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News des Tages: Erdbeben erschüttert italienische Insel Ischia - Tote befürchtet

Erdbeben auf Ischia +++ Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet +++ Terror-Verdächtiger von Barcelona-Anschlag erschossen +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Ein Erdbeben hat die italienische Urlaubsinsel Ischia erschüttert

Ein Erdbeben hat die italienische Urlaubsinsel Ischia erschüttert

Die Nachrichten des Tages im Überblick. 

+++ 23.26 Uhr: Tote nach Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia befürchtet +++

Nach einem Erdbeben auf der italienischen Urlaubsinsel Ischia werden auch Tote befürchtet. Eine Frau sei in der Gemeinde Casamicciola Terme von Teilen einer Kirche erschlagen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Polizeikreise. Der Erdstoß der Stärke 3,6 hatte die Insel vor Neapel am Montagabend erschüttert. "Es war sehr stark und sehr furchterregend. Ich habe gehört, dass Menschen gestorben sind", sagte die Gemeinderätin Donatella Migliaccio der Deutschen Presse-Agentur. Laut Sender Rai soll es drei Verletzte und 20 Vermisste geben.

+++ 23.09 Uhr: Erdbeben auf italienischer Urlaubsinsel Ischia +++

Ein Erdbeben hat die italienische Urlaubsinsel Ischia erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 3,6 habe die Insel vor Neapel gegen 21 Uhr getroffen, teilte die italienische Erdbebenwarte INGV mit. Das Zentrum lag demnach in zehn Kilometer Tiefe. Die Feuerwehr teilte mit, einige Gebäude seien eingestürzt und beschädigt worden. Derzeit gebe es noch keine Informationen über mögliche Opfer. Medien berichteten von Verletzten. 

Touristen und Bewohner seien in Panik auf die Straße gelaufen, berichteten italienische Medien und zeigten Fotos von eingestürzten Häusern und Schutt. Auch soll mancherorts der Strom ausgefallen sein. Besonders betroffen soll die Gemeinde Casamicciola Terme im Norden der Insel sein. Dort soll es laut Nachrichtenagentur Ansa auch Vermisste und Verletzte geben. Der Zivilschutz berief ein Sondertreffen ein. 

+++ 22.54 Uhr: Chiles Verfassungsgericht genehmigt Lockerung des Abtreibungsverbots +++

Chiles Verfassungsgericht hat für die Legalisierung von Abtreibungen in bestimmten Fällen grünes Licht gegeben. Konservative Oppositionspolitiker hatten die vom Parlament beschlossene Lockerung des Abtreibungsgesetzes vor dem Verfassungsgericht beanstandet. Das Urteil bestätigt die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsunterbrechungen in drei Sonderfällen: bei Lebensgefahr für die Mutter, keiner Überlebenschance für das Baby und Vergewaltigung.

+++ 21.35 Uhr: Nach Mord an Frau in Neuruppin - Mutmaßlicher Täter stellt sich +++

Vier Tage nach dem Mord an einer 61-Jährigen im brandenburgischen Neuruppin ist die Flucht des mutmaßlichen Täters beendet. Der Beschuldigte habe sich in Begleitung seines Anwaltes in der Polizeiwache Eberswalde gestellt, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Neuruppin am Montag. Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend darüber berichtet. Kurz vorher hatten die Beamten das Fluchtfahrzeug des 39-jährigen Tatverdächtigen am Bahnhof in Dresden-Neustadt gefunden. Der Mann soll am vergangenen Donnerstag seine Vermieterin getötet haben.

+++ 21.02 Uhr: Frauenleiche bei Kopenhagen geborgen +++

In den Gewässern vor der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist am Montag die Leiche einer Frau geborgen worden. Das teilte die Polizei in Kopenhagen am Abend auf Twitter mit. Ob es sich um die seit elf Tagen vermisste schwedische Journalistin Kim Wall handelt, blieb zunächst unklar.

Der dänische Erfinder Peter Madsen hatte gegenüber der Polizei eingeräumt, dass die 30-Jährige an Bord seines U-Boots ums Leben gekommen sei. Es sei ein Unfall gewesen. Die Leiche der Frau habe er in der Køge-Bucht zu Wasser gelassen.

Die am Montag geborgene Frauenleiche hat weder Kopf noch Beine oder Arme. Das teilte die Polizei später am Abend bei einer Pressekonferenz mit. Der Torso sei noch nicht identifiziert. Er sei von einem Radfahrer entdeckt worden und habe eine längere Zeit im Wasser gelegen. 

+++ 19.54 Uhr: Gesuchter Imam bei Explosion in Haus in Alcanar getötet +++

Der Imam, der die Attentäter von Barcelona und Cambrils islamistisch radikalisiert haben soll, ist tot. Wie die katalanische Polizei mitteilte, starb Abdelbaki Es Satty vergangene Woche bei der Explosion in einem Haus in Alcanar südlich von Barcelona. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Terrorzelle dort Bomben für Anschläge zusammenbasteln wollte.

