21. Oktober

Iserlohn: Katzen lösen Polizeieinsatz aus

Ein Katze hat im nordrhein-westfälischen Iserlohn womöglich einen Polizeieinsatz wegen überlauter Musik in einer Wohnung ausgelöst. Anwohner beschwerten sich am Samstagabend über extrem laute Musik in dem Haus, wie die Polizei am Montag mitteilte. In der betreffenden Wohnung stießen die Polizisten aber nur auf einige Katzen - und auf einen Laptop, von dem die laute Musik kam.    

Wenig später kam die Bewohnerin nach Hause und versicherte, sie habe die Musik vor dem Verlassen der Wohnung abgestellt. Womit alles auf eine technisch versierte Katze als "Täterin" hindeutete: "Möglicherweise hat eine Samtpfote auf der Tastatur des Laptops die Endlosschleife in voller Lautstärke ausgelöst", hieß es im Polizeibericht.

Quelle: AFP

Offenbach: Martinshorn von Spielzeug-Polizeiauto schreckt Einbrecher ab

Im hessischen Heusenstamm hat ein Einbrecher wegen der Sirene eines Spielzeug-Polizeiautos die Flucht ergriffen. Wie die Polizei am Montag in Offenbach mitteilte, bemerkte der Besitzer einer Wohnung in der Nacht zum Samstag verdächtige Geräusche an seiner Eingangstür und aktivierte dahinter das Martinshorn des Modellautos.    

Das Geräusch schreckte den unbekannten Täter nach Angaben der Beamten offenbar ab. Er brach den Einbruchsversuch ab und ergriff mutmaßlich mit einem Komplizen in einen Auto die Flucht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall.

Quelle: AFP

Freiburg: Lautstarke Ansprache von Mutter löst Polizeieinsatz aus

Die lautstarke Ansprache einer Mutter an ihr schlafunwilliges Kind hat im baden-württembergischen Lörrach einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Nachbar wählte in der Nacht zum Montag den Notruf, weil er laute Schreie eines Kinds und einer Frau hörte, wie die Polizei in Freiburg mitteilte.    

Vor Ort habe sich dann aber schnell aufgeklärt, dass der sechs Jahre alte Sohn nicht ins Bett wollte. Das ließ die Mutter laut werden, was wiederum den Sohn zum Schreien veranlasste.

Quelle: AFP

Leipzig: Sprayer stoppen Straßenbahn, um sie zu besprühen

Eine Gruppe von etwa 30 Leuten hat in Leipzig eine Straßenbahn gestoppt und mit Graffiti besprüht. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, stellten sich am Sonntagabend mehrere Menschen im Stadtteil Connewitz auf die Gleise und zwangen den Fahrer zum Anhalten. Dann besprühte die Gruppe laut Polizei die Bahn mit blauer Farbe. Als die vom Fahrer alarmierten Polizeibeamten eintrafen, hätten die Täter die Streifenwagen mit Feuerwerkskörpern beworfen und seien unerkannt geflüchtet. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Die Schadenshöhe sei noch unklar. Wie die Behörde mitteilte, laufen gegen die Täter Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Nötigung im Straßenverkehr.

Quelle: DPA

Bernsdorf: Polizeihubschrauber findet Vermisste dank Rollator-Spur

Die Spur eines Rollators auf einem Sandhügel hat der Polizei in Sachsen die richtige Richtung gewiesen. Vier Stunden nach der Entdeckung dieser Spur fand eine Hubschrauberbesatzung am Montag in Bernsdorf eine seit Sonntag vermisste 82-Jährige. Die Seniorin sei am Morgen unterkühlt, aber unverletzt zu ihren Angehörigen gebracht worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatten Einsatzkräfte mit Polizeihunden, Nachtsichtgeräten und freiwilligen Helfern die ganze Nacht nach der Frau gesucht, die mit ihrem Rollator aus einem Altenheim verschwunden war.

Quelle: DPA

Heinsberg: Rollstuhlfahrer stirbt bei Kollision mit Auto

Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist am Montag im nordrhein-westfälischen Gangelt ein Rollstuhlfahrer getötet worden. Der 67-jährige Autofahrer übersah den 65-jährigen Mann im Rollstuhl in den Morgenstunden womöglich wegen der tiefstehenden Sonne auf einer Straße, wie die Polizei in Heinsberg mitteilte.    

