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Coburg Feuerwehrmann stirbt bei Verkehrsunfall - am Steuer saß sein Vater

Coburg: Feuerwehrmann stirbt bei Verkehrsunfall - am Steuer saß sein Vater
Es sollte eine harmlose Routinefahrt für die Mitglieder der Coburger Feuerwehr werden - dann passierte der tödliche Unfall, ein 20-Jähriger starb. Gaffer störten die Rettungsarbeiten und bedrohten Helfer.

Bei einem Verkehrsunfall mit einem Feuerwehrfahrzeug ist im nordbayerischen Coburg ein junger Feuerwehrmann gestorben. Am Steuer des 18 Tonnen schweren Wagens saß der 47 Jahre alte Vater des 20-Jährigen, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigte.

Der Sohn habe auf dem Beifahrersitz des Feuerwehrautos gesessen. Aus zunächst unklarer Ursache kam das Tanklöschfahrzeug am Montagabend von der Fahrbahn ab, prallte gegen eine Mauer und kippte um. Der 20-Jährige wurde eingeklemmt. Rettungskräfte kamen ihrem Kollegen zwar zu Hilfe und konnten ihn befreien - er starb jedoch wenig später im Krankenwagen an seinen schweren Verletzungen. Der Vater erlitt bei dem Unfall selbst leichte Verletzungen und stand unter Schock. Er war deshalb zunächst nicht vernehmungsfähig.

Coburgs Bürgermeister tief betroffen

"Wir verlieren einen verlässlichen Kameraden und auch einen guten Freund", sagte Stadtbrandrat Ingolf Stökl. Auch Coburgs dritter Bürgermeister Thomas Nowak, der kurz nach dem Unfall am Ort des Geschehens war, zeigte sich tief betroffen. Er ordnete für die kommenden drei Tage Trauerbeflaggung an allen Verwaltungs- und Feuerwehrgebäuden der Stadt an. Zudem wurde der "Tag der offenen Tür" der Freiwilligen Feuerwehr im September abgesagt.

Gaffer zu Helfern: "Ich hau' dir eine aufs Maul!"

Nach Angaben der Polizei störten Gaffer die Arbeiten der Rettungskräfte. Ein 43-Jähriger und sein 15 Jahre alter Sohn seien demnach in den abgesperrten Bereich an der Unfallstelle gegangen und hätten mit einem Smartphone Videos machen wollen.  Ein Feuerwehrmann habe die beiden daraufhin gebeten, nicht zu filmen und zu stören. Laut Polizei griff der 43-Jährige den ehrenamtlichen Feuerwehrmann verbal an und drohte: "Ich hau' dir eine aufs Maul!" Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung, Beleidigung und möglicher unterlassener Hilfeleistung.

wue DPA

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