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Berlin: Spitzenpolitiker weihen Gedenkstätte am Breitscheidplatz ein

Ein Jahr liegt der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz zurück. Ab heute soll eine Gedenkstätte an die Opfer erinnern. An der Einweihungszeremonie nahmen mehrere Spitzenpolitiker teil.

Gedenkstätte am Breitscheidplatz in Berlin

Bei der Einweihung der Gedenkstätte am Berliner Breitscheidplatz wurden Kerzen und Blumen niedergelegt 

Ein symbolischer Riss aus Metall, zwölf auf die Treppen geschriebene Namen - das ist die Gedenkstätte am Berliner Breitscheidplatz. Die Namen gehören den Todesopfern, die bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche vor einem Jahr ums Leben kamen. Bei der Einweihung des Gedenkorts waren am Dienstag Spitzenpolitiker aus dem Bund und dem Land Berlin anwesend.

"Heute halten wir alle inne", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag. Das Attentat habe "Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen". Daher sei auch entschieden worden, eine Stätte des Gedenkens direkt am Anschlagsort zu schaffen.

"Der Terror hat nicht gesiegt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm ebenso an der schlichten Zeremonie teil wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Kurt Beck (SPD). Sie entzündeten Kerzen und stellten diese an dem Gedenkort ab.

Die Wunden insbesondere der Opfer und ihrer Angehörigen könnten "niemals alle geheilt, aber hoffentlich gemildert werden", sagte Müller in seiner Ansprache. Alle Menschen "teilen ihren Schmerz". Die Nacht des Anschlags und die folgenden Tage werde "allen ein Leben lang in Erinnerung bleiben". Der Terror habe aber nicht gesiegt, betonte er. Statt das Land durch Hass zu spalten, sei es zusammengerückt.

Der Tunesier Anis Amri war vor einem Jahr am 19. Dezember mit einem Lastwagen über den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Er hatte zwölf Menschen getötet und rund 70 weitere verletzt. In der Hauptstadt wird heute den ganzen Tag über mit verschiedenen Veranstaltungen an den Anschlag erinnert.

fri / AFP