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News des Tages: Irans Parlamentspräsident: Trump ist "geistig behindert"

Irans Parlamentspräsident schimpft über Donald Trump +++ Marie Gruber mit 62 Jahren verstorben +++ Russisches Passagierflugzeug abgestürzt +++Tote bei Absturz von Touristen-Hubschrauber beim Grand Canyon +++ Die News des Tages.

Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani bezeichnet Donald Trump als "geistig behindert"

Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani bezeichnet Donald Trump als "geistig behindert"

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick

  • Irans Parlamentspräsident schimpft über Donald Trump (17.14 Uhr)
  • Schauspielerin Marie Gruber ist tot (15 Uhr)
  • Russisches Passagierflugzeug mit mehr als 70 Menschen an Bord abgestürzt (13.45 Uhr)
  • Drei Tote bei Absturz von Touristen-Hubschrauber beim Grand Canyon (05.47 Uhr)
  • Wehrbeauftragter will keine weiteren Einsätze für deutsche Marine (02.26 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Nachrichtenticker:

+++ 17.14 Uhr: Irans Parlamentspräsident: Trump ist "geistig behindert" +++

Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani hat US-Präsident Donald Trump als "geistig behindert" bezeichnet. "Wir im Iran mögen wirtschaftlich nicht ganz fortgeschritten sein (wie die USA) , dafür sind wir aber auch nicht so geistig behindert wie du (Trump)", sagte Laridschani in Schiras. Für den amerikanischen Präsidenten sei der Iran eine immer noch nicht gelöste Herausforderung im  Nahen Osten. Daher beleidige er auch konstant das iranische Volk, so der Parlamentspräsident anlässlich des 39. Jahrestages der islamischen Revolution.

+++ 17.08 Uhr: Alle 71 Insassen des verunglückten russischen Flugzeugs tot +++

Bei dem Absturz eines russischen Verkehrsflugzeugs sind am Sonntag alle 71 Insassen getötet worden. Dies teilte die Luftverkehrsbehörde in Moskau mit. Die Maschine mit 65 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern war vier Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden. Die Antonow An-148 der Fluggesellschaft Saratow war in Richtung der Stadt Orsk im Ural unterwegs. Die Absturzstelle liegt laut russischen Medienberichten im Distrikt Ramenski im Großraum Moskau. Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo berichteten von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gestürzt sei. Laut der Nachrichtenagentur Interfax befanden sich Wrackteile noch in einiger Entfernung von der Absturzstelle. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

+++ 16.40 Uhr: 15 deutsche IS-Frauen im Norden Syriens inhaftiert +++

In den Kurdengebieten im Norden Syriens sind einem Medienbericht zufolge zurzeit mindestens 15 deutsche Frauen in Haft, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.
Das berichtete die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf einen Terrorismus-Experten der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Der Jurist habe die inhaftierten IS-Anhängerinnen im Januar besucht und mit ihnen gesprochen.
Seinen Schilderungen zufolge seien in Nordsyrien insgesamt 800 IS-Frauen mit Kindern in vier verschiedenen Lagern inhaftiert, schrieb die Zeitung. Die Frauen stammen demnach aus 40 Ländern - unter anderem auch aus Kanada, Frankreich, Großbritannien, der Türkei und Australien. "Diese Frauen sind in einer sehr schwierigen Situation. Insbesondere für die kleinen Kinder sind die Umstände keineswegs gut", berichtete HRW-Experte Nadim Houry laut "Welt".

+++ 15 Uhr: Schauspielerin Marie Gruber ist tot +++

Die Schauspielerin Marie Gruber ist tot. Sie starb bereits am vergangenen Donnerstag nach langer schwerer Krankheit im engsten Kreis, wie die Deutsche Filmakademie am Sonntag mitteilte. Gruber war langjähriges Mitglied gewesen. Bekanntheit erlangte die Schauspielerin an der Seite von Wolfgang Stumph in "Go Trabi Go"
(1991). Sie spielte in zahlreichen Fernsehserien mit, darunter in mehr als 40 Folgen der Kriminalserie "Polizeiruf 110". In "Stubbe - Von Fall zu Fall" war sie Stubbes Ehefrau Caroline und spielte erneut an der Seite von Wolfgang Stumph. Zuletzt war sie in der TV-Serie "Babylon Berlin" zu sehen. Gruber wurde 62 Jahre alt.