+++ 19.31 Uhr: Massive sexuelle Belästigung einer Frau schockiert Marokko +++

In Marokko sind vier junge Männer unter dem Verdacht festgenommen worden, in Casablanca eine Frau in einem Bus massiv sexuell belästigt zu haben. Aufnahmen des Vorfalls in den sozialen Medien hatten am Sonntag landesweit Empörung ausgelöst. Auf den Bildern sind sechs männliche Teenager mit nacktem Oberkörper zu sehen, die eine weinende junge Frau in einem Bus angreifen und schubsen, unsittlich berühren und dabei lachen.

Um die zur Hälfte entblößte Frau, die um Hilfe schreit, kümmert sich niemand, auch der Busfahrer hält nicht an. In Presseberichten hieß es, bei dem Opfer des Vorfalls vom Freitag handele es sich um eine geistig behinderte Frau. In den sozialen Medien wurde für Mittwoch zu einer Protestkundgebung in Casablanca aufgerufen. Amtlichen Angaben zufolge haben fast zwei Drittel der marokkanischen Frauen gewalttätige Angriffe erlitten, häufig an öffentlichen Orten. 

+++ 19.02 Uhr: Gabriel will Demokratie-Bewegung in Türkei unterstützen +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich dafür ausgesprochen, künftig mit denjenigen in der Türkei "eng zusammenzuarbeiten", die nicht auf der Seite des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan stehen. "Mehr als die Hälfte des Landes ist demokratisch gesinnt, die haben ihn nicht unterstützt", sagte er bei einer "Europapolitischen Schiffstour" mit dem saarländischen Spitzenkandidaten Heiko Maas in Perl. "Ich glaube, dass viele Menschen in der Türkei auch darauf setzen, dass Europa und Deutschland die Demokratie in der Türkei unterstützen und nicht tatenlos zuschauen", so der Bundesaußenminister. Die deutsch-türkischen Beziehungen bezeichnete Gabriel als "großen Schatz". Und es sei "ganz bitter, wie Erdogan, um türkischen Nationalismus zu schüren, diese große historische Freundschaft zwischen Deutschland und der Türkei massiv gefährdet." 

+++ 18.59 Uhr: Großbrand in Millionenstadt im Süden Russlands +++

Wegen eines Großbrands im Zentrum der südrussischen Millionenstadt Rostow am Don haben hunderte Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Wie das russische Katastrophenschutzministerium mitteilte, brach gegen 13.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) in der Stadt ein Feuer aus und breitete sich wegen starker Winde schnell auf einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratmetern aus. Demnach mussten 650 Menschen ihre Häuser verlassen.

Etwa 30 Gebäude, darunter auch Holzhäuser, verbrannten. Wie das regionale Gesundheitsministerium mitteilte, mussten 22 Menschen medizinisch behandelt werden, drei der Opfer wurden mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Etwa 600 Menschen sowie sieben Helikopter und ein Feuerwehr-Boot waren zur Bekämpfung der Feuer im Einsatz. Die Brandursache war zunächst unklar. Rostow am Don liegt knapp 1.000 Kilometer südlich von Moskau.

+++ 18.26 Uhr: Gesuchter Verdächtiger von Barcelona-Anschlag getötet +++

 Die Polizei in Katalonien hat nach eigenen Angaben den Attentäter von Barcelona erschossen. Der am Montag im Ort Subirats in der Nähe der katalanischen Hauptstadt erschossene Verdächtige sei Younes Abouyaaqoub, teilte die Polizei über den Onlinedienst Twitter mit. Der 22-jährige Marokkaner soll am Donnerstag mit einem Lieferwagen auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona 13 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt haben.

+++ 18.00 Uhr: Türkei: Menschenrechtler Steudtner bleibt vorerst weiter in U-Haft +++

Der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner und sein schwedischer Kollege Ali Gharavi bleiben vorerst in türkischer Untersuchungshaft. Das entschied das zuständige Gericht bei einer routinemäßigen Haftprüfung, wie einer der Anwälte der Deutschen-Presse Agentur mitteilte. Die Überprüfung einer Haftentlassung findet demnach jeden Monat statt. Die Anwälte reichen entsprechend regelmäßig Einsprüche gegen die Haft ein.

Steudtner und Gharavi sitzen im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul ein. Die Einzelhaft wurde inzwischen aufgehoben, allerdings kritisieren die Anwälte "gesetzeswidrige" Haftbedingungen. Gharavi etwa, der unter anderem chronische Schmerzen habe, werde ein wichtiges homöopathisches Medikament verweigert. Das steigere seinen psychischen Stress. 

+++ 17.52 Uhr: Becker und Rittner sollen im DTB Head of Tennis werden +++

Boris Becker soll nach dpa-Informationen im DTB die Verantwortung für das gesamte deutsche Herren-Tennis übernehmen. Als sogenannter Head of Tennis solle der dreimalige Wimbledonsieger auch Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann vorgesetzt sein, wie auch die "Bild" berichtete. Die bisherige Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner soll künftig die gleiche übergeordnete Funktion wie Becker für die deutschen Damen ausfüllen. Die deutsche Damen-Auswahl soll dann als Teamchef Jens Gerlach betreuen, früher Trainer der russischen French-Open-Siegerin Anastassija Myskina. Der DTB hat für Mittwoch zu einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main eingeladen.

