HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Landwirt wird wegen Hilfe für Flüchtlinge in Frankreich der Prozess gemacht

Australische Regierung will zwei Millionen Katzen töten +++ Volksgruppe in Bolivien vom Aussterben bedroht +++ Sektenführer Charles Manson im Krankenhaus +++ Angriff auf philippinisches Gefängnis +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Sieben Pferde bei Unfall auf A65 bei Neustadt/Weinstraße getötet: Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens

Ermittlungen der Polizei bestätigten: Der Tod eines Zweijährigen in Bari war ein tragisches Unglück.

Die aktuellsten Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 22.07 Uhr: Landwirt wird wegen Hilfe für Flüchtlinge in Frankreich der Prozess gemacht +++

Weil er Flüchtlingen im französisch-italienischen Grenzgebiet half, muss sich in Frankreich ein Landwirt vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft forderte zum Prozessauftakt in der südfranzösischen Stadt Nizza für Cédric Herrou acht Monate Haft auf Bewährung sowie weitere Strafmaßnahmen. Herrou sagte vor Gericht, seine Hilfe für Flüchtlinge sei ein notwendiger politischer Akt. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten hunderte Unterstützer des Landwirts. "Unsere Aufgabe ist es, den Menschen beim Überwinden der Gefahren zu helfen", sagte Herrou. "Und die Gefahr ist diese Grenze." Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, Ausländern ohne gültige Papiere dabei geholfen zu haben, nach Frankreich einzureisen und sich in dem Land aufzuhalten. Herrou und andere Aktivisten hatten im vergangenen Oktober rund 50 Flüchtlinge aus Eritrea in einer aufgegebenen Ferienanlage der Staatsbahn SNCF untergebracht. Die Polizei räumte die Anlage nach drei Tagen. Bereits im August war der Landwirt, der in Südostfrankreich Oliven anbaut und Hühner züchtet, festgenommen worden, weil er er acht Flüchtlinge mit dem Auto von Italien nach Frankreich bringen wollte.

+++ 21.28 Uhr: Tim Barrow soll neuer britischer EU-Botschafter werden +++

Der britische Karrierediplomat Tim Barrow soll nach Angaben aus Regierungskreisen in London neuer Botschafter seines Landes in der EU werden. Premierministerin Theresa May habe Barrow, derzeit Politischer Direktor im Außenministerium, auf den Posten berufen, verlautete in der britischen Hauptstadt. Barrow soll dem tags zuvor zurückgetretenen Diplomaten Ivan Rogers nachfolgen, der weniger als drei Monate vor dem geplanten Beginn des Brexit-Verfahrens seinen Weggang erklärt hatte.

+++ 21.26 Uhr: Lastwagen-Verbot während Drei-Königs-Umzügen in Spanien +++

Nach dem Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlag gilt während der traditionellen Drei-Königs-Umzüge in den spanischen Metropolen Madrid und Barcelona ein Fahrverbot für Lastwagen. Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen dürften während der Umzüge am Donnerstag nicht fahren, teilte das spanische Innenministerium mit. Außerdem werde es verstärkt Polizeipatrouillen geben. Wie viele Beamte zum Schutz der Umzüge eingesetzt werden, teilte das Innenministerium nicht mit. Aus der Stadtverwaltung in Barcelona verlautete, es würden Absperrungen aufgebaut. Zum dortigen Umzug werden demnach 650.000 Menschen erwartet.

+++ 21.18 Uhr: Berliner Justiz erlässt Haftbefehl gegen Kontaktmann Amris wegen Sozialbetrugs +++

Nach der Durchsuchung der Unterkunft eines Kontaktmanns des Berliner Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri hat die Berliner Justiz Haftbefehl gegen den 26-jährigen Tunesier erlassen - allerdings wegen Sozialbetrugs. Die Verdachtsmomente im Hinblick auf ein Treffen des Manns mit Amri am Vorabend des Anschlags hätten für einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen Mitwisserschaft nicht ausgereicht, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft wurde gegen ihn jedoch schon früher wegen Terrorverdachts ermittelt.