Bekannte TV-Schauspielerin: Marie Gruber stirbt mit 62 Jahren

+++ 13.45 Uhr: Russisches Passagierflugzeug kurz nach Start in Moskau abgestürzt +++

Ein russisches Passagierflugzeug mit 71 Menschen an Bord ist im Gebiet Moskau abgestürzt. Die Maschine der Fluggesellschaft Saratov Airlines vom Typ An-148 sei weinige Minuten nach dem Start vom Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden, teilte der Zivilschutz mit. Ein Team sei zum mutmaßlichen Absturzort südöstlich von Moskau unterwegs. Auch Verkehrsminister Maxim Sokolow sei zu diesem Ort unterwegs.

An Bord der Maschine seien 65 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder, hieß es aus Behördenkreisen. Das Flugzeug war demnach in die Stadt Orsk nahe der Grenze zu Kasachstan unterwegs. Wladimir Putin hat den Familien und Angehörigen der Opfer Beileid ausgedrückt. 

Inzwischen sind in den sozialen Netzwerken erste Aufnahmen von der Absturzstelle aufgetaucht. Einige der Wrackteile sind bereits vom Schnee bedeckt.

Flugzeugabstürze sind in Russland keine Seltenheit. Insgesamt gab es seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Die Maschine des Billigfliegers FlyDubai zerschellte in einem Feuerball. Alle 62 Menschen an Bord starben.

+++ Videotipp: Das vergangene Jahr wurde als besonders sicheres Jahr für die zivile Luftfahrt gefeiert - unter anderem von Donald Trump, auf seine sehr spezielle Art und Weise +++

US-Fluglinien: Trump lobt sich für sichere Flüge - und erntet Spott


+++ 12.11 Uhr: Jeden Tag vier antisemitische Straftaten in Deutschland +++

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr bundesweit 1453 antisemitische Straftaten. Das sind ungefähr so viel wie 2016 und mehr als 2015 zitiert der Berliner "Tagesspiegel" aus einer Antwort der Bundesregierung auf schriftliche Fragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke). Die Zahl von durchschnittlich vier Straftaten am Tag würden vermutlich noch steigen, da nicht alle Angaben der Länder bereits endgültig erfasst seien.

Bei 1377 Delikten geht die Polizei von rechts motivierten Tätern aus. 33 Straftaten werden ausländischen Judenfeinden ohne Islamisten zugeschrieben, weitere 25 Delikte "religiös motivierten" Antisemiten, also meist muslimischen Fanatikern ausländischer sowie deutscher Herkunft.

+++ 11.21 Uhr: Gefeierter Hollywood-Komponist Jóhann Jóhannsson ist tot +++

Der Hollywood-Komponist Jóhann Jóhannsson ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") ist tot. Der gebürtige Isländer starb im Alter von 48 Jahren in Berlin, wie sein Manager Tim Husom bestätigte. "Wir haben einen der talentiertesten und brillantesten Menschen verloren, den wir kennen und mit dem wir arbeiten durften", hieß es auf der Facebook-Seite der Managementfirma Redbird Music.

Jóhannsson war Berichten zufolge bereits am Freitag gestorben. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Berühmt wurde der Komponist mit seinen Soundtracks zu zahlreichen Filmen wie etwa "Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014), "Sicario" (2015) oder "Arrival".

+++ 10.46 Uhr: Pflanzengifte in Kräuter- und Kamillentees namhafter Hersteller +++

Verschiedene Kräuter- und Kamillentees namhafter Hersteller sind offenbar mit Pflanzengiften verunreinigt. Einige Belastungen stufen Experten als gesundheitlich bedenklich ein, wie das NDR Verbrauchermagazin "Markt" vorab mitteilte. Demnach wurden in sechs von dreizehn gängigen Kräuter- und Kamillentees aus Supermärkten und Discountern sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) entdeckt. Diese Pfanzengifte können zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen.

Zwar gibt es dem Bericht zufolge keinen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert für PA in Lebensmitteln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) habe jedoch eine Höchstaufnahmemenge errechnet. Diese liegt bei einem 70 kg schweren Erwachsenen bei 0,49 Mikrogramm pro Tag. Bei den Untersuchungen waren in Tees Werte von bis zu 1,7 Mikrogramm PA pro Liter gemessen. Mit einer großen Tasse Tee hätte man die Höchstaufnahmemenge danach schon erreicht

+++ 07.26 Uhr: Schwertangriff in indonesischer Kirche - deutscher Priester verletzt +++

Ein mit einem Schwert bewaffneter Mann hat während eines Sonntagesgottesdienstes in Indonesien vier Menschen verletzt, darunter einen deutschen Priester. Man habe den Angreifer niedergeschossen und festgenommen, teilte die Polizei im Regierungsbezirk Sleman mit. "Es war ein Amoklauf", sagte ein Polizeisprecher.