+++ 17.51 Uhr: US-Navy reagiert auf Unfall mit eintägigem kompletten Stopp +++

Die US-Navy lässt nach dem zweiten schweren Unfall binnen weniger Wochen für einen Tag die Aktivitäten der gesamten Flotte weltweit ruhen. Das sagte Admiral John Richardson, Kommandierender der Seestreitkräfte. Außerdem solle die im Pazifik stationierte siebte Flotte einer intensiven Untersuchung unterzogen werden.

Beim Zusammenstoß des amerikanischen Kriegsschiffs "USS John S. McCain" mit einem Öltanker im Meer vor Singapur waren vermutlich mehrere US-Soldaten ums Leben gekommen. Für die amerikanische Pazifikflotte war das bereits das zweite schwere Schiffsunglück in diesem Sommer. Mitte Juni waren vor Japan sieben Seeleute bei der Kollision des Zerstörers "USS Fitzgerald" mit einem Containerschiff getötet worden.

+++ 17.12 Uhr: Ermittler: Attentäter von Barcelona womöglich bei Polizeieinsatz erschossen +++

Nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils hat die Polizei in der Nähe der katalanischen Hauptstadt einen Mann erschossen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen könnte es sich bei dem erschossenen Mann um den Fahrer des Lieferwagens handeln, der den Anschlag in Barcelona verübt hatte. Spanische Medien berichten, dass der Mann einen Sprengstoffgürtel getragen haben soll. Die Behörden teilten via Twitter mit, dass der Mann möglicherweise einen Sprengstoffgürtel getragen habe. 

+++ 17.02 Uhr: Katalanische Polizei bei Einsatz in der Nähe von Barcelona +++

Die katalanische Polizei ist nach dem Terroranschlag in Barcelona zu einem weitere Einsatz in der Nähe der Stadt ausgerückt. Es handle sich um einen Vorfall in Subirats in der Nähe der katalanischen Hauptstadt, teilte die Polizei auf Twitter mit. Worum es genau gehe, werde in Kürze mitgeteilt. Spanische Medien berichteten, dass der Hauptverdächtige des Anschlags gefasst oder getötet worden sein könnte. Eine Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Wie die spanische Zeitung "El País" berichtet, wurde ein Mann "mit den Gesichtszügen von Younes Abouyaaquob" festgenommen - dem mutmaßlichen Hauptverdächtigen, der in Barcelona in eine Menschenmenge raste und mindestens 13 Menschen tötete.

+++ 16.30 Uhr: Kollision mit US-Kriegsschiff: Öltanker gehört griechischer Reederei +++

Der Öltanker, der im Meer vor Singapur mit dem amerikanischen Zerstörer "USS John S. McCain" kollidiert ist, gehört der griechischen Reederei Stealth Maritime. Das bestätigte das in Athen ansässige Unternehmen im Internet. Die "Alnic MC", die unter der Flagge Liberias fuhr, sei am Bug beschädigt worden. Die Besatzung sei unverletzt geblieben. Auch gebe es keine Erkenntnisse über Umweltverschmutzung infolge des Zusammenstoßes. Stealth Maritime kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren, um die Ursache der Kollision zu klären.

+++ 15.36 Uhr: Kreml ernennt Vize-Außenminister Antonow zum neuen Botschafter in Washington +++

Auf dem Tiefpunkt der Beziehungen zwischen Russland und den USA hat der Kreml seinen bisherigen Vize-Außenminister Anatoli Antonow zum neuen Botschafter in Washington ernannt. Die Ernennung erfolgte nach Angaben des Kreml durch ein Dekret von Präsident Wladimir Putin. Der 62-jährige Antonow ist als erfahrener Diplomat und hartnäckiger Verhandler bekannt.

Antonow tritt die Nachfolge von Sergej Kisljak an. Diesem werfen US-Medien vor, während des Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr konspirativ für den Sieg von Donald Trump gearbeitet zu haben. Antonow war zwischen 2011 und 2016 stellvertretender Verteidigungsminister. Davor leitete er im Außenministerium sieben Jahre lang die Abteilung für Fragen der Sicherheit und der Abrüstung.

+++ 15.11 Uhr: Bewährungsstrafe für Unfalltod von achtfachen Eltern +++

Nach dem Unfalltod eines Elternpaars, das insgesamt acht Kinder hinterließ, hat der Fahrer eines Kleintransporters eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten erhalten. Das Amtsgericht Korbach in Hessen sprach den 58-Jährigen der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig. Der Unfall sei Folge eines "Augenblicksversagens" gewesen, das auch anderen Fahrern hätte passieren können, sagte der Strafrichter. Allerdings habe dieser Moment eine Familie zerstört.

