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Raumfahrt: Video zeigt: So cool blieben die Astronauten beim Sojus-Fehlstart

Sie haben den Fehlstart der Sojus-Trägerrakete überlebt. Die Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague konnten sich per Notlandung retten und blieben trotz der Gefahr bemerkenswert ruhig.

Die Sojus-Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague

Nach ihrer Rettung schlossen die Sojus-Raumfahrer Alexej Owtschinin (Mitte links) und Nick Hague (Mitte rechts) ihre Angehörigen in die Arme

DPA

Es passierte, was eigentlich nicht passieren darf: Ein Defekt des Raketenantriebs hatte die zweiköpfige Besatzung der russischen Sojus-Rakete am Donnerstag zu einer Notlandung gezwungen. Der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und sein US-amerikanischer Astronautenkollege Nick Hague landeten mit ihrer Kapsel in Kasachstan, während sich die Trägerrakete in ihre Einzelteile zerlegte. Die beiden Raumfahrer seien unverletzt geblieben, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax. Sie sollten eigentlich zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und die dreiköpfige Crew um den deutschen Kommandanten Alexander Gerst ergänzen. 

Die Sojus-Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague

Nach ihrer Rettung schlossen die Sojus-Raumfahrer Alexej Owtschinin (Mitte links) und Nick Hague (Mitte rechts) ihre Angehörigen in die Arme

DPA

Videoaufnahmen aus dem Inneren der Sojus-Kapsel

Ein Video, das die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte, zeigt wie Owtschinin und Hague auf die technischen Probleme reagierten: cool, ruhig und besonnen.

Zunächst verläuft der Start offenbar nach Plan, knapp drei Minuten nach dem Abheben wird Kommandant Owtischinin auf den Defekt aufmerksam. "Notfall! Fehlfunktion des Triebwerks, 2 Minuten 45 Sekunden", sagt der 47-Jährige mit ruhiger Stimme, während das Video zeigt, wie die beiden Raumfahrer in ihrer Kapsel durchgeschüttelt werden. "Wir schnallen uns fester an." Sie haben daraufhin ihre Notlandung eingeleitet, bange Minuten folgten. Wenig später konnte die russische Raumfahrtbehörde Entwarnung geben. "Das Notfall-Rettungssystem hat funktioniert, das Raumschiff konnte in Kasachstan landen ... die Besatzung lebt", twitterte Roskosmos.

Dass die beiden Raumfahrer trotz der brandgefährlichen Lage derart besonnen reagiert haben und nicht in Panik verfallen sind, ist ihrer Ausbildung zu verdanken. Wer ins All fliegt, muss ein umfangreiches und monatelanges Trainingsprogramm absolvieren, in dem auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet wird. Im Fall der Fälle muss jeder Handgriff sitzen. Zudem wirken auch enorme Beschleunigungskräfte auf die Raumfahrer ein, weswegen auch die körperliche Fitness in den Vorbereitungen eine Rolle spielt. Wie die Ausbildung für Astronauten abläuft, hat Alexander Gerst den Kollegen vom stern-Partnermagazin "Geo" vor seinem Abflug zur ISS detailliert erzählt. (Das Interview können Sie hier lesen.)

Was bedeutet der Vorfall für Alexander Gerst und die ISS?

Die Ursache für den Sojus-Fehlstart soll jetzt von einer staatlichen Kommission aufgeklärt werden, teilte Roskosmos mit. Auch strafrechtliche Ermittlungen wurden eingeleitet. Bemannte Sojus-Starts wurden nach dem Fehlschlag zunächst ausgesetzt. Raumfahrtexperten zeigten sich zuversichtlich, dass der nächste Start zur ISS im Dezember stattfinden könne.

Über eine mögliche Verlängerung der Mission von Alexander Gerst ist noch nicht entschieden. "Dafür ist es jetzt zu früh, es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache findet und für die Zukunft ausschließen kann", sagte Europas Raumfahrtchef Jan Wörner Nachrichtenagentur DPA. Gersts Mission auf dem Außenposten der Menschheit läuft bis Dezember. Falls Gerst wegen der Panne der russischen Sojus-Rakete länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, sagte Wörner, der Europas Raumfahrtbehörde Esa leitet. Gerst befindet sich seit Juni auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde.

+++ Wie Astronauten mit Gefahrensituationen umgehen, hat Alexander Gerst ebenfalls "Geo" erzählt. +++

mit Mateial von AFP und DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.