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Frische Pizza in drei Minuten In Rom steht nun ein Pizza-Automat – die Italiener sind skeptisch

Nahe der Piazza Bologna in Rom steht nun ein Pizza-Automat eines italienischen Start-ups. 
Nahe der Piazza Bologna in Rom steht nun ein Pizza-Automat eines italienischen Start-ups. 
© Instagram / mr.go_distributoriautomatici
Ein Start-up hat auf Roms Piazza Bologna einen Pizza-Automaten aufgestellt, der in gerade einmal drei Minuten frische Pizza backen soll – und das 24 Stunden am Tag. Doch nicht alle freuen sich. 

Seit ein paar Tagen steht in der Via Catania in Rom, in der Nähe der Piazza Bologna, ein Pizza-Automat. Der rote Kasten gleicht in der Optik einem klassischen Snackautomaten, ist aber das Pilotprojekt eines italienischen Start-ups mit dem Namen "Mr. Go", das die wichtigsten Städte des Landes "im Dienste des Verbrauchers" mit seinen Pizza-Automaten erobern möchte. In nur drei Minuten soll die Maschine alle Zutaten des Teigs mischen, würzen, belegen und backen.

Die Technologie, auf die sich "Mr. Go" stützt, ist eigentlich das Ergebnis der Forschung eines internationalen Start-ups, das im Food-Tech-Bereich tätig ist und den Automaten unter der Marke "Let's Pizza" patentiert hat. An dem Projekt sind auch "Cibo Labs" aus Bozen in Südtirol beteiligt, die bereits seit zehn Jahren daran arbeiten, dass die Maschine effizient arbeitet und eine entsprechende Qualität abliefert.

Die Zubereitung der Pizza aus dem Automaten

In der vollautomatischen Maschine wird zunächst Mehl mit Wasser vermischt, um eine 160-Gramm-Teigkugel zu erhalten. Dann wird der Teig gepresst, bis er zu einer Scheibe wird, damit auf dieser die Tomatensoße verteilt werden kann. Danach folgen die Beläge, die bis zum Zeitpunkt der Zubereitung vakuumverpackt in einer Kühleinheit liegen. Zum Schluss kommt die Pizza in den Ofen, wo sie bei 380 Grad gart. Schlussendlich wird die Leibspeise Italiens in einem klassischen Pizzakarton aus dem Automaten geworfen – genau wie bei einer Pizza zum Mitnehmen.

Pizzaliebhaber wissen, dass in den Teig eigentlich Hefe gehört. Kritische Stimmen ließen direkt nach dem Aufbau nicht lange auf sich warten und so fragen die User zurecht in den Kommentarspalten auf der Facebookseite von "Mr. Go": "Was ist mit der Hefe?" Doch die Betreiber können die Nutzer beruhigen. Im Teig befände sich eine kleine Menge Hefe, die während des Garens aufginge.

Von Skepsis bis Begeisterung

In den sozialen Medien reicht das Stimmungsbarometer von skeptisch bis begeistert. Während die einen den Untergang des Pizzabäckers kommen sehen – schließlich gilt das Pizzabacken in Italien als eine Art Kunstform –, heben andere den größten Nutzen des Produkts hervor: die Bequemlichkeit.

Natalie Gleitmann zeigt ihr Pizza-Rezept

Zwar kann man bisher aus dem Automaten nur zwischen "Margherita", "Diavola" (mit Peperonisalami), "Pancetta" (Speck) und "Vier Käse" wählen. Dennoch verspricht das Produkt, besser als die herkömmliche Tiefkühlpizza und frisch wie von der Pizzeria zu sein – und das in kürzerer Zeit. Der Automat steht außerdem an einer hochfrequentierten Stelle, an der sich vor allem viele Studenten aufhalten, die der Preis zwischen vier und sechs Euro überzeugen dürfte.

Quelle: "Gambero Rosso"

yak

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