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Wintereinbruch in Dänemark Kunden und Angestellte sitzen wegen Schneesturm bei Ikea fest – und machen eine Übernachtungsparty daraus

Der Schriftzug IKEA ist auf der Fassade eines Möbelhauses zu sehen
Einmal bei Ikea übernachten: Dieses einmalige Erlebnis hatten mehrere Kunden und Angestellte wegen eines Schneesturms im dänischen Aalborg (Symbolbild)
© Federico Gambarini / DPA
Am Mittwoch fegte ein Schneesturm über den Norden Dänemarks. Eine Ikea-Filiale in Aalborg wurde dadurch so sehr eingeschneit, dass Kunden und Angestellte dort festsaßen und übernachten mussten. Doch ganz so schlimm war es dann doch nicht.  

Es ist wohl der Traum vieler: Einmal bei Ikea in den Ausstellungsräumen übernachten, Hotdogs und Köttbullar essen. Erlaubt ist es leider nicht. Außer man sitzt wegen eines Schneesturms in der Filiale fest.

Passiert ist das einer Gruppe von Angestellten und Kund:innen im dänischen Aalborg. Am Mittwoch hatte es im Norden Dänemarks so heftig geschneit, dass der Verkehr stark beeinträchtigt war. Der öffentliche Nahverkehr wurde gestoppt und die Polizei warnte vor Autofahrten. Straßen waren glatt und eingeschneit. Das betraf auch die Straßen rund um die örtliche Ikea-Filiale. Weil es zu riskant war, sich auf die Straßen zu begeben, bot man sechs Kund:innen und circa 20 bis 25 Mitarbeitenden an, in dem Möbelhaus zu übernachten.

Fernsehabend und warme Betten bei Ikea

Aus der Situation machte man aber das Beste, wie der Chef der Filiale, Peter Elmose, dem Fernsehsender TV2 sagte: "Wir haben gerade den TV-Adventsskalender gesehen und zu Abend gegessen. Jetzt gucken wir ein bisschen Fußball und machen es uns gemütlich."

Dass er und andere in der Filiale übernachten mussten, damit habe Elmose nicht gerechnet. "Bereits um 16 Uhr, wo wir normalerweise die Mitarbeiter wechseln, konnten wir merken, dass es Probleme gab. Es hat sich schnell entwickelt, und am Abend mussten wir einsehen, dass es nicht sicher war, den Ort zu verlassen", sagte er.

Die Eingeschlossenen durften sich für die Nacht ein Bett im Ausstellungsraum aussuchen. "Der Abend und die Nacht waren gut. Besser, als in seinem Auto zu schlafen. Es war schön warm", erzählte Michelle Barrett dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk DR. "Alle waren einfach so süß und wir haben eigentlich nur über die Situation gelacht, weil wir das wohl nicht noch einmal erleben werden"

Keine Werbeaktion, betont Filialleiter

Hungrig musste auch niemand ins Bett. Hotdogs und Köttbullar gab es zwar nicht, dafür aber Schweinebraten, warme Zimtschnecken, heißer Kakao und Risalamande, eine dänische Milchreisspeise, die traditionell an Weihnachten gegessen wird. Und als wäre das nicht genug: Elmose sang den Gestrandeten auch noch ein Gute-Nacht-Ständchen, wie ein Video zeigt. Am Morgen gab es dann frischen Kaffee und frisch gebackene Brötchen für alle.

Eine Werbeaktion sei das Ganze aber keineswegs gewesen, erklärt der Filialleiter. "Es diente der Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden." Donnerstag früh konnten dann alle wieder nach Hause. Und natürlich werde die Bettwäsche der benutzten Ausstellungsstücke gewechselt, betonte Elmose.

Weniger Glück hatten rund 300 Menschen, die ebenfalls wegen des Schneesturms festsaßen. Sie mussten am Flughafen Aalborg ausharren – ganz ohne warme Ikea-Betten.

Weitere Quelle: "B.T."

rw / tkr

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