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Gewalt gegen Frauen in der Türkei: Mann schlägt Frau wegen kurzer Hose – und zeigt sie wegen Beleidigung an

Beschimpfungen und Schläge wegen Sommerkleidung in der Türkei: Die Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau in einem Bus sorgt für Aufregung - erst kam der Täter frei, jetzt zeigt er sie an.

Frauen warten an einer Bushaltestelle in Istanbul (Türkei) neben einem Plakat mit US-Schauspielerin Julia Roberts

Frauen warten an einer Bushaltestelle in Istanbul (Türkei) neben einem Plakat mit US-Schauspielerin Julia Roberts

Ein Angriff auf eine junge Frau in kurzer Hose im islamischen Fastenmonat Ramadan sorgt in der Türkei weiter für Aufruhr. Türkische Medien hatten am Mittwoch von dem Fall berichtet: Ein Mann schlug einer Studentin in einem Bus in Istanbul ins Gesicht, nachdem er sie wegen ihrer Kleidung kritisiert hatte. Der Angreifer wurde festgenommen, doch nach einer Befragung wieder freigelassen. Jetzt soll er die Frau angezeigt haben.

Kurze Hose im Fastenmonat - da rastete er aus

Den Berichten zufolge gab der Mann nach der Tat an, er habe sich von der Kleidung der Frau "provoziert" gefühlt. Der Vorfall und die Freilassung des Angreifers sorgten für Kritik von Frauenrechtlern. "Die Freilassung des Angreifers ist eine Gefahr für alle Frauen", kritisierte die Plattform gegen Gewalt an Frauen auf Twitter. "Wir werden in der Öffentlichkeit anziehen, was immer wir wollen. Wir werden unsere Freiheiten nicht aufgeben."

Ein von Medien veröffentlichtes Überwachungsvideo aus dem Bus zeigt, wie der Mann die 21-jährige Studentin beim Verlassen des Busses unvermittelt schlägt. Diese rennt daraufhin hinter ihm her, doch wirft er sie im Gang zu Boden und steigt schließlich aus. Die Studentin sagte der Zeitung "Hürriyet", der Mann habe sie beschimpft, sobald sie sich im Bus vor ihn gesetzt habe: Sie solle sich schämen, sich im Ramadan derart zu kleiden.

Wie das Newsportal "Turkishpress" am Freitag mitteilte, hat der Täter nach seiner Freilassung den Spieß umgedreht und die 21-Jährige angezeigt. Die Studentin bestätigte gegenüber türkischen Medien, eine Vorladung von der Polizei erhalten zu haben. Der Vorwurf seien Beleidigungen gegen ihn. Sie werde der Vorladung folgen und aussagen geben, hieß es. Außerdem werde sie sich gegen seine Freilassung beschweren.

Ähnlicher Fall schon vor einem Jahr in der Türkei

Vergangenes Jahr hatte ein Mann bei einem ähnlichen Fall in einem Bus in Istanbul eine Frau getreten, weil sie eine kurze Hose trug. Im derzeit laufenden Gerichtsverfahren drohen ihm neun Jahre Haft. Frauenrechtlerinnen beklagen seit langem eine Zunahme der Gewalt gegen Frauen in der Türkei. Laut der Plattform gegen Gewalt an Frauen wurden 2016 in dem Land 328 Frauen ermordet, allein seit Jahresbeginn waren es 173.

Kritiker werfen dem islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, die Freiheiten der säkularen Bevölkerungsschichten einzuschränken und ihnen seinen eigenen Lebensstil aufzuzwingen.

jnp/mit AFP-Material
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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