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Passagiermaschine verunglückt: Bis zu 70 Tote im Nordwesten des Irans

Beim Absturz einer Passagiermaschine im Nordwesten des Irans sind am Sonntag zwischen 55 und 74 Menschen ums Leben gekommen. 32 weitere Menschen seien verletzt geborgen worden, zitierte die Nachrichtenagentur Irna einen Verantwortlichen der Rettungskräfte.

Bei einem Flugzeugunglück im Nordwesten des Iran sind nach abweichenden Angaben zwischen 55 und 74 Menschen ums Leben gekommen. Von den bis zu 106 Menschen an Bord der Boeing 727 hätten bei der Bruchlandung auf freier Fläche etwa 32 überlebt, zitierte die Agentur IRNA einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond. Die Verwaltung der Provinz West-Aserbaidschan sprach von 55 Todesopfern, wie die Agentur ISNA meldete. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Abend erste Bilder von der abgestürzten Maschine. An der Unfallstelle behinderte Schneefall die Rettungsarbeiten.

Der Leiter des Notfallzentrums der Region, Gholam-Reza Massoumi, hatte zunächst von mindestens 18 Todesopfern gesprochen. Diese Zahl wurde später nach oben korrigiert. Verkehrsminister Ahmad Majodo sagte der Nachrichtenagentur Fars, die Maschine sei aus der Hauptstadt Teheran gekommen und habe den Flughafen der Stadt Urmia angesteuert. Aus bisher unbekanntem Grund habe sie zehn Minuten vor der geplanten Landung notlanden müssen. In Brand geraten sei das Flugzeug dabei nicht. Anwohner seien sofort zu Hilfe geeilt.

Die staatliche Fluggesellschaft Iran Air teilte mit, insgesamt seien 106 Menschen an Bord gewesen. In Regierungsberichten war zunächst von 100 bis 105 Menschen die Rede gewesen. Ob auch Ausländer im Flugzeug waren, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Boeing 727 der Iran Air schlug nach ersten Erkenntnissen in einem Tal nahe Urmia auf, der Hauptstadt der Provinz West- Aserbaidschan am Westufer des Urmiasees. Nebel und schlechtes Wetter hätten die Sicht erschwert, hieß es.

AFP/DPA / DPA