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Geheimversteck Neffe von Drogenboss Pablo Escobar findet 18 Millionen Dollar in Hauswand

Pablo Escobar
Pablo Escobar (l.) im Jahr 1983 beim Besuch eines Fußballspiels im kolumbianischen Medellín
© Picture Alliance
Bevor er 1993 erschossen wurde, hatte der mächtige Drogendealer Pablo Escobar ein beträchtliches Vermögen angehäuft – und ein Teil davon ist jetzt offenbar in Kolumbien wieder aufgetaucht.

Ein Neffe des berüchtigten Drogenbarons Pablo Escobar hat gegenüber kolumbianischen Medien angegeben, dass er in einer Wand in einem der Häuser seines Onkels eine Plastiktüte mit 18 Millionen US-Dollar (rund 15,5 Millionen Euro) entdeckt habe. Wie die BBC berichtet, habe Nicolás Escobar eine Vision gehabt, die ihm mitgeteilt habe, wo er den eingemauerten Schatz finden würde.

Neben dem Geld habe Escobar nach eigenen Angaben auch eine Schreibmaschine, Satellitentelefone, einen Stift aus Gold, eine Kamera und eine Filmrolle gefunden. Es sei allerdings nicht das erste Mal gewesen, dass er an Orten, in denen sich sein Onkel einst versteckt gehalten hatte, auf Geld gestoßen sei.

Millionen in der Hauswand: "Der Geruch war erstaunlich"

Kein Wunder: Seit dem Tod von Pablo Escobar machen in dessen Heimatstadt Medellín Gerüchte die Runde, dass der Drogenboss noch weitere Millionen an verschiedenen Plätzen der Metropole versteckt haben könnte. Escobars Vermögen zum Zeitpunkt seines Todes wurde von "Forbes" auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt, zu Lebzeiten wurde er von dem Magazin über sieben Jahre auf der Liste der weltweiten Milliardäre geführt.

Das nun gefundene Geld habe nach Angaben des Neffen offenbar schon lange in dem Versteck gelagert. Er habe stets einen seltsamen Geruch wahrgenommen, wenn er an jener Stelle der Wand vorbeigelaufen sei, so Nicolàs Escobar: "Der Geruch war erstaunlich. Ein Geruch, der 100 Mal schlimmer war als etwas, das gestorben ist."

Pablo Escobar etablierte sein Kartell in den 70er Jahren in Medellín. In der erfolgreichsten Zeit zeichnete sein Imperium für 80 Prozent des Kokains, das in die USA geschmuggelt wurde, verantwortlich.

Obwohl er sich in der kolumbianischen Bevölkerung durchaus großer Popularität erfreute, weil er aus bescheidenen Verhältnissen kam und immer wieder große Summen in arme Viertel von Medellín investierte, soll Escobar Schätzungen zufolge insgesamt für rund 4000 Todesfälle verantwortlich sein.

tim

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