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+++ News des Tages +++: Schauspielerin vor Deutschem Theater mit Messer angegriffen

Schüler in Klasse festgehalten - Prozess gegen Musiklehrer geht in Revision +++ Beate Zschäpe will sich zum Fall Peggy äußern +++ Regensburg: Schüler bedroht Lehrerin mit Waffe +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Eine junge Schauspielerin wird nach einer Aufführung vor dem Deutschen Theater mit einem Messer attackiert

Eine junge Schauspielerin wird nach einer Aufführung vor dem Deutschen Theater mit einem Messer attackiert - wohl von einem Stalker

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 20.25 Uhr: Schauspielerin vor Theater in Berlin mit Messer angegriffen +++

Die Schauspielerin Anne Kulbatzki, 28, ist auf dem Vorplatz des Deutschen Theaters in Berlin angegriffen und mit einem Messer schwer verletzt worden - nach bisherigen Erkenntnissen von einem Stalker. Passanten und Mitarbeiter des Theaters überwältigten den 29 Jahre alten mutmaßlichen Täter und übergaben ihn alarmierten Beamten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. "Nach den ersten Ermittlungen lässt sich feststellen, dass es zwischen den beiden schon seit längerem zu Kontakten kam. Er hat sie gegen ihren Willen schon mehrfach aufgesucht", sagte ein Polizeisprecher in der rbb-"Abendschau." Der 29-Jährige habe eine Wohnung in Berlin, stamme aber aus Norwegen. Von dort hätten sich Täter und Opfer gekannt. Die Schauspielerin hatte in Norwegen erste Theatererfahrungen gesammelt.

+++ 20 Uhr: Belgische Ceta-Verhandlungen erneut unterbrochen +++

Im Ringen um eine Zustimmung zu dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta haben die Vertreter der belgischen Zentralregierung und der Regionen ihre Verhandlungen erneut unterbrochen. Der belgische Außenminister Didier Reynders zeigte sich am frühen Mittwochabend zuversichtlich, dass die Verhandlungen nach ihrer Wiederaufnahme um 21 Uhr zum Abschluss gebracht werden könnten. Ob der EU-Kanada-Gipfel zur Unterzeichnung des Ceta-Abkommens am Donnerstag stattfinden kann, war damit aber weiter ungewiss.

+++ 19.36 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Mittelitalien +++

Zwei Monate nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien ist die Region am Mittwochabend erneut von einem Beben erschüttert worden. Die schweren Erdstöße waren unter anderem in der Hauptstadt Rom zu spüren. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie hatte das Beben eine Stärke von 5,4, das Epizentrum lag demnach bei Macerata in der Region Marken.

+++ 18.20 Uhr: Musiklehrer geht gegen Urteil wegen Freiheitsberaubung vor +++

Der Fall des wegen Freiheitsberaubung verurteilten Musiklehrers Phillip Parusel wird im Januar vor dem Düsseldorfer Landgericht in zweiter Instanz verhandelt. Das sagte eine Sprecherin des Gerichts. "Wir sind froh, dass das Gericht die Berufung angenommen hat. Wir erwarten einen Freispruch", sagte Strafverteidiger Andreas Vorster der "Bild"-Zeitung. Laut Anklage hatte der Lehrer aus Kaarst der sechsten Klasse eine Strafarbeit aufgedrückt und einige Schüler mit Gewalt daran gehindert, den Raum zu verlassen. Einer der Schüler hatte daraufhin die Polizei gerufen und behauptet, in der Klasse würden Schüler festgehalten und geschlagen.

Vom Amtsgericht Neuss war Parusel wegen Freiheitsberaubung zu einer seltenen "Verwarnung mit Strafvorbehalt" verurteilt worden: Entweder bilde er sich im Umgang mit schwierigen Schülern fort, oder er müsse 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Vom Vorwurf der Körperverletzung war der Lehrer freigesprochen worden.