Der Rollstuhlfahrer erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer erlitt einen Schock und musste ärztlich behandelt werden.

Quelle: AFP

Breitenau: 26-Jähriger wechselt Nummernschilder vor Augen der Bundespolizei

Vor den Augen von Polizisten hat ein 26-Jähriger unerlaubt das Kennzeichen eines Autos gewechselt. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, montierte der Mann am Sonntag auf einem Rastplatz an der Autobahn 17 bei Breitenau in Sachsen niederländische Nummernschilder ab. Er ersetzte sie durch tschechische.

Die Bundespolizisten stellten bei einer Kontrolle fest, dass der 26-Jährige ohne Führerschein unterwegs war. Die niederländischen Kennzeichen seien ursprünglich für das Auto ausgegeben worden. Allerdings sei es bereits im April abgemeldet worden. Die tschechischen Kennzeichen waren laut Polizei seit September zur Fahndung ausgeschrieben. Bei einer Durchsuchung des Autos fanden die Ermittler weitere Nummernschilder aus Lettland und Polen. Der 26-Jährige wurde festgenommen.

Quelle: DPA

Moers: Frau soll auf schlafenden Partner eingestochen haben

In Moers (NRW) soll eine 61 Jahre alte Frau am Samstagvormittag mit einem Messer auf ihren schlafenden Lebensgefährten eingestochen haben. Der 56-Jährige sei bei dem Angriff schwer verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Montagmittag mit.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Frau unter einer psychischen Erkrankung leiden. Sie wurde am Wochenende wegen Verdachts des versuchten Mordes einem Haftrichter vorgeführt, der die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anordnete.

Quelle: Polizei Duisburg

Dortmund: Unbekannte werfen Brandsätze auf Moschee

Zwei Unbekannte haben zwei Flaschen mit einer brennenden Flüssigkeit auf eine Moschee in Dortmund geworfen und das Gebäude leicht beschädigt. Ein Brandsatz zerbrach in der Nacht zu Montag an der Fassade, der zweite auf dem Boden vor der Moschee, berichtete die Polizei. Beide entzündeten sich. Als die Beamten eintrafen, war das Feuer bereits erloschen. An einem Fenster und einem Teil der Fassade sei geringer Sachschaden entstanden. Der Staatsschutz der Polizei prüfe, ob die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien Hintergrund der Tat sei, sagte ein Sprecher. 

Bei dem betroffenen Gebäude handelt sich um eine Moschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib im Norden Dortmunds. Die Ermittler suchen nun Zeugen. Die beiden Täter waren geflüchtet, nachdem ihr Versuch scheiterte, eine dritte Flasche zu werfen. 

Die Polizei stehe in engem Kontakt zu der betroffenen Gemeinde und richte "besondere Aufmerksamkeit" auf die Moscheen, betonte Polizeipräsident Gregor Lange laut Mitteilung. "Wir werden als Polizei alles tun, was möglich ist, um die Gemeinden zu schützen."

Quelle: DPA

Gera: Prozessauftakt um Mord an Rentnerin - Angeklagter schweigt

Im Mordprozess um den Tod einer 87-Jährigen in Jena in Thüringen hat der Angeklagte am Montag zur Tat geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 24-Jährigen vor, seine Nachbarin aus Habgier getötet zu haben, um sich Zugriff auf ihr Vermögen zu verschaffen. Er habe "mit massiver stumpfer Gewalt" auf Kopf, Hals, Brustkorb, Arme und Beine der Rentnerin eingewirkt und sie mit einem Stich verletzt, sagte Oberstaatsanwalt Horst Sauerbaum zu Prozessbeginn am Landgericht Gera. Daraufhin sei die Seniorin erstickt. Im Anschluss soll der Afghane versucht haben, mit einer gefälschten Überweisung an 7000 Euro vom Konto der Frau zu gelangen.   

Polizisten fanden die Leiche der 87-Jährigen in einem Koffer im Keller ihres Wohnhauses. Nach Angaben des Gerichts war der Mann 2011 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen. Zunächst habe er in einem Kinderheim gelebt, später in dem Mehrfamilienhaus, wo ihn die Nachbarin hin und wieder mit Geldbeträgen unterstützt haben soll. Nach dem Fund der Leiche war der Angeklagte per Handy in Erfurt geortet und schließlich festgenommen worden. Derzeit hat die 1. Strafkammer des Landgerichts 15 weitere Verhandlungstage bis 10. Januar 2020 anberaumt.