Der Angeklagte war mit seinem Kleintransporter Mitte Januar auf einer Bundesstraße bei Bad Arolsen im Norden Hessens in einer langen Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem entgegenkommenden Auto des Ehepaars zusammengestoßen. Die 35 und 37 Jahre alten Eltern kamen bei dem Unfall ums Leben, zwei mit im Wagen sitzende Kinder im Alter von drei und sechs Jahren wurden schwer verletzt. 

+++ 15.05 Uhr: 70-Jährige beim Grillen auf Terrasse von Auto erfasst und schwer verletzt +++

Eine 70-jährige Frau ist in Nordrhein-Westfalen beim Grillen auf ihrer Terrasse von einem Auto gerammt und schwer verletzt worden. Ein 21-jähriger Autofahrer verlor in nordrhein-westfälischen Lindlar im Oberbergischen Kreis in einer leichten Linkskurve die Kontrolle über seinen Wagen und kam von der Fahrbahn ab, wie die Polizei in Gummersbach mitteilte. Er raste auf die Terrasse eines angrenzenden Hauses, wo die 70-Jährige mit ihrem Ehemann gerade grillte. Die Frau wurde unter dem auf die Seite gekippten Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sie kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der 21-jährige Autofahrer wurde ebenfalls verletzt und im Krankenhaus behandelt. Ob das Haus einsturzgefährdet ist, war noch unklar. Das Auto hatte beim Aufprall auf die Terrasse einen Träger beschädigt.

+++ 14.41 Uhr: Syrische Flüchtlinge in Münster nennen ihr Baby Angela Merkel +++

Flüchtlinge aus Syrien haben ihrer in Münster geborenen Tochter den Namen Angela Merkel gegeben. Angela Merkel Muhammed sei am 16. August geboren worden, teilte die Sprecherin des St. Franziskus-Hospitals in Münster mit. Die aus Syrien geflohene Familie mit nun fünf Kindern lebt seit zwei Jahren in Deutschland. Ihrem Kind hätten die Eltern aus Dankbarkeit den Namen der Bundeskanzlerin gegeben. "Angela ist der Vor- und Merkel der Mittelname des Kindes", sagte die Sprecherin. Das Baby ist nicht das erste in Deutschland geborene Kind, das den Namen der Bundeskanzlerin trägt. Zum Beispiel hatten Flüchtlinge aus Duisburg ihr im Dezember 2015 geborenes Kind ebenfalls so genannt, bestätigte ein Sprecher der Stadt Duisburg.

+++ 14.25 Uhr: Unfall machte Kinder zu Waisen - Fahrer vor Gericht +++

Sieben Monate nach dem Unfalltod eines Elternpaars, das insgesamt acht Kinder hinterließ, kann sich der angeklagte Unfallfahrer das Geschehen nach eigener Darstellung nicht erklären. Er habe keine Erinnerung daran, sagte er vor dem Amtsgericht Korbach in Hessen. Der Mann sich wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verantworten. Er soll im Januar bei Bad Arolsen in der Nähe von Kassel seinen Kleintransporter nicht mit der nötigen Sorgfalt gelenkt haben und so in den Gegenverkehr geraten sein. Dort traf er das Auto des Ehepaars, das bei dem Zusammenstoß starb. Zwei der Kinder, die mit im Wagen saßen, wurden schwer verletzt. Das Paar hinterließ insgesamt acht Kinder, dabei handelt es sich um gemeinsame Kinder sowie Kinder aus früheren Beziehungen.

+++ 13.57 Uhr: Elysée-Palast stellt künftige Rolle von Brigitte Macron als Première Dame klar +++

Dr Elysée-Palast hat zum ersten Mal Aufgaben und Rechte der Frau des französischen Präsidenten schriftlich festgelegt. Die auf seiner Internetseite veröffentlichte "Charta der Transparenz" betont die repräsentative Rolle der Präsidentengattin, ohne ihr den Status und damit die Privilegien einer "First Lady" wie etwa in den USA einzuräumen. 

Aufgaben und Rechte der Ehefrauen der französischen Staatschefs waren bisher nirgendwo festgelegt, sie wurden daher oftmals unterschiedlich ausgelegt. Laut der neuen Charta nimmt die Präsidentengattin neben ihren Repräsentationsaufgaben die "Oberaufsicht" über Empfänge im Elysée-Palast wahr und unterstützt "als Schirmherrin oder durch ihre Präsenz" karitative, kulturelle und soziale Veranstaltungen, die dem Bild Frankreichs in der Welt förderlich sind. Im eigenen Land steht sie in "ständiger" Verbindung mit gesellschaftlichen Initiativen, die sich für Behinderte, Bildung, Gesundheit, Kinderschutz, Gleichberechtigung und die Kultur einsetzen. Ihr Terminkalender soll öffentlich einsehbar sein. Bezahlt werden die Kosten für die Aufgaben aus dem Budget des Präsidenten, zusätzliche Gelder oder gar ein Gehalt für die Première Dame sind nicht vorgesehen.

