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Nach Unwetter im Ahrtal Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Trümmer liegen an einer Böschung unterhalb einer Wohnstraße, an der zwei weißt Einfamilienhäuser stehen
In einer etwas höher gelegenen Straße in Schuld im Ahrtal ist schon wieder ein wenig Normalität eingekehrt, während darunter noch die Trümmer liegen, die die Ahr mitgerissen hatte
© Thomas Frey / DPA
Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft, ob sie nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal. Es gebe den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung infolge möglicherweise unterlassener oder verspäteter Warnungen oder Evakuierungen, teilte die Behörde am Montag mit. In die Prüfung würden neben Presseberichten auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren und weitere polizeiliche Hinweise einbezogen.

Mehr als 180 Todesopfer nach Unwettern registriert

Es lägen inzwischen auch polizeiliche Erkenntnisse zum Tod von zwölf Menschen in einer Betreuungseinrichtung in Sinzig vor, hieß es weiter. Diese würden daraufhin ausgewertet, ob sich aus ihnen der Anfangsverdacht von Straftaten ergebe.

Nach den Unwettern und dem darauf folgenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern Mitte Juli wurden inzwischen mehr als 180 Todesopfer registriert. Das rheinland-pfälzische Ahrtal war von der Katastrophe besonders betroffen. Am Wochenende berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass der Landkreis Ahrweiler offensichtlich in der Nacht vor der Flutkatastrophe vom Landesumweltamt gewarnt worden sei, darauf aber nicht rechtzeitig reagiert habe.

tkr AFP

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