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+++ Ticker +++

News von heute : Durchbruch in Malta: Vorläufige Einigung mit Italien und Malta über Verteilung von Flüchtlingen

Thomas-Cook-Urlauber sollen Regierungshilfe von Großbritannien erhalten +++ Italienische Staatsanwaltschaft wirft 15 Gefängniswärtern Folter vor +++ Tutanchamun-Ausstellung in Paris bricht Rekorde +++ Die Nachrichten von heute im Ticker. 

Seenotrettung im Mittelmeer

Migranten sitzen in einem Schlauchboot und hoffen darauf, von einem Rettungsschiff aus dem Mittelmeer gerettet zu werden

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Durchbruch in Malta: EU-Staaten einigen sich auf Notfallsystem für Seenotrettung (15.48 Uhr)
  • Auf der Pirsch: Sohn hält Vater für Wildschwein und erschießt ihn (12.18 Uhr)
  • Iran gibt britischen Öltanker frei (11.45 Uhr)
  • Pleite von Thomas Cook: "Erdbeben Stärke 7" für griechischen Tourismus (9.10 Uhr)
  • Italienische Staatsanwaltschaft wirft 15 Gefängniswärtern Folter vor (4.49 Uhr)


Die Nachrichten des Tages:

+++ 19 Uhr: Trump: Religiöse Verfolgung auf der Welt muss enden +++

US-Präsident Donald Trump hat andere Staaten zum besseren Schutz der Religionsfreiheit aufgerufen. "Die Vereinigten Staaten von Amerika appellieren an die Nationen der Welt, religiöse Verfolgung zu beenden", sagte Trump bei einer Veranstaltung zum Schutz von Religionsfreiheit im UN-Hauptquartier in New York. Angriffe auf Gläubige müssten ein Ende haben, Menschen freigelassen werden, die wegen ihres Glaubens inhaftiert seien.

+++ 18.23 Uhr: US-Börsenaufsicht untersagt Carlos Ghosn Führung notierter Firmen für zehn Jahre +++

Der frühere Automanager Carlos Ghosn darf nach einer Entscheidung der US-Börsenaufsicht SEC zehn Jahre lang kein notiertes Unternehmen mehr führen oder im Aufsichtsrat sitzen. Ghosn habe außerdem im Zuge einer Vereinbarung zu Betrugsermittlungen in die Zahlung einer Zivilstrafe in Höhe von einer Million Dollar (rund 910.000 Euro) eingewilligt, teilte die SEC mit. Die Börsenaufsicht hatte gegen Ghosn und den japanischen Autobauer Nissan wegen der Veruntreuung von Firmengeldern ermittelt. Die SEC warf Ghosn und Nissan vor, mehr als 140 Millionen Dollar an Einkommen vor den Investoren versteckt zu haben. Nissan muss gemäß der Vereinbarung 15 Millionen Dollar Strafe zahlen. Das frühere Nissan-Verwaltungsratsmitglied Greg Kelly soll bei dem Betrug geholfen haben.

+++ 17.28 Uhr: Immer mehr Menschen harren in den Camps der griechischen Inseln aus +++

Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland dauert unvermindert an: Von Freitag bis Sonntag setzten 719 Menschen zu den griechischen Inseln über und erreichten so die Europäische Union. Dies teilte am Montag das griechische Bürgerschutzministerium mit. "Die Lage (in den Camps der Inseln) ist tragisch", sagte Christodoulos Stefanadis, ein Parlamentsabgeordneter, der aus der Insel Samos stammt, dem griechischen Nachrichtensender Protothema.  

Nach Angaben des Bürgerschutzministeriums lebten auf den Inseln zuletzt mehr als 28 630 Migranten. Noch nie seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im März 2016 seien es so viele gewesen, berichtete der Staatsrundfunk (ERT).

+++ 17.07 Uhr: Wettbüro muss tschechischen Ex-Innenminister entschädigen +++

Der frühere tschechische Innenminister Ivan Langer hat im Streit mit einem Wettbüro vor Gericht einen Erfolg erzielt. Die Buchmacher hatten vor vier Jahren Wetten angeboten, wo der Politiker bei sich zu Hause illegal erwirtschaftete Gelder versteckt habe. Zur Auswahl standen unter anderem ein Versteck unter der Matratze, ein Einmachglas und eine Weinkiste. Damit seien die Persönlichkeitsrechte des Klägers verletzt worden, urteilte ein Gericht in Prag am Montag, wie die Zeitung "Pravo" in ihrer Onlineausgabe berichtete. Das Wettbüro müsse dem 52-Jährigen eine Entschädigung von umgerechnet rund 2700 Euro zahlen und eine Gegendarstellung auf seinen Internetseiten veröffentlichten.

Langer, der den oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) angehört, war von 2006 bis 2009 tschechischer Innenminister. Im Oktober 2015 hatten die Behörden im Rahmen von polizeiinternen Ermittlungen wegen Datenlecks tatsächlich eine Razzia in seiner Wohnung durchgeführt, die aber ohne Folgen blieb.

+++ 16.55 Uhr: Anwälte: Neuer Demirtas-Haftbefehl in Türkei ist "Justizskandal" +++

Nach einem neuen Haftbefehl für den seit fast drei Jahren inhaftierten prokurdischen Politiker Selahattin Demirtas haben seine Anwälte die türkische Führung scharf kritisiert. Die Regierung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wende "ungesetzliche Methoden" an, um Demirtas weiter als "politische Geisel" zu halten, hieß es in einer Erklärung vom Montag. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag einen neuen Haftbefehl gegen Demirtas ausgestellt und damit verhindert, dass er nach fast drei Jahren Gefängnis freikommt. Die Demirtas-Anwälte sprachen in ihrer Erklärung von einem "beispiellosen Justizskandal" und forderten Ermittlungen gegen die verantwortliche Staatsanwaltschaft. 

Um das Schicksal des prokurdischen Politikers gibt es seit langem ein juristisches Gerangel: Demirtas war Anfang November 2016 unter  Terrorvorwürfen verhaftet worden. Die Untersuchungshaft im Hauptverfahren in Ankara landete vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der hatte vergangenes Jahr die Freilassung Demirtas' angeordnet, was die Türkei aber zunächst nicht umsetzte. 

+++ 16.53 Uhr: Marx hält Kirchen-Reformen für möglich: "Es gibt kein Stoppschild" +++

Die Katholiken in Deutschland können weiter auf Reformen in ihrer kriselnden Kirche hoffen. Mit Blick auf die jüngsten Reaktionen aus dem Vatikan sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx: "Es gibt kein Stoppschild." Der Weg für Gespräche der deutschen Oberhirten mit Kirchen-Laien sei frei. Marx sagte am Montag zum Auftakt der Herbstvollversammlung in Fulda, er könne nicht erkennen, dass die Reformpläne namens "synodaler Weg" gefährdet seien. Marx hatte vor kurzem Papst Franziskus zu einem Gespräch getroffen. Es sei ein "konstruktiver Dialog" gewesen. Details nannte er nicht.

+++ 16.51 Uhr: Nach mutmaßlicher Vergewaltigung: Familie droht Abschiebung +++

Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau in Mülheim an der Ruhr droht der Familie eines Tatverdächtigen nun doch die Abschiebung nach Bulgarien. Es handelt sich um die Familie des 14-jährigen Hauptverdächtigen, der in Untersuchungshaft sitzt, wie Stadtsprecher Volker Wiebels am Montag sagte. Insgesamt wird gegen drei 14-Jährige ermittelt. Sie stehen im Verdacht, die Frau am 5. Juli abends in einem Wald vergewaltigt zu haben. 