+++ 13.36 Uhr: Zahl der Todesopfer der Terroranschläge in Spanien auf 15 gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer der Terroranschläge in der spanischen Region Katalonien ist offiziell auf 15 gestiegen. Es gelte inzwischen als erwiesen, dass der flüchtige Attentäter Younes Abouyaaquoub nach seiner Terrorfahrt am Donnerstag in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn. 

+++ 13.13 Uhr: Islamisten töten neun Menschen auf den Philippinen +++

Neun Menschen sind bei einem Angriff von mutmaßlichen Islamisten im Süden der Philippinen getötet worden. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Demnach sollen etwa 100 bewaffnete Kämpfer der Terrorgruppe Abu Sayyaf in einem Ort in der Provinz Basilan - etwa 900 Kilometer von der Hauptstadt Manila entfernt - wahllos das Feuer eröffnet haben. Die Angreifer sollen zudem eine Kindertagesstätte und Häuser angezündet haben. Das Militär wertete den Angriff als Vergeltung für Anti-Terroreinsätze, bei denen zuletzt unter anderem drei Abu Sayyaf-Mitglieder getötet worden waren.

+++ 13.08 Uhr: US-Botschaft schränkt Visavergabe in Russland stark ein +++

Die US-Vertretungen in Russland schränken wegen der auferlegten Personalkürzungen die Vergabe von Visa stark ein. Ab Mittwoch würden für zehn Tage keine Touristen-, Studenten- oder Arbeitsvisa ausgegeben, teilte die US-Botschaft in Moskau mit. Außenminister Sergej Lawrow kritisierte den Schritt scharf: Die USA wollten in der russischen Bevölkerung Unmut über die russische Führung schüren, sagte er der Agentur Interfax zufolge. 

In dem seit Monaten währenden Streit zwischen Moskau und Washington hat das russische Außenministerium den US-Vertretungen aufgegeben, ihre Diplomaten und Ortskräfte bis September auf 455 zu reduzieren. Betroffen sind mehr als 750 Stellen. Die Ausreise der Diplomaten werde vorbereitet, hieß es in einer Mitteilung der US-Botschaft. Am 1. September werde die Visa-Ausstellung wieder aufgenommen, aber deutlich reduziert und nur noch in Moskau. 

+++ 13.03 Uhr: 87-jähriger Geistlicher muss wegen Missbrauchs in Haft +++

Wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern ist ein 87 Jahre alter Geistlicher in Australien zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Brisbane sah es als erwiesen an, dass sich der Angehörige eines katholischen Ordens zwischen 1978 und 1983 in einem Waisenheim an neun Jungen verging.

Richter William Everson bezeichnete den Mann als "bösartigen Pädophilen", der in der Mitte der australischen Gesellschaft ein Gulag-ähnliches Straflager geleitet habe. Australiens katholische Kirche wird seit längerer Zeit von einem Missbrauchs-Skandal erschüttert. Eine Kommission kam in einem Zwischenbericht zu dem Ergebnis, dass in den Jahren zwischen 1950 und 2010 sieben Prozent aller Geistlichen Kinder sexuell missbraucht haben.

+++ 12.50 Uhr: Bericht: Ein Toter in Marseille - Fahrer des Autos ist psychisch krank +++

Wie die französische Zeitung "La Provence" berichtet, soll der Fahrer des Autos - der in Marseille in zwei Bushaltestellen gerast ist - psychisch krank sein. Er soll aus der französischen Stadt Grenoble stammen und nach Marseille angereist sein, um sich in psychiatrische Behandlung geben zu lassen, wie das Blatt berichtet.


+++ 12.42 Uhr: Staatsanwalt: Keine Hinweise auf Terroranschlag in Marseille +++

Bei dem tödlichen Vorfall in der französischen Hafenstadt Marseille handelt es sich nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft nicht um einen Anschlag. Nichts deute auf einen "terroristischen Akt" hin, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Festgenommenen sei ein Schreiben einer psychiatrischen Klinik gefunden worden.

Am Morgen war ein Fahrzeug in zwei Bushaltestellen in Marseille gerast. Dabei wurde eine Frau getötet, ein weiterer Mensch wurde schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei festgenommen.

+++ 12.36 Uhr: Fipronil-Eier im Südwesten könnten aus Thüringen stammen +++

Die mit Fipronil belasteten Eier eines Betriebes aus Baden-Württemberg könnten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heilbronn aus Thüringen stammen. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, sagte ein Justizsprecher in Schwäbisch Hall. Derzeit liefen die Vorermittlungen. So müsse auch geklärt werden, ob die Herkunft der Eier richtig deklariert wurde. Ob es zu einem Ermittlungsverfahren gegen den Hofbesitzer aus dem Hohenlohekreis komme, sei bislang noch unklar. Am Freitag war das Pestizid in zwei Proben des Unternehmens nachgewiesen worden.