+++ 17.40 Uhr: Schlagersänger Andreas Fulterer gestorben +++

Der Schlagersänger Andreas Fulterer ist tot. Er sei am Mittwoch nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren in seiner Heimat Seis am Schlern in Südtirol gestorben, teilte seine Plattenfirma mit. Auf seiner Facebook-Seite und Homepage wurde ein Abschiedsbrief veröffentlicht, in dem Furterer sich von seinen Fans verabschiedet. "Mein Leben neigt sich dem Ende zu und es erfüllt mich mit großem Stolz, Freunde wie euch zu haben", heißt es darin. 

+++ 17.16 Uhr: Ufo weitet Eurowings-Streik auf Germanwings aus +++

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo weitet ihren für Donnerstag geplanten Streik bei Eurowings auf die größere Schwestergesellschaft Germanwings aus. Das teilte die Gewerkschaft mit. Damit ist nahezu das gesamte Europanetz der Lufthansa-Billig-Plattform Eurowings von Ausfällen und Verspätungen bedroht. Wie bei der Eurowings GmbH mit den Standorten Hamburg und Düsseldorf sind auch die Flugbegleiter der Germanwings zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen Düsseldorf, Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart, Berlin und Hamburg.

+++ 17.03 Uhr: Eurowings-Flugbegleiter bestreiken Düsseldorf und Hamburg +++

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo will am Donnerstag bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings die Standorte Düsseldorf und Hamburg bestreiken. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder auf, dort 24 Stunden lang die Arbeit niederzulegen. Die Tarifverhandlungen seien "an einen Punkt gekommen, an dem es zu einem Streik keine Alternative gibt". 

+++ 16.52 Uhr: Hamburg - Prozessauftakt um Frauenleiche im Koffer +++

Er soll seine Lebensgefährtin erstochen und danach in einem Koffer versteckt haben - vor dem Hamburger Landgericht hat der Prozess gegen einen 51-jährigen Mann begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor. Der gebürtige Rostocker soll seine 49 Jahre alte Lebensgefährtin in der Nacht zum 9. Mai dieses Jahres nach einem Streit in seiner Wohnung im Stadtteil Barmbek-Nord getötet haben. Die Leiche versteckte er anschließend in einem Koffer. Entdeckt wurde die Leiche nach einer Wohnungsüberprüfung der Polizei. Die Tochter des Opfers hatte eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Der Angeklagte bestritt die Tat. Am ersten Prozesstag sagte er: "Ich habe sie definitiv nicht getötet."

+++ 16.13 Uhr: S-Bahnfahrer in Berlin angegriffen +++

Wegen einer Verspätung von sechs Minuten ist ein S-Bahnfahrer in Berlin angegriffen worden. Ein 37-Jähriger versuchte im Stadtteil Marzahn-Hellersorf, den Fahrer aus dem Führerstand zu zerren und trat ihm auf den Fuß, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Dem Opfer gelang es jedoch, den Angreifer zurückzustoßen und die Tür zu schließen. Der 37-Jährige beschädigte daraufhin einen Spiegel der S-Bahn. Bei der Festnahme leistete er Widerstand gegen die Polizei. Die Beamten stellten einen Atemalkoholwert von 1,6 Promille fest und erteilten dem Mann einen Platzverweis. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein. 

+++ 15.47 Uhr: Gericht fragt Beate Zschäpe nach Fall Peggy +++

Nach dem spektakulären Fund von DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der getöteten Schülerin Peggy geht das Münchner Oberlandesgericht einem möglichen Zusammenhang der beiden Fälle auf den Grund. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl fragte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess, ob sie über Informationen über Peggy verfüge, die sie nicht aus den Medien habe. Zschäpe antwortete aber nicht sofort - ihr Anwalt Hermann Borchert kündigte eine schriftliche Beantwortung an.

