Kurz, nachdem der Buckelwal vor Poel bei steigenden Wasserständen losgeschwommen war, stoppte er wieder. Nun wird wohl die Zeit knapp. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
„Wal-O-Mat“ zu gestrandetem Buckelwal online
Wer sich noch unsicher ist, wie er oder sie zu den Rettungsversuchen des in der Ostsee feststeckenden Buckelwals stehen soll, kann dies nun auf der Parodie-Website „Wal-O-Mat“ testen. Indem man sich durch 19 Fragen klickt, kann man herausfinden, ob man dem „Team Sprengen“, dem „Team Retten“ oder dem „Team Liegen lassen“ angehört. Der Wal-O-Mat sei keine „Walempfehlung“, sondern eine Parodie über Wale und Politik, heißt es auf der Website.
Eine der Aussagen, der man per Klick zustimmen kann oder nicht ist: „Jede Spinne bei mir zuhause wird mit einem Marmeladenglas vor die Tür gesetzt.“ Weiter geht es mit Aussagen wie dieser: „Ich liebe es, diesen bewegungslosen Körper im Livestream anzuschauen – meinetwegen könnte das ewig so weitergehen.“ Hat man sich bis zum Ende der Fragen durchgeklickt, dann erfährt man zu welchem Wal-Lager man gehört.
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Lennard Worobic
Vor Ort habe es erneut Beratungen in großer Runde gegeben, berichtet der NDR. Demnach wollen Taucher noch einmal zum Wal herausfahren und überprüfen, was noch unternommen werden kann. Laut dem Bericht stehen Spülungen im Raum. Zudem wolle man zum Ziehen des Wals eher ein Geschirr statt Gurte verwenden.
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Lennard Worobic
Wasserstand soll wieder sinken
Der Wasserstand in der Lübecker Bucht liegt heute nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) um 35 bis 70 Zentimeter über dem Normalhöhennull (NHN), in der Nacht von null bis 60 Zentimeter höher. Am Dienstag soll der Wasserstand nach aktueller Einschätzung zwischen 20 Zentimeter unter und 25 Zentimeter über NHN liegen.
Lennard Worobic
Ein anhaltendes Verharren an der Stelle würde dem Walforscher Boris Culik zufolge enorme Risiken für den Wal bergen: „Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut“, sagt er. „Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns.“
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Lennard Worobic
Ein anhaltendes Verharren an der Stelle würde dem Walforscher Boris Culik zufolge enorme Risiken für den Wal bergen: „Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut“, sagt er. „Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns.“
Der Meeresbiologe und Walexperte Boris Culik (Archivbild). Marcus Brandt/dpa
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Thomas Krause
Im Moment versuchen Helfer den Wal zum Weiterschwimmen zu animieren. Das sagt Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die den privaten Rettungsversuch mitfinanziert, der DPA.
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Thomas Krause
Ein geschwächter Wal kann nach Einschätzung eines Walforschers durchaus auch gezielt stranden, wenn ihm dies das Atmen erleichtert. „Dass er in der Ostsee eine Sandbank aufsucht, um sich zu erholen, kann man sich schon vorstellen“, sagte der Meeresbiologe Boris Culik der Deutschen Presse-Agentur.
Es hänge stark vom Auftrieb ab, ob der Wal an der Oberfläche treibe oder nicht, erklärt der Forscher, der früher am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gearbeitet hat. Wenn der Wal gut genährt sei, habe er eine dicke Speckschicht und schwimme oben auf. Wenn nicht, sinke er ab. „Das hängt also davon ab: Wann hat er zuletzt gefressen? Wie gut ist sein Ernährungszustand? Wie dick ist die Speckschicht? Was ist sein spezifisches Gewicht im Vergleich zu dem relativ auftriebsarmen Ostseewasser?“
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Thomas Krause
Aktion soll Wal wieder mobilisieren
Der seit Stunden verharrende Buckelwal vor der Insel Poel bei Wismar soll dazu gebracht werden, sich wieder weiterzubewegen. Das Tier liege nach vorliegenden Erkenntnissen nicht vollständig auf, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). „Er ruht sich aus.“
Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die den privaten Rettungsversuch mitfinanziert, bestätigt, dass das Tier demnächst wieder mobilisiert werden soll. Man werde eine „sehr ruhige Aktion durchführen, die hoffentlich zum Erfolg führt. Es ist ein Nadelöhr, durch das er durch muss“.