+++ 12.07 Uhr: Kosten von 26.000 Euro: Aus "Justizministerium" wird "Ministerium der Justiz" +++

Die Umbenennung der zwölf Ministerien der neuen nordrhein-westfälischen Landesregierung kostet den Steuerzahler rund 26.000 Euro. Das geht aus der Antwort von Ministerpräsident Armin Laschet auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion hervor. Der Abgeordnete Stefan Zimkeit wollte wissen, welchen Sinn es macht, das frühere "Justizministerium" nun als "Ministerium der Justiz" oder das "Finanzministerium" jetzt als "Ministerium der Finanzen" zu titulieren. "Die Benennung der Ministerien orientiert sich an Bezeichnungen auf der Bundesebene", erklärte Laschet. Dafür müssen nun Hausschilder, Stempel, Siegel, Briefumschläge, Einladungskarten, Urkunden, Telefonansagen und Presse-Präsentationswände geändert werden. "Welche Effizienzsteigerungen in der Landesverwaltung verspricht sich die Landesregierung von der neuen Namensgebung?", hakte Zimkeit nach. "Fragen der Effizienz stellen sich bei der Namensgebung nicht", antwortete Laschet. Zudem stellte er fest: "Diese Maßnahme ist nicht Bestandteil der Anstrengungen der Landesregierung für einen um- fassenden Bürokratieabbau."

+++ 11.53 Uhr: Finnische Ermittler identifizieren Messerangreifer von Turku +++

Der Messerattentäter von Turku ist identifiziert. Es handele sich um den 18-jährigen Abderrahman Mechkah, hieß es in Gerichtsdokumenten in der südwestfinnischen Stadt. Laut Polizei handelt es sich um einen Asylbewerber aus Marokko. Er hatte am Freitag bei den ersten Terrorangriff in Finnland zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Die Polizei hatte den jungen Mann, der gezielt Frauen angegriffen hatte, mit Schüssen ins Bein gestoppt. Gegen ihn wird wegen Mordes und versuchten Mordes "mit terroristischer Absicht" ermittelt. Am Dienstag soll er per Videoübertragung aus dem Krankenhaus einem Richter vorgeführt werden. Der Marokkaner war laut Polizei Anfang 2016 nach Finnland gekommen und hatte Asyl beantragt. Laut Medienberichten wurde der Antrag abgelehnt.

+++ 11.23 Uhr: Niedersächsischer Landtag stimmt mit großer Mehrheit für Selbstauflösung +++

Der niedersächsische Landtag hat sich selbst aufgelöst. Von 136 anwesenden Abgeordneten stimmten in Hannover 135 Parlamentarier für einen entsprechenden Antrag, der den Weg für eine vorgezogene Neuwahl am 15. Oktober frei macht. Die Fraktionen hatten ihn zuvor gemeinsam eingebracht, nachdem die Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Anfang August durch den Wechsel der Abgeordneten Elke Twesten von den Grünen zur CDU ihre Einstimmenmehrheit verloren hatte.

+++ 11.15 Uhr: LKA-Leibwächter schießt aus Versehen im Flughafen Tegel +++

Im Berliner Flughafen Tegel hat ein Leibwächter des Landeskriminalamtes (LKA) aus Versehen einen Schuss aus seiner Dienstpistole abgegeben. Der Schuss habe sich kurz vor dem Einsteigen in das Flugzeug gelöst, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Kugel habe die Hülle der Fluggastbrücke, die vom Gebäude zur Tür der Maschine führt, durchschlagen. Der Flug nach Köln startete mit deutlicher Verspätung. Die Bundespolizei ermittelt. Wen der Leibwächter der Berliner Polizei begleitete, wurde nicht mitgeteilt. Der Leibwächter wollte möglicherweise vor dem Einstieg in das Flugzeug die Munition aus seiner Pistole nehmen. Ein anderer Passagier in dem Flugzeug twitterte zu dem Vorfall und dem Leibwächter: "Schutzperson sagte er ist neu. Waffe sollte lt. Kapt. Ins Cockpit, ohne Mun." Der Bundespolizeisprecher sagte: "Wir äußern uns nicht dazu, ob und wie diese Waffen entladen werden und wann und wo sie abgegeben werden."

+++ 11.12 Uhr: Auto rast in Bushaltestellen in Marseille - Ein Toter +++

In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille ist ein Auto in zwei Bushaltestellen gerast. Mindestens ein Passant starb, der Fahrer wurde nach der zweiten Attacke festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor war der Wagen bereits in eine andere Bushaltestelle gerast und hatte dort einen Menschen schwer verletzt. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Am Donnerstag war in Spanien ein Doppelanschlag mit Fahrzeugen verübt worden. Dabei starben 14 Menschen, mehr als 120 wurden verletzt. Wie der französische "Figaro" berichtet, ist der Festgenommene 35 Jahre alt.

Die Polizei ruft via Twitter dazu auf, das Gebiet am alten Hafen von Marseille zu meiden. Nach unbestätigten Informationen des Nachrichtensenders BFMTV soll es sich bei dem Todesopfer um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren handeln. Der Verdächtige sei zwar der Polizei bekannt gewesen, nicht aber den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf seine Spur gekommen, so BFMTV.


