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Vermisster Flug MH370: Polizei ermittelt wegen Sabotage, Entführung und Terrorismus

Da die vermisste Boeing 777-200 offenbar sieben Stunden lang mit geändertem Kurs flog, ermittelt die Polizei von Malaysia nun offiziell wegen Entführung, Sabotage und Terrorismus.

"Wir vertrauen auf Kaptän Zaharie" steht auf einem Zettel an einer Wand auf einer Veranstaltung für die Angehörigen der Insassen der vermissten Boeing

"Wir vertrauen auf Kaptän Zaharie" steht auf einem Zettel an einer Wand auf einer Veranstaltung für die Angehörigen der Insassen der vermissten Boeing

Die Polizei in Malaysia ermittelt bei der verschwundenen Passagiermaschine Boeing 777-200 nun offiziell wegen Entführung, Sabotage und Terrorismus. Das sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar am Sonntag in Kuala Lumpur vor der Presse.

Indien ließ die Suchaktivitäten rund um die Andamanen und Nikobaren sowie im Golf von Bengalen aussetzen, bis neue Anweisungen der malaysischen Regierung vorliegen. Nach deren Angaben helfen inzwischen mehr als 25 Länder bei der Suche nach möglichen Trümmern, die - zumindest im Meer - mit fortschreitender Zeit immer schwerer aufzufinden sein dürften.

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord ist seit dem 8. März verschwunden. Die Maschine flog nach derzeitiger Kenntnis noch etwa sieben Stunden nach dem Verschwinden vom Radar weiter - mit verändertem, nach Westen gerichtetem Kurs. Noch keine Untersuchungsmethode konnte das Mysterium um das verschwundene Flugzeug bislang auflösen. Die Flugroute wurde etwa in einem Flugsimulator nachgestellt. In einer vorigen Meldung hieß es, eine identische Boeing 777-200 sei die angenommene Flugroute nachgeflogen und habe zu Testzwecken versucht, zivile Radarsysteme auszutricksen.

Viele Theorien, wenig Gewissheit

In Militärkreisen wird davon ausgegangen, dass ein erfahrener und kompetenter Pilot die Boeing 777-200 stundenlang geflogen und dabei offenbar bewusst zivile Radargeräte umgangen haben muss. Denkbar ist aber auch, dass der 53-jährige Kapitän Zaharie Ahmad Shah und sein 27 Jahre alter Co-Pilot Fariq Abdul Hamid überwältigt oder zum Gehorsam gezwungen wurden. Dafür käme eine Vielzahl möglicher Hintermänner und Motive in Betracht.

Auch in drei der vier Flugzeuge, die einst für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA gekapert wurden, war die automatische Transponder-Datenübertragung an die Flugkontrolle ausgeschaltet worden. Für höchst unwahrscheinlich halten Experten indes die These, dass Flug MH370 mitsamt der 239 Insassen irgendwo gelandet und anschließend versteckt worden sein könnte.

Kritik aus China

Da zwei Drittel der Passagiere im Flugzeug aus China stammten, wird der Fall in der Volksrepublik mit besonderer Aufmerksamkeit und Skepsis verfolgt. Chinas Staatsmedien kritisierten die südostasiatischen Behörden am Sonntag für deren zögerliche Informationspolitik. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua warf Malaysia die "Verschwendung" von Zeit und Ressourcen für die Suche vor.

Flugsimulator beschlagnahmt

Im Haus des Piloten wurde am Samstag ein Flugsimulator abgebaut und mitgenommen. "Wir haben das Gerät in unseren Büros wieder aufgebaut und Experten untersuchen es jetzt", so der Polizeichef. Warum die Durchsuchung erst eine Woche nach dem Verschwinden des Flugzeugs stattfand, erklärte er nicht.

Freunde des Piloten Zaharie Ahmad Shah sagten Lokalmedien, er habe den Simulator gehabt, um die Freude am Fliegen mit anderen zu teilen. Versteckt gewesen war das Gerät nicht. Es ist etwa auf einem Youtube-Video zu sehen, in dem Shah als Heimwerker Tipps zur Optimierung von Klimaanlagen gibt.

jen/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.