Die drei Tatverdächtigen sind laut Polizei bulgarische Staatsbürger. Die Stadt hatte überprüft, ob ihre Familien über ein eigenes Einkommen verfügen, wonach sie laut Wiebels spätestens fünf Jahre nach ihrem Kommen verpflichtet sind. In allen drei Fällen konnten die Familien Einkommen nachweisen, wobei der Vater des 14-Jährigen seinerzeit einen druckfrischen Arbeitsvertrag vorlegte. Als die Stadt einen Monat später bei dem angegebenen Arbeitgeber nachfragte, habe dieser gesagt: "Den Mann kenne ich überhaupt nicht."

+++ 16.17 Uhr: Syriens Konfliktparteien einigen sich auf Verfassungsausschuss +++

Syriens Konfliktparteien haben sich nach monatelangem Ringen auf einen Verfassungsausschuss geeinigt. Das Gremium unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen solle in den kommenden Wochen erstmals zusammenkommen, teilte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag in New York mit. Der Ausschuss müsse der Beginn eines "politischen Weges aus der Tragödie heraus" sein. Der Verfassungsausschuss war bereits im Frühjahr 2018 vereinbart worden. Mit ihm verbinden die UN die Hoffnung, nach mehr als acht Jahren Bürgerkriegs einen neuen politischen Prozess einzuleiten. Bis zum Schluss war umstritten, mit welchen Personen das 150-köpfige Gremium besetzt werden soll.

+++ 16.08 Uhr: Ehepaar aus Bayern posthum für Rettung von Juden geehrt +++

 Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ehrt ein Ehepaar aus dem oberbayerischen Schnaitsee posthum für die Rettung verfolgter Juden zur Nazizeit. Michael und Caecilia Köhldorfner hätten damals ihr Leben riskiert, teilte das israelische Generalkonsulat am Montag in München mit. Die beiden gelten damit offiziell als "Gerechte unter den Völkern". Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst darüber berichtet.

Unweit des Anwesens im Landkreis Traunstein, an dem die Köhldorfners damals die Juden versteckt hatten, war für den Montagnachmittag eine Feierstunde geplant. Sohn Michael, der damals sieben Jahre alt war und Zeitzeuge ist, und sein Bruder Alois sollten mit weiteren Angehörigen teilnehmen - auch Enkel und Urenkel der Geehrten sowie drei Generationen der Familie eines der geretteten Juden wollten dabei sein. In den letzten Kriegstagen waren den Berichten zufolge in einer Scheune die Juden Henrick Gleitman und Bernhard Hampel entdeckt worden. Sie waren von dem Todesmarsch, der vom Konzentrationslager (KZ) Flossenbürg ins KZ Dachau führte, geflohen.

+++ 16.07 Uhr: In Griechenland festgenommener Libanese womöglich Opfer von Verwechslung +++

Ein aufgrund eines deutschen Haftbefehls in Griechenland festgenommener Libanese ist womöglich Opfer einer Namensverwechslung geworden. Wie zwei libanesische Verantwortliche am Montag der Nachrichtenagentur AFP sagten, handelt es sich bei dem festgenommenen 65-Jährigen nicht um den eigentlich Gesuchten, der wegen einer Flugzeugentführung im Jahr 1985 zur Festnahme ausgeschrieben war.

Am Samstag erklärte die Polizei, die Festnahme sei aufgrund eines von Deutschland ausgestellten europäischen Haftbefehls erfolgt. Demnach wurde der Gesuchte wegen der Entführung der TWA-Maschine zwischen Athen und Rom gesucht sowie wegen einer Entführung im Jahr 1987. Aus Diplomatenkreisen verlautete nun aber, dass der Festgenommene Mohamad Ali heiße und nicht Mohammed Saleh wie der Gesuchte. Dessen Vater habe Ali geheißen.

Die Regierung in Beirut habe Kontakt mit Berlin aufgenommen und hoffe, dass der Bundesanwalt noch am Montag seiner Freilassung zustimmen werde. Der Journalistenverband in Beirut teilte mit, bei dem Festgenommenen handele es sich um einen libanesischen Journalisten. Der Flug TWA 847 war am 14. Juni 1985 von einer Gruppe Extremisten auf dem Weg von Athen nach Rom entführt worden. Sie zwangen den Piloten mit 153 Passagieren und Crewmitgliedern an Bord, tagelang kreuz und quer über das Mittelmeer zu fliegen. Bei einem Stopp in Beirut erschossen sie am zweiten Tag einen 23-jährigen US-Soldaten und warfen seine Leiche auf das Rollfeld. Erst nach 17 Tagen gaben die Flugzeugentführer schließlich auf.

+++ 15.55 Uhr: Todesdrohung gegen Politikerin in Polen – Wachmann festgenommen +++

Nach einer Todesdrohung gegen eine führende Oppositionspolitikerin in Polen hat die Polizei einen Beamten der Parlamentswache festgenommen. Der 44-Jährige sei am Montag während seines Dienstes in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur in Warschau.

Der Wachmann wird beschuldigt, am Sonntag während einer Sendung eine Drohmail an den Fernsehsender TVN24 geschickt zu haben. Darin schrieb er, Katarzyna Lubnauer, Chefin der liberalen Partei Nowoczesna, solle man "töten wie den Dieb Adamomicz". Der Danziger Oberbürgermeister Pawel Adamowicz war im Januar bei einem Wohltätigkeitskonzert niedergestochen worden und kurz darauf gestorben.  

+++ 15.48 Uhr: EU-Staaten einigen sich auf Notfallsystem für Seenotrettung +++

Deutschland hat sich mit Frankreich, Italien und Malta auf eine Übergangslösung zur Verteilung aus Seenot geretteter Migranten geeinigt. "Wir haben Regelungen gefunden für einen temporären Notfallmechanismus, (...) die Italien und Malta helfen", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).. Er sei mit dem Ergebnis des Treffens "hoch zufrieden".     Seehofer hatte zuvor die Aufnahme von einem Viertel der geretteten Flüchtlinge aus Italien durch Deutschland in Aussicht gestellt. Frankreich könnte ein weiteres Viertel übernehmen. Außerdem haben Kroatien, Finnland, Irland, Litauen, Luxemburg und Portugal ihre Beteiligung zugesagt. Für eine derartige Zusammenarbeit seien nun "klare Vorgaben für die Verfahren" und "klare Fristen" für die Verteilung der Flüchtlinge erarbeitet worden, sagte Seehofer. Über die genaue Höhe der Verteilungsquoten müsse noch diskutiert werden, weil sie von der Zahl der beteiligten EU-Länder abhänge. Die Frage soll bei einem EU-Innenministertreffen am 8. Oktober abschließend geklärt werden. 