+++ 11.07 Uhr: Flughafen BER eröffnet nicht vor Herbst 2019 +++

Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER verzögert sich einem Zeitungsbericht zufolge um ein weiteres Jahr. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtet unter Berufung auf interne Dokumente, dass die Verantwortlichen inzwischen von einer Eröffnung im Herbst 2019 ausgingen. Allerdings gelte auch dieser Termin wegen der zahlreichen Probleme am BER keinesfalls als gesichert. Wie die Zeitung weiter berichtete, stellt die Verzögerung um mindestens ein zusätzliches Jahr die Finanzplanung der Flughafengesellschaft FBB vor Probleme. Die Verschiebung verursache Zusatzkosten von mindestens 405 Millionen Euro, die bislang nicht einkalkuliert gewesen seien. Die Länder Berlin und Brandenburg hätten weitere Haushaltsmittel ausgeschlossen. BER-Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup will bis Ende 2017 einen definitiven Termin zur Inbetriebnahme nennen.

+++ 10.54 Uhr: Urteil: Kassen können Verträge für Impfstoffe nicht einfach kündigen +++

Trotz einer Gesetzesänderung können Krankenkassen bestehende Exklusivverträge mit der Pharmaindustrie über die Lieferung von Grippe-Impfstoffen nicht einfach kündigen. Neues Recht greife nicht in alte Verträge ein, begründete das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen seinen am Montag veröffentlichten Eilentscheid. Das klagende Pharmaunternehmen aus Hannover, das mit elf Krankenkassen Rabattverträge über Grippeimpfstoffe für den nächsten und übernächsten Winter geschlossen hatte, bezifferte seinen drohenden Schaden auf 1,8 Millionen Euro. Mit ihrem Entscheid stellten sich die Celler Richter gegen die Rechtsauffassung des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses hatte in einem Rundschreiben in diesem Jahr exklusive Verträge für hinfällig erklärt.

+++ 9.55 Uhr: Rekordeinnahmen bei Grund- und Gewerbesteuern +++

Noch nie haben die Gemeinden in Deutschland so hohe Steuereinnahmen bei Grundstücken und Gewerbebetrieben erzielt wie im vergangenen Jahr. 2016 nahmen sie rund 63,8 Milliarden Euro sogenannte Realsteuern ein. Das ist mehr als je zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden berichtete. 2016 verdienten die Gemeinden damit 4,8 Milliarden Euro oder 8,2 Prozent mehr als 2015. Zu den Realsteuern zählen Grundsteuer und Gewerbesteuer.

+++ 9.39 Uhr: Spanische Behörden identifizieren Terrorauto-Fahrer von Barcelona +++

Die spanischen Behörden haben den Attentäter von Barcelona identifiziert. Aller Wahrscheinlichkeit nach handle es sich bei dem Fahrer des Tatfahrzeugs um den flüchtigen Younes Abouyaaquoub, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio. Der 22 Jahre alte Marokkaner soll auf der Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfahren haben. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet. 


+++ 9.08 Uhr: Niedersächsischer Landtag stimmt über seine Selbstauflösung ab +++

Knapp drei Wochen nach dem Verlust der Mehrheit für die rot-grüne Koalition in Niedersachsen entscheidet der Landtag in einer Sondersitzung über seine Auflösung. Damit soll der Weg für eine Neuwahl freigemacht werden. Ziel ist es, die ursprünglich für Anfang Januar terminierte Landtagswahl auf den 15. Oktober vorzuziehen. Die Neuwahl wird notwendig, weil die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten Anfang August überraschend ihren Wechsel zur CDU angekündigt hatte. Damit verlor die Regierungskoalition von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre Ein-Stimmen-Mehrheit.

+++ 8.44 Uhr: Neun Leichtverletzte nach Rauchbombenwurf bei kurdischer Veranstaltung in Berlin +++

Durch die Explosion einer Rauchbombe bei einer politischen Veranstaltung von Kurden in Berlin sind neun Menschen leicht verletzt worden. Unbekannte hätten den Rauchkörper am Sonntagabend in den Räumlichkeiten im Stadtteil Spandau gezündet, sagte eine Polizeisprecherin. Die 400 Gäste hätten diese daraufhin "fluchtartig" verlassen. Neun Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, hätten diese nach ambulanter Versorgung aber wieder verlassen können. Die Veranstaltung stand demnach im Zusammenhang mit einem für den 25. September geplanten Referendum, bei dem die Kurden im Irak über die Errichtung eines eigenen Staats abstimmen wollen.

+++ 8.28 Uhr: 88 Prozent der Arbeitnehmer zufrieden mit ihrem Job +++

Rund 88 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind laut einer Studie mit ihrem Beschäftigungsverhältnis zufrieden. Damit liegt die Bundesrepublik leicht über dem europäischen Durchschnitt von 86 Prozent, wie die noch unveröffentlichte Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, aus der die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" zitiert. Am zufriedensten mit ihrer Arbeit sind demnach Arbeitnehmer aus Österreich und den Niederlanden mit knapp 93 beziehungsweise knapp 92 Prozent. Ausschlaggebend für die Zufriedenheit seien den Forschern zufolge Wertschätzung und Anerkennung, die sich in Geld, Aufstiegsperspektiven und Lob ausdrückten, berichtete die Zeitung weiter. Ähnlich wichtig sei ein gutes soziales Umfeld am Arbeitsplatz.