+++ 20.56 Uhr: Unfall in New Yorker Bahnhof - mehr als 100 Verletzte +++

Ein New Yorker Nahverkehrszug mit 600 Menschen an Bord ist im Berufsverkehr in einem Bahnhof entgleist. Bei dem Aufprall hätten sich mehr als 100 Fahrgäste leicht verletzt, teilte die Feuerwehr nach dem Unfall in Brooklyn mit. "Es hätte ohne Zweifel deutlich schlimmer kommen können", sagte Vize-Feuerwehrchef Daniel Donoghue. "Wir haben Glück gehabt." Die schwerste Verletzung sei ein möglicherweise gebrochenes Bein, erläuterte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Die Züge der Long Island Rail Road verbinden die Metropole mit Vororten auf der Insel Long Island. Der Nahverkehrsbehörde MTA zufolge fuhr der Zug in den Bahnhof des Atlantic Terminal ein, stieß mit dem Prellbock zusammen und krachte in einen Raum am Ende des Bahnsteigs. Bilder von TV-Sendern zeigten den ersten Waggon im Bahnhof in der Luft über den Gleisen hängend. Dieser und die Achse eines weiteren Waggons seien von den Gleisen gesprungen, sagte der MTA-Vorsitzende Tom Prendergast.

+++ 20.03 Uhr: Mexikanischer Politiker protestiert im Trump Tower gegen Mauerbau +++

Ein mexikanischer Politiker hat im New Yorker Trump Tower gegen den Bau einer Mauer der USA an der Grenze zu Mexiko demonstriert. Gerardo Fernández betrat den derzeitigen Wohnsitz des künftigen Präsidenten Donald Trump und präsentierte in der Lobby eine Landkarte der USA von 1830. Damals verlief die amerikanisch-mexikanische Grenze noch oberhalb von Texas, das erst 1845 als US-Staat annektiert wurde. Sicherheitsleute bereiteten der Aktion nach wenigen Minuten ein Ende.

+++ 19.56 Uhr: Behörde ermittelt wegen möglicher Verbindung Amris in die Schweiz +++

Die Spuren des Attentäters Anis Amri könnten bis in die Schweiz führen: Die Bundesanwaltschaft in Bern hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ein Strafverfahren gegen unbekannt eröffnet. Das sagte der zuständige Sprecher André Marty im SRF-Radio. Es gehe um den Verdacht auf Unterstützung oder Beteiligung an einer kriminellen Organisation. Außerdem stehe ein Verstoß gegen das Verbot der Mitgliedschaft in einer Terrormiliz, wie etwa dem IS, im Raum.

+++ 18.30 Uhr: VW-Chef Müller bleibt Automesse in Detroit fern +++

VW-Chef Matthias Müller wird sich in diesem Jahr nicht auf der Automesse in Detroit sehen lassen. "Es wird kein eigenes Veranstaltungsformat des Volkswagen Konzerns geben und der Konzernvorstand wird vor diesem Hintergrund nicht an der Messe teilnehmen", teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Messeaktivitäten des Konzerns und der Tochtermarken würden "bezüglich Effizienz und Wirkung weiterhin kritisch hinterfragt und angepasst".

Im vergangenen Jahr hatte Müller auf einer Vorabendveranstaltung des Konzerns mit einem Radio-Interview für Irritationen gesorgt. In dem Gespräch mit dem US-Sender NPR hatte Müller den Abgas-Skandal als ein "technisches Problem" dargestellt. Der Konzern habe auch nicht gelogen. Später hatte sich VW um eine erneute Aufzeichnung des Interviews bemüht. Öffentlich hatte Müller für seine Aussagen herbe Kritik einstecken müssen, er zeige zu wenig Reue den US-Behörden gegenüber.

+++ 18.06 Uhr: Lettland: Baby verhungert in Wohnung neben toten Eltern +++

Ein Baby ist in Lettland neben seinen toten Eltern verhungert. Vater und Mutter waren offensichtlich an einer Überdosis Drogen gestorben. Die Polizei entdeckte die drei Leichen nach der Alarmierung durch Angehörige, wie die lettische Polizei laut einem Bericht der Agentur Leta am Mittwoch in Riga mitteilte. Die Beamten trafen in der Sozialwohnung in der Kleinstadt Dobele westlich von Riga auch auf drei Geschwister des Babys, die unbeaufsichtigt waren.

Der Säugling wurde nur neun Monate alt. Aufgefunden wurde das Kind unter einem Bett, in dem der tote 50-jährige Vater und die tote 23-jährige Mutter lagen. Die drei, vier und fünf Jahre alten Geschwister des Babys, die sich beim Eintreffen der Beamten in der Wohnung aufhielten, wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Verständigt worden war die Polizei von der Mutter der jungen Frau, nachdem sie ihre Tochter nicht telefonisch hatte erreichen können.
Zuletzt lebend gesehen worden sei die 23-jährige am 27. Dezember. Die Behörden vermuten, dass dies auch der Todeszeitpunkt des Paares war. 