Bislang sitzen gerettete Migranten teils wochenlang an Bord ziviler Rettungsschiffe im zentralen Mittelmeer fest, weil Italien und Malta den Schiffen die Einfahrt in ihre Häfen verbieten. Sie befürchten, mit der Verantwortung für die Migranten alleine gelassen zu werden, und fordern deshalb, dass andere EU-Staaten die Menschen abnehmen. Erst nach dieser Zusage sind sie bereit, ihre Häfen zu öffnen. Zuletzt musste in jedem Einzelfall geklärt werden, welche Länder zur Aufnahme der Migranten bereit sind. Deutschland hat seit Juli 2018 die Aufnahme von 565 aus Seenot geretteten Migranten zugesagt. Nur 225 von ihnen erreichten die Bundesrepublik bislang. 

+++ 15.44 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekennt sich in USA zu Zwei-Prozent-Ziel bei Wehrausgaben +++

Bei ihrem Antrittsbesuch in den USA hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ihr Bekenntnis zum Zwei-Prozent-Ziel bei den Wehrausgaben bekräftigt. "Es geht darum, dass das, was wir zugesagt haben, in der Nato, in Europa, auch zur eigenen Landesverteidigung umgesetzt werden kann", sagte die Ministerin am Montag vor ihrem Treffen mit dem US-Kollegen Mark Esper in Washington dem "Mittagsmagazin" der ARD.     

Die Verteidigungsausgaben zählen zu den großen Streitpunkten zwischen Deutschland und den USA. Die Nato-Staaten hatten sich verpflichtet, ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Deutschland liegt allerdings klar darunter, was die USA regelmäßig kritisieren.

+++ 15.32 Uhr: Plädoyers im Prozess gegen Ex-Chef des Weißen Ring ohne Zuhörer +++

Im Prozess gegen den ehemaligen Leiter der Opferschutzorganisation Weißer Ring in Lübeck sind am Montag die Plädoyers gehalten worden. Dazu wurde die Öffentlichkeit erneut von der Verhandlung ausgeschlossen. Begründet wurde das mit schutzwürdigen Interessen von Zeuginnen, die im Laufe des Prozesses ausgesagt hatten. Dem 74 Jahre alten Detlef H. wird eine exhibitionistische Handlung vorgeworfen. Er soll sich im April 2016 bei einem Beratungsgespräch vor einer heute 41 Jahre alten Frau entblößt und sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben. Ein Antrag der Nebenklage, H. wegen einer möglichen psychischen Erkrankung begutachten zu lassen, wurde vom Gericht abgelehnt.

+++ 15.21 Uhr: Verwirrung in Manchester: Ein nackter Mann und ein verdächtiges Paket +++

Ein nackter Mann hat britischen Medienberichten zufolge für Chaos am Flughafen von Manchester gesorgt. Mehrere Berichte deuteten darauf hin, dass der Mann am Montag einen Sicherheitsalarm ausgelöst habe, bei dem die Bahnstation des Airports evakuiert werden musste. Zunächst hätten Behörden ein "verdächtiges Paket" gemeldet, berichteten mehrere Blätter. Dieses sei kontrolliert gesprengt und ein Mann festgenommen worden. Unklar war zunächst, ob ein Zusammenhang zwischen dem Mann und dem Paket bestand. Weitere Details seien von den Behörden vorerst nicht bestätigt worden. 

"Der Kerl lief herum, wedelte mit den Armen in der Luft", sagte Busfahrerin Caroline Watson der britischen Zeitung "Manchester Evening News". "Er trug keinerlei Kleidung. Das ist nicht gerade das, was man an einem Montagmorgen um 6.10 Uhr erwartet." Züge, Busse und Straßenbahnen seien zunächst ausgefallen. Flüge seien nicht betroffen gewesen, schrieb die "Daily Mail". "Die Menschen sind verwirrt. Sie dachten erst, es hätte mit Thomas Cook zu tun", sagte ein Mitarbeiter dem Blatt. Der britische Reisekonzern hat Insolvenz angemeldet und den Betrieb eingestellt. 

Thomas Cook-Stewardessen sind über Pleite schockiert – und zeigen ihre Trauer bei Twitter

+++ 15.12 Uhr: Kardinal Marx bei Frauen-Demo: "Ich weiß, es braucht Bewegung" +++

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat bei einer Kundgebung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) das Gespräch mit den Demonstrantinnen gesucht. Bei den lautstarken Protesten mischte sich Marx am Montag zusammen mit dem Fuldaer Bischof Michael Gerber unter die Demonstranten. Die kfd demonstrierte in Fulda im Rahmen einer Aktionswoche für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche. Der Verband fordert einen gleichberechtigten Zugang für Frauen zu allen Diensten, auch zu Weiheämtern. 

Marx sagte mit Blick auf die geforderten und derzeit diskutierten Reformen: "Ich weiß, es braucht Bewegung. Ich dränge und pushe, aber manchmal geht es nur langsam voran." Nach dem Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hatte die Deutsche Bischofskonferenz einen Reformprozess angekündigt, über den auch bei der am Montag in Fulda begonnenen Herbstvollversammlung beraten werden soll. Dabei geht es in einem der vier Themenfelder auch um die Rolle der Frau in der katholischen Kirche. Marx versprach den Demonstrierenden: Es werde bei den Gesprächen in Fulda nichts ausgeklammert. "Die Rolle der Frau ist außerordentlich wichtig." 

+++ 15.02 Uhr: Macron findet Klimademos sinnvoll – aber in Polen +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron findet Demonstrationen für den Klimaschutz sinnvoll - aber nicht im eigenen Land. Die Aktivisten sollten lieber "in Polen demonstrieren", sagte Macron nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" im Flugzeug zum UN-Klimagipfel in New York. Er wies damit den Vorwurf von Demonstranten zurück, er selbst tue nichts für die Umwelt. "Es ist sympathisch, jeden Freitag auf die Straße zu gehen und kundzutun, dass der Planet brennt", sagte Macron weiter. "Aber das ist nicht das Problem."

Wenn die jungen Leute der Bewegung Fridays for Future etwas Sinnvolles in Frankreich tun wollten, sollten sie besser Müll von Stränden oder aus Flüssen aufsammeln. Oder aber sie sollten in Polen demonstrieren gehen, sagte Macron weiter. Damit würden sie ihm helfen, "Bewegung bei denjenigen zu schaffen, die ich bisher nicht zum Umdenken bekomme", sagte der Präsident mit Blick auf Polen und die Abhängigkeit des Landes von der Kohle.

+++ 14.51 Uhr: UNO: 66 Länder verpflichten sich zu CO2-Neutralität bis 2050 +++

Kurz vor Beginn des UN-Klimagipfels in New York haben sich 66 Länder verpflichtet, bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Auch zehn Regionen, 102 Städte und 93 Unternehmen schlossen sich der Selbstverpflichtung an, wie das Büro von UN-Generalsekretär António Guterres am Montag mitteilte. Bei dem CO2-Ziel für den Klimaschutz geht es darum, nicht mehr Kohlendioxid auszustoßen als gleichzeitig abgebaut oder gespeichert werden kann.

+++ 14.44 Uhr: Vertrauter von PiS-Chef Kaczynski wegen Stundenhotel unter Druck +++

Drei Wochen vor der Parlamentswahl in Polen ist ein Vertrauter des PiS-Chefs Jaroslaw Kaczynski unter Druck geraten, weil er sein Haus an Betreiber eines Stundenhotels vermietet haben soll. Vertreter des liberalkonservativen Oppositionsbündnisses Bürgerkoalition (KO-PO) verlangten am Montag, der Ex-Finanzminister Marian Banas solle von seinem neuen Posten als Chef der Obersten Rechnungsprüfungsbehörde NIK zurücktreten.

