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US-Transporter "Cygnus": Nasa-Raumfrachter explodiert beim Start

Der unbemannte US-Raumtransporter "Cygnus" sollte Material zur Raumstation ISS transportieren. Doch sechs Sekunden nach dem Start explodierte der Frachter, wie die Nasa bekannt gab.

Der Raumtransporter "Cygnus" löst sich in einem gewaltigen Feuerball auf

Der Raumtransporter "Cygnus" löst sich in einem gewaltigen Feuerball auf

Eine Rakete mit dem unbemannten privaten US-Raumfrachter "Cygnus" ist beim Start zur Internationalen Raumstation ISS explodiert. Nach Aufnahmen der US-Weltraumbehörde Nasa hob die Antares-Rakete um 18.22 (23.22 MEZ) vom Weltraumbahnhof Walllops im US-Bundesstaat Virginia zwar kurz ab, explodierte jedoch nur sechs Sekunden später und stürzte zur Erde. Es gab weder Tote noch Verletzte, berichtete der TV-Sender unter Berufung auf die Nasa.

Ein Nasa-Kontroller rief dazu auf, das Gelände zu sichern. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. "Cygnus" hätte rund 2300 Kilogramm Vorräte und wissenschaftliches Material zur ISS bringen sollen. Erst am Montag musste ein Countdown nur zehn Minuten vor dem Start abgebrochen werden.

Sechs Raumfahrer auf ISS stationiert

Auf der ISS sind zurzeit sechs Raumfahrer stationiert. Drei von ihnen, darunter der Deutsche Alexander Gerst, sollen in zwei Wochen nach 165 Tagen auf der ISS zur Erde zurückkehren. Ihre Nachfolger, ein russischer Kosmonaut und zwei US-Astronauten, sollen zwei Wochen später auf der Raumstation eintreffen.

Private Unternehmen führen seit mehreren Jahren im Auftrag der Nasa Versorgungsflüge zur ISS aus, während die Astronauten mit russischen Sojus-Kapseln ins All gebracht werden. Die US-Raumfahrtbehörde stellte ihr eigenes Shuttle-Programm im Sommer 2011 nach drei Jahrzehnten vor allem aus Kostengründen ein, will aber wieder einsteigen - nicht zuletzt, um die derzeitige Abhängigkeit von Russland in der bemannten Raumfahrt zu beenden.

Der Frachter sollte über zwei Tonnen Material zur ISS bringen

Der Frachter sollte über zwei Tonnen Material zur ISS bringen

tis/DPA/AFP / DPA
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