Quelle: DPA

Erfurt: Polizei erwischt Pfandflaschendiebe auf frischer Tat

Im thüringischen Erfurt hat die Polizei am späten Sonntagabend zwei Pfandflaschendiebe auf frischer Tat ertappt. Demnach erwischte eine Streifenwagenbesatzung die beiden 20-jährigen Männer in der Nähe des Thüringen Parks, wo sie zuvor in das Lager einer Handelskette eingebrochen waren und dort mehr als 600 Pfandflaschen und -dosen entwendet hatten. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hatten die Tatverdächtigen vor ihrer Ergreifung bereits einen Teil ihrer Beute bei einer nahe gelegenen Tankstelle zu Geld gemacht. Die anderen Flaschen und Dosen standen demnach zur Mitnahme bereit.

Weil einer der beiden Männer in den vergangenen Wochen mehrfach beim Diebstahl von Leergut aufgefallen war, wurde er vorläufig festgenommen. Der andere 20-Jährige kam noch vor Ort wieder auf freien Fuß.

Quelle: Polizei Thüringen 

nachrichten deutschland

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Unfallort in Bielefeld

Bielefeld: Familie verunglückt nach Hochzeit 

Kurz vor dem Unfall feierten sie noch eine Hochzeit, dann ist eines der Kinder tot: Auf dem Rückweg von einer kurdischen Hochzeitsfeier ist in Bielefeld ein 16-Jähriger bei einem Autounfall gestorben. Der Jugendliche aus Lüdenscheid saß mit seiner Familie in einem Siebensitzer, wie ein Polizeisprecher sagte. 

Kurz vor Mitternacht sei der Wagen in der Innenstadt von der regennassen Straße abgekommen und frontal in eine Mauer gekracht. Der Jugendliche starb. Ob er auf dem Beifahrersitz saß, war unklar. Drei weitere Kinder im Alter von 13 bis 16 Jahren sowie drei Erwachsene wurden teils lebensgefährlich verletzt, darunter auch die Eltern des getöteten 16-Jährigen. 

Die Unfallursache war zunächst nicht geklärt. Fest stand, dass es sich bei den Insassen um eine Familie handelte, wie der Sprecher sagte. In welchem Verhältnis die Insassen zu dem Hochzeitspaar standen, war zunächst unklar. Die Polizei gehe nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass kein weiteres Auto an dem Unfall beteiligt war. Es sei auch kein Hochzeitskorso gewesen, sagte der Sprecher. 

Womöglich habe die Nässe auf der Fahrbahn zu dem Unfall geführt. "Es hat den ganzen Tag geregnet", sagte der Sprecher. Ob der 35 Jahre alte Fahrer zu schnell gefahren war, müssten die Ermittlungen zeigen. "Aber auch dem gehen wir nach", sagte der Sprecher. Die Ermittlungen dauerten am frühen Morgen noch an.

Quelle: DPA

Ludorf/Boek: Mann meldet Jacht gestohlen: Schiff treibt führungslos auf See

Eine verschwundene Luxusjacht hat am Wochenende für viel Aufregung in Mecklenburg-Vorpommern an der Müritz gesorgt. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Waren erklärte, hatte der Mann das Zwölf-Meter-Schiff mit sieben Tonnen Gewicht am Samstag "gestohlen" gemeldet, weil es am Westufer des riesigen Binnensees aus einem Hafen verschwunden war. Dort hatte der 51-Jährige es am Freitag demnach "fest vertäut". Der Wert wurde mit rund 120.000 Euro angegeben.

Stunden nach der Anzeige meldete ein anderer Bootsbesitzer eine herrenlose Jacht, die etwa fünf Kilometer nordöstlich bei Boek am Müritz-Ostufer auf einer Sandbank steckte. Es war die gesuchte  Jacht. Die Polizei untersucht nun, ob jemand die Leinen gelöst hat oder das Schiff nicht sicher festgemacht war. Dabei hatte der Eigner Glück: Die Jacht war an einem Sperrgebiet bei Boek/Rechlin vorbeigetrieben, in dem Blindgänger liegen. Dort war 1945 eine große Erprobungsstelle der NS-Luftwaffe bombardiert worden.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 14. bis 20. Oktober lesen Sie hier.

mod