Der Fernsehsender TVN hatte am Wochenende berichtet, dass sich in einem Miethaus in Krakaus, das Banas in seiner Vermögenserklärung 2018 angegeben hatte, ein Stundenhotel befindet. Betreiber sind demnach zwei in der Stadt einschlägig bekannte Brüder.

+++ 14.28 Uhr: Britischer Supreme Court: Entscheidung zu Zwangspause am Dienstag +++

Das oberste britische Gericht will am Dienstag um 11.30 Uhr (MESZ) seine Entscheidung zu der von Premierminister Boris Johnson auferlegten Zwangspause des Parlaments verkünden. Das teilte das Gericht am Montag mit. Die elf Richter des Supreme Courts müssen entscheiden, ob sie in den Streit zwischen Parlament und Regierung eingreifen. Falls sie diesen Weg wählen, stünde ein Urteil darüber an, ob Johnson gegen das Gesetz verstoßen hat, als er bei Königin Elizabeth II. eine fünfwöchige Parlamentspause erwirkte. 

Bei der dreitägigen Anhörung in der vergangenen Woche hatte der Kläger-Anwalt Lord David Pannick gefordert, dass die Abgeordneten "so bald wie möglich" wieder zusammentreten. Regierungsanwalt Lord Richard Keen warnte das Gericht hingegen vor einer solchen Entscheidung. Es handle sich um "verbotenes Terrain" für die Gerichtsbarkeit. Eine Niederlage vor Gericht wäre ein schwerer Schlag für den Regierungschef und dürfte zu Rücktrittsforderungen führen. 

Das oberste schottische Gericht hatte Johnson vorgeworfen, die Königin über seine wahren Absichten für die Parlamentspause - die Abgeordneten für eine Zeit kaltzustellen - getäuscht zu haben. Der High Court in London hatte dagegen eine Klage gegen die Zwangspause abgelehnt. Ihm zufolge handelt es sich um eine rein politische Angelegenheit. Beide Urteile sollten nun vom Supreme Court überprüft werden.

+++ 14.16 Uhr: Offenbar 40 Tote bei Luftangriff auf Hochzeitsfeier in afghanischer Provinz +++

Bei einem Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier sind in der afghanischen Provinz Helmand offenbar 40 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Das teilten am Montag übereinstimmend Regionalvertreter vor Ort und Anwohner mit. Wer den Luftangriff verübte, war zunächst nicht klar. Das Verteidigungsministerium in Kabul erklärte, es werde die Ergebnisse seiner Untersuchung zu dem Vorfall veröffentlichen, der sich im Bezirk Musa Kala ereignet habe.

Die Zahl der Toten wurde übereinstimmend von Madschid Achundsada vom Provinzrat in Helmand und dem Senator Mohammed Achundsa mitgeteilt. Achundsada sagte, bei den Toten handele es sich ausschließlich um Zivilisten – ebenso wie bei den 18 Verletzten. Nach Achundsadas Aussagen wurde der Luftangriff von ausländischen und afghanischen Streitkräften verübt. Der Gouverneur von Helmand sagte, der Luftangriff sei von "afghanischen Spezialkräften" ausgeführt worden, es seien 14 Taliban-Kämpfer und sechs Ausländer getötet worden. Berichte über getötete Zivilisten würden geprüft.

+++ 14.10 Uhr: Demokratische Republik Kongo führt zweiten Impfstoff gegen Ebola ein +++

Die Demokratische Republik Kongo wird nächsten Monat einen zweiten Impfstoff gegen Ebola einführen. Ab Mitte Oktober komme ein experimenteller Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson zum Einsatz, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag mit. Kurz zuvor hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) der WHO vorgeworfen, den bislang verfügbaren Ebola-Impfstoff in dem zentralafrikanischen Staat zu rationieren. Mit dem zweiten Impfstoff haben wir "potenziell ein zusätzliches Mittel", um die Ausbreitung der Epidemie zu verhindern, erklärte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Er werde nach genauen Vorgaben in gefährdeten Gebieten eingesetzt, in denen es noch keinen Ebola-Fall gebe. 

Mehr als 223.000 Menschen waren seit Anfang August 2018 mit einem Impfstoff des Pharmakonzerns Merck geimpft worden. Die WHO hatte auf die Einführung eines zweiten Impfstoffs gedrängt. Der Gesundheitsminister der Demokratischen Republik Kongo, Oly Ilunga, hatte dies jedoch abgelehnt. Es sei riskant, in Gemeinden ein neues Mittel einzuführen, in denen den Notfallhelfern ohnehin mit Misstrauen begegnet werde. Ilunga trat jedoch Ende Juli zurück, nachdem er als Leiter des landesweiten Programms zur Ebola-Bekämpfung abgelöst worden war. 

+++ 14.00 Uhr: Gericht: Hundehalter haften nach Hundekampf je zur Hälfte +++

Nach einem Kampf zwischen zwei nicht angeleinten Hunden hat die dabei verletzte Besitzerin des einen Tieres nur Anspruch auf die Hälfte des von ihr geforderten Schmerzensgeldes. Die Frau sowie der Besitzer des anderen Hundes seien gleichermaßen verantwortlich für die Gefahr, die von ihren Tieren ausging. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe in einem am Montag veröffentlichten Urteil.

Geklagt hatte die Frau, die im Juni 2016 in Mannheim während der Rauferei zwischen den Hunden in die Hand gebissen worden war. Nach der Operation dieser Verletzung erlitt sie am gleichen Tag eine Lungenembolie und einen Schlaganfall mit schweren Folgen. Das Landgericht Mannheim hatte den Mann zu 50.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt und dessen volle Haftung festgestellt. Dagegen war der Hundebesitzer in Berufung gegangen. Der genaue Hergang des Geschehens - etwa welcher Hund zugebissen hatte - war nicht mehr zu klären gewesen: Beide Hunde hätten die Rauferei gleichermaßen verursacht, dadurch hafte der beklagte Hundehalter nur zur Hälfte für die Folgen, befand das nun das OLG. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

+++ 13.53 Uhr: Neuer Streit in der Koalition über Umgang mit Wölfen +++

In der Koalition gibt es neuen Streit um den Umgang mit Wölfen: Die CDU warf der SPD am Montag vor, eine im Mai vom Kabinett gebilligte Vorlage zum leichteren Abschuss der Raubtiere zu blockieren. "Diese Blockade durch unseren Koalitionspartner ist nicht akzeptabel", sagte die CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher und Sepp Müller der Nachrichtenagentur AFP. Es sei nicht hinzunehmen, dass die Vorlage vier Monate nach der Kabinettsbefassung noch immer nicht im Bundestag eingebracht sei.

Dem Kabinettsbeschluss waren schwierige Verhandlungen vorangegangen. Der Kompromiss-Entwurf sieht vor, dass Wölfe künftig auch dann schon abgeschossen werden können, wenn sie "ernste Schäden" für Nutztierhalter verursachen. Bisher musste der betroffene Tierhalter in seiner Existenz bedroht sein, um eine Abschussgenehmigung zu erhalten.