+++ 16.51 Uhr: Zweijähriger stürzt in einen Teller und stirbt +++

Ein zwei Jahre alter Junge ist in Italien auf tragische Weise ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, stürzte das Kind so unglücklich in einen Teller, dass es sich tödliche Verletzungen zuzog. Der Junge sei während des Abendessens in der Wohnung seiner Familie vermutlich mit dem Teller vom Tisch gestürzt. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Junge dabei an scharfen Kanten die Halsschlagader durchschnitten hat. Der Kleine starb wenig später in einem Krankenhaus in Bari an seinen Verletzungen. Auch die Staatsanwaltschaft geht von einem tragischen Unglück aus.

+++ 15.34 Uhr: Unbekannte werfen Stein auf Flüchtlingsheim +++

Unbekannte haben einen Stein auf eine Flüchtlingsunterkunft in Göttingen geworfen. Dabei ging in der Nacht zum Mittwoch eine Scheibe zur Bruch, teilt die Polizei mit. Kurz zuvor sollen die Täter lautstark "Sieg Heil" gerufen haben. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sahen mehrere Personen weglaufen, nachdem sie ein Scheibenklirren gehört hatten. Die Fahndung nach den Tätern blieb allerdings ohne Erfolg. Das Staatsschutzkommissariat der Polizei Göttingen leitete Ermittlungen ein.

+++ 15.13 Uhr: Viele Verletzte bei Bahnunglück in Brooklyn +++

Ein New Yorker Nahverkehrszug ist im morgendlichen Berufsverkehr in den Prellbock eines Bahnhofs gefahren und entgleist. 37 Menschen klagten nach dem Aufprall in Brooklyn über Verletzungen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die schwerste darunter sei ein möglicherweise gebrochenes Bein, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Die Züge der Long Island Rail Road (LIRR) verbinden die Metropole mit Vororten auf der Insel Long Island.

+++ 14.36 Uhr: Einbrecher erbeuten Schmuck im Wert von sechs Millionen Dollar +++

Unter den Augen tausender Polizisten, die an Silvester über die Sicherheit am New Yorker Times Square wachten, haben Diebe Schmuck im Wert von sechs Millionen Dollar (über 5,7 Millionen Euro) erbeutet. Nach Angaben von Polizeisprecher Ahmed Nasser fehlt weiterhin jede Spur von den mutmaßlich drei Tätern. Diese waren am Silvesterabend nur wenige Straßen vom Times Square entfernt in die Geschäftsräume des indischen Großhändlers KGK Holdings eingebrochen.

Während 7000 Polizisten die Silvesterfeiern am Times Square überwachten, drangen die Täter in das Gebäude auf der 37. Straße ein, stiegen in die sechste Etage und brachen mit Hilfe eines Hammers und einer Brechstange die Bürotür des Juwelenhändlers auf.

In Australien herrscht eine Katzenplage. Die Tiere bedrohen einheimische Arten.

In Australien herrscht eine Katzenplage. Die Tiere bedrohen einheimische Arten.


+++ 13.50 Uhr: Australische Regierung will bis zu zwei Millionen Katzen töten +++

In Australien gibt es so gut wie keinen Fleck mehr, an dem keine wilden Katzen leben. Die Tiere bewohnen 99,8 Prozent des Festlandes, wie aus einer am Mittwoch in der Zeitschrift "Biological Conservation" veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Mehr als 40 australische Umweltwissenschaftler arbeiteten den Angaben zufolge an der Untersuchung, in die Ergebnisse von fast 100 Studien einflossen.

Die Zahl der streunenden Katzen schwanke zwischen 2,1 Millionen und 6,3 Millionen, je nach Verfügbarkeit von Beute, sagte Sarah Legge von der University of Queensland laut einer Mitteilung. Die wild lebenden Tiere haben ihr zufolge bereits das Aussterben von mehr als 20 australischen Säugetierarten verursacht - etwa des Wüsten-Langnasenbeutlers und des Mondnagelkängurus. Die Untersuchungsergebnisse unterstrichen das Ausmaß des Katzenproblems sowie die Notwendigkeit, effektive Kontrollen auszuarbeiten, sagte Legge.