Der wütende Mann sei in die Kirche gestürmt und habe begonnen, Gläubige zu beschimpfen, die nahe des Eingangs gesessen hätten, und das Schwert geschwungen. Dann sei der Angreifer zum Altar gestürmt, um den deutschen Priester anzugreifen - der wurde verletzt.

+++ 06.21 Uhr: 27 Tote nach Unfall mit Reisebus in Indonesien +++

Bei einem Unfall mit einem Reisebus in Indonesien sind 27 Menschen ums Leben gekommen. 18 weitere wurden verletzt, darunter auch zwei Kinder. Der mit einheimischen Touristen besetzte Bus sei in der Provinz Jawa Barat einen Hügel hinuntergestürzt, teilten Polizei und Krankenhausmitarbeiter mit. Es hätten sich rund 50 Menschen in dem Bus befunden, als sich das Fahrzeug auf einer abschüssigen Straße überschlug, sagte Polizeisprecher Hari Suprapto. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass vermutlich die Bremsen des Fahrzeugs versagt hatten.

+++ 05.47 Uhr: Drei Tote bei Absturz von Touristen-Hubschrauber beim Grand Canyon +++

Beim Absturz eines Touristen-Hubschraubers in der Nähe des Gran Canyon im US-Bundesstaat Arizona sind drei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Das Unglück ereignete sich demnach im Grand Canyon West. Zu den Umständen des Absturzes war zunächst noch nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen.

+++ 04.38 Uhr: Chef der Jungen Union fordert Ministernamen bis zum CDU-Parteitag +++

Junge-Union-Chef Paul Ziemiak hat die Parteiführung aufgefordert, bis zum Parteitag Ende des Monats bekanntzugeben, wer die Ministerien besetzen soll. "Es müssen Namen genannt werden", sagte Ziemiak der "Bild am Sonntag". Nur so könne die Partei am 26. Februar guten Gewissens der Koalition zustimmen.

Es gebe eine herbe Enttäuschung darüber, wie die Parteiführung sich offenbar die Aufstellung für die nächsten Jahre vorstelle, sagte Ziemiak. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "sollte den Mut haben, auch kritische Leute zu Ministern zu machen", forderte er. Es gehe bei der Besetzung des Kabinetts auch um die Zukunft der CDU als Volkspartei.

Kommentar des stern-Herausgebers: Nach Schulz-Verzicht: Wie geht es mit der SPD weiter?

+++ 04.06 Uhr: Parteinahe Stiftungen erhalten 2017 gut 581 Millionen Euro +++

Die parteinahen Stiftungen von CDU, CSU, SPD, FDP, Grünen und Linkspartei haben nach einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr rund 581 Millionen Euro vom Staat erhalten. Das sei eine Zunahme um rund 27 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gewesen und so viel wie nie zuvor, schreibt die "Welt am Sonntag". Der Bund der Steuerzahler kritisierte den Anstieg. Sein Präsident Reiner Holznagel sagte der Zeitung: "Die Finanzierung der Stiftungen verschlingt drei Mal mehr Steuergeld als die staatliche Parteienfinanzierung."

+++ 02.26 Uhr: Wehrbeauftragter will keine weiteren Einsätze für deutsche Marine +++

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), fordert, dass die deutsche Marine an keinen zusätzlichen Einsätzen von Nato, EU oder UNO mehr teilnimmt. "Der Marine gehen die einsatzfähigen Schiffe aus", warnte Bartels in der "Bild am Sonntag". Als Grund nannte er einen Ersatzteilmangel, der zu längeren Werftaufenthalten führen würde und Behörden-Bürokratie.

+++ 00:19 Uhr: Boko Haram lässt in Nigeria 13 Geiseln frei +++

Die radikalislamische Terrororganisation Boko Haram hat im Nordosten Nigerias 13 Geiseln freigelassen. Bei den Freigelassenen handelt es sich um drei Mitarbeiter der Universität Maiduguri sowie zehn Ehefrauen von Polizeibeamten aus der Region, wie Präsidentensprecher Garba Shehu am Samstag mitteilte. Sie waren im vergangenen Jahr von den Terroristen entführt worden.

ivi/kng / DPA / AFP