+++ 7.33 Uhr: Terror in Spanien: Neue Durchsuchung in Ripoll +++

Nach dem Terroranschlag in Barcelona und dem vereitelten Anschlag in Cambrils mit mindestens 14 Toten hat die Polizei erneut eine Wohnung in Ripoll durchsucht. In den frühen Morgenstunden hätten katalonische Beamte in der Unterkunft im Stadtteil Sant Pere unter anderem zwei Taschen und einen Karton mit Material sichergestellt, berichteten spanische Medien. Augenzeugen sprachen demnach von einem "beachtlichen Polizeieinsatz" mit Beamten in Uniform und Zivil. Die örtliche Polizei habe eine Straße in der Altstadt für den Verkehr gesperrt. Mehrere Quellen bestätigten der Tageszeitung "La Vanguardia", während des Einsatzes sei "großer Lärm" zu hören gewesen. Die spanischen Behörden fahnden derzeit nach dem 22 Jahre alten Marokkaner Younes Abouyaaquoub, der aus Ripoll stammt. Bisher konnte aber nicht bestätigt werden, dass Abouyaaquoub das Tatfahrzeug gesteuert hat, das am Donnerstag in Barcelona in Passanten gerast war. 

+++ 5.12 Uhr: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver +++

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben trotz neuer Drohungen Nordkoreas ein gemeinsames Militärmanöver begonnen. Im Zentrum der seit langem geplanten elftägigen Übung "Ulchi Freedom Guardian" stehen computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel. Das jährliche Manöver habe wie geplant begonnen, teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte in Korea (USFK) mit. Von den 17.500 amerikanischen Soldaten, die daran teilnähmen, seien 3000 eingeflogen worden. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten zur Abschreckung stationiert. Das Manöver findet inmitten erhöhter Spannungen in der Region statt. Deshalb wird befürchtet, Nordkorea könnte auf die Übung beispielsweise mit neuen Raketentests reagieren.

+++ 5.06 Uhr: Geflügelbranche geht von Millionen-Schaden wegen Fipronil aus +++

Die Geflügelbranche rechnet damit, dass durch den Fipronil-Skandal für deutsche Betriebe Schäden in Millionenhöhe entstanden sind. Neben Eiern hätten auch Eierprodukte nicht ausgeliefert werden können, sagte der Vorsitzende der niedersächsischen Geflügelwirtschaft und Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, der Deutschen Presse-Agentur in Oldenburg. Außerdem sei ein großer Imageschaden entstanden. Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte Fipronil in Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Ställen eingesetzt wurde. Das Mittel kommt unter anderem als Insektengift, Pflanzenschutzmittel sowie in der Veterinärmedizin zum Einsatz.

+++ 4.50 Uhr: Bahnstrecke Berlin-Hamburg wieder frei +++

Die Bahnstrecke von Berlin nach Hamburg ist nach den Brandanschlägen vom Wochenende wieder frei. Die Reparaturarbeiten seien abgeschlossen, sagte ein Bahnsprecher. "Mit Betriebsbeginn wird wieder normal gefahren." Die Züge verkehrten wieder planmäßig, es müsse nicht mehr mit Verspätungen gerechnet werden. Die Strecke war seit Samstag gesperrt gewesen, weil Unbekannte in der Nähe von Berlin Signalanlagen in Brand gesetzt und damit die Strecken nach Hamburg und Hannover blockiert hatten. Die Strecke Berlin-Hannover ist weiter nur eingeschränkt befahrbar. Dort können durch die Schäden Weichen nicht gestellt werden. Die ICEs zwischen Köln/Düsseldorf und Berlin fahren zwar auf der Strecke, kommen aber rund 30 Minuten später an, sagte der Sprecher. Alle anderen Fernverkehrszüge auf der Strecke werden weiter über Magdeburg umgeleitet und erreichen ihre Ziele rund 60 Minuten verspätet. Wann die Züge dort wieder planmäßig fahren können, sei noch nicht absehbar, hieß es am Montagmorgen.

+++ 3.27 Uhr: Zehn Vermisste nach Kollision von US-Zerstörer mit Tankschiff +++

Nach der Kollision eines US-Zerstörers mit einem großen Tanker östlich von Singapur werden zehn amerikanische Seeleute vermisst. Mindestens fünf Seeleute wurden zudem verletzt, wie die Pazifik-Flotte mitteilte. Der Zerstörer "USS John S. McCain" - benannt nach dem Vater und dem gleichnamigen Großvater des amerikanischen Senators John McCain - war am Montag um 05.24 Uhr Ortszeit mit dem Handelsschiff "Alnic MC" zusammengestoßen, das unter der Flagge Liberias fährt.


jen/fs / DPA / AFP