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Unglück in russischem Bergwerk: Nur noch wenig Hoffnung für vermisste Kumpel

Drei Tage nach dem Grubenunglück im sibirischen Kohlebergwerk Raspadskaja ist die Zahl der Toten auf 43 gestiegen. Für vermisste 47 Kumpel gab es kaum noch Hoffnung, wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass am Dienstag berichtete.

Drei Tage nach den schweren Methangas-Explosionen in einem russischen Kohlebergwerk ist die Zahl der Todesopfer auf 43 gestiegen. In der Nacht seien in der Grube "Raspadskaja" in Sibirien die Leichen von elf weiteren Arbeitern geborgen worden. Das sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Dienstag in der Region Kemerowo nach Angaben der Agentur Interfax. Das Schicksal von 47 weiteren Bergleuten, die bei den zwei schweren Explosionen vom Samstagabend in rund 500 Metern Tiefe verschüttet wurden, sei weiter unklar. Zu ihnen fehlte weiter jeder Kontakt. Am Vortag waren in der Grube im Kohlebecken Kusbass bereits 32 Tote und mindestens 60 Verletzte gemeldet worden.

Der russische Regierungschef Wladimir Putin traf am Morgen am Unglücksort rund 3500 Kilometer östlich von Moskau ein. Im Gespräch mit Mitgliedern des örtlichen Krisenstabs trieb der frühere Kremlchef die Rettungskräfte zur Eile an. Danach besuchte Putin im Krankenhaus der Stadt Nowokuznetsk sechs Bergleute, die bei den Explosionen Verbrennungen und eine Rauchvergiftung erlitten hatten. Bei einem Treffen mit Angehörigen sprach Putin erneut von einem "tragischen" Unglück. "Worte können Ihnen den Schmerz nicht nehmen", sagte der Regierungschef. "Ich will Ihnen aber versichern, dass der Staat an Ihrer Seite ist und Sie unbürokratisch unterstützen wird."

APN/DPA / DPA