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Omar Mateen postet während Massaker: "Wirkliche Muslime werden niemals den dreckigen Westen akzeptieren"

"Jetzt schmeckt ihr die Rache von ISIS" – Orlando-Attentäter Omar Mateen hat offenbar während der Schießerei auf Facebook gepostet und nach seiner eigenen Tat gesucht. Außerdem soll er weitere Anschläge angekündigt haben.

Orlando: Omar Mateen Selfie

Orlando-Attentäter Omar Mateen war viel in sozialen Netzwerken unterwegs. Nicht nur auf MySpace, wo dieses Foto herkommt, sondern auch auf Facebook

Als er noch dabei war, zahllose Menschen zu erschießen, zückte Omar Mateen offenbar sein Handy, um bei Facebook nach "Pulse Orlando" und "Shooting" zu suchen. Das haben die Ermittlungen der Behörden ergeben. Danach nutzte der Attentäter fünf Profile bei dem sozialen Netzwerk. Der US-Senat bittet Facebook deshalb um Hilfe bei der Aufarbeitung des Blutbads. Mateen hatte am Wochenende 49 Menschen im "Pulse"-Klub in Orlando Florida erschossen. 

Orlando-Schütze schwörte auf den IS

Die Auswertung der diversen Postings hat zudem ergeben, dass der Schütze noch am Tag des Massakers die "schmutzigen Wege des Westens" anprangerte die USA, die "wahre Muslime niemals akzeptieren" würden und beschuldigte die Vereinigten Staaten, mit ihren Drohnenangriffen für den Tod unschuldiger Frauen und Kinder verantwortlich zu sein. "Jetzt schmeckt ihr die Rache von ISIS", soll Mateen geschrieben haben. In einem weiteren Facebook-Post habe er, wie bereits in einem Notruf bei der Polizei, dem Chef des Islamischen Staats, Abu Bakr al Bagdadi seine Treue geschworen. Außerdem habe er weitere Attentate des IS in den "nächsten Tagen" angekündigt.


Die Postings sowie die Profile seien mittlerweile gelöscht worden, damit sich Mateens Botschaften sich nicht weiter verbreiten , hieß es. Wie der zuständige Senatsausschuss an die Informationen gelangt war, ist nicht bekannt. Der Ausschussvorsitzende Ron Johnson hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg einen Brief geschrieben, und um sämtliche Daten von Omar Mateens Account und die ihm zugerechneten Nutzerkonten zu erhalten. Facebook hat bislang offenbar nicht reagiert.

"Pulse" war das Ziel, nicht Disney World

Die Ermittler gehen mittlerweile auch davon aus, dass der vor allem bei Schwulen und Lesben beliebte Nachtclub das geplante Ziel des Täters war. "Es gibt nichts, das darauf hindeutet, dass es ein anderes Ziel gab als das 'Pulse'", sagte Ron Hopper von der Bundespolizei FBI. Die Sicherheitsbehörden dementieren damit Berichte, wonach das "Pulse" nur seine zweite Wahl gewesen war und er es eigentlich auf Disney World in Orlando abgesehen hatte.


nik