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Unglück im Kongo: Tanklaster explodiert, 200 Menschen sterben

Bei der Explosion eines Öltanklastwagens sind im Kongo fast 200 Menschen gestorben. Einige von ihnen hatten versucht ausgelaufenen Treibstoff zu stehlen.

Im Kongo sind bei der Explosion eines Öltanklastwagens laut einem Bericht des UN-Rundfunksenders Okapi 190 Menschen ums Leben gekommen. Der Lastwagen hatte sich zuvor bei hoher Geschwindigkeit überschlagen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Samstag in der Nähe des Dorfs Sange, rund 100 Kilometer von der Regionalhauptstadt Bukavu entfernt.

"Ein aus Tansania kommender Tanklaster ist im Dorf Sange umgekippt" sagte Regierungssprecher Vincent Kabanga. Treibstoff sei ausgelaufen und ins Dorf geflossen, auf einmal habe es eine Explosion gegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers brannten mehrere dutzend Häuser nieder. Einige der Opfer hätten versucht, Benzin zu stehlen. Die meisten der Opfer hätten jedoch in ihren Häusern das WM-Fußballspiel Uruguay gegen Ghana angeschaut.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren unter den Toten auch fünf Mitglieder der UN-Friedenstruppe, die die Menschen davon abhalten wollten, sich dem Tanklaster zu nähern. Das Unglück ereignete sich demnach am Freitagabend auf der Straße zwischen der Provinzhauptstadt Bukavu und Uvira, einer Stadt nahe der Grenze zu Burundi.

APN/AFP/Reuters / Reuters
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