Mitten in Manhattan
Frau stürzt auf Fifth Avenue in offenen Gully und stirbt

Ein offener Gully wurde in New York zur tödlichen Falle (Archivbild)
Ein offener Gully wurde in New York zur tödlichen Falle (Archivbild)
© IMAGO/Richard B. Levine

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Tragischer Tod in New York City: Eine Frau steigt vor einem Juwelier aus ihrem Mercedes und fällt mehrere Meter tief in einen Gully-Schacht. Wie konnte das passieren?

Eine 56-Jährige ist in New York bei einem tragischen Unfall gestorben. Die Frau fiel mitten auf der berühmten Fifth Avenue in Manhattan in einen offenen Gully und stürzte rund drei Meter tief. Einsatzkräfte befreiten die bewusstlose Frau aus dem Schacht und brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie für tot erklärt wurde.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht auf Dienstag vor einem Laden des Luxusjuweliers Cartier. Die Frau hatte ihren Mercedes am Straßenrand geparkt und war ausgestiegen. Der Gully befand sich auf der Straßenseite unmittelbar neben der Fahrertür, wie Fotos des Unfallortes in US-Medien zeigen.

„Sie machte ein paar Schritte und verschwand einfach“, zitiert die New York Times einen Augenzeugen des Geschehens. Danach habe man die Schreie des Opfers gehört. Als die herbeigerufenen Einsatzkräfte die Frau rund 20 Minuten nach dem Sturz befreien konnten, war sie offenbar schon nicht mehr ansprechbar.

Nicht der erste lose Gullydeckel in New York

Der lose Gullydeckel wurde nach dem Unglück einige Meter entfernt gefunden, berichtet ABC. Es habe in dem Bereich keine Baustelle gegeben und der Bereich sei auch nicht abgesperrt gewesen. Möglicherweise hat sich der Gullydeckel dadurch gelöst, dass ein schwerer Laster darüberfuhr. Das erklärte der Energieversorger Con Edison nach Sichtung von Videoaufnahmen. Demnach sei das Fahrzeug rund zwölf Minuten vor dem Unglück über den Gully gefahren.

Con Edison betreibt das Fernwärmenetz von New York City, zur Kanalisation gehören rund 285.000 Gullys. Während der Versorger von einem „seltenen Vorfall“ spricht, berichtet die Times von häufigen Problemen. Allein in diesem Jahr habe es schon mehr als 700 Serviceanfragen wegen fehlender Gullydeckel bei der Stadt gegeben.

Das Opfer stammte Medienberichten zufolge aus Briarcliff Manor, einem Vorort nördlich von New York City. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Quellen: AFP / ABC / New York Times / New York Post

bak

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