+++ 13.44 Uhr: Bundesregierung führt organisatorische Gründe für Doppel-Flug in die USA an +++

Die Bundesregierung hat die Entscheidung verteidigt, zwei Regierungsmitglieder parallel in zwei Flugzeugen in die USA reisen zu lassen. Organisatorische Entscheidungen hätten den Ausschlag dafür gegeben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) am Sonntag getrennt über den Atlantik geflogen seien, sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

+++ 13.41 Uhr: Am Massaker von Ascq beteiligter Ex-SS-Mann stirbt vor Prozess +++

Ein wegen Volksverhetzung am Landgericht Hildesheim angeklagter früherer SS-Mann, der 1944 an einem Massaker im nordfranzösischen Ascq beteiligt war, ist tot. Das bestätigte die niedersächsische Gemeinde Nordstemmen am Montag. Der 96-Jährige hatte den Holocaust Ende vergangenen Jahres in einer Fernsehsendung heruntergespielt und den getöteten französischen Zivilisten Schuld an ihrem Schicksal gegeben. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf.

Bei dem Massaker in Ascq hatten SS-Mitglieder 86 Zivilisten als Racheakt für einen Sprengstoffanschlag auf einen Zug willkürlich getötet. Der frühere SS-Mann wurde nach dem Krieg von einem französischen Militärgericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nach französischem Recht war die Strafe wegen eines Kriegsverbrechens nach 20 Jahren verjährt. 2017 in Deutschland begonnene Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord wurden eingestellt, weil niemand wegen derselben Tat zweimal bestraft werden darf.

+++ 13.33 Uhr: Archäologen legen untergegangene Berliner Stadtquartiere frei +++

Mitten im Herzen von Berlin geht die Stadt ihrer eigenen Geschichte auf den Grund. Auf einer Fläche von zunächst etwa 5000 Quadratmetern sollen untergegangene Stadtquartiere rund um den historischen Molkenmarkt in Berlin-Mitte freigelegt werden. In den kommenden Jahren wollen Archäologie-Teams des Landesdenkmalamtes eine Fläche von insgesamt 25 000 Quadratmetern untersuchen. "Mit den nun begonnenen Grabungen entdecken wir unsere eigene Geschichte wieder", sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) laut Mitteilung am Dienstag zum Auftakt der Grabungen. 

Nach Angaben von Landeskonservator Christoph Rauhut liegen bis in die Tiefe von vier Metern "vielfältige Spuren aus 800 Jahren Stadtgeschichte: Fundamente von Bürgerhäusern, Klausurbauten des Franziskanerklosters oder auch diverse technische Anlagen wie ein vor 100 Jahren stillgelegtes Elektrizitätswerk neben dem Roten Rathaus". Auch jüngere Geschichtszeugnisse sollten archäologisch freigelegt, dokumentiert und geborgen werden. "Sie stellen mittlerweile eine wichtige Quelle für die moderne Geschichtsforschung und -vermittlung dar", sagte Rauhut.

+++ 13.28 Uhr: Entscheidung über Klage gegen Flüchtlingsamt-Chefin erst 2020 +++

Das Landgericht Bremen wird erst im kommenden Jahr über eine Zulassung der Anklage wegen Asylmissbrauchs im Bremer Flüchtlingsamt entscheiden. Das sagte ein Sprecher des Gerichts am Montag auf Anfrage. Da es nicht um eine Haftsache gehe, sei die Entscheidung nicht eilbedürftig. 

Nach langen Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Bremen vergangene Woche Anklage wegen mutmaßlicher Manipulationen in der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhoben. Angeklagt sind die Ex-Leiterin der Außenstelle sowie zwei Rechtsanwälte aus Hildesheim in Niedersachsen. Sie werden beschuldigt, Flüchtlinge systematisch vor der Abschiebung bewahrt oder ihnen einen besseren Aufenthaltsstatus beschafft zu haben. Angeklagt sind 121 Straftaten.

+++ 13.10 Uhr: Bauarbeiter auf Philippinen bei Abriss eines Hotelgebäudes getötet +++

Bei Abrissarbeiten an einem Hotel in der philippinischen Hauptstadt Manila sind zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Ein weiterer Arbeiter sei verletzt worden, als das betroffene Gebäude vorzeitig einstürzte, sagte Bürgermeister Isko Moreno. Die Leiche eines Bauarbeiters sei bereits geborgen worden. Die Bergung des zweiten Todesopfers aus den Trümmern dauerte noch an. Moreno sagte, er habe die städtische Baubehörde angewiesen, den Vorfall zu untersuchen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich demnach 22 Arbeiter auf der Baustelle.

+++ 13.01 Uhr: Bsirske ruft Verdi zu klarer Kante gegen die AfD auf +++

Der scheidende Verdi-Chef Frank Bsirske hat die Gewerkschafter aufgerufen, sich gegen Hass, Hetze und Menschenverachtung zu stellen - und gegen die AfD. Ein Zurück in die nationale Beschränktheit sei "das Letzte, was wir heute brauchen", sagte Bsirske am Montag in seinem Geschäftsbericht auf dem Bundeskongress der Dienstleistungsgewerkschaft in Leipzig. Die AfD wolle das Renteneintrittsalter anheben und die Erbschaftsteuer abschaffen. "Das ist nichts anderes als radikalisierter Neoliberalismus", sagte Bsirske. Mit den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten die AfD-Forderungen nicht das Geringste zu tun.

+++ 12.53 Uhr: Nach Gruppenvergewaltigung prüft Gericht Aufhebung von U-Haft +++

Nach der deutschlandweit Aufsehen erregenden Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg soll einer der elf Angeklagten nach dem Willen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft nach elf Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Der Vorwurf der Vergewaltigung gegen den 25 Jahre alten Mann aus Syrien könne nicht aufrechterhalten werden, sagte Staatsanwalt Rainer Schmid am Montag vor dem Landgericht Freiburg. Es gebe keine Beweise; es seien von ihm auch keine DNA-Spuren gefunden worden. 

Es bleibe der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung. Dieser rechtfertige aber keine U-Haft mehr. Ob der Haftbefehl aufgehoben wird, muss das Gericht entscheiden. Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die zehn anderen Angeklagten bleiben bestehen, wie der Staatsanwalt sagte. Angeklagt in dem Ende Juni begonnen Prozess sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren - die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Sie sitzen seit ihren Festnahmen alle in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen. 

+++ 12.48 Uhr: Fünf Frauen nach misslungenem Anschlag in Paris vor Gericht +++

Gut drei Jahre nach einem fehlgeschlagenen Anschlag nahe der Pariser Kathedrale Notre-Dame stehen in der französischen Hauptstadt fünf Frauen vor Gericht. Vier der mutmaßlichen Dschihadistinnen droht eine lebenslange Haftstrafe. Sie versuchten nach Angaben der Ermittler im September 2016, eine Autobombe vor mehreren Restaurants in der Nähe der Kathedrale zu zünden.

Die Angeklagten sind heute 22 bis 42 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft beschreibt sie als "Terrorkommando junger Frauen, die vollkommen empfänglich für die tödliche Ideologie des Islamischen Staats" waren. Sie folgten demnach Anweisungen des inzwischen getöteten französischen IS-Mitglieds Rachid Kassim, der als Drahtzieher von Anschlägen der Dschihadistenmiliz in Frankreich gilt.