Vor zwei Wochen war bekanntgeworden, dass am Fundort der Skelettteile des 2001 verschollenen Mädchens aus Oberfranken Genmaterial von Böhnhardt entdeckt worden war - an einem kleinen Stoffstück. Seither wird spekuliert, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den beiden Komplexen - NSU und Peggy - geben könnte. Auch eine Verunreinigung der Probe ist nicht hundertprozentig ausgeschlossen.

+++ 14.25 Uhr: Keine Flüchtlinge mehr im "Dschungel von Calais" +++

Alle Flüchtlinge haben das Lager im nordfranzösischen Calais wegen starker Brände verlassen. "Das Lager ist endgültig leer", sagte die Präfektin Fabienne Buccio am Mittwoch dem französischen Nachrichtensender BFMTV in Calais.

+++ 13.57 Uhr: Beobachter: Zahlreiche Kinder bei Luftangriff in Syrien getötet +++

Bei einem Luftangriff nahe einer Schule im nördlichen Syrien sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 22 Menschen getötet worden. Darunter seien 14 Kinder, teilte die Beobachtungsstelle am Mittwoch mit. Insgesamt hätten sechs Luftschläge Ziele nahe des Ortes Haas in der Provinz Idlib südlich von Aleppo getroffen.

Bei den Kindern handele es sich um Schüler, die Angriffe seien vermutlich von russischen Kampfflugzeugen ausgeführt worden, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman.

+++ 11.10 Uhr: Regensburg: Schüler bedroht Lehrerin mit Waffe +++

In einer Regensburger Schule hat ein 17-Jähriger eine Lehrerin am Morgen mit einer Waffe bedroht. Im Anschluss sei er geflüchtet und wenig später in der Nähe des Tatorts mit schweren Verletzungen gefunden worden, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Wie die Verletzungen zustande gekommen sind, blieb zunächst unklar. Auch welche Art von Waffe der 17-Jährige bei sich hatte, teilte die Polizei nicht mit. Verletzt wurde in der Schule niemand. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

+++ 9.40 Uhr: Flugbegleiter bei Eurowings streiken +++

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo ruft ihre Mitglieder am Donnerstag zum Streik bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings auf. Nachdem ein erneuter Einigungsversuch erfolglos geblieben sei, bleibe der Gewerkschaft keine andere Wahl, teilte Ufo am Mittwoch mit. Details zum Streik sollen spätestens am Abend veröffentlicht werden. 

+++ 9.07 Uhr: Toyota ruft erneut Millionen Autos wegen Takata-Airbags zurück +++

Der japanische Autohersteller Toyota ruft wegen defekter Airbags vom Hersteller Takata erneut fast sechs Millionen Autos zurück. In Europa seien 1,47 Millionen Wagen betroffen, in Japan 1,16 Millionen und in China 820.000, teilte Toyota am Mittwoch mit. Weitere 2,35 Millionen Autos würden in anderen Regionen zurückgerufen. Nicht betroffen sind diesmal die USA, wo schon zuvor Rückrufe angekündigt worden waren.

Die fraglichen Autos wurden laut Toyota zwischen Mai 2000 und November 2001 oder zwischen April 2006 und Dezember 2014 gebaut. Betroffen sind demnach unter anderem die Modelle Corolla, Vitz und Yaris. Mit der neuesten Aktion beläuft sich die Zahl der von Toyota wegen der Takata-Airbags zurückgerufenen Autos auf mehr als 23 Millionen. 

+++ 8.24 Uhr: Feuer und Explosionen im "Dschungel von Calais" +++

Im Flüchtlingscamp von Calais in Nordfrankreich sind Gasflaschen explodiert. Dabei wurde in der Nacht ein Flüchtling leicht verletzt, wie der Radiosender France Inter berichtete. Demnach gab es auch mehrere Brände. Der sogenannte Dschungel von Calais wird seit Montag von den Behörden geräumt. Knapp zwei Drittel der Bewohner verließen bisher freiwillig das Elendslager. Viele Zelte und Behelfsunterkünfte stehen bereits leer. Die Räumung wird am Mittwoch fortgesetzt.