Katzen wurden ebenso wie Füchse im 17. und 18. Jahrhundert aus Europa eingeführt. Nach Angaben des Umweltministeriums haben sie rund 100 nur in Australien vorkommende Arten gefährlich dezimiert, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Die Regierung erklärte die Katzen im Jahr 2015 zu einer Plage und verkündete, zwei Millionen von ihnen bis 2020 töten zu lassen - durch Giftköder und vor allem durch Gewehrkugeln.

+++ 13.25 Uhr: Gemeinsame Präsidiumssitzung mit CDU laut Seehofer nur bei Geschlossenheit +++

CSU-Chef Horst Seehofer hat die geplante gemeinsame Präsidiumssitzung mit der CDU weiter in der Schwebe gelassen. Die CSU sei der Auffassung, dass diese Sitzung nur bei Geschlossenheit Sinn mache, sagte Seehofer zu Beginn der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Kloster Seeon vor Journalisten. Neben dem klaren politischen Profil sei Geschlossenheit eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg.


+++ 13.20 Uhr: Palästinenser per Kopfschuss getötet: Israelischer Soldat des Totschlags schuldig +++

Ein Militärgericht in Tel Aviv hat einen israelischen Soldaten wegen Totschlags schuldig gesprochen, weil er einen am Boden liegenden, verletzten palästinensischen Angreifer mit einem Kopfschuss tötete. Die Vorsitzende Richterin wies darauf hin, dass der Angeklagte Elor Asaria ohne Grund auf den Palästinenser geschossen habe, weil von diesem keine Gefahr mehr ausgegangen sei. Das Strafmaß wollen die insgesamt drei Richter zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Dem Angeklagten, der sich in dem vielbeachteten Verfahren seit dem vergangenen Mai verantworten musste, drohen bis zu 20 Jahre Haft. Totschlag ist nach israelischem Recht eine absichtliche, aber keine geplante Tat. Sie wird daher weniger hart bestraft als vorsätzlicher Mord. Palästinenser bezeichnen das Verfahren als "Farce und Scheinprozess".


+++ 13.09 Uhr: Serengeti-Park freut sich über Nashorn-Mädchen Moana +++

Schon am zweiten Weihnachtstag ist im Serengeti-Park Hodenhagen in Niedersachsen ein Breitmaulnashorn-Baby zur Welt gekommen, jetzt wurde es stolz präsentiert: Die kleine Moana sei sehr neugierig und entferne sich in der Stallbox schon für kurze Zeit von ihrer Mutter Kianga, teilt der Park mit. Eigentlich hatten die Pfleger erst Ende Januar mit dem Baby gerechnet. Moana ist bereits die 47. Geburt eines solchen Nashorns in Hodenhagen seit der Gründung des als Zoologischer Garten anerkannten Parks im Jahr 1974. "Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht", so Geschäftsführer Fabrizio Sepe. Weltweit verzeichne nur der San Diego Zoo in Kalifornien mehr Geburten. Das Nashorn-Mädchen wog bei seiner Geburt etwa 30 Kilogramm und war rund 40 Zentimeter hoch. Erwachsene Tiere werden bis zu vier Meter lang und zwei Meter hoch. Einzelne Tiere erreichen nach Parkangaben ein Gewicht von 3500 Kilogramm. Aktuell gibt es noch etwa 20 000 südliche Breitmaulnashörner in freier Wildbahn.

Moana, jüngster Nachwuchs der Breitmaul-Nashörner im Serengeti-Park in Hodenhagen

Der jüngste Stolz des Serengeti-Park von Hodenhagen: Nashorn-Mädchen Moana


+++ 12 Uhr: Lufthansa will mehr als 3000 neue Mitarbeiter einstellen +++

Die Lufthansa will konzernweit im laufenden Jahr mehr als 3000 neue Mitarbeiter einstellen. Überwiegend sollen Stellen in Deutschland besetzt werden, wie ein Sprecher der größten deutschen Fluggesellschaft sagte. Gesucht werden unter anderen 2200 Flugbegleiter. 1400 davon will die Lufthansa an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München einstellen, 500 sollen bei der Swiss einen Job bekommen, 200 bei der Eurowings und 100 bei der Austrian Airlines. Bei der Austrian Airlines sind darüber hinaus gut 200 weitere Neueinstellungen geplant, bei der Lufthansa Technik werden etwa 450 Mitarbeiter gesucht. Die Lufthansa-Gruppe hat weltweit 120.000 Mitarbeiter, in Hessen ist die Fluggesellschaft mit 37.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber.

