HOME

NRW: Rätsel in Salzkotten: Pommesbude spurlos verschwunden

Jedes Jahr im November findet in Salzkotten der Martinimarkt satt. Auch der Schausteller Ludwig Leidgen wollte an der traditionellen Kirmes teilnehmen. Doch statt seinen holländischen Pommes wurde er dort seine Bude los.

Eine Kirmes ohne Pommes? In Salzkotten ist gleich eine ganze Pommesbude verschwunden.

Eine Kirmes ohne Pommes? In Salzkotten ist gleich eine ganze Pommesbude verschwunden.

Der Martinimarkt ist das älteste Volksfest in Salzkotten. Jedes Jahr im November reisen zahlreiche Schausteller zu dem kulturellen Highlight der Region an. So auch Ludwig Leidgen. Vor rund drei Wochen machte er sich mit seiner Pommesbude auf den Weg. "Ich dachte, wir könnten kurzfristig noch einen Standplatz bekommen", erzählte er dem "Westfalen Blatt". "Leider hat es nicht geklappt."

Der aus Recklinghausen kam zu spät. Was also tun? Mit der Pommesbude in Form eines Fachwerkhauses im Schlepptau zurück nach Hause tuckern? Die Entscheidung fiel dagegen. "Weil unser Fahrer nicht fünf Stunden wieder zurück nach Recklinghausen zockeln wollte, hat er den Wagen in einem Salzkottener Gewerbegebiet abgestellt", sagte Leidgen. "Das machen wir öfter so." In einem solchen Gewerbegebiet stünde der Anhänger niemandem im Weg. Und falls es in der Nähe noch einmal eine Kirmes gebe, wäre man schneller da. 

Doch am nächsten Tag erlebte der Schausteller eine böse Überraschung: Der Fahrer wusste nicht mehr, wo er den Wagen abgestellt hatte. Es sei dunkel gewesen. Zwar habe er den Straßennamen ins Handy eingetippt, diesen aber später versehentlich gelöscht, rechtfertigte der Mann seine Erinnerungslücke. "In Paris ist mir das schon einmal passiert. Aber da habe ich den Wagen nach drei, vier Stunden wiedergefunden", so Leidgen. In Salzkotten bleibt der Wagen samt der Pommesbude seitdem aber verschwunden. 

Verschwundene Pommesbude: 250 Euro Finderlohn

"Das ist ja eine äußerst kuriose Geschichte", so der Thomas Peitzmeier, Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste der nordrhein-westfälischen Stadt. Ihm sei kein gestrandetes Fachwerkhaus auf Rädern gemeldet worden, sagte er dem " Blatt". Wenn Anhänger oder Wagen mehrere Tage lang an einer Stelle stehen, bekäme seine Abteilung sehr schnell Anrufe: "Das wäre längst aufgefallen." Außerdem sei das Gewerbegebiet von Salzkotten nun wirklich überschaubar. 

Aber wenn die Pommesbude nicht dort ist, wo ist sie dann? Leidgen ist verzweifelt: "Wir brauchen den Wagen, wir müssen im Moment mächtig improvisieren", sagte er dem Lokalblatt. Zurzeit stehe er mit einem anderen Imbisswagen auf dem Weihnachtsmarkt in Gelsenkirchen-Buer. "Ich setze eine Belohnung aus für denjenigen, der den Wagen findet." 250 Euro winken dem Finder. Gesucht wird ein Fachwerkhaus auf Rädern mit der Aufschrift "Holländische Pommes" im Giebel in Fahrtrichtung links und dem Kennzeichen RE-TC 121.

Fastfood-Klassiker: Pommes mit Ketchup? Selber machen!
ivi
Themen in diesem Artikel