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Stärke 7,1 Schweres Erdbeben in Chile verläuft glimpflich


Knapp ein Jahr ist es her, dass ein verheerendes Erdbeben eine Küstenregion in Zentralchile erschütterte. Nun bebte dort wieder die Erde, doch diesmal blieben schlimme Folgen offenbar aus. Bisher ist nichts über Tote oder größere Sachschäden bekannt.

Die chilenische Küste ist am Sonntagabend von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße hatten die Stärke 7,1, das Epizentrum lag im Landesinneren 171 Kilometer südlich der Stadt Concepción, wie das das Geologische Überwachungsinstitut der USA (USGS) mitteilte. Nach chilenischen Behördenangaben gab es keine Verletzten oder Sachschäden, nur Strom- und Telekommunikationsleitungen seien unterbrochen.

Laut der chilenischen Katastrophenschutzbehörde war das Beben "mittelschwer", betroffen waren demnach die Regionen Biobio, Maule und O'Higgins. Behördenchef Vicente Núñez bestätigte, dass nach ersten Erkenntnissen weder Menschen verletzt worden seien, noch habe es Sachschäden gegeben.

Keine Tsunami-Gefahr

Dieselbe Region war bereits im Februar vergangenen Jahres von einem Erdbeben der Stärke 8,8 erschüttert worden. Damals starben 521 Menschen, ganze Dörfer wurden zerstört. Die Schäden beliefen sich auf 22,5 Milliarden Euro.

Der Herd des jüngsten Bebens lag in 16 Kilometern Tiefe, wie das USGS mitteilte; zunächst hatte ihn das Institut im Pazifik in 33 Kilometern Tiefe lokalisiert und von einer Stärke von 7,2 gesprochen. Die Gefahr eines großen, zerstörerischen Tsunamis bestehe nicht, erklärte das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik. Im Umkreis von hundert Kilometern könnten aber kleinere, lokale Tsunamis Schäden anrichten. Dennoch brach mancherorts Panik aus: In Puerto Saavedra und Tirua flohen die Menschen aus Angst vor einer Flutwelle in höher gelegene Gebiete, wie das chilenische Fernsehen berichtete.

Erdbebengefahr in Chile generell hoch

Chile ist in der Vergangenheit immer wieder von starken Erdbeben erschüttert worden. Das südamerikanische Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind.

dho/AFP AFP

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