+++ 11.10 Uhr: Flüchtling soll Anschlag in Berlin geplant haben +++

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat in Berlin der Prozess gegen einen terrorverdächtigen Syrer begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem inzwischen 20-Jährigen unter anderem vor, potenzielle Anschlagsziele in der Hauptstadt ausgekundschaftet zu haben. Er soll Kontaktmännern bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Informationen über den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor und das Areal um den Reichstag gegeben haben.  

Der Angeklagte, der im August 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen sein soll, lebte zuletzt in Brandenburg. Er wurde im März 2016 in Berlin festgenommen.

In Bolivien leben heute noch 36 verschiedene indigene Völker.

Die Volksgruppe der Pacahuara im bolivianischen Amazonasgebietist vom Aussterben bedroht. In Bolivien leben heute noch 36 verschiedene indigene Völker. 


+++ 10.55 Uhr: Volksgruppe in Bolivien besteht nur noch aus vier Mitgliedern +++

Die Volksgruppe der Pacahuara im bolivianischen Amazonasgebiet ist nach Angaben eines Wissenschaftlers mehr denn je vom Aussterben bedroht: Am Silvestertag sei die 57-jährige Baji in ihrem Dorf Tujure im nordöstlichen Departamento Beni gestorben, jetzt zähle die indianische Volksgruppe nur noch vier Menschen, teilte der Anthropologe Wigberto Rivero von der Universität San Andrés im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Der bolivianischen Nachrichtenagentur ANF zufolge starb die 57-Jährige an Magenkrebs. Die vier noch übrigen Stammesmitglieder gehören ihrer ihrer Familie an.

Früher zählten die Pacahuaras noch 40.000 Mitglieder. Die Volksgruppe lebt seit jeher von der Jagd, vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Koloniale Unterdrückung, Migrationsbewegungen und Vermischung mit der Ethnie der Chácobo trugen zu ihrem allmählichen Niedergang bei.

+++ 10.30 Uhr: Wikileaks will Infos zu Datenvernichtung der US-Regierung belohnen +++

Die Enthüllungsplattform Wikileaks will 20.000 US-Dollar für Hinweise auf die Vernichtung von Dokumenten durch die scheidende US-Regierung zahlen. Die umgerechnet rund 19.155 Euro gebe es als Belohnung "für Informationen, die zur Festnahme oder Bloßstellung irgendeines Mitarbeiters der Obama-Regierung führen, der bedeutende Unterlagen zerstört", twitterte Wikileaks.


+++ 9.50 Uhr: Chiles Präsidentin: 222 Häuser nach Großbrand in Valparaíso zerstört +++

Bei dem Großbrand in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso sind mindestens 222 Häuser zerstört worden. Das sagte Chiles Präsidentin Michelle Bachelet beim Besuch einer Notunterkunft für die Opfer. Zuvor war sie über das betroffene Gebiet geflogen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Die Ursache des Brandes, der am Montag im Hafenviertel Laguna Verde wütete, war zunächst nicht bekannt. Laut Staatsanwalt Juan Ignacio Sepúlveda brach das Feuer möglicherweise im Naherholungsgebiet Fundo Quebrada Verde aus, in dem es einen Lehmofen gibt. Er schloss aber auch Brandstiftung nicht aus.

+++ 8.40 Uhr: Türkischer Außenminister: Attentäter von Istanbul identifiziert +++

Die türkischen Behörden haben nach Angaben von Außenminister Mevlüt Cavusoglu den Attentäter aus der Silvesternacht identifiziert. Die Identität des Angreifers auf den Nachtclub "Reina" in Istanbul sei den Behörden bekannt, sagte Cavusoglu der Nachrichtenagentur Anadolu in einem Interview. Der Angreifer war weiterhin flüchtig, nach ihm wurde gefahndet.

+++ 8.09 Uhr: Debbie Reynolds und Carrie Fisher werden gemeinsam beerdigt +++

Die beiden verstorbenen Hollywood-Schauspielerinnen Debbie Reynolds und Carrie Fisher werden US-Medien zufolge Seite an Seite beerdigt. Wie der Sender ABC News berichtete, findet die Trauerfeier für Reynolds und ihre Tochter am Donnerstag im kleinen Kreis mit Familie und engen Freunden statt. Reynolds' Sohn Todd Fisher sagte dem Sender, die beiden Filmstars würden im Forest Lawn Memorial Park in Hollywood bestattet.