+++ 12.44 Uhr: Mindestens neun Verletzte bei Explosion in Tirol +++

Bei einer Explosion in einem Gebäude in Tirol sind nach ersten Erkenntnissen neun Menschen verletzt worden. Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA befindet sich keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Drei von ihnen seien in Krankenhäuser nach Innsbruck und Hall in Tirol gebracht worden. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurde eine Person verschüttet. Der Sprecher bestätigte zudem Berichte, dass sich die Explosion in einem Geschäft ereignet hat. Laut einem Bericht des ORF Tirol stand das Gebäude nach der Explosion im Vollbrand, auf Bildern war zu sehen, dass das Gebäude in eine große Rauchwolke gehüllt war.

Zu der Explosion war es um 11.20 Uhr im kleinen Ort St. Jodok am Brenner gekommen. Die "Tiroler Tageszeitung" berichtete, dass eine angebohrte Gasleitung die Explosion ausgelöst haben könnte. "Es hat eine riesige Gasexplosion gegeben. Ein Haus ist eingestürzt. Es schaut katastrophal aus", sagte Klaus Ungerank, Bürgermeister der Gemeinde, der Tageszeitung "Kurier".

+++ 12.40 Uhr: Finanzchefin der Berliner Flughäfen hört vorzeitig auf +++

Gut ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des BER muss sich die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft eine neue Finanzchefin suchen. Die zuständige Geschäftsführerin Heike Fölster habe um die vorzeitige Auflösung ihres Vertrags gebeten, teilte das Unternehmen am Montag in Schönefeld mit. Zuvor hatte "Der Tagesspiegel" darüber berichtet. Fölster wechselt nach Informationen der dpa zur Deutschen Bahn und wird dort Finanzchefin der Konzerntochter DB Station & Service. 

Warum Fölster geht, teilte das Unternehmen nicht mit. Der Aufsichtsrat werde in seiner Sitzung am Freitag über anstehenden Schritte für eine Nachbesetzung beraten, hieß es nur. Fölster ist seit 2013 Finanzchefin des Unternehmens, das die Flughäfen Tegel und Schönefeld betreibt und den künftigen Hauptstadtflughafen BER baut.

+++ 12.35 Uhr: Schwede nach Unfall mit Elch gestorben +++

Ein Schwede ist bei einem Verkehrsunfall mit einem Elch ums Leben gekommen. Der Mann sei am Montagmorgen auf einer Straße in Lerum bei Göteborg mit seinem dreirädrigen Motorrad mit dem Tier zusammengestoßen, teilte die Polizei der Region Westschweden mit. Einige Stunden nach der Kollision sei der im Jahr 1963 geborene im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Ein Jäger wurde damit beauftragt, den Elch zu finden. Nach Behördenangaben kommt es in Schweden alle acht Minuten zu einem Wildunfall. Im September waren es bis Mitte des Monats mehr als 2000 Wildunfälle, darunter 240 mit Elchen.

+++ 12.34 Uhr: Ehepaar in Österreich bestellt Kleider und bekommt Drogen-Lieferung +++

Ein Ehepaar aus Linz in Österreich hat zusammen mit einer erwarteten Kleiderbestellung Ecstasy-Pillen im Wert von 500.000 Euro geliefert bekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sollte das Paket mit rund 25.000 Pillen eigentlich nach Schottland verschickt werden. Das Ehepaar aus Linz (58 und 59) hatte lediglich zwei Kleider über das Internet in den Niederlanden bestellt. Bereits bei der Übernahme habe sich das Paar über das Gewicht eines der beiden Pakete gewundert, berichtete die Polizei.

Die überraschten Empfänger brachten das Paket nach der Lieferung Anfang Mai daher zurück zur Post, wo das Erstaunen ebenfalls groß war. Die hinzugerufenen Ermittler konnte inzwischen den eigentlichen Empfänger in Schottland ausfindig machen und festnehmen.

+++ 12.32 Uhr: Lehrer scheitert mit Klage gegen Veröffentlichung von Klassenfoto in Jahrbuch +++

Lehrer können nach freiwilliger Mitwirkung an einem Fototermin für ein offizielles Klassenfoto nicht verlangen, dass die Aufnahme aus einem Schuljahrbuch entfernt wird. Eine entsprechende Klage eines Pädagogen wies das Verwaltungsgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung ab. Die Richer waren der Auffassung, dass der Lehrer durch seine Teilnahme an dem Fototermin zumindest stillschweigend eingewilligt hatte.

Darüber hinaus wäre eine gesonderte Einwilligung des Manns für eine derart unverfängliche Aufnahme im dienstlichen Rahmen laut Gericht theoretisch auch gar nicht erforderlich. Klassen- und Jahrgangsfotos seien wegen ihrer Bedeutung im örtlichen Umfeld von Schulen dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen, bei dem ein "Informationsinteresse der Öffentlichkeit" bestehe. Es liege daher kein rechtswidriger Eingriff in das Recht am eigenen Bild vor, den der Mann geltend machen könnte.

+++ 12.30 Uhr: Bundesregierung kompensiert CO2-Emission von Flügen und Autofahrten +++

Ihre dienstlichen Flüge und Autofahrten gleicht die Bundesregierung nach eigenen Angaben komplett durch Investitionen in Klimaschutzprojekte aus. Sie reagierte damit auf Medienberichte über die Flüge von Kabinettsmitgliedern in die USA in dieser Woche. Ein Sprecher des Umweltministeriums erklärte am Montag in Berlin, für Dienstreisen von Angehörigen von 121 Ministerien und Bundesbehörden im Jahr 2017 seien für rund 1,7 Millionen Euro Emissionsgutschriften in Höhe von etwas mehr als 300.000 Tonnen CO2 (Kohlendioxid) erworben worden. Für die Kompensation im Jahr 2018 seien rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Unterstützt wurden damit laut Umweltbundesamt unter anderem der Bau von Biogasanlagen in Nepal und der Einbau effizienter Kochöfen in ländlichen Gebieten Sambias.

+++ 12.18 Uhr: Italienischer Jäger erschießt auf Wildschweinpirsch seinen Vater +++

Im Süden Italiens hat ein italienischer Jäger auf der Wildschweinpirsch seinen Vater erschossen. Der 34-jährige Schütze sei gemeinsam mit seinem 55-jährigen Vater in unübersichtlichem Gelände in Sicignano degli Alburni südöstlich von Salerno unterwegs gewesen, berichteten örtliche Medien am Sonntag. Irrtümlich habe er seinen Vater für ein Wildschwein gehalten und ihn mit einem Bauchschuss getötet. Der Vorfall ereignete sich in einem Bereich eines Nationalpark, der für Jäger nicht zugelassen ist.

Nach dem Tod eines 18-Jährigen unter ähnlichen Umständen hatte das italienische Umweltministerium vor knapp einem Jahr ein landesweites Jagdverbot gefordert. Die Vorsitzende der italienischen Tieschutzliga, Michela Vittoria Brambilla, kritisierte nach dem jüngsten Vorfall, die Wälder und Felder in Italien seien zum "Wilden Westen" verkommen. Todesschüsse von Jägern müssten härter bestraft werden, forderte sie.

