Thailand Tödliches Ende eines Höhlenausflugs


Sechs Touristen und zwei Reiseleiter sind im thailändischen Nationalpark Koh Sok bei der Besichtigung einer Höhle ertrunken. Unter ihnen ist auch ein Kind aus Deutschland. Die Reisegruppe wurde von einer Flutwelle überrascht.

Bei einer Sturzflut in einer Höhle in Thailand sind sechs ausländische Touristen und zwei einheimische Reiseleiter ertrunken. Unter den Opfern waren nach Angaben des Koh-Sok-Nationalparks ein deutscher Junge (10) sowie vier Schweizer und ein Brite. Eine junge Frau überlebte das Unglück. Über ihre Nationalität gab es widersprüchliche Angaben.

Die Parkleitung hatte zunächst von einer ausschließlich deutschen Gruppe gesprochen, weil die Teilnehmer deutsch sprachen. Dann war vorübergehend von sieben ertrunkenen Touristen die Rede. Die Höhle liegt rund 60 Kilometer von der Parkverwaltung entfernt, und die Mitarbeiter können sich nur über Funkgeräte verständigen.

Die Gruppe besichtigte die neben einem Wasserfall gelegene Höhle im Nationalpark Koh Sok in der südthailändischen Provinz Surathani. Wegen heftiger Regenfälle drang plötzlich eine Flutwelle in die Höhle. "Die Touristen bekammen nicht mit, was außerhalb geschah", sagte Polizeichef Pichan Kanayasiri. "Sie waren in der Höhle gefangen." Die junge Frau überlebte als einzige und wurde am Sonntag nach 20 Stunden gerettet.

Der Provinzgouverneur Winai Phopradit sagte, er habe die Schließung des Nationalparks für die Dauer der Regenzeit angeordnet. "Wir haben Hinweisschilder sowohl auf Englisch als auch auf Thai, die Touristen davor warnen, in der Regenzeit die Höhle zu betreten."

DPA/AP AP DPA

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