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Lennard Worobic
Aktuell ist es etwas ruhiger um den Wal, die Rettungsinitiative gönnt ihm wie angekündigt eine Pause. Derzeit seien vier Boote und ein Jetski draußen, berichtet der NDR. Zuvor seien es noch acht Boote und zwei Jetskis gewesen.
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Lennard Worobic
„Manchmal ist es so im Leben: Plötzlich gibt’s eine Chance und das regelt sich alles von allein“Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD)
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Lennard Worobic
Der Sender zur Verfolgung des Buckelwals soll nach Möglichkeit noch angebracht werden. Sollte sich die Gelegenheit bieten, könnte das Tier in Kürze mit einem Sender zur Ortung versehen werden, sagt eine Ministeriumssprecherin.
Yannik Schüller
Eigentlich sollte am Wal erst noch ein GPS-Sender angebracht werden, sagt eine Sprecherin von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium. Dazu sollte aber noch die Art des Geräts, des Klebers und die Stelle am Wal geklärt werden, auch wegen der Hautprobleme des Wals.
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Yannik Schüller
Wal offenbar nicht gestrandet
Der nach seinem Losschwimmen aktuell wieder vor Poel bei Wismar ausharrende Buckelwal ist nach Kenntnis des Schweriner Umweltministeriums nicht erneut gestrandet. Helfer auf den Booten gingen davon aus, dass sich das Tier frei bewegen könne, sagt eine Ministeriumssprecherin. Allerdings lasse man dem Tier aktuell eine Pause. Es habe am Morgen schätzungsweise drei bis fünf Kilometer zurückgelegt.
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Yannik Schüller
Nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace bedeutet die aktuelle Situation für den Buckelwal vor Poel eine hohe Stressbelastung. „Das ist natürlich ein Megastress für das Tier", sagt ein Organisationssprecher. Der Wal habe die letzten Jahre ohne Kontakt zu Menschen verbracht, nun gebe es ständig Aktivitäten. Das Tier müsse sich erst einmal von den vergangenen Tagen erholen und sei nun Motorenlärm von den Booten ausgesetzt.
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Yannik Schüller
Wal stoppt offenbar wieder
Rund zwei Stunden, nachdem der Buckelwal vor Poel bei steigenden Wasserständen losgeschwommen ist, hat er offenbar am Ende der Kirchsee genannten Bucht gestoppt. Auf Livestreams ist zu sehen, wie das Tier nahe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote, die ihn zuvor Richtung offene Ostsee getrieben hatten, halten Abstand.
Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagt, nach seinem Wissen ist auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
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Yannik Schüller
Wal ändert ständig die Richtung
Wo will er hin? „Der ist weiter in die Bucht geschwommen", sagt ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Demnach ändert der Wal ständig die Richtung. Auf Livestreams waren eben im Hintergrund schon Hafenanlagen von Kirchdorf am Ende der Bucht zu sehen. Zuletzt hat sich das Tier aber wieder für mehrere Minuten in die andere Richtung bewegt, die aus der Bucht hinausführt. Dabei wird der Wal weiter von mehreren Booten der DLRG begleitet.
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Yannik Schüller
Nach dem Losschwimmen des Wals zeigt sich einer der Geldgeber des Rettungsversuchs ernüchtert.
Man habe zwei Tage Verzögerung im Plan gehabt, sagt Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. „Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles." Mehr könne er derzeit nicht sagen. „Jetzt kann man nur hoffen, dass die Begleitung gelingt."
Man habe zwei Tage Verzögerung im Plan gehabt, sagt Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. „Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles." Mehr könne er derzeit nicht sagen. „Jetzt kann man nur hoffen, dass die Begleitung gelingt."
Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Plane unter den vor Poel festsitzenden Wal zu ziehen und diese an Pontons zu befestigen, die wiederum von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. So sollte das Tier in die Nordsee und möglichst sogar bis in den Atlantik transportiert werden. Die Vorbereitungen dafür liefen seit Donnerstag.
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DPA