+++ 4.04 Uhr: Einziges deutsches Raubkatzenasyl in Not +++

Die einzige deutsche Raubkatzen-Auffangstation muss um ihre Existenz kämpfen. Das Grundstück im fränkischen Ansbach soll verkauft werden. Der Verein, der das Raubtier- und Exotenasyl betreibt, kann die dafür nötigen 600 000 Euro jedoch nicht aufbringen, wie Vorstand und Betriebsleiter Olaf Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur sagte. Daher werden nun Spender und Sponsoren gesucht. In dem Tierasyl landen Tiere von illegalen Händlern und aus Zirkussen. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes ist es das einzige seiner Art in Deutschland.

Der derzeitige Eigentümer des Grundstücks sowie des Wohnhauses wolle das Gelände wegen gesundheitlicher Probleme verkaufen, sagte Neuendorf. "Er möchte, dass es schwerpunktmäßig im Tierschutz bleibt und hat es daher uns zum Kauf angeboten." Etwa ein halbes Jahr habe der Verein nun Zeit, um das nötige Geld zusammenzubekommen.

+++ 1.41 Uhr: Republikanischer Ex-Außenminister Powell will Clinton wählen +++

Der frühere republikanische Außenminister der USA, , will seine Stimme bei der Präsidentschaftswahl der Demokratin Hillary Clinton geben. Dies teilte seine Sprecherin am Dienstag mit. Eine Begründung für Powells Entscheidung nannte sie nicht. Überraschend kommt die Ankündigung allerdings nicht. In einer Email, die von Hackern verbreitet worden war, hatte Powell im Juni scharfe Kritik am republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump geübt. Trump sei ein "internationaler Paria" und eine "nationale Schande", hatte Powell in der Email geschrieben.

Mit seiner Abwendung von dem umstrittenen Kandidaten Trump folgt Powell dutzenden republikanischen Politikern und Amtsträgern. Powell war von 2001 bis 2005 Außenminister in der Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush. Er hatte dieses Amt als erster Afroamerikaner inne. Bei der Präsidentschaftswahlen 2008 und 2012 hatte er den Demokraten Barack Obama unterstützt.

+++ 0.20 Uhr: Apples Quartalsgewinn schrumpft um 19 Prozent +++

Rückläufige Verkaufszahlen des iPhones haben dem US-Technologiekonzern im abgelaufenen Quartal deutliche Einbußen beschert. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 46,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Gewinn ging um 19 Prozent auf neun Milliarden Dollar zurück.

Im vierten Quartal verkaufte Apple 45,5 Millionen , die Absatzzahlen sanken im Jahresvergleich um fünf Prozent. Auch das gesamte Geschäftsjahr endete für den US-Konzern erstmals seit 15 Jahren mit Umsatzeinbußen: Die Erlöse gingen um acht Prozent auf 215,6 Milliarden Dollar zurück. Der Jahresgewinn fiel um acht Prozent niedriger aus und lag bei 45,7 Milliarden Dollar.

+++ 0.08 Uhr: Satiresendung "heute show" erhält die "Goldene Henne" +++

Die ZDF-Satiresendung "heute show" wird mit dem Ehrenpreis der "Goldenen Henne" in der Kategorie Politik ausgezeichnet. Damit würdigt die Jury die Leistung des Teams um Moderator Oliver Welke, den Menschen auf komödiantische Art und Weise Politik näher zu bringen, wie die Hubert Burda Media Holding mitteilte.

größter Publikumspreis "Goldene Henne" wird am Freitag vor 4500 Zuschauern in der Leipziger Messe verliehen. Im Showprogramm treten unter anderem Schlagerstar Helene Fischer sowie Star-Geiger David Garrett auf. Der Medienpreis wird zum 22. Mal an Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Musik sowie Gesellschaft vergeben. Die Veranstaltung ist live im MDR sowie RBB (20.15 Uhr) zu sehen und wird von Kai Pflaume moderiert.

tim/kis / DPA / AFP