HOME

Winterwetter: Tote, Verletzte und Blechschäden

Überall in Deutschland schneit es - und während Kinder ihren Spaß haben, ist auf den Straßen der Teufel los. Vor allem in Sachsen kam es zu zahlreichen Unfällen.

In der Nähe von Böblingen (Baden-Württemberg) starb eine 28-Jährige, nachdem sie mit ihrem Auto auf glatter Straße mit einem Streufahrzeug zusammen gestoßen war. Auch in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Bayern und Sachsen hatten die Autofahrer mit den widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Bei zahlreichen weiteren Unfällen gab es Verletzte.

Regelrechtes Winterchaos herrschte in Sachsen: Glatteisregen und fünf Zentimeter Neuschnee verwandelten die Straßen in Rutschbahnen. Nahe der tschechischen Grenze türmte sich der Schnee meterhoch. Etliche Autofahrer kamen mit den winterlichen Straßenverhältnissen nicht zurecht und verursachten Unfälle. Meist blieb es jedoch bei Blechschäden. Ein 67 Jahre alter Mann blieb mit seinem Fahrzeug in einer Schneewehe stecken. Nach ihrem Eintreffen konnten die Rettungskräfte nur noch seinen Tod feststellen. Als Todesursache geht die Polizei von Herzversagen aus.

Rutschpartie auf deutschen Straßen

Kein Fortkommen gab es für zahlreiche Lastwagenfahrer in Richtung deutsch-tschechische Grenze. Viele mussten auf der Autobahn 17 bei Dresden ihr Fahrzeug abstellen und dort übernachten. Deshalb wurde auch die Autobahn gesperrt. An den Grenzübergängen gebe es wegen des Schneechaos' derzeit keine Abfertigung, hieß es bis in die frühen Morgenstunden bei der Polizei. Auf sämtlichen Rastplätzen im Freistaat waren nach Polizeiangaben die Parkplätze belegt. Obwohl die meisten Fahrzeuge mit Schneeketten ausgerüstet waren, gab es kein Durchkommen. In Westsachsen ereigneten sich 52 Unfälle, die Hälfte davon wegen Glätte. Acht Menschen wurden leicht verletzt. Die meisten waren in Leitplanken gerutscht oder in Gräben gefahren.

Rutschpartien auf den Straßen gab es auch in Potsdam. Dort kam es zu 18 witterungsbedingten Unfällen. Sechs Menschen wurden verletzt. Am Dienstag hatten die Behörden 115 Unfälle im gesamten Stadtkreis gezählt, davon 21 glättebedingt.

In Nürnberg kam ein 90-jähriger Autofahrer von der rutschigen Fahrbahn ab stieß mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dabei wurden er und der 55-jährige Fahrer des anderen Autos schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Auch in Unterfranken, Oberbayern und der Oberpfalz mussten die Einsatzkräfte etliche Male ausrücken.

Bereits am Dienstag waren Fußgänger wegen Eisregen, Schnee und Glatteis ins Schlittern geraten und Autos ins Rutschen. In Bayern kamen vier Menschen bei Glätteunfällen ums Leben. Andernorts registrierten Rettungskräfte und Polizei vor allem Knochenbrüche, Prellungen und unzählige Blechschäden.

DPA / DPA