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Schwerer Unfall in Ägypten Deutsche sterben bei Busunglück


Vier Deutsche und ein Ägypter starben am Sonntagmorgen bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nähe des Badeorts Hurghada. Die Deutschen gehörten zur Crew eines deutschen Reiseveranstalters.

Mindestens vier Deutsche und ein Ägypter sind bei einem Busunglück in Ägypten am Sonntag ums Leben gekommen. Zwei weitere Deutsche sind verletzt worden. Sie gehörten zu einer Tuifly-Crew, die auf dem Weg zum Flughafen war. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden starben bei dem Zusammenprall zweier Busse in Hurghada am Roten Meer zudem weitere drei Ägypter.

Überhöhte Geschwindigkeit als Ursache

Der Unfall ereignete sich den Behörden zufolge an der Zufahrt zu einer Urlaubssiedlung bei Kilometer 38 an der Straße zwischen Hurghada und dem südlicheren Safaga. Grund für den Unfall war den Angaben nach überhöhte Geschwindigkeit. Den Helfern bot sich ein grausiges Bild. Die beiden weißen Transporter wurden völlig zerfetzt. In Ägypten kommt es aufgrund von fahrlässigem Verhalten und schlechten Straßenverhältnissen häufig zu tödlichen Verkehrsunfällen.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) schaltete den Krisenstab des Auswärtigen Amtes ein. "Der deutsche Botschafter ist auf dem Weg zum Unfallort. Der Bundesaußenminister empfindet tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Tödliche Unfälle keine Seltenheit

Hohes Tempo, wilder Fahrstil und schlechte Straßen führen in Ägypten häufig zu tödlichen Busunfällen. Immer wieder sind Deutsche unter den Opfern. Manche Busfahrer liefern sich auf den schnurgeraden Wüstenpisten mit Touristen an Bord halsbrecherische Überholmanöver. Besonders betroffen von Unfällen mit Urlaubern sind die Strecke von Scharm el Scheich nach Kairo sowie die Straßen von den Badeorten rund um Hurghada nach Luxor und nach Kairo.

Erst im Juli dieses Jahres waren drei deutsche Touristinnen verletzt worden, als ihr Bus sich zwischen den Badeorten Ras Gharib und Hurghada überschlug. Vier Einheimische kamen ums Leben. Elf ungarische Touristen starben im November 2011 in Hurghada. Der Bus war Weg vom Hotel am Roten Meer zum Flughafen der Stadt.

Im Dezember 2009 prallte ein Kleinbus mit zwei Männern und einer Frau aus Nordrhein-Westfalen bei Hurghada auf einen Güterzug. Die drei Urlauber starben dabei kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen. Das schlimmste Unglück der jüngeren Zeit ereignete sich 2006, als 14 Touristen aus Hongkong am Roten Meer verunglückten. Überlebende sagten, der Fahrer seit mit 150 Kilometern pro Stunde gefahren.

be/DPA/AFP DPA

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