+++ 12.02 Uhr: Schleuse dicht – Nord-Ostsee-Kanal bleibt für große Schiffe gesperrt +++

Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt voraussichtlich bis Mittwochabend für große Schiffe gesperrt. Mit Bordmitteln könne das Problem am Schleusentor der großen Südkammer in Brunsbüttel nicht gelöst werden, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel am Montag. Es habe sich in der Vorrichtung, in die das Tor beim Öffnen hineinfährt, in einer Ecke sehr viel und auch harter Schlick gesammelt, der mit normalem Gerät und Tauchern nicht herausgeholt werden könne. Der Plan sei nun, einen Spezialbagger zu organisieren, sagte der Sprecher. Bis dieser in Brunsbüttel ist, dürfte aber einige Zeit vergehen. 

Schiffe mit mehr als 120 Metern Länge können seit Samstagmittag wegen des Problems an der Südkammer nicht mehr geschleust werden. Die Nordkammer ist derzeit wegen Wartungsarbeiten gesperrt. Die beiden benachbarten kleinen Schleusen sind aber weiter passierbar. Staus gibt es vor Brunsbüttel nach Angaben des Sprechers keine. Die Schiffe haben sich auf die längere Sperrung eingerichtet und fahren den Umweg über den Skagerrak um die Nordspitze Dänemarks herum, um von der Nordsee in die Ostsee zu gelangen.

+++ 12.00 Uhr: Spahn will Ausweichen auf Pflege-Leiharbeiter in Kliniken vermeiden +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will bei der geplanten besseren Vergütung der Pflege in den Krankenhäusern ein Ausweichen auf Leiharbeiter verhindern. "Leiharbeit in der Pflege soll die Ausnahme sein und nicht die Regel werden", sagte der CDU-Politiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Pflegekräfte in Krankenhäusern bräuchten Kollegen, auf die sie sich verlassen könnten und die sie auch bei Wochenend- und Nachtdiensten entlasteten. "Deswegen schaffen wir Anreize, Pflegekräfte fest anzustellen, statt auf Leiharbeit auszuweichen."

Konkret sollen höhere Kosten, die bei Leiharbeitskräften anfallen können, nicht von den Krankenkassen refinanziert werden, wie Spahn erläuterte. Dafür soll ein Änderungsantrag an einem anderen Gesetz angehängt werden, das in dieser Woche in den Bundestag eingebracht wird. Über die tarifvertragliche Vergütung hinausgehende Zusatzkosten und Vermittlungsprovisionen bei Leihpersonal sollen demnach nicht im künftigen "Pflegebudget" berücksichtigt werden, das die Kassen zahlen.

+++ 11.45 Uhr: Iran gibt britischen Öltanker frei +++

Der seit Mitte Juli in der Straße von Hormus beschlagnahmte britische Öltanker "Stena Impero" darf laut iranischem Präsidialamt in Teheran "losfahren". "Wie schon berichtet, sind die juristischen Untersuchungen abgeschlossen und die Verstöße des Schiffes wurden verziehen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei am Montag. Die Entscheidungen vor Ort zeigten, dass der Tanker losfahren dürfe, so der Sprecher laut Fars Nachrichtenagentur. Ob das Schiff beireits den Iran verlassen hat, sagte Rabiei nicht. 

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die juristischen Untersuchungen in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas hatten laut Teheran 65 Tage gedauert.

+++ 11.15 Uhr: Erstes Treffen von Pompeo und Lawrow seit Ende des INF-Vertrags angekündigt +++

US-Außenminister Mike Pompeo und sein russischer Kollege Sergej Lawrow wollen am Rande der UN-Generaldebatte zu ihrem ersten Treffen seit dem Ende des INF-Abrüstungsvertrages zusammenkommen. Das Treffen wurde am Sonntag (Ortszeit) vom US-Außenministerium für Freitag angekündigt. Das letzte bilaterale Treffen zwischen Pompeo und Lawrow fand Mitte Mai im russischen Sotschi statt. 

Der Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF - Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty) vom Dezember 1987 verlor Anfang August seine Gültigkeit. Es wird befürchtet, dass dies zu einem neuen Wettrüsten führt. Ein US-Regierungsvertreter sagte vor dem angekündigten Treffen von Pompeo und Lawrow, Washington wolle den "unheilvollen Einfluss autokratischer Staaten" wie Russland, Iran, Nordkorea, Venezuela, Syrien und China eindämmen.

+++ 11.12 Uhr: Lindner droht Koalition mit Nein der FDP im Bundesrat zu Klimapaket +++

FDP-Chef Christian Linder hat der Bundesregierung mit der Ablehnung des Klimapakets im Bundesrat gedroht, falls sie den Grünen zu viele Zugeständnisse macht. "Die Bundesregierung muss eines wissen: Für uns ist wichtig, dass eine Klimapolitik der Mitte und der Vernunft gemacht wird", sagte Linder am Montag in Berlin. "Wer also auf die Grünen zugeht in ihrer Rigorosität und Einseitigkeit, der wird auf der anderen Seite die Zustimmung der drei FDP-geführten Bundesländer verlieren."

Die FDP regiert derzeit in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit. Mehrere der von der Koalition in ihrem Klimapaket vereinbarten Maßnahmen werden voraussichtlich der Zustimmung des Bundesrats bedürfen. Dabei ist die Bundesregierung auch auf Stimmen von Ländern angewiesen, in denen die Grünen mitregieren. Unter Umständen könnte auch die Unterstützung der FDP erforderlich werden.

+++ 10.51 Uhr: Sieben Kinder sterben bei Einsturz eines Klassenzimmers in Nairobi +++

Beim Einsturz eines Klassenzimmers in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind sieben Kinder ums Leben gekommen. Dutzende weitere Schüler wurden verletzt, wie ein Regierungssprecher am Montag mitteilte. 57 Kinder wurden demnach ins Krankenhaus eingeliefert. Das Unglück ereignete sich an der Precious Talent Academy im Stadtteil Dagoretti. Hunderte wütende Anwohner des von Armut geprägten Viertels versammelten sich rund um die Schule. Das Gebäude brach kurz nach sieben Uhr ein, als die Schüler den Klassenraum betraten. 

+++ 10.45 Uhr: Italiens Innenministerin zu Seenot-Treffen: "Gute Aussichten" +++

Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese hat sich vor dem EU-Treffen zur Seenotrettung auf Malta optimistisch geäußert. "Hoffen wir, dass die Arbeit gut läuft. Wir haben gute Aussichten", sagte die parteilose Ministerin bei der Ankunft in dem Ort Vittoriosa am Montag. Nähere Informationen wolle sie erst nach dem Treffen bekanntgeben. Lamorgese war Anfang September dem rechtspopulistischen Lega-Chef Matteo Salvini im Innenministerium gefolgt. 

Bei dem Treffen in Malta beraten Bundesinnenminister Horst Seehofer und seine Kollegen aus Frankreich, Italien und Malta über eine Übergangslösung für aus Seenot gerettete Migranten. Bei dem Treffen soll eine Grundsatzeinigung gefunden werden, wie Bootsmigranten aus dem zentralen Mittelmeer künftig auf andere Staaten verteilt werden. Italien pocht darauf, dass die geretteten Migranten auch auf andere EU-Staaten verteilt werden.

+++ 10.18 Uhr: Irans Präsident will bei der UN für "langfristigen Frieden" werben +++

Irans Präsident Hassan Ruhani will bei der UN-Vollversammlung in New York für einen "langfristigen Frieden" im Nahen Osten plädieren. Dieses Jahr sei die UN-Veranstaltung wegen der Spannungen in der Region enorm wichtig und es gebe diverse Diskussionsthemen - "der Iran will daher für einen langfristigen Frieden in der Region plädieren und der ist über eine regional-interne Zusammenarbeit zu verwirklichen," sagte Ruhani am Montag vor seiner Abreise nach New York.

