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Tonga: Auch Deutsche unter Opfern des Fährunglücks

Ein Fährunglück vor der Küste von Tonga hat vermutlich mehr Opfer gefordert als bisher angenommen. Laut Angaben der Behörden befanden sich 120 Menschen an Bord der "Princess Ashika", die bereits in der Nacht zum Donnerstag gesunken war. 64 Menschen werden noch vermisst, darunter auch zwei Deutsche. Für sie gibt es kaum noch Hoffnung.

Bei dem Fährunglück vor Tonga sind offenbar auch zwei Deutsche ums Leben gekommen. Ein Mann und eine Frau würden vermisst, teilte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mit. Zwei Tage nach dem Untergang der "Princess Ashika" bestand für die 64 Vermissten nach Einschätzung der Behörden kaum noch Hoffnung. Sie seien vermutlich tot, hieß es. Bislang wurden erst zwei Leichen geborgen, 54 Menschen überlebten das Unglück.

Den jüngsten Informationen zufolge waren 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, als die Fähre in der Nacht zum Donnerstag im Südpazifik sank. Bei den Vermissten handelt es sich vor allem um Frauen und Kinder, die offenbar alle unter Deck schliefen.

Die Behörden brachen die Suche am Freitag mit Einbruch der Dunkelheit ab. Möglicherweise werde sie auch nicht wieder aufgenommen, hieß es. Die Chancen, jemanden lebend zu finden, seien "nicht groß", sagte ein Polizeisprecher. Neben den beiden Deutschen kamen laut Polizei offenbar auch zwei Franzosen und ein Japaner ums Leben.

Die Ursache des Unglücks, das sich rund 90 Kilometer nordöstlich der tongaischen Hauptstadt Nuku'alofa ereignete, war zunächst nicht bekannt. Überlebende sagten, die Fähre habe stark geschwankt, und Wellen hätten das untere Deck überflutet. Das Schiff war für 200 Passagiere plus Besatzung zugelassen. Der Verkehrsminister von Tonga, Paul Karalus, sagte, die "Princess Ashika" sei erst kürzlich gewartet worden.

DPA/AP / AP / DPA
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