+++ 7.25 Uhr: US-Massenmörder Charles Manson offenbar ins Krankenhaus eingeliefert +++

Der wegen Massenmordes inhaftierte US-Sektenführer Charles Manson ist laut US-Medienberichten ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Zustand des 82-Jährigen sei ernst, berichtete die "Los Angeles Times". Die Website TMZ meldete, Manson sei wegen Magen-Darm-Problemen als Notfall in ein Krankenhaus im kalifornischen Bakersville gebracht worden.

Eine Sprecherin der kalifornischen Gefängnisbehörde wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Auf Anfrage sagte sie lediglich, Mason sei "am Leben".

Mason sitzt seit mehr als 40 Jahren wegen einer Reihe von Morden im Gefängnis, darunter der an Schauspielerin Sharon Tate, der hochschwangeren Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Manson hielt sich für die Wiedergeburt Christi und gründete in den 60er Jahren in der kalifornischen Wüste die "Manson Family", eine sektenähnliche Kommune. Er brachte seine Anhänger dazu, mehrere Morde in Los Angeles zu begehen. Der Verdacht sollte auf Afroamerikaner gelenkt werden, um den Rassenkonflikt anzuheizen.

+++ 6.46 Uhr: Angriff auf Gefängnis auf den Philippinen - 150 Häftlinge geflohen +++

Dutzende Bewaffnete haben ein Gefängnis auf den Philippinen angegriffen und mehr als 150 Häftlinge befreit. Sie töteten zudem einen Wärter der Haftanstalt im Süden des südostasiatischen Inselstaats, wie Gefängnisdirektor Peter Bongat einem philippinischen Radiosender sagte. Die Angreifer kappten demnach vor Tagesanbruch zunächst die Stromzufuhr zum Gefängnis der Provinz Cotabato in der Stadt Kidawapan und lieferten sich dann einen zweistündigen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften.

Bei den Tätern handelt es sich laut Bongat vermutlich um separatistische muslimische Rebellen einer radikalen Splittergruppe der Moro Islamischen Befreiungsfront (Milf). Sie hätten es auf Zellen abgesehen, in denen mutmaßliche Rebellen inhaftiert gewesen seien.

Polizei, Armee und und örtliche Behörden fahndeten den Angaben zufolge nach den geflohenen Häftlingen. Mindestens vier von ihnen seien inzwischen wieder eingefangen worden, sagte Bongat.

+++ 5.52 Uhr: Lastwagen des Berliner Terroranschlags könnte ins Museum kommen +++

Das Haus der Geschichte in Bonn hat noch nicht darüber entschieden, ob es den Lastwagen des Terroranschlags von Berlin teilweise in seine Sammlung aufnehmen wird. "Es ist noch zu früh, um darauf eine abschließende Antwort geben zu können", sagte Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, in einem Interview. Um hier die richtige Entscheidung zu treffen, bedürfe es eines zeitlichen Abstands zu der Tat. Der ganze Lastwagen wäre wohl auch zu groß. "Eher müsste man an ein bestimmtes Teil denken."

Auf keinen Fall dürfe das Geschehen später nur aus Sicht des Täters dargestellt werden, sagte Hütter. "Aber wenn ein Thema von gesellschaftlicher Relevanz ist, und das ist in diesem Fall ja in der Tat so, dann gehört es zu unserer Geschichte, ob wir das wollen oder nicht." Bei dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt waren am 19. Dezember zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden.

+++ 3.04 Uhr: Nach Anschlag in Berlin: Razzia bei mutmaßlichem Helfer in Berlin +++

Die Bundesanwaltschaft hat in einem Berliner Flüchtlingsheim die Unterkunft eines 26-jährigen Tunesiers durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht, dass er "von den Anschlagsplänen wusste und möglicherweise Anis Amri geholfen hat", hieß es aus Karlsruhe.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hat der 26-jährige Kontaktmann seinen Landsmann Amri spätestens seit Ende 2015 gekannt und "noch in zeitlicher Nähe zum Anschlag mit ihm in Kontakt" gestanden. Nach Informationen des SWR gilt der Mann als Beschuldigter. Die Bundespolizei-Spezialeinheit GSG9 soll demnach die Unterkunft durchsucht haben. Einen Haftbefehl hätten die Ermittler allerdings zunächst nicht beantragt. Der Mann sei aber vorläufig festgenommen worden, da wegen eines anderen Verfahrens gegen ihn ermittelt werde, berichtet der SWR.

Hier lesen sie dazu einen ausführlichen Bericht.

ivi / AFP / DPA