+++ 10.09 Uhr: Jeder Fünfte in Deutschland ist tätowiert +++

Mehr als jeder fünfte Bundesbürger ist mittlerweile tätowiert. In einer am Montag veröffentlichten Ipsos-Umfrage im Auftrag des Magazins "Apotheken Umschau" gaben 21 Prozent der Frauen und Männer an, mindestens eine Tätowierungen zu haben. Damit verdoppelte sich der Anteil in den vergangenen sieben Jahren nahezu. 2012 hatten erst 11,4 Prozent der Bundesbürger Tattoos getragen. Besonders verbreitet sind Tattoos unter den 20- bis 29-Jährigen. Fast jeder Zweite (47,1 Prozent) in dieser Altersgruppe ist tätowiert, bei den 30- bis 39-Jährigen ist es jeder Dritte (33,9 Prozent).

+++ 10.04 Uhr: VW steigt in Batteriezellfertigung ein +++

Volkswagen hat mit der Produktion eigener Batteriezellen für Elektroautos begonnen. Am Montag eröffnete der Konzern im Werk Salzgitter eine Pilotfertigung für Kleinserien. Zunächst sollen so weitere Erfahrungen gewonnen werden - das Projekt ist aber auch als Basis für eine Zellherstellung im großen Rahmen angelegt. Bis zum Jahreswechsel 2023/24 werden mehr als eine Milliarde Euro investiert. Dann soll auch eine mit dem schwedischen Partner Northvolt betriebene Zellfabrik ihren Betrieb aufnehmen.

+++ 9.55 Uhr: Condor darf Thomas-Cook-Fluggäste nicht mehr annehmen +++

Der Ferienflieger Condor darf aus rechtlichen Gründen Urlauber, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben, nicht mehr an ihr Reiseziel bringen, teilte die Airline mit. Die deutsche Thomas Cook hatte nach der Insolvenz der britischen Mutter mitgeteilt, man könne nicht gewährleisten, dass gebuchte Reisen mit Abreisedatum 23. und 24. September stattfänden.  

Alle Flüge gestrichen: Thomas Cook ist pleite: Rückholaktion für mehr als 150.000 Briten

+++ 9.10 Uhr: Pleite von Thomas Cook "Erdbeben Stärke 7" für griechischen Tourismus +++

Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook schockiert den griechischen Tourismussektor. "Das ist ein Erdbeben der Stärke 7, und der Tsunami kommt erst noch", sagte der Präsident des kretischen Tourismusverbands, Michalis Vlatakis, griechischen Medien. So hätten auf Kreta rund 70 Prozent aller Tourismusunternehmen Verträge mit dem Reise-Riesen. Allein 2019 habe Thomas Cook gut 400.000 Besucher nach Kreta gebracht. "Derzeit sind noch etwa 20.000 da", sagte Vlatakis. Nun gelte es, diese Kunden bestmöglich zu versorgen, damit sie Kreta auch künftig treu blieben. 

+++ 8.46 Uhr: Gewerkschaft macht Regierung für Thomas-Cook-Pleite verantwortlich +++

Die britische Transportgewerkschaft TSSA hat die Regierung in London für die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verantwortlich gemacht. "Die Regierung hatte viele Möglichkeiten, Thomas Cook zu helfen, hat sich aber für das ideologische Dogma entschieden, anstatt Tausende Jobs zu retten", sagte Gewerkschaftschef Manuel Cortes einer Mitteilung zufolge. "Dass sie (die Regierung) unsere Mitglieder lieber hängen lassen als Thomas Cook zu retten, ist beschämend und falsch."

+++ 7.30 Uhr: Johnson sichert Thomas-Cook-Urlaubern Regierungshilfe zu +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat den gestrandeten Urlaubern des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook die Hilfe seiner Regierung versprochen. "Wir werden unser Bestes tun, um sie nach Hause zu holen. Es wird Pläne dafür geben, wenn es notwendig wird", sagte Johnson.  

Er äußerte sich der Nachrichtenagentur PA zufolge in der Nacht zum Montag noch vor der Einstellung des Unternehmensbetriebs an Bord einer Regierungsmaschine auf dem Weg nach New York. "Der Staat muss auf die eine oder andere Weise eingreifen, um gestrandeten Urlaubern zu helfen." Nach Angaben der britischen zivilen Luftfahrtbehörde sind 150.000 britische Touristen im Ausland von dem Aus betroffen.

+++ 4.49 Uhr: Italienische Staatsanwaltschaft wirft 15 Gefängniswärtern Folter vor +++

Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt einem Medienbericht zufolge wegen Foltervorwürfen gegen 15 Gefängniswärter. Die Beamten eines Gefängnisses im norditalienischen San Gimignano sollen einem Bericht der Zeitung "Repubblica" zufolge einen tunesischen Gefängnisinsassen misshandelt haben. Die Staatsanwaltschaft in Siena wirft den Beamten demnach vor, den Gefangenen im vergangenen Jahr geschlagen und erniedrigt zu haben. Vier der Wärter sollen bereits vergangene Woche vom Dienst freigestellt worden sein.

+++ 4.02 Uhr: Reisekonzern Thomas Cook meldet Insolvenz an +++

Der britische Reisekonzern Thomas Cook hat sich für insolvent erklärt. Trotz "beträchtlicher Bemühungen" bei Gesprächen über eine Rettung des 178 Jahre alten Traditionsunternehmens sei keine Einigung erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Der Verwaltungsrat habe deshalb beschlossen, dass "er keine andere Wahl habe, als mit sofortiger Wirkung Schritte zur Zwangsauflösung" einzuleiten, hieß es weiter.

+++ 3.36 Uhr: Tutanchamun-Ausstellung in Paris bricht Rekorde +++

Die große Tutanchamun-Ausstellung in Paris ist am Sonntag mit einem französischen Besucherrekord zu Ende gegangen. 1,42 Millionen Menschen besuchten nach Angaben der Veranstalter die Ausstellung im Kulturzentrum Grande Halle de La Villette. Damit brach die im März eröffnete Ausstellung "Tutanchamun: Der Schatz des Pharaos" auch den bisherigen französischen Besucherrekord einer anderen Tutanchamun-Ausstellung aus dem Jahr 1967. Damals wollten 1,24 Millionen Besucher die Pharaonenschätze sehen. 

Ab November wird die Tutanchamun-Ausstellung in London gezeigt. Zu sehen gibt es darin unter anderem mehr als 150 Schätze aus dem Grab des berühmten ägyptischen Königs Tutanchamun. Fast alle der insgesamt rund 3400 Exponate stammen aus dem Ägyptischen Museum in Kairo. 

+++ 2.49 Uhr: Italien lässt 182 Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking" an Land +++

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche lässt Italiens neue Regierung Flüchtlinge an Bord der "Ocean Viking" an Land. Das Rettungsschiff dürfe in den Hafen der sizilianischen Stadt Messina einfahren, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ein Vertreter des Innenministeriums in Rom bestätigte die Öffnung des Hafens gegenüber der Zeitung "La Stampa".

ivi / mik / AFP / DPA