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Wetter: Schneechaos im Frühling

Zum Frühlingsanfang setzte dieses Jahr noch einmal der Winter ein - mit dichtem Schneefall und Eiseskälte. Lange soll sich der Frost allerdings nicht halten, für das Wochenende kündigen die Meteorologen wieder Temperaturen über zehn Grad an.

Grüne Weihnachten, weiße Ostern - dieses Jahr traf die alte Wetterregel in vielen Regionen Deutschlands zu. Statt mit milden Temperaturen begann der Frühling mit starkem Schneefall. Auf den Straßen gab es zahlreiche Unfälle, auf den Autobahnen bildeten sich Staus, einige Landstraßen waren in den frühen Morgenstunden unpassierbar.

Selbst im Norddeutschen Tiefland fielen laut Deutschem Wetterdienst bis zu fünf Zentimeter Neuschnee, im Sauerland und in der Eifel waren es bis zu elf, im Schwarzwald und im Allgäu bis zu 15 Zentimeter. "Dass es Ende März eine Schneedecke im Flachland gibt, ist ungewöhnlich. Wir haben dies zwar vereinzelt in früheren Jahren beobachtet, allerdings kommt dieses Jahr dazu, dass die erste Monatshälfte bereits vorfrühlingshaft mild und daher natürlich meist schneefrei war. Der Schnee fiel ja erst etwa ab Gründonnerstag", sagt Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst. "In anderen Jahren, in denen es Ende März im Flachland eine Schneedecke gab, waren die Wochen davor insgesamt kälter. Diese krassen Gegensätze in diesem Jahr sind auffällig."

"Der letzte Gruß des Winters"

Trotz des Kälteeinbruchs war der März insgesamt zu warm - und zu nass. Nach drei Vierteln des Monats liegt die Durchschnittstemperatur laut Deutschem Wetterdienst bei 3,9 Grad, das sind 0,4 Grad mehr als der langjährige Durchschnitt. Und in den nächsten Tagen soll es auch schon wieder wärmer werden. Paetzold: "Das war höchstwahrscheinlich der letzte Gruß des Winters. Nach unseren Berechnungen wird am Wochenende die 10-Grad- Marke vielerorts überschritten, allerdings wird es immer wieder mal regnen. Und wie es nächste Woche wird, werden die nächsten Berechnungen zeigen, das ist leider noch etwas ungewiss."

Der plötzliche Schneefall sorgte vielerorts für Chaos auf den Straßen. Das Problem: "Viele Leute haben schon ihre Sommerreifen aufgezogen", sagt Maximilian Maurer vom ADAC in München. Zudem, so Maurer, "dauert es immer einige Tage, bis sich die Fahrer daran gewöhnt haben, dass Schnee liegt und sich entsprechend darauf einstellen." Das war bei diesem plötzlichen Wintereinbruch natürlich nicht möglich.

bub