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Philippinen: Rebellen behindern Rettungsarbeiten

Nach dem heftigen Sturm auf den Philippinen hat sich die Zahl der Toten auf 500 erhöht. Die Rettungsarbeiten werden nicht nur durch Erdrutsche und Überschwemmungen behindert.

Nach den verheerenden Unwettern auf den Philippinen mit rund 500 Toten und Vermissten gestalten sich die Rettungs- und Bergungsarbeiten schwierig. Erdrutsche und Überschwemmungen haben einige der am schwersten betroffenen Orte von der Außenwelt abgeschnitten. "Wir müssen mit aller Vorsicht in die Gebiete gehen, um die Lage nicht noch schlimmer zu machen", sagte Präsidentensprecher Ignacio Bunye. Schlechtes Wetter und tief hängende Wolken behinderten den Einsatz von Hubschraubern.

Rebellen erschweren Rettungsarbeiten zusätzlich

In der Provinz Quezon mussten Soldaten und Rettungskräfte kilometerweit zu Fuß gehen, um die Küstenstadt Real zu erreichen. Allein dort kamen mindestens 114 Menschen ums Leben, weitere 150 wurden noch vermisst.

Insgesamt starben in der Provinz nach Angaben von Sozialministerin Corazon Soliman 306 Menschen. In der Provinz Bulacan wurden Soldaten auf dem Weg zu einem Hilfseinsatz von kommunistischen Rebellen angegriffen. Nach Militärangaben wurden zehn Soldaten und ein Aufständischer getötet.

Unterdessen warnten Meteorologen vor einem neuen Taifun. Der Tropensturm "Nanmadol" habe die Philippinen erreicht und bedrohe die bereits betroffenen Gebiete mit Windgeschwindigkeiten bis zu 195 Kilometern pro Stunde.

DPA / DPA